[Disclaimer: In diesem Artikel mache ich mich ziemlich nackig und als ich ihn korrekturgelesen habe, habe ich festgestellt, dass ich an der ein oder anderen Stelle etwas von Thema abkomme. Trotzdem finde ich es wichtig, dass du meine Gedanken kennst, um das Gesamtbild nachvollziehen zu können, daher habe ich ihn nicht gekürzt.]

Ich glaube, dass unsere tiefsten Wünsche und Träume in uns manifestiert sind, und dass wir unser Leben darauf ausrichten, sie zu erfüllen. Manchmal tun wir das auf Umwegen, aber wir tun es. Wie wir das tun, steht auf einem anderen Blatt.

Ich glaube, dass sich diese tiefen Wünsche verändern – aber nur für eine Zeit lang. Und zwar dann, wenn wir das Gefühl haben, dass wir andere Träume zuerst erfüllen müssen, bis wir für unsere innigsten Wünsche bereit sind.

“Bitte was? Was ist denn mit Simone los? Hat die was genommen oder warum schreibt sie in Rätseln?”

Ich kann dir nicht verübeln, dass das möglicherweise durch deinen Kopf gehen mag, aber lass es mich dir erklären. Und: Heute bin ich besonders gespannt, ob du ähnliche Erfahrungen gemacht hast und wie du darüber denkst. Also bitte schreib einen Kommentar, auch wenn du sonst vielleicht nicht kommentierst :)



Wenn deine tiefsten Wünsche dich einholen

Ich war über zehn Jahre in einer Beziehung. Ich wollte heiraten, eine Familie gründen, ein Haus, einen Hund und einen sicheren Job haben.

Als er sich von mir getrennt hat, hat sich mein Leben von heute auf morgen verändert. Ohnmacht, Trance, Hilflosigkeit, funktionieren, überleben. Und dann war ich plötzlich Single. Niemand, dem ich Rechenschaft ablegen musste. Niemand, auf den ich Rücksicht nehmen musste.

Nach über zwei Jahren Liebeskummer war ich frei.

Frei von Schmerz. Frei von Abhängigkeit. Frei von ihm. Und frei von meinem Familienwunsch, denn die Welt war auf einmal mein. Ich brauche keinen Mann und keine Kinder. Ich brauche mich und das Reisen zum Leben.

Also habe ich mein eigenes Online Business aufgebaut, um genau das zu tun – und: Ich liebe es! Ich kann überall leben und arbeiten und reisen, wo ich will. Nur eines war mir von Anfang an unterbewusst klar: Für mich ist das ein Lebensmodell auf Zeit. Allerdings habe ich exzellente Arbeit darin geleistet, meinen Traum von einer eigenen Familie zu verdrängen.

Und heute?

Heute realisiere ich, dass der Lebensstil, den ich führe, ein sehr exklusiver ist. Ein wundervoller, außergewöhnlicher und einer, um den ich oftmals beneidet werde. Aber ich realisiere auch, dass er für mich persönlich zeitlich begrenzt ist – zumindest in dem Ausmaß, in dem ich ihn jetzt lebe. Denn mit jedem Tag, an dem ich glückliche Paare sehe, die einen Kinderwagen vor sich herschieben, fühle ich den Schmerz des Singleseins und meinen innigsten Wunsch nach einer eigenen Familie.

Digitale Nomaden und das Familienleben

Erst in der vergangenen Woche habe ich mich an einer Diskussion zum Thema Können digitale Nomadinnen Mutter sein? beteiligt. Die Antwort lautet ganz klar: Ja. Du kannst mit meinem Lebensstil eine eigene Familie haben und genauso leben wie ich es tue. Es gibt zig Familien, die das erfolgreich tun. Nur, wie mit allem: Das muss dein Ding sein, du musst das wollen und du musst einen Partner haben, der das auch möchte.

Ich möchte das nicht.

Und die Moral von der Geschicht‘?

Ein Leben als digitale Nomadin ist wundervoll. Ich dachte, dass ich immer reisen und unterwegs sein muss, um glücklich zu sein. In der Tat habe ich aber herausgefunden, was ich an diesem Lifestyle am wundervollsten, besten und absolut unverzichtbarsten für mich ist:

Meine Unabhängigkeit. Meine Freiheit. Die Möglichkeit jederzeit das tun zu können, was ich möchte, ohne einen Job, der mich einschränkt.

Können, nicht müssen.

Und ja, auch wenn einige aus meinem Bekanntenkreis sagen mögen „Das habe ich dir doch gleich gesagt, dass es davon nicht besser wird, denn du rennst nur weg“, ich stehe dazu:

Mein Familienwunsch ist da, und das war er auch immer. Bin ich weggerannt? Nein, ich bin nur Joggen gegangen, um mich draußen umzusehen und festzustellen, dass es doch ganz schön ist zu Hause. Und ich musste herausfinden wer ich bin und was ich wirklich will.

Wie lange ich noch so lebe? Ein paar Monate? Ein Jahr? Zwei Jahre? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich nicht viel länger als dass Geoarbitrage eine Rolle für mich spielt.

Und dann? Dann suche ich mir einen Ort, an dem ich mir eine Homebase zulege. Ich werde natürlich nicht aufhören zu reisen, das könnte ich auch nicht. Aber ich werde nicht mehr monatelang weg sein von dem Ort, den ich dann mein Zuhause nenne. Meine Prioritäten werden sich verschieben, vor allem das Thema Dating und Partnersuche werden mehr Raum einnehmen, als sie es können, wenn du ständig an einem anderen Ort lebst und nicht weißt wie lange du dort bleibst.

Wir alle streben nach Liebe, Erfüllung, Glück und Zufriedenheit. Und manchmal vergessen oder verdrängen wir, was uns eigentlich wichtig ist und streben nach Dingen, von denen wir glauben, dass sie uns erfüllen und die uns unsere Gesellschaft, mit ihren unendlichen Möglichkeiten, bietet. Der Haken daran ist nur, dass wir es erleben müssen, um zu sehen, dass es uns nur temporär erfüllt.

Bereue ich, dass ich den Weg gegangen bin?

Nein. Auf keinen Fall, denn er hat mich zu der gemacht, die ich heute bin und er hat mir meine tiefsten Wünsche wieder vor Augen geführt und mir gezeigt, dass wir manchmal Irrwege gehen müssen, um festzustellen, was wir wollen und was es uns bedeutet.

Und für mich persönlich war es der bedeutendste Weg, den ich gegangen bin, denn ich habe mir mit DatingRocks eine Unabhängigkeit und Freiheit geschaffen, die mir kein Job der Welt geben kann. Und genau das habe ich gebraucht, genau darum musste ich diesen Weg gehen.

Everything happens for a reason!

Nicht alles was glänzt ist Gold, sei dir dessen bewusst. Wir alle streben nach Glück, aber wir alle müssen auch mit den Herausforderungen und Zweifeln leben, über die keiner spricht. Das muss ich, das musst du, das muss dein Ex, und auch der Mensch, zu dem du so bewundernd aufblickst.

Wichtig ist, dass du – auch wenn du kritisierst wirst und andere nicht an dich glauben – auf dich hörst und deinem Herzen folgst. Es leitet dich und zeigt dir deinen Weg. Vertraue darauf und lass dich nicht beirren!

Warum du gerade bei Liebeskummer eine Löffelliste brauchst

Eine Löffelliste (zu Englisch: Bucketlist) ist eine Liste der Dinge, die du in deinem Leben tun möchtest, bevor du stirbst. Gerade wenn du Liebeskummer hast und dein Leben und deine Zukunft aussichtslos erscheinen, brauchst du eine Bucketlist! Denn gerade dann musst du dir vor Augen führen, was du in deinem Leben noch vor hast und was das Leben für dich bereithält!

Sie kann dir sogar helfen deinen Liebeskummer zu lindern, wenn du dir ein paar deiner Träume gezielt erfüllst.

Wenn du noch keine Löffelliste hast, dann hier ein paar Tipps wie du sie erstellen kannst:

  1. An oberster Stelle deiner Liste, sollte dein innigster und tiefster Wunsch stehen. Der eine, der in keinem Fall unerfüllt bleiben kann.
  2. Brainstorme. Alles ist erlaubt!
  3. Hol dir Inspiration!
  4. Mach sie sichtbar! Schreib alles auf und platziere sie so, dass du regelmäßig draufschaust (z.B. an der Innenseite des Küchenschranks; am Spiegel im Flur, usw.). Du kannst dir auch online eine Löffelliste erstellen.

Und weil ich meinen Blog mit Herzblut schreibe und genau die offene und ehrliche Simone bin, die ich auch offline bin, hier ein Auszug meiner Bucketlist:

  1. Meinen Traummann heiraten.
  2. Meine eigene Familie gründen.
  3. Einen Hund besitzen.
  4. Ein Haus bauen.
  5. Eine schwarze Vespa besitzen.
  6. Einen VW Bus ausbauen und Europa bereisen.
  7. Eine Harley Davidson auf der Route66 fahren.
  8. Einen Lamborghini auf einer Rennstrecke fahren.
  9. Alle sieben Kontinente bereisen.
  10. Alleine reisen.
  11. Ein Jahr Work&Travel in Australien.
  12. Alle Länder in Mittel- und Südamerika bereisen.
  13. Das Holi Festival in Indien feiern.
  14. Einen Road Trip durch Neuseeland machen.
  15. Die Westküste der USA bereisen.
  16. Eine Nacht in Vegas, ohne mich um Geld zu sorgen.
  17. Eine Führung durch Alcatraz.
  18. Mit dem Helikopter über die Niagara Fälle fliegen.
  19. Eine Zeit lang in Asien leben.
  20. Taiwan entdecken.
  21. Ein Vipassana in Thailand machen.
  22. Ein Foto mit einer Geisha in Japan machen.
  23. Eine Tour durch den Krüger National Park machen.
  24. Den Kilimanjaro besteigen.
  25. Auf der Chinesischen Mauer entlanglaufen.
  26. Island mit Auto auf eigene Faust entdecken.
  27. Die Polarlichter sehen.
  28. In einem Iglu übernachten.
  29. Jordanien bereisen.
  30. Eine Woche auf Bora Bora verbringen.
  31. Die Fiji Inseln bereisen.
  32. Im Toten Meer schwimmen.
  33. In Amsterdam leben.
  34. Schnorcheln am Great Barrier Reef.
  35. Tauchen am Great Barrier Reef.
  36. Barfuß auf den Whitsunday Islands laufen.
  37. Weihnachten in New York verbringen.
  38. Winterurlaub auf einer Hütte in Kanada.
  39. Für Google arbeiten.
  40. Sex in einem Flugzeug haben.
  41. Vor einem Publikum mit 1000+ Zuhörern sprechen.
  42. Einen TEDx Talk halten.
  43. Ein TV Interview geben.
  44. Ein Buch schreiben und mit einem Verlag publizieren.
  45. Ein eigenes Unternehmen gründen, das mir am Herzen liegt.
  46. Mein Unternehmen so erfolgreich machen, dass ich niemals wieder angestellt sein muss.
  47. Die größte Plattform für Frauen mit Liebeskummer aufbauen.
  48. Das Leben von 100 Menschen positiv beeinflussen.
  49. Menschen mit meinem Wesen und meiner Arbeit inspirieren.
  50. Fünf Sprachen fließend sprechen (Deutsch, Englisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch)
  51. Eine Stiftung für benachteiligte/traumatisierte Kinder unterstützen.
  52. Nähen lernen und Kleidung für meine Kinder nähen.
  53. Einen Kochkurs für veganes Essen besuchen.
  54. Eine Woche offline gehen.
  55. Skydiving!
  56. Einen Tag mit Till Lindemann verbringen.
  57. Nichts besitzen außer einen Backpack voll mit dem Wichtigsten. 

Meine Liste wächst täglich und vieles, das ich schon gemacht habe, habe ich gar nicht mit aufgelistet. Aber das gibt dir einen kleinen Einblick von dem was ich noch so vor habe. Also, wenn du noch keine Bucketlist hast, dann los! ;)

Die Quintessenz des Artikels:

  • Wir alle haben einen tief sitzenden und innigen Wunsch, nach dem wir streben.
  • Andere Wünsche können diesen Wunsch pausieren, nicht aber ersetzen. Trotzdem sind sie notwendig, um nicht Sehnsüchte zu entwickeln, die eigentlich nicht da sind.
  • Es ist vollkommen okay und sogar wichtig deinen innigsten Wunsch auf Umwegen zu erreichen.
  • Die Um- und Irrwege, die du gehst, sind notwendig, um für diesen einen Wunsch bereit zu sein und nicht das Gefühl zu haben, du hättest etwas verpasst.
  • Nicht alles was glänzt, ist Gold. Folge deinem Herzen und schmiede dein eigenes Glück! Und wenn es aus Silber oder Bronze ist, dann ist das perfekt, solange es dich erfüllt und du glücklich bist!
  • Du brauchst eine Bucketlist, denn sie erinnert dich daran, was du eigentlich möchtest und hilft dir in schlechten Zeiten deinen Fokus zu behalten.
  • Wir alle haben nur ein Leben, aber wir neigen dazu, das zu vergessen!

Ich hoffe, dass dir der Artikel gefallen hat und möchte ihn mit folgenden Worten beenden: 

Wenn das Besondere zur Gewohnheit wird, müssen wir neue Wege finden, um Gewohntes besonders zu machen. 

Signatur

Foto: © Photographee.eu

 

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