Wie hat sich dein Leben nach der Trennung positiv verändert? Eine Frage, 15 Antworten.

Wie hat sich dein Leben nach der Trennung positiv verändert? Eine Frage, 15 Antworten.

Während einer Trennung spüren wir nichts außer den Herzschmerz, und das ist auch normal, denn wir vermissen den Menschen, den wir so sehr lieben und müssen uns von einem Lebensplan verabschieden.

Und weil ich weiß wie aussichtslos diese Situation und der Trennungsschmerz für dich sind, habe ich insgesamt 15 Beziehungsexperten befragt, wie sich ihr Leben positiv durch eine Trennung verändert hat.

Auch wenn es dir gerade sehr schlecht geht und alles aussichtslos erscheint, lies die folgenden Erfahrungen, arbeite an deiner Selbstliebe und vertraue ins Leben. Du bist nicht alleine! Und wenn du meine Hilfe brauchst, du weißt wo du mich findest.

Hier also die Antworten auf die Frage:

Hat sich dein Leben seit deiner letzten schmerzhaften Trennung positiv verändert? Wenn ja, wie? 

 

Simone 400Ich persönlich fasse mich an der Stelle sehr kurz und verweise dich auf meine sehr ausführliche Geschichte: Wie ich aus Liebeskummer mein Lebensglück erschaffen habe – und was du daraus lernen kannst.

 

 

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Nils Terborg von nilsterborg.de

Ja, definitiv. Unter anderem durch ein wichtiges halbes Jahr Zeit für mich selbst und dann durch eine neue Partnerin. Ich denke, dass niemand direkt nach der Trennung etwas hören möchte wie „sieh deine Krise jetzt doch einfach als Chance“. Aber es hilft natürlich, wenn man so schnell wie möglich versucht, in diesen doch eher optimistischen Modus reinzukommen. Denn dann klappt es auch mit dem persönlichen Wachstum schnell wieder und positive Veränderungen lassen nicht lange auf sich warten.

Anchu_rundAnchu Kögl von anchukoegl.com

Meine letzte Trennung war eines der besten Dinge, die mir passiert sind, auch wenn ich damals durch die Hölle gegangen bin. Nach der Trennung habe ich angefangen Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen und mein Glück nicht mehr in anderen Personen zu suchen. Ich habe gelernt alleine zu sein und meine eigenen Bedürfnisse zu respektieren.

Melanie MittermeierMelanie Mittermeier von Liebe leben

Die Trennung von meiner großen Liebe war echt schlimm. Ich wusste zwar damals schon, dass er nicht der Richtige für mich war, doch ich konnte trotzdem nicht loslassen. Die Jahre danach habe ich mich sehr stark weiter entwickelt und meine eigene Persönlichkeit gestärkt. Heute bin ich mit dem tollsten, witzigsten und interessantesten Mann verheiratet, den ich mir vorstellen kann. Wir sind seit über 13 Jahren super glücklich und entwickeln uns stetig weiter. Mein Ex-Freund ist noch genauso stur und arrogant wie damals. Seine Frau ist kreuz unglücklich und er ist in meinen Augen kein liebevoller Vater. Er jammert immer, wenn ich ihn sehe. Ich bin total dankbar, dass er mich damals verlassen hat.



Kendra GettelKendra Gettel von Wieder glücklich

Ja, mein Leben hat sich seit der Trennung vom Vater meiner Tochter positiv verändert. Dadurch, dass wir nicht mehr zusammen waren und die aufgestauten Emotionen sich ein wenig beruhigen konnten, ergab sich nach einiger Zeit ein Raum, um vieles zu klären, was wir vorher nicht geschafft hatten. Heute haben wir eine sehr bereichernde Beziehung zueinander, die so offen und ehrlich ist, wie sie es während unserer Zeit als Paar nie war, und wir unterstützen uns im Alltag wieder gegenseitig. Und das alles funktioniert, obwohl ich auch einen neuen Partner habe!

MichaelaForstikMichaela Forstik von Realtionship With Me

Definitiv, erstens ermöglichten mir die Trennungen zuvor überhaupt meinen jetzigen Partner kennenzulernen – quasi nach dem Motto: das Beste kommt zum Schluss. Und zweitens gibt es keine Fehler sondern nur Lektionen im Leben. Durch all das vergangene Feedback bin ich für die zahlreichen positiven Herausforderungen jetzt mehr als gewappnet. Und  bin dankbar dafür, was ist.

Sabine-WeissSabine Weiss von Herzbruch

Mein Leben war vorher auch gut, das möcht ich schon anmerken! ;-) Allerdings wäre ich ohne die Trennung nie dazu gekommen, das Thema intensiv zu erforschen, eigene Therapiemethoden zu entwickeln und schließlich meine eigene Liebeskummerpraxis zu eröffnen. Ich wollte mit meinem Ex immer reisen, dazu ist es nie gekommen. Diesen Traum hab ich mir danach selbst erfüllt, zuerst mit Freunden und dann hab ich mich endlich getraut: Ich bin auch allein mit dem Rucksack losgezogen. Der letzte Trip bisher: 1 Monat Bali – ganz allein mit 17 Büchern – herrlich! Darüber hinaus habe ich mir noch einen Lebenstraum erfüllt, der mit ihm nicht gegangen wäre – ich hab mir endlich einen Hund genommen. Definitiv die beste Entscheidung meines Lebens ;-) Wenn ich heute zurückschaue denk ich mir, ja es ist schade, dass es nicht gehalten hat. Aber mein Leben hat seitdem auch wirklich Tolles geboten und ich glaube ich wäre traurig, wenn ich später feststellen müsste, dass ich das alles nicht gemacht habe.

Eva Winkler_CarrieCarrie von Is it love

Schmerzhafte Trennungen sind unschön, das will ich nicht leugnen. Auf einmal ist ein geliebter Mensch nicht mehr da. Mein typischer Gedanke in einer solchen Situation war immer „Was soll ich nur machen ohne ihn?“ oder „Ob jemals wieder einer wie er kommen wird?“. Mit der Zeit hat sich meine Denke verändert, da ich feststellen durfte, dass ich sogar eine Menge „ohne ihn“ machen kann, ja dass es mir sogar Spaß macht, und so habe ich einiges an Selbstwert getankt. Ob jemals wieder einer wir er kommen wird? Hoffentlich nicht, denn ER hat mich ja verlassen. Ich durfte lernen, dass es wenig Sinn macht, etwas Vergangenes, das mich verletzt hat, auf eine Art Thron zu heben, und so fällt es mir heute viel leichter, mich auf eine Zukunft zu freuen, in der es mit gut geht.

Jan-SteinJan Stein von Farlove

Die Trennung war das Beste, das mir passieren konnte. Ich habe danach mein Leben und meine Pläne komplett neu ausgerichtet und bin letztendlich da angelangt, wo ich hinwollte. Es folgte der Umzug in eine neue Stadt, neue Freunde, ein Jahr in Mexiko und vieles mehr. Wenn ich in meiner alten Beziehung geblieben wäre, hätte ich das alles bestimmt nicht umgesetzt und mir wären viele tolle Erlebnisse und Bekanntschaften verwehrt geblieben.

Robert-Heeß

Robert Heeß von Liebeskummer24

100 mal „ja“! Durch dieses Chaos und den Schmerz durchzugehen, das hat sich mehr als gelohnt. Natürlich, es ist wie eine Häutung; mittendrin im Liebeskummer zu stecken, das fühlt sich grauenhaft und ausweglos an. Aber seitdem WEISS ich, dass das Leben FÜR mich ist, weil – wie soll ich das sagen – so viele neue Türen aufgegangen sind mit der Zeit: neue und tiefere Freundschaften, bessere Bedingungen und Möglichkeiten in meiner Arbeit, eine neue und tiefere Liebe, um mal nur drei Geschenke zu nennen, die ich bekommen habe. Deshalb: Hab Mut zu Langmut! Das Leben ist FÜR dich!

Olaf-SchwantesOlaf Schwantes

Meine allererste Beziehung brach nach 17 Jahren auseinander. Wir haben in vielen Bereichen symbiotisch gelebt, es gab wenig Eigenständigkeit. Lange dachte ich, dass ich mit damals 37 nie wieder eine neue Partnerin finden werde und habe damit auch an mir selbst gezweifelt. Aber genau dadurch habe ich mich auf meinen Weg gemacht. Über meinen Seminarismus (oh ja, ich war wirklich bei vielen Seminaren …) habe ich ENDLICH herausgefunden, wer ich bin und vor allem, was ich in meinem Leben wirklich will. Es war ein Weckruf. Auch wenn es harte 2 Jahre waren, so waren es die wertvollsten, was meine eigene Entwicklung anbetrifft.

Claudia_E_Huber_rund KopieClaudia Huber

Ich fühle mich freier, brauche mich nicht mehr mit einem Partner abstimmen und kann das Leben ganz nach meiner Lust und Laune gestalten. Meine Wohnung entspricht ganz meinem Geschmack. Gefühlt habe ich mehr Handlungsspielraum im Kontakt mit anderen Menschen und kann jederzeit ohne Rücksicht auf einen Partner meine Pläne ändern. Und ich kann die Musik, die ich liebe, jederzeit und in beliebiger Lautstärke hören. Diese Form der Freiheit liebe ich!

sergej ryan fischerSergej Ryan Fischer von Mr. Right finden

Ich habe nun wieder mehr Zeit für mich und meine Freunde. Während einer Beziehung bleibt die Zeit für die Freunde nämlich meist leider etwas knapp. Außerdem konnte ich neue Projekte angehen, die viel Zeit und Energie forderten, bei denen mich mein Partner nicht unterstützen könnte. So tue ich das, was mich glücklich macht :-)

Veronika-KrytznerVeronika Krytzner

Definitiv! Nach der Trauer und dem Schmerz war es wie eine schwere Last, die von meinen Schultern fiel. Ich konnte mein Leben neu gestalten, neu orientieren und neu anfangen. Für mich war es ein komplett neuer Weg in allen Bereichen und wie sagt Hermann Hesse so schön „und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“.  Die Trennung war das Beste, was mir passieren konnte – dafür bin ich heute sehr dankbar.

Sara Michalik von Beziehungs-ABC

Ich lebte viele Jahre in einer Beziehung und dachte: So fühlt sich Liebe an, so führt man eine gute Beziehung. Ich war eigentlich lange recht glücklich und zufrieden. Dass es auch unschöne Seiten gab und ich mich selber oft zu Gunsten dieser Beziehung „verbog“ und mir nicht selber treu war, spürte ich erst nach der Trennung. In der neuen Beziehung zu meinem Mann habe ich plötzlich entdeckt, dass sich Liebe auch ganz anders anfühlen kann, dass ich mich selber freier, gelöster, kreativer, humorvoller, … fühlen kann. Manchmal hängt man auch an etwas ohne zu wissen, dass es noch mehr oder noch besseres davon gibt!

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Foto: © JenkoAtaman

Bindungsangst & Beziehungsunfähigkeit:  Was hält uns von der Liebe ab?

Bindungsangst & Beziehungsunfähigkeit: Was hält uns von der Liebe ab?

„Ich liebe dich, aber ich bin beziehungsunfähig“ – ein Satz, der in den vergangenen Jahren nicht nur häufiger, sondern überhaupt ausgesprochen wird. In der Generation unserer Großeltern: ein schieres Drama so zu denken, geschweige es auszusprechen. Über Bindungsangst und andere Beziehungsprobleme wurde kaum gesprochen, und schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

In unserer heutigen Gesellschaft gehört Beziehungsunfähigkeit scheinbar zum Alltag. Immer mehr von uns beklagen, dass sie nicht in der Lage sind eine Beziehung zu führen und mit einem anderen Menschen wirklich glücklich zu werden. Dahinter steckt entweder eine Ausrede, um Kompromissen aus dem Weg gehen zu können oder Bindungsangst.

In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, was Bindungsangst ist, woher sie kommt, woran du sie erkennst und was du dagegen tun kannst. Ich möchte dir helfen herauszufinden, ob du wirklich beziehungsunfähig bist oder ob etwas anderes dahintersteckt.

Was ist Bindungsangst?

Bindungsangst ist die Angst vor Nähe und Beziehungen. Treten die ersten Problemchen in unserer Beziehung auf, neigen viele von uns dazu unsere Kompromisslosigkeit mit Beziehungsunfähigkeit zu entschuldigen. Wer allerdings tatsächlich beziehungsunfähig ist, leidet unter Bindungsangst und sollte diese tatsächlich psychische Störung von einem Therapeuten behandeln lassen.

Woher kommt Bindungsangst?

Die Gefühle, die Menschen erleben, die Angst davor haben eine Beziehung einzugehen, rühren aus der Kindheit. Oftmals haben Eltern ihre Liebe an Erwartungen geknüpft und Betroffenen somit das Gefühl gegeben, sie seien nur dann liebenswert, wenn sie eine gewisse Leistung erbringen. Sprich, sie bekamen bereits von klein auf das Gefühl vermittelt, dass sie als Person an sich nicht geliebt werden können.



Diese Menschen glauben, dass sie nicht ‚einfach nur‘ ihretwegen geliebt werden können, sondern leiden permanent unter der Angst, die Erwartungen ihres Partners nicht erfüllen zu können oder auf lange Sicht aufgrund dieser empfundenen Unzulänglichkeit sowieso wieder verlassen zu werden. Dieser emotionale Leidensdruck erzeugt Bindungsangst und damit Beziehungsunfähigkeit.

Macht uns nur die Bindungsangst beziehungsunfähig?

Aber nicht nur Bindungsangst macht es uns schwer uns ernsthaft auf eine Beziehung einzulassen, auch FOMO (fear of missing out, zu Deutsch: die Angst etwas zu verpassen) spielt hier eine große Rolle. Kommt noch etwas Besseres? Erfüllt ein anderer mehr von meinen Erwartungen?

Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann weißt du, dass ich ein Fan von Online Dating bin. Ich finde es eine super Ergänzung zu unserem alltäglichen Datingleben. Aber ich muss auch zugeben: Dating Apps machen es uns nicht leichter, eine dauerhafte und ernsthafte Beziehung einzugehen.

Immerhin könnte der nächste Swipe auch der richtige Typ sein, der Mann oder die Frau fürs Leben. Vor allem in der oftmals titulierten Generation Y, zu der ich auch gehöre, scheint das ein großes Problem zu sein. Wir haben scheinbar unendliche Möglichkeiten und sind ständig mit anderen Entscheidungen konfrontiert – in jeder Lebenslage: Ausbildung, Job, Familie und auch bei der Partnerwahl.

In einem Zeitalter, in dem wir unseren potentiellen Partner online betrachten können als würden wir ein Buch bei Amazon bestellen, erfordert es noch mehr Verbindlichkeit als je zuvor, denn an jeder ‚Dating App Ecke‘ lauert das nächste potentielle Abenteuer.

Welche Erwartungen hast du an deinen Partner?

Du wirst keine Beziehung führen können, wenn du nicht bereit bist Kompromisse einzugehen. Wenn du eine Beziehung eingehen möchtest, die dauerhaft und ernsthaft sein soll, dann musst du aus meiner Sicht zwei Fragen für dich beantworten:

  1. Welche Erwartungen habe ich an meinen Partner?
  2. Wo kann ich Kompromisse eingehen und wo auf keinen Fall?

Wenn du diese beiden Fragen klar für dich beantwortest, dann hast du einen guten Grundstein gelegt. Denn häufig wissen wir nicht was wir brauchen und fragen uns dann warum wir unzufrieden sind in unserer Beziehung.

Was sind Anzeichen für Bindungsangst?

Wenn du das Gefühl hast, dass du dich nicht vor einer Beziehung versteckst, weil du nicht kompromissfähig bist oder an FOMO leidest, dann schau, ob das auf dich zutrifft und ziehe gegebenenfalls einen Therapeuten zu Rate:

  • Du fürchtest dich vor gemeinsamen Zukunftsplanungen mit deinem Partner.
  • Du hast Angst dich festzulegen.
  • Du schläfst mit überdurchschnittlich vielen Menschen.
  • Du hast eher lose Freundschaften als einen engen Freundeskreis.
  • Du glaubst, dass die Beziehung sowieso zu Ende geht und nicht dauerhaft ist.
  • Du hast ein überdurchschnittlich hohes Sicherheitsbedürfnis.
  • Du sprichst nicht aus was du fühlst und bewahrst Abstand zu Menschen.
  • Du hast übersteigerte Erwartungen an deinen Partner.

Was tun, wenn du in jemand verliebt bist, der Bindungsangst hat?

Nun, ich rate dir zu einem offenen Gespräch: Wenn er bzw. sie unter Bindungsangst leidet und eure Beziehung daher nicht funktioniert, solltest du Hilfe anbieten. Einen Termin beim Therapeuten oder Psychologen ist bei Menschen, die unter dieser emotionalen Störung leiden, unumgänglich. Wenn dein Partner dafür nicht offen ist, bleibt dir nur zu lernen damit umzugehen oder die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und ohne diesen Partner weiterzuleben. Keine einfache Entscheidung, ich weiß, aber auf lange Sicht wirst du wahrscheinlich nicht glücklich werden, wenn dein Gegenüber nichts an der Situation verändern will.

Wenn du nicht an Bindungsangst leidest…

…solltest du dir Gedanken über deine Erwartungen an deinen Partner machen. Und auch darüber was du bereit bist anzupassen und Kompromisse einzugehen. Genauso wenig wie du mit einem anderen Menschen zu 100 Prozent leben kannst, kann das jemand mit dir. Eine Beziehung ohne Kompromisse gibt es nicht. Die müssen nicht groß sein und mit Sicherheit nicht so, dass du nicht mehr du selbst sein kannst, aber kleine Veränderungen gegenüber unseres Singlelebens müssen wir annehmen, wenn wir eine harmonische, dauerhafte Beziehung führen möchten.

Bindungsangst und Beziehungsunfähigkeit sind sehr komplexe Themen, die ich nicht in einem Artikel abhandeln kann (wie eigentlich fast jedes Thema auf meinem Blog). Wenn du mehr zu diesen Themen erfahren möchtest, dann findest du drei weitere, sehr lesenswerte Artikel hier, hier und hier.

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Foto: © smithore

Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Als mein Ex mich verlassen und innerhalb von vier Wochen ersetzt hat, war für mich ganz klar: Ich bin schuldig. Hätte ich dies, das und jenes nicht getan, dann wären wir noch zusammen und hätten eine gemeinsame Zukunft vor uns. Mit keiner Sekunde kam in mir hoch, dass er auch seinen Anteil zur Trennung beigetragen hat, denn das war unmöglich, er war ja perfekt – zumindest in meinen Augen. Meine Schuldgefühle haben mich monatelang gequält, bis ich mich damit auseinandergesetzt habe.

In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, was Schuldgefühle überhaupt sind, woher sie kommen und vor allem wie mit ihnen umgehen und ihnen entgegenwirken kannst.

Was sind Schuldgefühle?

Wenn du dir schon mal Gedanken darüber gemacht hast, dann wirst du feststellen, dass Schuldgefühle immer den Ursprung einer persönlich empfundenen Unzulänglichkeit haben. Knehr drückt es noch präziser aus und sagt:

Immer dann, wenn wir uns selbst und unseren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht werden können, fühlen wir uns schuldig.

Das macht Sinn und zeigt, dass der einzige Lösungsansatz mit diesen Emotionen umzugehen ist, uns mit unserem Selbstbild zu befassen.

Ein Beispiel anhand meiner eigenen Geschichte

Ich habe mich schuldig gefühlt, weil ich mir etwas anderes für mein Leben vorgestellt habe als mein Ex, weil ich einfach nach Amsterdam gegangen bin und am schlimmsten: Weil ich nicht mit ihm darüber gesprochen habe.

…hätte ich doch nur mit ihm geredet.

…hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört.

…hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich bin mir sicher, wenn du gerade verlassen wurdest, dann findest du diese Hätte-ich-doch-Vorwürfe zur Genüge in deinen Gedanken. Vielleicht sind sie auch so präsent, dass sie dich schier auffressen und dass dein Selbstwertgefühl im Keller ist, so wie bei mir. Ja? Dann lass uns diese negativen Selbstgespräche genauer anschauen.



Die Medaille hat immer zwei Seiten

Bevor du dich in einem Teufelskreis dieser selbstzerstörerischen Gedanken verstrickst, versuche die Situation objektiv (so gut es eben geht) zu sehen, denn jede Situation hat eine Kehrseite:

a) …hätte ich doch nur mit ihm geredet

Mein Ex hat mich scheinbar von heute auf morgen verlassen – zumindest war das für mich so. Für ihn aber nicht! Denn er hat sich schon Monate vorher mit dem Gedanken angefreundet, dass er sich eventuell trennen möchte. Er hatte genug Vorlaufzeit, um sich ein Leben ohne mich vorzustellen und zu planen, und ich wusste von all dem nichts. Und nein, ich habe es nicht kommen sehen, denn wenn ich ihn auf sein Verhalten angesprochen habe, dann hat er immer seinen Job vorgeschoben. Hätte ich besser nachhaken sollen? Habe ich nicht alles gegeben? War ich zu naiv? Vielleicht. Aber fällt dir etwas anderes auf?

Er hat auch nicht mit mir geredet, sondern seine Emotionen in einem stillen Kämmerlein mit sich selbst ausgemacht.

Befreit mich das von meinem Schuldgefühl? Nein, denn ich hätte noch stets das Gespräch mit ihm suchen können und müssen. Aber es relativiert mein Schuldgefühl und zeigt mir, dass nicht nur ich an der Trennung Schuld bin.

b) …hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört

Unsinn! Damals dachte ich ernsthaft, dass ich über mein Bauchgefühl und meine Intuition hinweg Entscheidungen treffen kann. Möglich ist das, aber niemals sinnvoll, denn gerade wir Frauen sind mit einem naturgegebenen Gefühl ausgestattet worden, dass uns schwere Entscheidungen erleichtert. Und das solltest du nutzen. Nein, das ist nicht immer einfach – so wie in meinem Fall, ich habe mich von meiner Intuition leiten lassen und mit meiner Beziehung dafür bezahlt.

Wie ich es heute sehe? Ich hätte anders damit umgehen und dieses Gefühl an meinen Ex adressieren sollen, aber ich bereue es nicht, dass ich auf meinen Bauch gehört habe. Im Zweifelsfall höre ich immer auf mein Bauchgefühl, und das lege ich dir auch wärmstens ans Herz.

c) …hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich habe mir ernsthaft Vorwürfe gemacht und mich schuldig gefühlt, weil ich anders gefühlt habe was meine Zukunftspläne angeht. So als hätte ich Einfluss darauf nehmen können. Ich wollte so gerne meine Wünsche unterdrücken und meine bis dato perfekte Beziehung weiterleben. Ich wollte nicht so fühlen, nur um an ihm festzuhalten.

Du kannst für das was du fühlst nichts, es ist nicht deine Schuld, wenn du dir auf lange Sicht etwas anderes wünschst als dein Partner. Es ist auch nicht deine Schuld, wenn du dich in jemand anders verliebst. Es kommt immer nur darauf an, was du damit machst und wie du damit umgehst.

Punkt b und c sind also nicht wirklich Umstände für die ich mich hätte schuldig fühlen müssen. Sie führen mich aber wieder zu dem Punkt, dass ich mit meinem Ex über meine veränderten Zukunftsvorstellungen und Wünsche hätte sprechen müssen. Und das habe ich nicht getan.

Wenn du verlassen wurdest, dann hast du jetzt bestimmt eine Liste an Dingen, von denen du denkst, dass du sie hättest anders machen und damit die Trennung verhindern können. Darum kommen wir zu der entscheidenden Frage:

Wie schaffst du es über Schuldgefühle hinwegzukommen?

  1. Analysiere die Situation objektiv und wertfrei

Wie schon gesagt, der erste Schritt um deine Schuldgefühle zu überwinden, ist sie und die Situation objektiv zu betrachten:

  • Was ist passiert? Analysiere die Situation wertfrei.
  • Verändert sich etwas an der Trennung, wenn du dich schuldig fühlst?
  1. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und akzeptiere, dass du nur ein Mensch bist

Du bist nur ein Mensch und du kannst Entscheidungen treffen, die du bereust. Jeder von uns erlebt das mehrfach im Leben – und das ist auch gut so. Denn wenn du keine falschen Entscheidungen treffen würdest, woraus würdest du lernen? Wie würdest du dich weiterentwickeln?

Falsche Entscheidungen zu treffen, heißt zu wachsen – zumindest solange du dich damit auseinandersetzt und bewusst reflektierst. Verzeihe dir selbst und geh nicht so hart mit dir ins Gericht, auch wenn das nicht einfach ist.

  1. Lerne aus deiner Erfahrung und wende deine Erkenntnisse für die nächste Situation an

Du bist kein schlechter Mensch, weil du mit deiner heutigen Erfahrung anders handeln würdest.

Das Allerwichtigste in diesem ganzen Prozess ist, dass du daraus lernst. Es bringt dir nichts, zu erkennen, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast, wenn du beim nächsten Mal wieder genauso handeln würdest.

Nichts passiert ohne Grund!

Ja, es ist verdammt hart sich einzugestehen, dass wir mit etwas aus unserer Vergangenheit hätten anders umgehen sollen. Und ja, es ist noch viel härter zu akzeptieren, dass vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn wir diese Entscheidung damals nicht getroffen hätten. Vielleicht aber auch nicht – und das solltest du nicht vergessen.

Das Leben gibt uns genau das was wir brauchen – ausnahmslos. Manchmal wollen wir dieses Geschenk nicht haben, es ist schwer auspacken und anzunehmen. Aber wenn du das lernst, das Leben als das anzunehmen was es ist, nämlich ein Lernprozess mit Höhen und Tiefen, dann fällt es dir auch leichter damit umzugehen, dass du mit deiner heutigen Erfahrung eine andere Entscheidung treffen würdest. Eine Entscheidung, die du aber nur deshalb anders treffen würdest, weil du gelernt hast wie.

Das Leben meint es gut mit dir, auch wenn wir es erst lange Zeit nachdem wir verlassen wurden, sehen können. Ich kann dir das aus meiner eigenen Erfahrung, aber auch aus der vieler meiner Klientinnen sagen.

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Foto: ©kateholms

 

Durchschlafstörungen: 10 Tipps wie du trotz Liebeskummer nachts besser schlafen kannst

Durchschlafstörungen: 10 Tipps wie du trotz Liebeskummer nachts besser schlafen kannst

Wenn du gerade mitten in einer Trennung steckst, vor allem wenn es in der Anfangsphase ist, dann hast du sehr wahrscheinlich Durchschlafstörungen. Heißt, du wachst nachts auf, wirst von Angst- und Panikattacken überrascht und dir fällt es schwer wieder einzuschlafen, weil dein Ex permanent in deinem Kopf rumschwirrt.

Da du in dieser schweren Zeit ohnehin nicht so leistungsfähig bist, ist ein gesunder und erholsamer Schlaf umso wichtiger.

Hast du genau dieses Problem? Dann sind hier meine 10 besten Tipps wie du nachts besser und vor allem wieder durchschlafen kannst:

#1 Keine Powernaps  

Ich rate dir absolut davon ab tagsüber zu schlafen, denn erstens erschwert es dir die Nachtruhe und zweitens verursacht zu viel Schlaf Depressionen. Gewöhne dir einen Schlafrhythmus an. Sprich: Stehe jeden Tag zur gleichen Zeit auf und gehe jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett. Egal wie müde du bist oder nicht, versuche dich strickt an deinen Rhythmus zu halten. So verinnerlicht dein Körper den Rhythmus.

#2 Yoga vor dem Schlafengehen

Yoga ist ein großer Teil meines Leben und mehr als die Bewegung meines Körpers. Es bringt meinen Körper und Geist in Einklang und es entspannt mich. Wenn du vor dem zu Bett gehen Yoga machst oder zumindest gymnastische Übungen, entspannst du deine Muskeln, was zu einem erholsameren Schlaf führt. Auch Sport tagsüber hilft dir, denn du powerst dich aus und deinem Körper fällt es leichter zu ermüden. Hier gilt also: Je anstrengender, desto besser.



#3 Einschlafritual 

Versuche dir ein tägliches Einschlafritual zu schaffen. Zum Beispiel eine Tasse von deinem Lieblingstee, ein Fußbad, eine warme Dusche oder ein paar Zeilen in deinem Tagebuch (das du führen solltest, um dir deinen Kummer von der Seele zu schreiben). Damit signalisierst du deinem Körper, dass es Zeit ist ins Bett zu gehen und er wird automatisch seine Funktionen herunterfahren. Außerdem solltest du das Bett auch nur zum Schlafen nutzen. Fernsehen, lesen und am Handy chatten solltest du nicht im Bett machen, sodass dein Körper automatisch lernt, dass Schlafenszeit ist, wenn du ins Bett gehst.

#4 Meditation

Wenn du meinen Blog regelmäßig liest, dann weißt du, dass ich dir Meditation sowieso ans Herz lege. Es erweitert dein Bewusstsein, führt dich zu dir selbst und du bekommst mehr Selbstbewusstsein. Aber diese Art zu entspannen, hilft dir auch schneller einzuschlafen und besser zu schlafen. Auch dazu kann ich dir eine App empfehlen, nämlich Buddhify.

#5 Nichts sehen und nichts hören

Sorge dafür, dass du in einem Zimmer schläfst, dass vollkommen abgedunkelt ist, denn nur dann wir das sogenannte Schlafhormon Melatonin ausreichend produziert. Und wenn du an der Straße wohnst (so wie ich damals), dann verwende Ohrstöpsel, um nicht von Straßengeräuschen oder vorbeigehenden Menschen geweckt wirst. Dass dein Handy auf Flugmodus gestellt sein sollte, ist denke ich logisch, denn auch die Strahlungen sind nicht schlaffördernd. Ich persönlich schlafe eher in einem warmen Zimmer, aber es ist nachgewiesen, dass die beste Raumtemperatur zum Schlafen zwischen 16 und 18 Grad liegt.

#6 Gesunde Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Basis für einen erholsamen Schlaf. Du solltest vor allem Kohlenhydrate und Fette vermeiden, vor allem zwei Stunden bevor du ins Bett gehst. Am besten du isst abends Gemüse und/oder Salat mit Eiweiß. Das ist leicht verdaulich und hilft deinem Körper sich zu erholen. Absolut vermeiden solltest du Alkohol, Nikotin und Koffein, denn sie sind absolute Schlafräuber! Welche Lebensmittel dir nicht nur bei Durchschlafstörungen helfen, sondern mit deinem Liebeskummer allgemein, habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst.

#7 Tiefschlaf mit meiner Lieblings-App

Wenn du keine Ohrstöpsel drin hast, lege ich dir meine Lieblings-App Sleep Cycle ans Herz! Eine unglaublich nützliche App, die deinen Schlafrhythmus beobachtet und den Wecker nur dann klingeln lässt, wenn du nicht in der Tiefschlafphase bist. Dadurch fühlst du dich nicht so gerädert und viel leistungsfähiger. Außerdem kannst du zum Einschlafen verschiedene Naturgeräusche anhören. Das beruhigt und entspannt! Ich liebe diese App <3

#8 Natürliche Schlafmittel

Schlafmittel helfen dir zwar einzuschlafen, allerdings kommst du damit nicht in die Tiefschlafphase und damit in die erholsame Phase. Außerdem fühlst du dich am nächsten Tag wie gerädert und bist nicht wirklich aufnahme- und arbeitsfähig.

Wenn du deinem Körper helfen möchtest sich zu entspannen und somit schneller einzuschlafen, empfehle ich dir Baldrian, denn es hat die gleiche Wirkung wie Schlafmittel, aber andere Folgen, u.a. dass es nicht süchtig macht.

#9 Nervenaufreibendes vermeiden

Vermeide es etwas Nervenaufreibendes zu tun, wenn du ohnehin schon schlecht schlafen kannst. Es versseAlso keine Horrorfilme, keine Diskussionen oder Streitgespräche, keine laute Heavy Metal Musik und kein Facebook bzw. WhatsApp Stalking deines Ex! Versuche dich mit allem was du machst, zu entspannen und auf eine erholsame Nachtruhe vorzubereiten.

#10 Nicht länger als 30 Minuten schlaflos im Bett 

Wenn du länger als 30 Minuten nicht schlafen kannst, dann steh‘ auf und mach‘ etwas anderes. Geh erst wieder ins Bett, wenn du das Gefühl hast, dass du schlafen kannst. Vermeide auch permanent auf die Uhr zu schauen, denn damit baust du dir selbst Druck auf á la „Ich muss schon in zwei Stunden wieder aufstehen und zur Arbeit.“

Wenn Schlaf und Wachen ihr Maß überschreiten, sind beide böse! (Hippokrates)

Ich weiß, dass dein Ex allgegenwärtig ist in deinen Gedanken, aber versuche wirklich deine Nachtruhe für dich zu haben. Was auch hilft, ist wenn du dir bewusst Zeiten setzt, in denen du an deinen Ex denkst und grübelst. Das dass nicht so einfach ist, weiß ich, aber versuche wirklich über andere Dinge nachzudenken, wenn du wach liegst (Happy Thoughts! <3) bzw. „trainiere“ das Durchschlafen, denn du änderst auch nichts an deiner Situation, wenn du wach liegst und stundenlang nachdenkst.

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Foto: © photographee.eu

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Kennst du das: Du bist verliebt, alles ist wundervoll und  du denkst, dass ER endlich der Mann deines Lebens ist – und nur kurze Zeit später serviert er sich ab, verletzt dich und weist dich zurück? Vielen Frauen passiert das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder.

Woran liegt das? Warum sind wir immer wieder in den gleichen Typ Mann unglücklich verliebt? Diese Frage bekomme ich oft, und vor allem die, was wir dagegen tun können. Im Folgenden versuche ich dir eine Antwort darauf zu geben.

Everything happens for a reason!

Nichts in unserem Leben passiert einfach so. Alles was uns widerfährt hat einen Grund – egal ob das Erlebte gut oder schlecht ist. Hätte sich mein Ex-Freund nicht nach zehn Jahren von mir getrennt…

  • …würde es From Pain to Power nicht geben
  • …hätte ich mich nicht so intensiv selbst kennengelernt
  • …würde ich nicht durch die Welt reisen und ortsunabhängig arbeiten
  • …wäre ich nicht vollkommen flexibel
  • …wäre ich nicht mit dem wundervollen Mann zusammen, mit dem ich jetzt mein Leben teile.

Habe ich das damals kommen sehen? Natürlich nicht. Ich habe mich gefragt warum das Leben so grausam ist und womit ich diesen Schmerz verdient habe, was ich falsch gemacht habe und warum nicht einfach wieder alles beim Alten sein kann.



Veränderungen machen uns Angst, denn sie bergen Unsicherheiten in sich. Und sich über etwas nicht sicher zu sein, heißt dass unsere Zukunft ungewiss ist. Wird sie besser oder wird sie schlechter? Und anstatt uns auf das Leben einzulassen, wünschen wir uns das was sich über Jahre bewährt hat zurück. Aber in den meisten Fällen trifft es am besten:

Wenn etwas Gutes vorbei ist, macht es Platz für etwas Besseres!

Immer der gleiche Typ (der mir Sorgen und Kummer bereitet)

Ich selbst war fast vier Jahre Single bevor ich mich wieder auf eine ernsthafte Partnerschaft eingelassen habe. Nicht selten habe ich mir Sprüche anhören müssen wie „Du bist schon über 30 und immer noch alleine? Ach, das tut mir leid für dich!“

Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass es meine Absicht war und dass es einen Grund hatte, warum ich mich bewusst dafür entschieden habe. Und nur deshalb bin ich heute auch in einer glücklichen Beziehung.

Warum aber geraten viele von uns (nicht nur Frauen, auch Männer) immer wieder an den gleichen Typ Partner?

Ganz einfach: Alles was in unserem Leben passiert, hat einen Grund. Nur müssen wir den Grund erforschen und das uns gestellte Problem lösen.

Viele Beziehungen funktionieren nicht bzw. scheitern an den gleichen Herausforderungen wie die vorhergehenden. Wer nicht aus den Fehlern seiner Ex-Beziehung lernt, wird vom Leben immer und immer wieder den gleichen Partner vorgesetzt bekommen, bis wir verstehen was das Leben und mitteilen möchte und verstehen woran wir arbeiten sollten.

Wie kommst du aus diesem ‚Und täglich grüßt das Murmeltier Erlebnis‘ wieder raus?

Wenn du immer wieder an den gleichen Typen gerätst, dann schlage ich dir Folgendes vor:

  1. Reflektiere über deine Ex-Beziehung

Setz‘ dich hin und mach dir Gedanken über deine ehemalige Beziehung und was du daraus lernen sollst. Was könnte dir das Leben lehren wollen? Mehr Geduld? Mehr Selbstständigkeit? Mehr Selbstbewusstsein? Nur wenn du auch aus dem Schlechten, das wir passiert ist, lernst, kannst du einen Schritt weitergehen. Das Ziel des Lebens besteht darin, zu wachsen und zu lernen. Und das kannst du nur, wenn du genau hinschaust. Woran ist deine Beziehung gescheitert?

  1. Übernimm Verantwortung

Nichts im Leben ist einfacher als die Schuld anderen Menschen in die Schuhe zu schieben und von sich selbst abzulenken. Doch wenn du etwas ändern und deinen passenden Partner finden willst, dann musst du Verantwortung übernehmen – für dich, dein Leben, deine Entscheidungen. Nur wenn du dir selbst Fehler eingestehst und reflektierst welchen Teil du zur Trennung beigefügt hast, kannst du lernen und wachsen.

Hat er dich betrogen und du schiebst ihm die alleinige Schuld in die Schuhe, obwohl du dich seit Monaten sexuell verschlossen hast und auch nicht bereit warst über das Warum zu reden? Hast du (so wie ich) eine wichtige Entscheidung über den Kopf deines Ex hinweg getroffen und ihn zutiefst verletzt und wunderst dich warum er gegangen ist und/oder sich eine neue Frau gesucht hat?

Sich Fehler einzugestehen und die Verantwortung für falsche Entscheidungen zu übernehmen, ist eine der schwersten Aufgaben, die ich lernen musste. Es ist nicht einfach, aber nochmals: Nur wenn du dich selbst aufrichtig reflektierst, siehst du woran deine Beziehung gescheitert ist und erkennst was du, ja DU, in deiner nächsten Beziehung anders machen möchtest und solltest.

Was ist schief gelaufen? Wo sind Parallelen zwischen deinen gescheiterten Beziehungen? Lag das Problem vielleicht bei dir und nicht an deinen Ex-Partnern? Sei ehrlich mit dir selbst – du musst es niemand anders verraten :)

  1. Nimm dir konkrete Veränderungen vor

Wenn du dich, deine Trennung und die Gesamtsituation ehrlich betrachtest, dann wirst du feststellen, dass du dich nicht immer so verhalten hast wie du es dir selbst von deinem Partner wünschen würdest. Nimm dir konkrete Ziele vor für deinen nächsten Partner. Lege für dich fest, was unabdingbar ist in einer intakten Beziehung. Wie sieht eine glückliche Beziehung für dich aus? Was kannst du konkret daran verändern? Was kannst du einbringen und was nicht?

Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung

Kritisch mit sich selbst zu sein und Fehler, die man bisher bequem und konsequent dem Ex zugeschoben hat, als mögliche eigene zu erkennen und sich einzugestehen, ist unfassbar schwer. Aber es ist der einzige Weg aus dem Dilemma, immer wieder einem unpassenden Partner zu begegnen. Nur wenn du an dir arbeitest und dich weiterentwickelst, wird dich das Leben mit deiner großen Liebe belohnen.

Es klingt blöd (vor allem in dem Zusammenhang), ist aber so:

Von nichts kommt nichts.

Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich nicht nur lohnt, sondern sogar Spaß macht, denn du lernst dich selbst besser kennen und findest interessante Aspekte über deine eigene Persönlichkeit heraus – und du kommst deinem passenden oder gar perfekten Partner ein Stückchen näher…

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Foto: © sunemotion

Wie du damit umgehst, wenn deine Liebe nicht erwidert wird. Und warum Männer klare Worte brauchen.

Wie du damit umgehst, wenn deine Liebe nicht erwidert wird. Und warum Männer klare Worte brauchen.

Diesen Artikel schreibe ich aus gegebenem Anlass, denn ich habe mich verliebt. Verliebt in einen Mann, den ich fast fünf Jahre kenne, mit dem ich sehr gut befreundet bin und dennoch nie als den gesehen habe, den ich heute sehe.

Zu Beginn habe ich mir ganz fest eingeredet, dass es ein Hirngespenst ist, immerhin hätte ich wohl schon früher darauf kommen können. Bestimmt fühle ich mich ganz einsam und er ist einfach ein toller Typ, der gut zu mir passen würde. Bestimmt ist es nur, weil wir die gleichen Ansichten teilen und immer viel miteinander lachen können  und weil er genau weiß wie ich ticke. Ganz bestimmt projiziere ich meine freundschaftlichen Gefühle auf eine romantische Ebene, weil ich mir einen Partner wünsche.

Das waren meine Gedanken, um mir einzureden, dass ich ihn ganz sicher nicht will, weil wir ganz sicher nur Freunde sind.

Leider ist er für mich nicht mehr nur ein Freund. Und leider können wir unsere Gefühle nicht abstellen, sondern müssen irgendwie mit ihnen umgehen.

Sag was du denkst und hör‘ auf zu glauben, dass er es schon merken wird

Vorab: Er empfindet nicht das Gleiche für mich.

Das ist der Grund warum ich heute erörtern möchte, wie wir damit umgehen können, wenn unsere Liebe nicht erwidert wird. Beginnen will ich aber damit, dir (auch wenn wir das eigentlich wissen) nochmal zu sagen, wie wichtig es ist, dass du klare Worte verwendest.

Wenn du möchtest, dass er versteht was du ihm sagen möchtest, musst du es aussprechen!

Nun, wie gesagt, wir zwei kennen uns seit fast fünf Jahren und man möge davon ausgehen, dass er wahrnimmt, wenn sich etwas verändert. Blicke, das Lächeln, die ‚zufälligen‘ Berührungen, die ’seltsamen‘ Fragen, die du beginnst zu stellen, die Komplimente, die du häufiger machst als sonst, das Nachhaken, ob er gerade mit jemandem ausgeht, und so weiter – nun, du weißt wovon ich spreche.

Ich möchte nicht sagen, er hätte nicht gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Das hat er, und zwar meine etwas andere Reaktion auf seine sonst immer sehr amüsanten Frauengeschichten. So sehr ich versucht habe mir ein Lächeln abzuverlangen, es ist mir nicht gelungen.



Schwer ist das nicht zu erkennen bei mir, da ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Nur mit der Interpretation warum dies so sein möge, lief es dann nicht so, wie eine Frau die Situation gesehen und analysiert hätte.

Die Denkweise ‚Na also das ist ja offensichtlich, jetzt hat er’s bestimmt verstanden‘, wird dir in den meisten Fällen nicht weiterhelfen. Es mag nicht auf alle Männer zutreffen, aber als Faustregel würde ich sagen:

Nein. Sie merken es nicht, du musst deine Gefühle in Worte fassen! 

To make a long story short: Ich habe es ihm gebeichtet. Geplant und gewollt war das nicht, aber in dem Moment kam ich nicht mehr drumherum ehrlich mit ihm zu sein. Er fühlt nicht das Gleiche für mich. Er datet eine andere. Und er ist mit der Situation überfordert – und ich auch.

Everything happens for a reason!

Seitdem ich vor drei Jahren auf so schmerzhafte Art und Weise verlassen wurde, habe ich niemanden getroffen, für den ich mein Leben verändern oder mich ein bisschen einschränken würde – niemand, auf den ich mich ernsthaft eingelassen hätte.
Am Anfang war es die blanke Angst, dann purer Egoismus und dann war der Grund, dass ich einfach niemanden getroffen habe, den ich als „gut genug“ erachtet habe.

Und heute? Nun, ich würde viel für ihn tun. Mehr als ich für jeden anderen tun würde.

Aber er will mich nicht. Und jetzt?

Wenn du meinen Blog regelmäßig liest, dann weißt du, dass ich davon überzeugt bin, dass alles einen Grund hat in deinem Leben. Jeder Mensch, der dir begegnet, erfüllt eine Aufgabe und er gibt dir Herausforderungen und Chancen, an denen du wachsen kannst (und solltest).

Was die Aufgabe des Mannes ist, der mit plötzlich viel mehr bedeutet als ich jemals erahnen konnte? Ich weiß es nicht. Noch nicht.

Fakt ist, dass er nicht mehr als freundschaftliche Gefühle für mich hegt – und damit muss ich umgehen, auch wenn es wehtut.

Welche Fragen sollten wir uns stellen, wenn wir in so einer Situation gefangen sind?

Wie kann ich mit der Enttäuschung und der Wut über meine eigene ‚Dummheit‘ es ihm gesagt zu haben, umgehen?

Bist du wütend auf dich selbst, weil du ihm deine Gefühle gestanden hast? Weil du auch nur ein Fünkchen Hoffnung darin hattest, er könnte auch so fühlen? Du bist enttäuscht, weil er dich nicht will?

Nun, sieh es so: Du hast es gesagt, du hast es ihn wissen lassen, du hast Sicherheit. Du kannst aufhören dich mit den Gedanken „Wenn, dann…“ und „Wie er wohl fühlt…?“ zu quälen. Du hast dir selbst die Chance auf Klarheit gegeben, kannst es verarbeiten und dann früher oder später wieder offen sein für einen anderen, den richtigen Mann.

Du warst mutig! Du hattest keine Lust mehr auf Versteckspiel, bist über deinen Schatten gesprungen und hast es ihm einfach gesagt. Da gehört Einiges dazu und du solltest stolz auf dich sein!

Versuche dich nicht darüber zu ärgern, dass er nicht so empfindet wie du es gehofft hast, sondern versuche dich an deiner neuen Freiheit zu freuen. Du weißt jetzt woran du bist!

Möchte ich mit jemandem zusammen sein, der mich nicht als Frau an seiner Seite möchte? 

Nein, also ich nicht, und ich denke, du auch nicht. Ich weiß wie sich die innere Zerrissenheit anfühlt und Gedanken wie „Wenn ich ihm erstmal zeige, was er mir bedeutet, dann wird er sich schon in mich verlieben“ in deinen Kopf schießen. Auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, aber das wird er nicht, zumindest sind die Chancen dafür minimalst.

Ich kenne deine Hoffnungen, und auch die Momente der Selbstaufgabe und des sich selbst hinten Anstellens: Tu‘ das nicht, egal wie sehr du dir wünschst mit ihm zusammen zu sein. Denn der einzige Mensch, mit dem du zusammen sein musst und wollen solltest, der dir am wichtigsten sein und den du am meisten lieben solltest, bist DU.

Was mache ich mit der ganzen Liebe, die ich spüre? 

Verschieben. Auf den Menschen lenken, der sie verdient hat. DU!

Du solltest Selbstliebe täglich praktizieren, das weißt du, denke ich. Nutze die Emotionen, die du in dir trägst und die du ihm so gerne schenken würdest, und beschenke dich selbst.

Es wird dir gut tun! Und du weißt:

Nur wer sich selbst liebt, kann auch von jemand anders geliebt werden!

Liebe ich ihn mehr als mich selbst? 

Wenn du diese Frage mit ja beantwortest, bist du noch nicht bereit für eine Beziehung. Das klingt hart, aber wenn du einen anderen Menschen mehr liebst als dich selbst, ihn über dich und dich selbst hinten anstellst, dann wirst du nicht glücklich werden. Nicht mit ihm und nicht mit jemandem anders.

Finde dich selbst, liebe dich selbst, kenne deinen Wert und es wird dir leichter fallen mit Zurückweisungen umzugehen, denn der wichtigste Mensch in deinem Leben bleibt, und zwar in guten und in schlechten Zeiten: DU. 

Warum hat er so wenig Empathievermögen? Warum kann er nicht damit umgehen?

Männer sind anders. Sie denken anders. Sie fühlen anders. Manchmal zumindest. Sie sind oftmals rationaler als wir Frauen. Und sind wir doch mal ehrlich: Was soll er auch tun?

Ich möchte nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.

Ich möchte kein Mitleid, weil er nicht so fühlt wie ich.

Ich möchte nicht, dass das unsere Freundschaft ‚überschattet‘.

Was ich dann möchte? Ich möchte ihn als Freund behalten, als einen Menschen, der mir schon immer viel bedeutet hat. Ich möchte, dass alles wieder so ist wie es war.

Sieh es ihm nach, dass er es vielleicht nicht nachvollziehen kann. Vielleicht kann er auch nicht gut ausdrücken was er denkt, was er fühlt. Vielleicht weiß er es auch schlichtweg selbst nicht.

Männer sind nicht so eng mit ihren Emotionen verbunden wie wir Frauen.

Er reagiert nicht so, weil er dir wehtun will, sondern weil er es nicht anders kann. Und das meine ich nicht abwertend.

Und ja, ins Geheim wissen wir, dass wir das starke Geschlecht sind. Und das müssen wir auch in Situationen wie diesen sein. 

 

Was soll ich jetzt machen? 

Ich persönlich gehe auf Abstand. Ich brauche erstmal Zeit für mich, für mein Herz.

Sehr gelegen kommt mir, dass München und Bangkok nicht so nahe beieinander liegen. Die nächsten drei Monate werde ich in Thailand verbringen. Für mich heißt das ME TIME: CrossFit, Yoga, Meditation, Massagen. Ich schenke die Liebe, die ich in mir trage, mir selbst. Ich gebe mir Zeit, um zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Und ich gebe meinem Herz Zeit um zu heilen und sich wieder zu öffnen.

Wenn du dir so einen großen räumlichen Abstand nicht schaffen kannst, dann zieh dich anders zurück. Mit einem kleineren räumlichen Abstand, weniger Whatsapp, weniger oder vielleicht sogar erstmal keinen Treffen. Beschäftige dich mit dir, atme durch und lass dein Herz wieder frei.

Du wirst fühlen, wenn die Zeit reif ist, und dann kannst du auch wieder auf ihn zugehen und Kontakt mit ihm haben.

Abschliessend

Dieser Artikel scheint vielleicht etwas analytisch, rational und kühl. Als wäre alles ganz einfach und es würde weitergehen so wie zuvor. Das tut es nicht. Und wenn du schon mal in so einer Situation warst oder gerade bist, dann weißt du, wie sehr mein Herz blutet.

Du weißt aber auch, dass wir genau zwei Möglichkeiten haben:

  1. Wir vergraben uns zu Hause, stopfen uns mit Schokolade voll, heulen unser Kissen nass und reden uns ein, dass uns bestimmt niemals irgendjemand will und dass irgendwas nicht stimmt mit uns.

ODER

  1. Wir sind stark, versuchen den Schmerz zu verarbeiten, zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Wir schauen nach vorne, verlieren den Glauben an die Liebe nicht (und das darfst du nicht, niemals!) und gehen mit verletztem, aber dennoch offenem Herzen in die Welt und vertrauen darauf, dass er kommt, der Richtige. Und das wird er. Wenn du bereit bist, wenn die Zeit reif ist.

Wenn es dir gerade so geht wie mir, gib nicht auf! Der Richtige kommt! Für dich und auch für mich! Wenn er dich nicht möchte, dann hat er dich nicht verdient.

Es gibt etwas, das jeder von uns gerne fühlen möchte: Geliebt zu werden, ohne darum bitten zu müssen. 

Du bist einzigartig und wundervoll! Vergiss das niemals!

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