Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Ich brauche eine tiefe emotionale Bindung zu meinem Partner, um eine glückliche Beziehung zu führen. Kann er das nicht leisten, werden wir kein Paar.

Klingt zu fordernd? Finde ich ganz und gar nicht. Denn: Wir werden meistens dann von unserem Partner enttäuscht, wenn unsere Erwartungen an ihn und an die Beziehung nicht erfüllt werden.

Ein häufiger Fehler, den Frauen machen, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden

Wir zerbrechen uns den Kopf, über alles, eigentlich über jede Kleinigkeit. Und auch wenn ich mich darin übe (und es schon sehr viel besser geworden ist), ich erwische mich selbst dabei, dass ich mir über manche Dinge unnötig den Kopf zerbreche.

Ein Beispiel zur besseren Erläuterung des etwas theoretischen Hintergrunds:

Nehmen wir an, du hast jemanden kennengelernt und würdest den Mann gerne wiedersehen und besser kennenlernen. Dann, nach mehreren Treffen, meldet er sich nicht mehr oder sagt dir offen, dass aus euch nichts wird.

Was machst du? Sehr wahrscheinlich denkst du sowas wie „Hätte ich doch nur xyz und xyz anders gemacht, dann wäre es vielleicht anders gekommen“ oder „Vielleicht hätte ich xyz nicht sagen sollen, weil er xyz“.

Du bist unsicher und fragst dich, was du falsch gemacht hast – anstatt warum er so reagiert, wie er es tut. Du suchst nach einer konkreten Handlung und nicht nach dem Hintergrund, nach dem Gefühl, das diese Reaktion ausgelöst hat.



Unsere Entscheidungen sind von unserem Bauchgefühl abhängig

Menschen sind von Gefühlen geleitet. Emotionen sind das erste, das wir für jede Situation entwickeln.

Die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, gibt uns ein Gefühl füreinander. Aus diesem Gefühl resultiert die Entscheidung, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und genau dieses Bauchgefühl entscheidet auch maßgeblich darüber wie es weitergeht.

Wie und warum wir emotional so reagieren wie wir es tun, setzt sich aus einer Vielzahl von bewussten und unbewussten Faktoren zusammen. Das wiederum macht es sehr schwer, genau die eine Handlung herauszufiltern, die eine bestimmte Reaktion hervorgerufen hat.

Nicht unsere Handlungen, sondern unsere Erwartungen sind das Ausschlaggebende 

Das permanente Fragen nach dem Warum in deinen Handlungen, kann dich verrückt machen, denn du wirst keine Antwort darauf bekommen. Und: Handlungen sind immer eine subjektive Interpretation der Situation.

Frage dich stattdessen:

  • Was steckt dahinter?
  • Warum hat er so reagiert?
  • Woher kommt das?
  • Welches Gefühl hat deine Handlung ausgelöst?

Wichtig ist an dieser Stelle zu verstehen, dass nicht du, sondern seine emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse hinter seiner Reaktion stecken.

Analysiere nicht deine Handlungen, hinterfrage die hervorgerufenen Gefühle

Verwirrend? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Zauberwort heißt Empathie. Versuche dich in den anderen hineinzuversetzen.

Anstatt also danach zu schauen, was du gesagt oder getan hast, das (in deinen Augen) hätte falsch sein können, versuche herauszufinden, was in deinem Gegenüber vorgeht. Und vor allem was er von einer Beziehung erwartet.

Dazu ist es allerdings essentiell, dass du weißt, was du für emotionale Erwartungen und Bedürfnisse hast und dich dann fragst, welche seine sind. Mark Manson hat dazu drei fundamentale Emotionen herausgearbeitet, warum wir Beziehungen eingehen:

  1. Status: Das Gefühl wichtig, anerkannt oder jemandem überlegen zu sein; sich gefordert fühlen.
  2. Verbundenheit: Sich verstanden und geschätzt fühlen und die gleichen Wertvorstellungen mit jemandem zu teilen.
  3. Sicherheit: Sich sicher fühlen. Jemandem vertrauen und sich auf jemanden verlassen können.

Uns allen gemein ist, dass wir diese Bedürfnisse haben und in einer Beziehung erfüllen möchten. Der Unterschied ist nur: Die Prioritäten und Ausprägungen sind anders. 

Wie eingangs erwähnt, spielt für mich das Gefühl der Verbundenheit eine essentielle Rolle, gefolgt von Sicherheit. Würde ich nun einen Mann treffen, für den das Verbundenheitsgefühl eine untergeordnete Rolle spielt, da er großen Wert auf Status legt, hätten wir keine gemeinsame Zukunft.

Wenn Bedürfnisse und Erwartungen nicht übereinstimmen, ist eine glückliche Beziehung unmöglich

Ein banal klingender Satz, ja. Aber war dir das so bewusst? Also wirklich bewusst, nicht unterbewusst bewusst, wenn du verstehst was ich meine.

Wir Frauen neigen oft dazu unsere eigenen Bedürfnisse auf einen Mann zu projizieren und als selbstverständlich anzunehmen, dass er das Gleiche von einer Beziehung erwartet. Bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich verstanden habe, dass es so nicht funktioniert.

Ich konnte nicht verstehen, warum jemand eine Beziehung führen möchte, und dabei nicht als oberstes Bedürfnis das Verbundenheitsgefühl befriedigen möchte. Aber: Das ist so. Warum das so ist, kann unzählige Gründe haben, die durch unsere Erziehung und unsere Sozialisation geprägt wurden.

Um das Warum soll es aber nicht gehen, sondern um das Verständnis dafür, dass es so ist.

Ein Beispiel:

Sagen wir du bist mit einem Mann zusammen, der attraktiv und in deinem Freundeskreis sehr bliebt ist. Du selbst findest ihn allerdings etwas egozentrisch, und ab und an ist er unzuverlässig. Was machst du?

Wenn du jemand bist, dem Status am wichtigsten ist, wirst über die ‘Störfaktoren’ hinwegsehen, denn du bekommst Anerkennung dafür, dass er dein Freund ist. Wenig Verbundenheit und eine etwas oberflächliche Beziehung unterliegen also deinem Statusbedürfnis.

Wenn du aber jemand bist, dem Sicherheit am wichtigsten ist, wirst du nicht glücklich sein, denn die Unzuverlässigkeit und der Egoismus vermitteln dir ein seltsames und unsicheres Gefühl. Dein Bedürfnis nach jemandem, dem du vertrauen und auf den du dich verlassen kannst, überwiegen und machen eine Beziehung mit diesem Mann unmöglich.

Ein weiteres Beispiel:

Wenn du dich nach Sicherheit sehnst, nach jemandem auf den du dich verlassen kannst, wirst du eher dazu neigen, ‘deinem potentiellen Mann’ öfter zu texten als jemand, dem Status wichtiger ist.

Hat er ebenfalls Sicherheit als höchstes Bedürfnis, wird es ihn freuen regelmäßig von dir zu hören und er wird dir auch gerne antworten. Geht es ihm eher um Status (“Hey, schau mal, die sexy Frau ist meine Freundin!”), wird er wohl eher wortkarg sein und deine Handlungen als klammernd wahrnehmen. Das wiederum zeigt ihm dein Bedürfnis nach Sicherheit und kann ihn dazu bewegen, dass er sich nicht mehr meldet.

Es sind also nicht deine Nachrichten an sich oder was du geschrieben hast (deine Handlung), die ihn zu seiner Reaktion veranlassen, sondern deine Erwartungen (“Ich brauche Sicherheit, und das erwarte ich von dir.”) und die Gefühle, die du dadurch bei ihm auslöst. Er kann und will dir dieses Bedürfnis nämlich nicht erfüllen.

D.h. du musst dann entscheiden, ob du den Kompromiss eingehen möchtest, dich immer zurückhalten zu müssen, wenn du ihm schreiben möchtest oder dich dafür entscheiden dir einen anderen Mann zu suchen.

Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

Wie kannst du jemandem das Gefühl geben, nach dem er sucht?

Der Knackpunkt liegt darin die Motivation und nicht die Handlungen des anderen zu betrachten.

Das Schlagwort ist hier: WARUM?

Warum hat er das gesagt? Warum beachtet er mich nicht, wenn seine Kumpels dabei sind? Warum ist er immer anders, wenn wir nur zu zweit sind?

Die Antwort auf das Warum hilft dir herauszufinden was seine Motivation ist.

Wenn du seine Motivation kennst, kannst du Verständnis dafür entwickeln – oder auch nicht. Wenn du Verständnis dafür entwickeln kannst, kannst du besser mit solchen Situationen umgehen.

Wenn nicht, hast du einen Anlaufpunkt das Gespräch mit ihm zu suchen oder du merkst, dass du wahrscheinlich auf Dauer nicht glücklich mit ihm wirst, weil du zu viele Kompromisse eingehen musst.

Achte auch immer auf die Körpersprache und die nonverbale Kommunikation. Übrigens ein Thema, das dir in allen Lebenslagen hilft, nicht nur bei der Partnersuche.

Was will ich dir mit dieser ganzen Theorie vermitteln?

  • Werde dir darüber im Klaren welche emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse für dich in einer Beziehung befriedigt werden müssen, damit du glücklich sein kannst. Nur so kannst du deine Grenzen festlegen und weißt welche Kompromisse du eingehen kannst und welche nicht.
  • Verstehe, dass nicht jeder die gleichen Erwartungen und Bedürfnisse an eine glückliche Beziehung hat.
  • Wenn jemand deine Erwartungen nicht erfüllt, hinterfrage seine Emotionen und versuche seine Motivation für seine Reaktion und Handlungen zu analysieren.
  • Wenn es dir gelingt die Motivation deines Gegenübers herauszufinden, kannst du leichter damit umgehen und entscheiden wie du weitermachst.
  • Ganz wichtig: Verstell dich nicht und geh keine Kompromisse ein, mit denen du nicht leben kannst! Versuche zu akzeptieren, dass er vielleicht eine andere Erwartung an eine Beziehung hat und ihr nicht zusammenpasst. Denn in einer glücklichen Beziehung geht es immerhin darum, dass du und auch er auf eure Kosten kommt.

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Foto: © Zsolnai Gergely

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Ja, Sehnsucht. Ein Gefühl, das dich an einen emotionalen Ort transportieren kann, an dem du dich jenseits der Realität fühlst. Aber leider auch ein Gefühl, das dich dazu bringen kann, dich aufzugeben und dir selbst nicht mehr treu zu sein.

Ich möchte dir heute ein bisschen davon erzählen, was gerade in mir vorgeht. Wenn du die Vorgeschichte dazu wissen möchtest, dann lies erst meinen Artikel der vergangenen Woche.

Wie ich durch meine Sehnsucht meinen eigenen Liebeskummer erzeugt habe 

Ich werde jeden Tag mit dem Thema Liebeskummer konfrontiert. Normalerweise durch meine Klientinnen, aber derzeit bin ich selbst so nahe am Thema wie ich es lieber nicht wäre. Aber weil ich genau weiß wie ich mit Liebeskummer umgehen muss, und was gut tut, kann ich anders über meine persönliche Situation reflektieren.

Als ich den Mann, zu dem ich keinen Kontakt mehr habe, kennengelernt habe, hätte ich besser auf meine Intuition hören sollen. Und in den letzten Tagen haben sich meine Gedanken hauptsächlich um die Frage gedreht:

Warum habe ich nicht auf meine Intuition gehört und mich selbst in eine Situation manövriert, von der ich wusste, dass sie mir wehtun würde?

Und ich habe eine Antwort gefunden.

Ich habe Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten.

Ich kann gut alleine sein, sogar sehr gut. Derzeit verbringe ich zwei Monate alleine in Zell am See und schreibe mein Buch. Es gibt hier keine Community oder Meetups, sodass ich eigentlich isoliert bin und den ganzen Tag mit mir alleine bin (abgesehen von Skype-Gesprächen mit meiner Familie und Freunden). Und es macht mir nichts aus, denn ich bin glücklich und zufrieden mit mir selbst.

Und trotzdem trage auch ich in mir die Sehnsucht nach einem Partner, mit dem ich auf einer sehr tiefen Ebene verbunden bin. Am Ende ist es doch das, wonach wir uns alle sehnen. Und genau diese Sehnsucht hat mich dazu gebracht, mein Bauchgefühl zu ignorieren und einen Mann kennenzulernen, von dem ich von Anfang an wusste, dass er mir wehtun kann – zumindest dachte ich das.



Meine Erkenntnis ist aber eine andere

Durch viele Übungen und viel schreiben habe ich den wahren Grund herausgefunden, warum ich so verletzt bin und an Liebeskummer leide. Und es ist ein rein selbst kreierter Schmerz, denn das was mir wehtut, ist nicht, dass es nicht funktioniert hat mit uns beiden oder die Auseinandersetzungen, die wir hatten oder die Ablehnung, die ich von ihm erfahren habe.

Es ist die Erkenntnis, dass ich mich selbst betrogen habe.

Ja, ich habe mich und meine eigenen Werte selbst betrogen. Ich habe meine eigenen Grenzen so weit nach unten gesetzt, damit dieser Mann in meine Vorstellungen passt.

Wie konnte das passieren?

Auch auf diese Frage habe ich eine ganz klare Antwort:

  • Ich habe nicht auf meine Intuition gehört und mich auf ihn eingelassen.
  • Ich habe angefangen mit ihm zu schlafen, was bei den meisten Frauen zur Folge hat, dass sie Oxytocin (ein Bindungshormon) produzieren, das dich – wenn du dich emotional nicht distanzieren kannst – früher oder später verliebt macht.
  • Wir haben den gleichen Humor, unfassbar viel zusammen gelacht und sind gemeinsam verreist und haben dadurch gemeinsame Erinnerungen (die immer verbinden) erschaffen.
  • Ich habe meine Grenzen so weit nach unten gesetzt, dass ich (für eine Zeit) den Mann in ihm sehen konnte, den ich mir an meiner Seite wünsche.

Das hat solange funktioniert bis wir an einem Punkt angekommen sind, an dem ich morgens im Bad vor dem Spiegel stand und mich gefragt habe:

Was machst du hier überhaupt? Wer bist du, Simone?!

Dieser Schlüsselmoment hat so sehr geschmerzt, denn es war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich mich selbst betrogen habe. Ich war mir nicht treu, nicht die Frau, die ich eigentlich bin.

Und der einzige Grund dafür war, dass ich Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten habe.

Ich bin befinde mich im Prozess des Verzeihens

Muss ich ihm verzeihen? Nein, denn er hat mich nicht verletzt. Ja, wir hatten Auseinandersetzungen, aber er hat mich immer mit Respekt behandelt und niemals die Intention gehabt mich zu verletzten. Selbst als ihm gesagt habe, dass ich keinen Kontakt mehr möchte (ja, er hat sich nach seinem Verschwinden nochmal per WhatsApp gemeldet) hat er zwar gesagt, dass er traurig darüber ist, meine Entscheidung aber akzeptiert und sich seitdem auch daran gehalten.

Er ist ein guter Mensch, aber kein Mann, der zu mir passt.

Dem Menschen, dem ich verzeihen muss, bin ich selbst. Die Tatsache, dass ich mich selbst betrogen habe, schmerzt. Aber ich bin auf einem guten Weg mir dafür zu vergeben.

Verzeihen ist nicht mehr als die Akzeptanz, dass du die Vergangenheit nicht verändern kannst.  

Das Wichtigste an dieser Erfahrung ist, dass ich daraus lerne, denn sie birgt, wie alle unsere Lebenserfahrungen, eine wichtige Lernaufgabe in sich.

Was möchte ich dir also aus meiner Erfahrung mitgeben?  

  • Höre auf deine Intuition. Sie ist ein Geschenk und dient als Schutzmechanismus vor Verletzungen.
  • Sei dir treu! Setze deine Grenzen niemals für jemanden herab, nur um den einen Menschen in deine Vorstellung deines perfekten Partners zu drücken.
  • Löse dich von deiner Sehnsucht und lass dich nicht von ihr steuern. Wenn du dich in so einer Situation befindest, dann frage dich (früher als ich!) warum du überhaupt mit diesem Menschen zusammen sein möchtest. Und sei ehrlich zu dir selbst, auch wenn es schwer ist.
  • Übe dich in Selbstliebe. Mein Verhalten der vergangenen Monate und die „Beziehung“, die wir gelebt haben, war weit entfernt von Selbstliebe, denn ich habe Dinge akzeptiert, die einfach nicht gut für mich waren.
  • Sei dankbar für alles was dir im Leben passiert.

Zu dir selbst zu stehen, ist nicht immer einfach, vor allem wenn so viele Emotionen involviert sind. Trotzdem bin ich unglaublich dankbar, dass mir genau das passiert ist, denn diese Erfahrung hat mir den Spiegel vorgehalten und mir gezeigt wie wichtig es ist, mir selbst treu zu sein. Und so etwas wird mir nicht mehr passieren!

Ich sehe diese Erfahrung als Chance, um zu wachsen und mich weiterzuentwickeln und damit meinem tatsächlich passenden Partner einen Schritt näher zu kommen.

Also, sei mutig! Sei wer du bist! Liebe dich selbst und lass niemals jemanden deine Grenzen überschreiten, nur weil du Sehnsucht nach etwas hast, das bereits auf dem Weg zu dir ist. Wenn du meine Unterstützung brauchst, lass es mich wissen.

Sei geduldig, alles im Leben hat einen Sinn <3

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Foto: © piotr_marcinski

Was passiert, wenn du nicht auf deine Intuition hörst

Was passiert, wenn du nicht auf deine Intuition hörst

Wie du vielleicht gemerkt hast, habe ich in den letzten beiden Wochen keinen Artikel veröffentlicht. Das liegt nicht etwa daran, dass ich keine Zeit dazu hatte, sondern daran, dass ich vollkommen blockiert war. Es ist mir schwer gefallen einen klaren Gedanken zu fassen, und das alles nur, weil ich vor drei Monaten nicht auf meine Intuition gehört habe.

Was ist Intuition eigentlich?

Vor allem wir Frauen haben dieses Geschenk bekommen. Unsere Intuition ist unser Bauchgefühl, unsere inneren Alarmglocken, wenn wir unterbewusst wahrnehmen, dass etwas nicht stimmt oder etwas nicht gut ist für uns.

Dein wahres Wissen kommt von Herzen und deine Intuition vermittelt dir diese Wahrheit.

Du kennst das bestimmt: Du bist in einer Situation, in der du ein komisches Bauchgefühl hast und dich deine innere Stimme förmlich anschreit, „Nein, tu das nicht! Das tut dir nicht gut!“ – und du ignorierst sie trotzdem, einfach weil du dir einredest „Ach, das wird schon, was soll denn daran falsch sein?“ Übrigens wohlwissend, dass es Konsequenzen haben wird, die du aber in dem Moment gerne ignorierst.

Ich kann dir nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus meinen Coachings, sagen, dass du dir zu fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit wehtun wirst, wenn du so tust als würdest du diese innere Stimme nicht hören.



Nun, warum erzähle ich dir das?

Im Juli dieses Jahres habe ich einen Mann kennengelernt, der mich aus verschiedenen Gründen schon beim ersten Date stutzig gemacht hat. Hätte mir eine Klientin beschrieben, was sie in dem Moment gefühlt und gedacht hat, ich hätte ihr geraten das Weite zu suchen.

Ich bin sehr transparent auf meinem Blog und möchte dir zeigen, dass auch ich meine Herausforderungen habe und aus meinen Erfahrungen genauso lernen muss wie du und meine Klientinnen.

Nun, ich habe mich dieser lauten und beinahe aggressiven Stimme widersetzt und ihn weiterhin getroffen. Warum? Ich fand diesen Mann äußerst attraktiv, wir haben den gleichen Humor, haben unfassbar viel zusammen gelacht und ich habe mich in seinen Armen (er ist 40cm größer als ich und muskulös) sehr sicher gefühlt. Und um sicherzustellen, dass mein Bauchgefühl falsch lag, habe ich oberflächlichen Gemeinsamkeiten eine Bedeutung zugemessen, die jenseits der Realität lagen.

Intensiviert wurden diese Emotionen durch regelmäßigen und echt guten Sex, bei dem Frauen bekannterweise unglaublich viel Oxytocin (das sogenannte Bindungshormon) ausschütten und sich dadurch noch enger mit dem Partner verbunden fühlen und sich – ja, so ist es in den meisten Fällen – verlieben. Uns so erging es auch mir.

Das wiederum hatte zur Folge, dass ich vieles, was mich gestört und teilweise verletzt hat, ignoriert habe und dabei übersehen habe, dass er meine Grenzen überschreitet. Und so kam es dann, dass ich im Laufe den vergangen Wochen festgestellt habe, dass wir überhaupt nicht zusammenpassen, ja teilweise sogar grundverschiedene Einstellungen bezüglich wirklich elementarer Dinge haben.

Letztlich kommt dazu, dass wir in einer nicht unbedeutenden Meinungsverschiedenheit auseinander gegangen sind, er mich sehr verletzt hat und ich ihn seitdem nicht mehr gesehen habe.

Und ja, es tut weh! Verdammt weh!

Was habe ich getan bzw. wie gehe ich damit um?

Als wir an den Punkt kamen, an dem ich absolut nicht mehr ignorieren konnte, dass er meine Grenzen überschritten hat, hat sich dieses Ohnmachtsgefühl in mir breit gemacht. Gefolgt von den Fragen:

  • Wie konnte dir das passieren?
  • Wie konntest du so naiv sein?
  • Warum hast du zugelassen, dass er dich so sehr verletzen kann?

Selbstvorwürfe. Wut auf mich selbst. Frustration. Hilflosigkeit. Ärger. Ich war von Emotionen zerfressen, die weitab von Selbstliebe lagen. Und der Wendepunkt kam als ich realisiert habe, wie ich mit mir selbst spreche.

Wenn du meinen Blog schon eine Weile liest, dann weißt du, dass Selbstliebe mein oberstes Gebot ist. Und auch, dass es ein lebenslanger Prozess ist, den du täglich praktizieren solltest.

Eines darfst du niemals vergessen: Du bist eine wunderbare Frau und du bist es wert geliebt zu werden, und zwar genauso wie du bist!

Mit der Feststellung, dass ich meine Selbstliebe mehr als vernachlässigt habe, konnte ich ganz einfach die Entscheidung treffen, sie wieder zu praktizieren und ich habe damit angefangen, zuzuhören und aufzuschreiben was in mir eigentlich passiert. Was fühle ich? Und warum genau fühle ich mich so? Wo kommt es her? Und was tut es mit mir?

Am wichtigsten ist es in diesem Prozess, dass du deine Gefühle zulässt anstatt sie wegzudrücken. Setzt dich hin, atme tief ein und aus, und geh rein in den Schmerz. Lass es zu, dass er sich in deinem Körper breit macht und umarme ihn.

Nur was du zulässt, kannst du auch loslassen!

Im nächsten Schritt – und das klingt jetzt wie eine simple Anleitung, ist aber tatsächlich schmerzhafte Arbeit – habe ich mich gefragt: Was möchte das Leben mir mitteilen? Was soll ich daraus lernen? Was kann ich das nächste Mal anders machen?

Alle Erfahrungen sind wertvolle Erfahrungen

Ich habe in meinem Leben gelernt für alle Erfahrungen dankbar zu sein – egal, ob sie positiver oder negativer Natur sind. Dich darin zu üben das Gute im Schlechten zu sehen, wird dir dabei helfen dein Leben und deine Erfahrungen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Alle deine Erfahrungen im Leben sind wertvolle Erfahrungen, denn sie machen dich stärker und bereiten dich auf deine nächste Herausforderung vor.

Allerdings ist es oftmals so, dass wir uns in diesen herausfordernden Zeiten verloren und alleine fühlen. So ging es mir auch und ich kann dir nur ans Herz legen dir Hilfe zu holen. In meinem Heilungsprozess unterstützen mich drei wunderbare Frauen und Coaches und helfen mir dabei eine vollkommen andere Perspektive einzunehmen und mir zu erlauben meine Gefühle zuzulassen und mich nicht schuldig zu fühlen.

Wenn du gerade in einer ähnlichen Situation steckst, dann rate ich dir, deinem Schmerz, deinen Ängsten und deinen Zweifeln Raum zu geben und ihnen zu erlauben da zu sein. Eine hilfereiche und sehr effektive Meditation dazu findest du hier.

Was habe ich also daraus gelernt…?

  • Meine Intuition ist eines meiner größten Geschenke. Sie dient zu meinem Schutz und nicht dazu mir etwas zu verbieten.
  • Das nächste Mal, wenn mein Bauchgefühl mir förmlich mit dem Hammer eins drüberzieht, suche ich das Weite – und zwar ganz schnell.
  • Schmerz bedeutet Wachstum und Entwicklung. Ich habe meine eigenen Grenzen neu definieren können und aufs Neue gelernt mich selbst zu lieben und meine Grenzen nicht nur zu akzeptieren, sondern sie zu schützen.
  • Ich kann den Emotionen und Entscheidungen meiner Klientinnen noch näher sein, als ich es vorher war.
  • Ich habe das Geschenk bekommen, diesen Schmerz in der Zeit zu durchleben, in der ich mein Buch schreibe, das meinen Lesern dabei helfen soll Liebeskummer zu verarbeiten und sich ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu erschaffen. Durch meinen eigenen Schmerz, der so präsent ist, fällt es mir noch leichter mich in meine Leser hineinzuversetzen und alles Wichtige und Wirkungsvolle niederzuschreiben.
  • Und last but not least: Auch ein Coach lernt nie aus ;)

Foto: © MitaStockImages

Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Ich habe mich ganz bewusst für das Wort Sexualität und nicht Sexleben entschieden, denn eine gesunde Sexualität kannst du auch dann leben, wenn du (gerade) kein Sexleben hast, sprich: Wenn du keine sexuellen Aktivitäten mit einem anderen Menschen teilst. Und das ist eine gute Nachricht, denn du kannst ganz alleine an deinem Selbstbewusstsein arbeiten!

Was heißt Selbstbewusstsein eigentlich?

Wenn wir uns das Wort genauer anschauen, heißt Selbstbewusstsein nichts anderes als sich selbst bewusst zu sein. Durch bewusstes Hinterfragen deiner Gedanken und Zuhören, was in dir vorgeht und was deine Bedürfnisse sind, erlangst du genau das. Und durch mehr Selbstbewusstsein erlangst du automatisch mehr Selbstvertrauen, denn du weißt ganz genau was du möchtest und was nicht.

Selbstbewusstsein kannst du auf verschiedenen Ebenen haben oder eben nicht. Heute möchte ich mit dir über dein Selbstvertrauen, das du durch deine gelebte Sexualität erlangen kannst. 

Wie kann dir also eine gesunde Sexualität helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken?

Eine gesunde Sexualität ist nicht nur wichtig und gut für deinen Körper und Geist, sondern auch für dein Selbstbewusstsein gut!



Lass mich folgendes Bild zeichnen: Du gehst aus und wirst von dem Mann/ der Frau angesprochen, der/die genau dein Typ ist. Er/sie flirtet mit dir, alles läuft wie geplant und eigentlich würdest du dich gerne auf mehr einlassen.

Szenario #1

Du hast dich nie wirklich aktiv um deine Sexualität gekümmert, ab und an mal einen One Night Stand, eine Affäre oder eine Beziehung gehabt. Du masturbierst zwar manchmal, aber dein Ziel besteht ausschließlich darin zum Orgasmus zu kommen und nicht deinen Körper zu erkunden.

Szenario #2

Du beschäftigst dich mit deiner Sexualität, setzt dich damit auseinander was deine Bedürfnisse sind, kennst deinen Körper sehr genau, weißt genau was dir gefällt, was du brauchst und was dich erregt.

Was glaubst du, in welcher Situation wird es dir leichter fallen dich auf dein Gegenüber einzulassen und in welcher du dich eher fallen lassen kannst?

Wenn du deine sexuellen Bedürfnisse kennst, kannst du nicht nur mir mehr Selbstvertrauen in Situationen wie diese gehen, sondern du kannst sie bedeutend mehr genießen und außerdem klar kommunizieren was dir gefällt und was nicht – und das finden übrigens vor allem die meisten Männer sehr attraktiv!

Es gibt diverse Studien darüber, dass deine Libido (also dein sexuelles Verlangen) nachlässt, je weniger du dich darum kümmerst. Darum können manche auch abstinent leben – nach einer gewissen Zeit verspüren sie einfach kein Verlangen mehr nach Sex. Soweit solltest du es gar nicht kommen lassen, denn wir Menschen (zumindest ist das meine persönliche Überzeugung) sind nicht dafür gemacht ohne Sex zu leben.

Wie kannst du nun eine gesunde Sexualität leben?

Das kommt auf deinen Typ an und das kannst nur du ganz alleine entscheiden, was dir gut tut und was nicht.

Du kannst dir zum einen eine Affäre oder einen Freund „mit Benefits“ suchen, mit dem du deine Sexualität erkundest und auslebst. Wenn du gerade in einer Trennung steckst oder sehr genau von dir selbst weißt, dass du sehr anhänglich bist und relativ schnell eine emotionale Bindung aufbaust, dann würde ich dir davon abraten. Ich würde dir auch davon abraten, wenn du eine Frau bist, die sich nicht nur mit dem sexuellen Akt „zufrieden geben“ kann, sondern eine tiefe emotionale Bindung braucht, um den Sex auch genießen zu können.

Was ich dir auf jeden Fall ans Herz legen würde und wodurch du dich so gut kennenlernest wie mit niemand anders, ist Masturbation. Befriedige dich regelmäßig selbst, probiere unterschiedliche Positionen und Orte aus und nimm dir auf jeden Fall auch das ein oder andere Spielzeug zur Hand :)

Die Sache mit dem Orgasmus…

Ich spreche mit vielen Frauen – nicht nur aufgrund meines Berufs, auch privat – über das Thema Sex und ich bin immer wieder erstaunt wie viele Frauen ihrem Partner einen Orgasmus vorspielen und nicht mal mit Selbstbefriedigung in den Genuss dieses Hochgefühls kommen. Dabei ist ein Orgasmus nicht nur ein wundervolles Gefühl, sondern erfüllt auch andere Funktionen, die bedeutsam sind für unsere Gesundheit und er hilft dir dein Selbstbewusstsein zu stärken!

Wenn du Schwierigkeiten hast zum Orgasmus zu kommen, egal ob „nur“ beim Sex oder auch wenn du dich selbst befriedigst, dann kann ich dir das Programm von meiner lieben Kollegin Claudia Huber ans Herz legen. Sie ist Sex Coach und hat dir ihr ganzes Wissen sowie wirkungsvolle Übungen zusammengestellt, sodass du Schritt für Schritt verstehen kannst was in deinem Körper vorgeht und wie du zu diesem Gefühl kommst. Mehr Informationen dazu findest du hier.

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Wie deine Verlustangst dich von einer glücklichen Beziehung abhält. Und wie du sie in den Griff bekommst.

Wie deine Verlustangst dich von einer glücklichen Beziehung abhält. Und wie du sie in den Griff bekommst.

Kennst du das? Du hast gerade jemanden kennengelernt, alles läuft ganz wunderbar, es gibt keine einzigen Anzeichen, dass etwas schief gehen oder er sein Interesse verlieren könnte und plötzlich taucht sie trotzdem auf: Deine Verlustangst.

Du suchst nach fadenscheinigen Anzeichen, die dafür sprechen könnten, dass er dich doch nicht mehr möchte, bestimmt jeden Moment sagt, dass es nichts wird mit euch beiden und schon bist du im Strudel deiner Gedanken mit Abwärtsspirale.

Verlustangst hat viele Ursachen, aber gerade wenn wir verlassen wurden und eine schmerzhafte Trennung hinter uns haben, verinnerlichen wir diese Angst noch stärker als Menschen, die eine solche Situation nicht überstehen mussten. Wenn es dir so geht, dann hast du genau drei Möglichkeiten, um damit umzugehen:

  1. Du „erliegst“ deiner Bindungsangst – d.h. du lässt dich aus Angst verletzt und verlassen zu werden erst gar nicht auf eine Beziehung ein.
  1. Du lässt dich gedanklich von deiner Verlustangst so lange beherrschen bis sie überhandnimmt und du mit dem Gesetz der Anziehung (und anderen) genau das in dein Leben holst wovor du Angst hast: Nämlich den Verlust deines potentiellen neuen Partners. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das auch.
  1. Du setzt dich mit dieser Angst auseinander und bekommst in den Griff, sodass du die Situation so klar und schön siehst wie sie ist.



Woran erkennst du, ob du unter Verlustangst leidest?

  • Deine Gedanken kreisen ständig um das Szenario den bedeutenden Menschen zu verlieren.
  • Du klammerst und nimmst dir damit nicht nur seine Freiheit, sondern auch deine eigene.
  • Wenn er sich nicht meldet, versetzt es dich in einen übertrieben sorgenden Geisteszustand, der durch dein Kopfkino und die Frage Warum und wieso meldet er sich nicht? intensiviert werden (obwohl er vielleicht einfach nur etwas anderes zu tun hat und sich zu einem späteren Zeitpunkt meldet, denn für ihn ist alles in Ordnung! Er hat keine Ahnung davon was sich in deinem Kopf abspielt und würde dich wahrscheinlich auch nur fragend anschauen, wie du auf ein solches Szenario kommst. Männer sind in den meisten Fällen sehr simpel, Frauen sind diejenigen, die Dinge durch ihre Emotionalität und ihrem Drang zur Überinterpretation von Situationen verkomplizieren!).

Was kannst du also tun, um deine Verlustangst in den Griff zu bekommen? 

Betrachte die Situation rational. 

Ja, wenn du selbst in der Situation steckst, dann ist das nicht die leichteste Aufgabe, aber stelle dir einfach mal die Frage: Was würdest du jemandem anders raten, der dir deine Situation beschreibt? 

Stell dir wirklich vor, deine beste Freundin kommt mit einer Situation wie deiner auf dich zu und erzählt dir, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Dass ihr regelmäßig schreibt, ihr euch seht und langsam beginnt euer Leben zu teilen, aber dass du Angst hast,…

  • …weil er einen Tag nicht geschrieben hat,
  • …weil er den einen Satz so zweideutig geschrieben hat
  • …weil er an dem einen Abend schon etwas mit seinen Kumpels ausgemacht hat
  • …weil er keine Lust hat länger als notwendig zu telefonieren

Männer sind in den meisten Fällen sehr viel simpler gestrickt als wir Frauen. Wenn er Interesse hat und regelmäßig mit dir im Kontakt ist, seinen Tag mit dir teilt, dich fragt wie es dir geht usw., dann hat er Interesse!

Nur weil er einen Tag nicht schreibt, heißt das nicht, dass er dich nicht mehr interessant findet. Er denkt auch nicht zehnmal darüber nach welches Wort er verwendet, denn Männer interpretieren nicht! Er liest was da steht und nicht zwischen den Zeilen! Und wenn er schon etwas mit seinen Kumpels vor und keine Zeit für dich hat, dann solltest du dankbar dafür sein, denn es heißt nichts anderes als dass er sein eigenes Leben hat und sich nicht von dir abhängig macht! Ach ja, und: Die wenigsten Männer mögen es stundenlang am Telefon zu quatschen. Dafür ist deine beste Freundin da ;)

Was ist das Schlimmste, das dir passieren kann?

Erinnerst du dich noch wie dein Leben war bevor du ihn kennengelernt hast? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es wundervoll war (denn ansonsten würde ich dir raten es erst wundervoll für dich zu gestalten bevor du dich auf eine Beziehung einlassen möchtest – aber das ist ein anderes Thema).

Dein Leben war also schon lebenswert und schön und glücklich bevor du ihn kennengelernt hast. Er könnte nun das Tüpfelchen auf dem i werden und alles noch schöner machen als vorher. Noch schöner heißt aber nicht, dass es vorher nicht schön war.

Ich verstehe wie sehr du dir wünschst, dass er ein Teil deines Lebens wird, aber wenn du dich darauf versteifst, verkomplizierst du die Situation nur. Gib ihm die Chance ein Teil deines Lebens zu werden, aber lass ihm nicht den Freiraum dein Leben zu bestimmen und zu werden!

Wenn du gerade von deiner Verlustangst heimgesucht wirst, dann frage dich: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Ja, richtig, du hast dein altes glückliches Leben wieder und musst weiter geduldig sein bis der Mann kommt, der dann ein i-Tüpfelchen sein wird.

Ja, ich weiß, das ist nicht was du hören möchtest, aber es gibt Schlimmeres, glaub mir!

Meditiere und beruhige deine Äffchen im Kopf!

Am anstrengendsten und gefährlichsten sind unser Kopf und unsere Gedanken! Wenn du das Ausmaß und den Einfluss deiner Gedanken in irgendeiner Art und Weise erkennen kannst, dann hast du gelernt niemals wieder einen negativen Gedanken zu denken.

Die meisten Menschen unterschätzen die Macht ihrer Gedanken kolossal und wundern sich warum sie immer und immer wieder Negatives in ihr Leben ziehen. Das gilt übrigens für alle Lebensbereiche: Die Liebe, Karriere, Erfolg, Geld, Gesundheit – für alle!

Einer meiner Vorbilder und Inspirationen ist Bob Proctor, der einen sehr weisen Satz gesagt hat:

If you can hold it in your head, you can hold it in your hand!

Hier eines seiner sehr inspirierenden Videos, die dich zum Nachdenken anregen sollten:

Liebe dich selbst und stärke dein Selbstwertgefühl!

Wenn du permanent Angst davor hast einen Menschen zu verlieren – egal ob das in der Kennenlernphase oder in einer langjährigen Beziehung ist – dann liegt das unter anderem daran, dass du deinen Wert nicht erkennst.

Wenn du deinen Selbstwert kennst und genau weißt wie wertvoll du bist, dann wirst du nicht auf die Idee kommen, dass du nicht genug bist für den anderen. Oder dass er deinen Wert nicht erkennt.

Du gehst nur dann davon aus, dass dein Gegenüber dich nicht wertschätzt und an dir zweifelt, weil du es tust! Was du tun kannst, um das zu verhindern? Lerne dich selbst zu lieben! Ein Mangel an Selbstliebe ist einer der häufigsten Gründe warum wir uns unser Beziehungs- und Liebesleben so schwer machen. Das muss aber nicht sein! Und das Beste daran ist: Wenn du einmal lernst dich selbst zu lieben, kannst du es dein Leben lang anwenden und deine zwischenmenschlichen Beziehungen verändern sich wie von Zauberhand. Wenn du Hilfe dabei brauchst, ich bin gerne für dich da.

Und denk dran!

Du bist wundervoll und einzigartig, genauso wie du bist! Wenn du tatsächlich an einen Mann gerätst, der das nicht erkennt und lieber das Weite sucht, dann hat er dich nicht verdient.

Aber für jetzt gilt: Immer positiv bleiben und an das Gute glauben, denn es ja noch nichts passiert, das ein Anzeichen dafür sein könnte, dass es schlecht ist ;)

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Foto: ©photographee.eu

Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Zunächst möchte ich einmal mit der Frage einsteigen, ob es überhaupt einen Traummann oder eine Traumfrau gibt? Nun, ich glaube nicht, dass es den Traumpartner gibt, aber deinen Traumpartner – den einen Menschen, der jetzt im Moment so zu dir passt wie sonst niemand anders. Und weil wir uns im Laufe unseres Lebens permanent verändern, wird sich auch die Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau im Laufe der Zeit verändern.

Wenn du in einer Beziehung bist, kann das bedeuten, dass ihr gemeinsam wachst und euch gemeinsam verändert – oder auch nicht. Wenn du Single bist, dann kann es sehr gut sein, dass deine Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau vor ein paar Jahren überhaupt nicht mehr der von heute entspricht.

Wie kannst du also deinen Traumpartner finden?

#1 Du musst überhaupt erstmal daran glauben, dass er existiert

Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass deine Gedanken dein Dasein, deine Materie erschaffen. Das ist meine innerste Überzeugung – wir können alles in unserem Leben manifestieren, was wir wollen. Das muss natürlich gelernt sein, aber es ist möglich. Der erste Schritt dazu ist, dass du überhaupt daran glaubst, dass dein Traummann bzw. deine Traumfrau existiert und dass du es verdienst mit ihm/ihr zusammen zu sein. Denn wenn du das nicht tust, dann nimmst du dir schon die wichtigste Energie quasi ‚bevor es überhaupt losgeht‘.

Hier ein (englisches) Video von meinen Vorbildern Marie Forleo und Gabrielle Bernstein zum Thema Manifestieren:

#2 Heile deine Wunden aus vergangenen Beziehungen

Jeder von uns trägt Wunden aus vergangenen Beziehungen mit sich herum. Die einen mehr, die anderen weniger. Wenn du den richtigen Partner in dein Leben ziehen möchtest, dann solltest du diese Wunden auflösen und deinem Ex verzeihen. Nicht nur, dass dir das persönlich innere Ruhe geben wird, es wird dir so viel leichter fallen jemanden in dein Leben zu ziehen, weil du nicht die ganze Wut, Missgunst und alten Ballast mit dir rumträgst. Du strahlst das aus, auch wenn du dir dessen vielleicht nicht bewusst bist.



#3 Überwinde die Angst vor dem Alleinseins

Weißt du etwas mit dir anzufangen, wenn du alleine bist? Oder kommt in dir ein unbehagliches Gefühl oder sogar Angst hoch, wenn du nur daran denkst alleine Zeit mit dir verbringen zu müssen? Aus meiner Sicht sollte jeder Erwachsene, der sich auf eine ernsthafte und dauerhafte Beziehung einlässt, gelernt haben alleine zu sein. Wie soll denn jemand mit dir Zeit verbringen wollen, wenn nicht mal du selbst mit dir Zeit verbringen möchtest? Wovor hast du Angst? Was glaubst du denn zu entdecken, wenn du mit dir alleine bist?

#4 Erkenne, dass nur du die Leere füllen kannst

Viele von uns suchen ihre Erfüllung und ihr Glück in ihrem Partner und realisieren nicht, dass es nur sie selbst sind, die diese Leere füllen können. In dem Moment, in dem du jemandem anders die Aufgabe überträgst dich zu erfüllen und glücklich zu machen, bürdest du deinem Gegenüber nicht nur unfassbar viel Verantwortung auf, nein, du machst dich und dein Glück auch von dieser einen einzigen Person abhängig. Was denkst du was passiert, wenn diese Person plötzlich entscheidet, dass sie nicht mehr mit dir zusammen sein möchte? Lerne Verantwortung für dein Leben, deine Emotionen und dein Glück zu übernehmen, und deine Chancen deinen Traummann bzw. deine Traumfrau zu finden (und auch halten zu können!), wachsen enorm.

#5 Werde dir über deine Glaubenssätze im Klaren

Was glaubst du denn über deinen Traummann bzw. deine Traumfrau? Und was denkst du über die Liebe? Über eine dauerhafte und glückliche Beziehung? Um den Menschen zu  finden, der zu dir passt, rate ich dir deine Glaubenssätze ausfindig zu machen. Untersuche wie und was du denkst und hinterfrage alles. Woher kommt der Glaube? Ist er wahr? Viele von uns glauben nicht mehr an die große Liebe und haben sich für das Warum sagenhafte Geschichten einfallen lassen, weil sie in vorhergehenden Beziehungen verletzt wurden. Fakt ist aber, dass alles was du glaubst wahr ist – egal ob es positiv oder negativ ist. Du erschaffst dir deine eigene Wahrheit, indem du denkst. Und es liegt an dir deine Gedanken zu verändern, denn nur so kannst du auch dein Leben verändern.

#6 Werde der Mensch, den du dir wünschst

Interessanterweise höre ich auf meine Frage wie der Traummann oder die Traumfrau aussehen und was er bzw. sie mitbringen sollte, immer wieder fantastische Beschreibungen von Individuen, die zwar mit Sicherheit irgendwo existieren, aber wahrscheinlich kein Interesse an der Person haben, die sie beschreibt. Was ich damit meine? Nun, wenn du nicht gerade eine Sportskanone und eher etwas übergewichtig bist, dann wirst du wahrscheinlich nicht den absolut sportlichen Typen in dein Leben ziehen. Nicht unbedingt wegen der Optik, denn Aussehen ist bekanntlich Geschmackssache, aber aus dem Grund weil er wahrscheinlich kein Interesse an einer Couchpotato hat – und das ist auch gut für dich, denn du würdest dich wahrscheinlich von einem übertrieben sportlichen Typen eher “zum Sport genötigt” und wahrscheinlich eher unwohl fühlen.

Ich könnte noch unzählige Beispiele auflisten, aber worum es mir eigentlich geht: Wenn du eine genau Vorstellung deines Traumpartners hast, dann solltest du genau dieser werden. Du kannst nicht von anderen Menschen erwarten etwas mitzubringen, das du nicht hast. Und außerdem hast du natürlich die Chance bei den entsprechenden Aktivitäten jemanden kennenzulernen. Rocker gesucht? Geh auf ein Rockkonzert. Traveller gesucht? Fange an alleine zu reisen. Suchst du einen kritikfähigen Partner? Werde selbst kritikfähig. Das Prinzip ist sehr simpel und doch beachten es so wenige.

Du solltest dir also auf jeden Fall sicher sein, wen du suchst und auch realistisch einschätzen wer zu dir passt. Und zwar nicht, weil du nicht gut genug bist, sondern eben gerade weil du genug bist! Deine Partnerschaft sollte erfüllend sein, das kann sie aber nur, wenn ihr auch zusammenpasst und keiner versucht sich für den anderen zu verbiegen.

Foto: © Coy_Creek