Ich versuche meine Artikel immer so einfühlsam wie möglich zu schreiben. Aber ich sehe es auch als meine Aufgabe, dir so gut wie möglich zu helfen. Daher könnte der heutige Artikel etwas unangenehm werden, denn du musst ehrlich zu dir sein – und zwar zu 100 Prozent. Und vielleicht stellst du fest, dass deine Beziehungssituation (wie sie nun auch sein mag: gerade getrennt, unglücklich in einer Beziehung oder schon ewig Single) nicht so sehr an deinem Partner oder an anderen Menschen liegt, als an dir selbst.

Es gibt eine Sache, die deine Beziehung (nicht nur deine romantische, sondern alle zwischenmenschlichen) kaputt macht oder dafür sorgt, dass du nicht in der Lage bist eine dauerhafte Beziehung zu führen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, es liegt an dir alleine und du ganz alleine kannst es verändern, wenn du möchtest. Was solltest du also tun, um deine Beziehung zu heilen oder dich dauerhaft an einen Menschen binden zu können?

Du musst aufhören zu urteilen, über deinen Partner und über dich selbst.

Urteile über dich selbst und du wirst nicht glücklich

Wahrscheinlich hast du schon mal davon gehört, dass dein äußeres Leben durch deine innere Haltung erzeugt wird, und dem ist auch so. Du kreierst deine Welt durch deine Glaubenssätze, durch bewusste und unbewusste. Was heißt das konkret?

Wenn du von anderen Menschen verurteilst wirst, dann solltest du den Fokus nicht auf das Verhalten dieses Menschen richten, sondern auf dein Inneres. Denn Menschen urteilen nur über dich, wenn du das selbst tust. Wie könntest du auch von anderen erwarten nicht über dich zu urteilen, wenn du es selbst nicht besser machst? Höre also tief in dich hinein, meditiere und versuche herauszufinden für was du dich selbst verurteilst. Wenn du diese Antwort einmal gefunden hast, dann kannst du daran arbeiten.



Für deine Beziehung heißt das im Umkehrschluss: Wenn dein Partner über dich urteilt, warum auch immer, dann liegt es nicht an deinem Partner, sondern an dir.

Um dieses selbstzerstörerische Verhalten zu stoppen, musst du deine Glaubenssätze herausfinden und auflösen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, unter anderem mein Coaching. Wie du weißt, dass du das Selbsturteil aufgelöst hast? Daran, dass es dein Partner es reflektiert, er ist immer dein Spiegel, egal ob positiv oder negativ. Wenn du dich und deine Haltung gegenüber dir selbst änderst, dann wird sich das im Verhalten deines Partners spiegeln.

Das passiert nicht sofort, genauso wenig wie du von jetzt auf gleich aufhören kannst einen bestimmten Glaubenssatz zu haben. Aber es passiert, wenn du wirklich etwas verändern möchtest. Geduld ist hier das Zauberwort.

Urteile über andere und du wirst keine dauerhafte Beziehung führen können

Betrachten wir die andere Seite der Medaille: Wie urteilst du über deinen Partner, deinen Ex oder den Menschen, den du in deinem Leben haben möchtest?

Wir machen oftmals einen fatalen Fehler: Wir verwechseln „das Beste für jemanden zu wollen“ mit „ICH denke es ist das Beste für dich, weil ich das so wie du das machst, nicht gut finde“ – und hier liegt die Krux. Wenn du feststellst, dass du diesem besonderen Menschen nahelegen möchtest, was das Beste für ihn ist, dann muss ich dir sagen: Egal wie und weise du bist, sas kannst du weder wissen noch entscheiden.

Urteilsfrei und aus vollem Herzen das Beste für diese Person zu wollen, heißt sie in all dem zu unterstützen was sie selbst als das Beste für sich empfindet.

Wenn du wirklich etwas an deiner Situation ändern möchtest, dann mache dir doch mal eine Liste, für was du deinen Partner (oder eben den besonderen Menschen, um den es für dich geht) verurteilst und dann schau mal in den Spiegel. Verurteilst du dich selbst für genau das?

Uns fällt es meistens leichter andere an den Pranger zu stellen als uns an die eigene Nase zu fassen (und ich schreibe das nicht aus einer herablassenden und allwissenden Perspektive, sondern genau aus so einer ‚Ich muss bei mir selbst anfangen‘ Perspektive). Und warum? Naja, wenn wir uns den Spiegel vorhalten und unsere eigenen Baustellen sehen, heißt das immer, dass wir daran arbeiten müssen. Und es ist so viel leichter anderen zu sagen, dass sie diese Arbeit verrichten sollen als selbst die Ärmel hochzukrempeln und es anzupacken.

Wenn du möchtest, dass sich die Person verändert, dann solltest du mit bestem Beispiel vorangehen, denn nur so kannst du überhaupt erwarten, dass sich überhaupt etwas verändert.

Und in der Zwischenzeit, also wenn du deine Beziehung retten möchtest, mache dir doch auch mal eine Liste mit den positiven Eigenschaften dieses Menschen. Mit den Aspekten, die du an ihm liebst und schätzt. Und jedes Mal, wenn er „deine Knöpfe drückt“, erinnere dich daran, warum du diese Person in deinem Leben haben möchtest.

Ja, das ist eine Herausforderung, das weiß ich selbst aus meinem täglichen Leben. Aber eine andere Lösung gibt es nicht – zumindest keine, die für ein gemeinsames Leben taugt.

Hier eine gute Affirmation, die dir vielleicht hilft:

Ich liebe dich mehr als die Person, die ich denke, die du sein sollst. Daher lasse ich dich so sein wie du bist und ich liebe dich bedingungslos, ohne die Erwartung, dass du dich veränderst.

Und wenn du nicht an dir arbeiten möchtest?

Wenn du dich nicht in der Lage siehst, aufzuhören über dich und/oder deinen Partner zu urteilen, dann ist es am fairsten ihm gegenüber, wenn du dich trennst. Warum? Weil eine Trennung einfacher zu verkraften ist als permanent dafür verurteilt zu werden wie man ist und dem machtlos gegenüber zu stehen, weil du nicht dazu bereit bist an dir zu arbeiten.

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Foto: ©Licccka 

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