5 Anzeichen woran du Menschen erkennst, die sich selbst lieben

5 Anzeichen woran du Menschen erkennst, die sich selbst lieben

Wenn du gerade an Liebeskummer leidest, sind die einzigen Fragen, die du dir stellst: Wie vergeht dieses Gefühl? Wie werde ich wieder glücklich?

Was wir sonst als gegeben sehen, steht auf einmal auf der Kippe – unser Lebensglück. Doch auch wenn du deinen Liebeskummer schon größtenteils überwunden hast, ertappst du dich wahrscheinlich ab und zu dabei, dass du dich fragst welchen Sinn dein Leben hat und/oder mit dem Gedanken, dass du zwar zufrieden, aber nicht wirklich glücklich bist.

Woran liegt es also, dass manche Menschen glücklicher sind als andere? Und woran liegt es, dass manche Menschen keinen Partner brauchen und auch alleine leben können und andere nicht?

Die Antwort ist simpel: Sie lieben sich selbst.

Wenn du herausfinden willst, ob du dich selbst liebst bzw. woran du gegebenenfalls noch arbeiten musst, dann schau wie viele der folgenden Punkte du für dein eigenes Leben bejahen oder welche du ohne Probleme umsetzen kannst. Hier also Fakten, die Menschen mit einem hohen Grad an Selbstliebe tun:

#1 Sie bleiben ihren eigenen Gefühlen treu und vertrauen sich selbst

Menschen, die sich selbst lieben, leben ihr Leben für sich selbst. Ganz im Gegenteil zum größten Teil der Menschheit. Versuchst du es allen recht zu machen und verbiegst dich dabei, sodass es dich unglücklich macht? Keine Sorge, die meisten Menschen tun das, und sehr häufig, um gemocht zu werden.

Achte mal in deinem Alltag darauf wie oft du Dinge (auch ganz kleine) tust, die du selbst nicht tun möchtest, sie aber trotzdem tust, um jemandem einen Gefallen zu tun oder von jemandem gemocht zu werden.

Wenn Menschen dich nicht so mögen wie du bist, dann haben sie keinen Platz in deinem Leben. Und das solltest du – auch wenn es manchmal schwer ist – akzeptieren und dich von ihnen distanzieren. Es wird dir gut tun!

#2 Sie übernehmen Verantwortung und gestehen Fehler ein

Es ist so viel einfacher immer jemandem anders die Schuld in die Schuhe zu schieben anstatt selbst Verantwortung für die Situation zu übernehmen. Aber auch das gehört zum Leben.

Ich habe zu Beginn meiner Trennung meinem Ex die Schuld gegeben und ihm Vorwürfe gemacht, dass er mich verlassen hat und so schnell eine Neue hatte. Bei genauerem Hinsehen habe ich die erschreckende und traurige Wahrheit akzeptieren müssen, dass auch ich Fehler gemacht habe, die letztendlich zu unserer Trennung geführt haben. Das zu akzeptieren, tut weh. Aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt.

Verantwortung für sein Leben und seine Entscheidungen zu übernehmen, heißt auch, sich selbst so anzunehmen und zu akzeptieren wie man ist – nämlich ein genauso wenig perfekter Mensch wie ein anderer. Das Wichtigste ist, dass du aus deinen Fehlern lernst.



#3 Sie vergleichen nicht

„Sie ist viel schöner/schlanker/klüger usw. als ich!“ Hast du dich den Satz schon mal denken oder sagen hören? Menschen, die sich selbst lieben, haben gelernt sich so zu akzeptieren wie sie sind. Deine Stärken sind die Schwächen eines anderen und umgekehrt.

Du bist gut so wie du bist, du musst nur lernen deine positiven Seiten zu sehen anstatt dich auf deine Schwächen zu konzentrieren. Vor allem weil sich das, worauf sich unsere Gedanken fokussieren und worum sie kreisen, vermehrt.

Jeder von uns hat etwas womit er nicht zufrieden ist: Du genauso wie ich. Die Frage ist nur, wie wir damit umgehen und aus welcher Perspektive wir es betrachten.

#4 Sie tun was ihnen gut tut

Yoga, gesunde Ernährung, Familie, Freunde, ein gutes Buch oder was auch immer: Menschen, die Selbstliebe praktizieren, wissen was ihrem Körper und Geist gut tut – und sie tun es! Sie hören auf ihre Bedürfnisse, auch wenn andere es nicht nachvollziehen können (z.B. ein Jobwechsel mit weniger Gehalt, aber spannenderen Aufgaben).

#5 Sie verbringen Zeit mit Menschen, die ihnen gut tun

Wenn du kurz nachdenkst, fällt dir mit Sicherheit jemand ein, der dich eigentlich nur Kraft kostet. Ein Mensch, der alles nur negativ sieht, immer nur jammert oder zweifelt. Oder noch schlimmer: Jemand, der sich nicht mit dir freuen kann und aus Missgunst und eigenem Misserfolg deine Errungenschaften und deine glücklichen Momente zunichtemacht – mit einem einzigen Satz sind deine Endorphine futsch oder dein Stresshormonhaushalt auf Anschlag.

Trenn dich von diesen Menschen, auch wenn es schwer ist. Minimiere den Kontakt, wenn es geht, brich ihn sogar ab. Schenke deine kostbare Zeit nicht jemandem, der kein Mehrwert für dich und dein Leben ist.

Du findest das egoistisch? Genau das ist das Problem! Unsere Gesellschaft wirft uns Egoismus vor, wenn wir schauen, dass es uns gut geht. Das ist der größte Schwachsinn überhaupt, denn wenn wir alle schauen würden, dass es uns gut geht und wir aufhören würden uns für andere zu verstellen, dann würde es unserer Gesellschaft besser gehen und es gäbe viel weniger Hass und Krieg auf dieser Welt.

Wenn wir uns alle selbst lieben würden, wäre die Welt ein besserer Ort

Denk mal drüber nach: Wärst du nicht freundlicher und offener gegenüber deinen Mitmenschen, wenn du glücklich bist und wenn es dir gut geht? Wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, hängt wesentlich davon ab wie wir uns fühlen und wie wir über uns selbst denken.

Wenn du diese Ansätze für dich umsetzt und wegkommst von dem sich selbst schlechtreden und niedermachen, dann wirst du sehen wie beinahe magisch sich dein Leben verändert (und wie du deinen Ex plötzlich nicht mehr zurück möchtest!). Es gibt nur einen Menschen in deinem Leben, den du glücklich machen musst: Dich selbst. Und wenn du das schaffst, dann wirst nicht nur du, sondern auch deine Umwelt automatisch davon profitieren.

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Foto: ©christas

Wie deine Beziehung eine Affäre übersteht

Wie deine Beziehung eine Affäre übersteht

Schwindelig taumelnd muss sie sich hinsetzen. Ellas Magen dreht sich einmal um, sie ist kurz davor, sich zu übergeben. Sie kann nicht glauben, was er ihr gerade gestanden hat. Er hat eine Affäre! Eine Affäre mit seiner Kollegin, der sie noch nie über den Weg getraut hat.

„Wie lange geht das schon? Wie oft hattet ihr Sex? Wann habt ihr euch getroffen? Und was war an dem Wochenende, wo du angeblich bei deiner Schwester warst? Wie kannst du mir sowas antun?“

Die Fragen schießen wie Munition aus einem Maschinengewehr. Wie ein Krimineller im Verhör sitzt er vor ihr.

Einmal Betrüger – immer Betrüger

  • „Trenn dich! Das tut der immer wieder!“
  • „Lass dir das nicht gefallen.“
  • „Männer sind Schweine, das sag ich doch schon immer.“
  • „Wie? Du willst mit ihm zusammen bleiben? Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

All diese „Rat-Schläge“ hat Ella zu hören bekommen und oft hat sie sich gewünscht, sie hätte einfach die Klappe gehalten. Sie musste mit ihrer emotionalen Achterbahn klar kommen und ein Gespräch mit ihren Mädels hat doch sonst immer geholfen.

Doch beim Fremdgehen hört der Spaß auf. Dass er eine Affäre hatte, ist für ihre Freundinnen ein absolutes NoGo. Die Lügen, das Betrügen und Fremdsex sind Vergehen, für die es keine Entschuldigung gibt.

Wird ihre Beziehung diese Affäre überstehen?

Nach dem Auffliegen einer Affäre ist die sofortige Beendigung der Außenbeziehung ein wichtiger Baustein, um der Beziehung eine Chance zu geben. Hannes ist bereit, alles zu tun, um seinen Fehler wieder gut zu machen.

Sie haben beschlossen, für ihre kleine Familie zu kämpfen und diese Krise zu überstehen. Hannes ist ein guter Mensch und Ella liebt ihn. Auch wenn Ella noch keine Ahnung hat, wie sie mit der Eifersucht und den Bildern in ihrem Kopf klar kommen soll, will sie es versuchen.

Die 10 Phasen nach einer Untreue

Sobald die Affäre aufgedeckt wird, durchlaufen die meisten Betrogenen in etwa dieselben Phasen. Um die Beziehung zu retten, dürfen BEIDE(!) achtsam, wertschätzend und mir sehr viel Liebe und Güte durch diese Phasen gehen. Das ist im Auge des Taifuns nicht ganz so leicht.

Phase 1 + 2: Schock – Wut/Rache

Es kann Tage und Wochen dauern, bis etwas Ruhe in die Gefühle einkehrt und das logische, klare Denken wieder möglich wird. Eifersucht und Hass wirken wie düstere Dämonen, die sich ins Herz fressen.

Ella hat es gut gemacht. Nach dem ersten Schock hat sie sich zurückgezogen und sich Zeit gegeben, mit der Situation halbwegs klar zu kommen. Sie hat ihren Rachephantasien keinen Raum gelassen und sich selbst beruhigt. Rache schadet der Beziehung sehr, eine Versöhnung wird noch schwerer, als eh schon.

Phase 3: Enttäuschung

Die Phase der Ent-Täuschung ist wichtig, denn jetzt wird klar, welchen Täuschungen das Paar aufgesessen ist. Wir alle sind Hollywood- und Disney-verseucht, so dass wir felsenfest an einem Happy End festhalten wollen und eine Liebe auf Dauer konservieren wollen.

Wir glauben, dass wir alles für unseren Partner sein können und ihm für immer alle Bedürfnisse erfüllen können. Dass das nicht möglich ist, wird erst nach einer Affäre schmerzlich bewusst.

„Am Schlimmsten sind die Lügen“, berichten mir Betrogene immer wieder. Doch wenn wir mal genauer hinschauen, wird klar, dass der Betrüger nicht aus Bosheit lügt, sondern weil er die Beziehung schützen und behalten will.



Phase 4: Entscheidung

In den ersten drei Phasen ist es keine gute Idee, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Im ersten Sturm der Gefühle scheint eine Trennung die beste Lösung zu sein. Wie schade, dass viele Paare dem Konzept der Treue mehr die Treue halten, als ihrer Beziehung.

Monogam zu leben ist leicht, solange niemand fremdgeht. Die wahre Herausforderung der Monogamie zeigt sich erst, wenn einer sie missachtet. Viele sind stolz darauf, immer treu zu sein, halten diese „Treue“ jedoch immer nur wenige Jahre durch. Serielle Monogamie hat mit Treue nichts zu tun.

Phase 5: Hoffnung

Hat sich das Paar nun entschieden, den Weg gemeinsam weiter zu gehen, braucht es ein Licht am Ende des Tunnels. Hoffnung entsteht durch die richtigen Fragen, durch Zuhören und nicht Verhören.

  • Was war es, was dich gereizt hat?
  • Was hast du vermisst? Kann ich dir das geben?
  • Wie hast du dich gefühlt, wenn du nach Hause gekommen bist?
  • Wie wollen wir leben, wenn das hier durchgestanden ist?

An dieser Stelle ist es wichtig, sich über Träume und Ziele zu unterhalten und die Vorwürfe und Schuldzuweisungen einzustellen. Es hatte einen Grund, warum der Partner fremdgegangen ist. Und dieser Grund hat immer mit BEIDEN Partnern zu tun. Eine Affäre ist eine Botschaft, ein Warnhinweis und eine Chance, die Beziehung weiter zu entwickeln.

Phase 6: Alltag

Nach dem Tornado, der durch die Beziehung gefegt ist, geht es ans Aufräumen und zurück in einen liebevollen Alltag. Ella und Hannes dürfen sich die Fragen stellen:

  • Gibt es Rituale, die wir vernachlässigt haben?
  • Haben wir Quality-Time als Paar? Ohne Kinder? Ohne TV und Handy?
  • Geben wir uns genügend Raum, auch mal alleine zu sein?
  • Machen wir uns gegenseitig gute Gefühle? Oder die Hölle heiß?

Lieben ist ein TUN-Wort. Die beiden dürfen mehr tun, was zeigt, dass sie sich wichtig sind und sich lieben. Für jeden ist das etwas anderes. Mehr Mithilfe im Haushalt, Geschenke , Zärtlichkeit oder was auch immer.

Phase 7: Verzweiflung/Leichen im Keller

Eine Affäre zu überstehen bedeutet, die Beziehung auf ein neues Level zu heben, bzw. eine völlig neue Beziehung zu erschaffen. Es ist nichts mehr, wie es vorher war, und das ist gut so. Manchmal scheint ein Verzeihen unmöglich, die Wut kommt wieder hoch und Sex ist undenkbar.

Es ist völlig normal, in frühere Phasen zurück zu fallen. Die Verzweiflung, es nicht zu schaffen, taucht immer wieder auf. Hier wird es schmerzhaft, weil die alten Denkstrukturen und Verhaltensmuster in Frage gestellt werden. Die ein oder andere Betrogene stellt sich die Frage: „Warum soll ich mich verändern? ER ist doch fremdgegangen!“

Es dürfen sich BEIDE verändern und das ist ein lebenslanger Prozess. Eine Beziehung ist immer im Wandel und nur wenn wir lernen, diese Wellen zu surfen, leben wir erfüllt und glücklich zusammen.

Phase 8: Verzeihen

Niemals werden Ella und Hannes vergessen, was passiert ist. Hannes muss sich selbst verzeihen und Ella ihm. Gelingt es den Beiden, das Konzept der Treue in Frage zu stellen, anstatt sich selbst oder die Beziehung, sind sie einen großen Schritt weiter.

Monogamie ist kein Gesetz wie die Schwerkraft. Monogamie ist ein Konzept, welches von Männern eingeführt wurde, um die Sexualität der Frau zu kontrollieren und sich sicher zu sein, wer wessen Kind aufzieht. Monogamie ist ein Kind der Angst und kein Kind der Liebe.

Monogam zu leben ist nicht die menschliche Natur, es ist eine Entscheidung. Wie vegetarisch oder vegan zu leben. So wie manchem Veganer beim Anblick eines Schnitzels das Wasser im Munde zusammen läuft, so ist es völlig normal, dass wir trotz Beziehung auch andere Menschen anziehend finden.

Phase 9: Vertrauen

Wenn Ella und Hannes es schaffen, die Krise zu überstehen, gibt es keine Garantie, dass das nicht wieder passieren wird. Wir wissen, dass Autofahren gefährlich sein kann, und doch fahren wir, selbst nach einem Unfall. Wir vertrauen einfach darauf, dass schon alles gut gehen wird.

Die beiden können darauf vertrauen, dass ihre Ehe allen Herausforderungen gewachsen ist. Sie können vertrauen, dass sie immer einen Weg finden, glücklich zu sein. Ob miteinander oder ohne einander. Vertrauen ist nichts, was wir verdienen. Vertrauen ist etwas, was wir verschenken.

Das bedeutet nicht, dass nur Ella Hannes wieder vertrauen muss, sondern dass beide ihr Vertrauen stärken müssen.

  • Das Vertrauen in sich selbst – Selbstvertrauen (besonders für Hannes wichtig!)
  • Das Vertrauen in die Beziehung
  • Das Vertrauen in den Partner
  • Das Vertrauen ins Leben

Phase 10: Next Level

Ella und Hannes haben es geschafft. Sie sind heute glücklicher, als sie es vor der Affäre waren. Ihr Sexleben ist leidenschaftlicher und sie gehen sehr viel achtsamer miteinander um. Die Gespräche sind tiefer und sie sind stolz darauf, die Krise gemeistert zu haben. Sie leben weiterhin monogam, sind jedoch deutlich offener geworden.

  • Offen für Fehler
  • Offen für Träume und Ziele
  • Offen für Veränderungen
  • Offen für die Bedürfnisse des Anderen
  • Offen für neue Ideen und Impulse

Auch wenn sie sich nie wieder so eine heftige Krise wünschen, sind sie rückblickend dankbar dafür.

Jede Beziehung kann eine Affäre überstehen.

Dafür braucht es Mut, Hingabe und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Und im Idealfall die Unterstützung von jemandem, der sich damit auskennt ;-).

Das Online-Coaching-Programm „Neubeginn 2.0 – Back to Love“ habe ich für Frauen entwickelt, die von ihrem Partner betrogen wurden und einen Weg suchen, wieder zu vertrauen und zu lieben. Es nimmt die Betroffenen an die Hand und führt sie behutsam und lustig durch die 10 Phasen nach der Affäre.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst
Melanie

Dies ist ein Gastartikel von: Melanie Mittermaier: Bloggerin, Speakerin, Liebes-Coach

Spezialisierung auf langjährige Liebesbeziehung + Fremdgehen. Mit ihren ungewöhmelanie-mittermaiernlichen und teilweise polarisierenden Ansichten ermöglicht Melanie Mittermaier den Menschen eine völlig neue Sicht auf Treue und die Liebe. Ihre ehrliche, offene und etwas freche, bayerische Art begeistert die einen und verärgert die anderen. Jeder, der seine Beziehung über Jahre hinweg unkonventionell, lustig und erfüllend leben möchte, ist bei ihr gut aufgehoben. Online und im echten Leben.

 

Foto: © stokkete

Wie du viel leichter loslassen kannst  …und was Selbstliebe und deine Intuition damit zu tun haben

Wie du viel leichter loslassen kannst …und was Selbstliebe und deine Intuition damit zu tun haben

Wenn du meinen Blog schon eine Weile liest, dann weißt du zum einen, dass ich sehr transparent bin und zum anderen auch, dass ich mich im vergangenen Jahr meinen Liebeskummer selbst kreiert habe, weil ich nicht auf meine Intuition gehört habe.

Passieren konnte das überhaupt, weil ich Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten habe und es hat einige Zeit gedauert bis ich diesen Mann wieder loslassen und mir selbst verzeihen konnte.

Letztlich, und das liest du oft von mir, hat alles was in unserem Leben passiert einen Grund. Dass ich mich auf diesen Mann eingelassen habe, hat mir zum einen gezeigt wie wichtig es ist, dass ich auf meine Intuition höre, zum anderen hat mir mein Liebeskummer aber auch geholfen mich nochmals zu 100 Prozent in meine Leser hineinzuversetzen und somit mein Buch „Heile dein gebrochenes Herz. Schritt für Schritt vom Herzschmerz zum Lebensglück.“ zu schreiben, das bereits unglaublich vielen Lesern geholfen hat.

…aber das Leben hat noch eine weitere Erfahrung für mich bereitgehalten

Von Ende Januar bis Ende April 2017 habe ich in Medellín, Kolumbien gelebt. Bereits in der ersten Woche habe ich einen Mann über Tinder kennengelernt, den ich sehr interessant fand, und daher haben wir uns relativ schnell dazu entschieden, dass wir uns treffen. Am besagten Tag war ich irgendwie nicht in der Stimmung zu einem Date, aber ich bin trotzdem hingegangen, man sagt ja, wenn man keine Lust hat, wird es am schönsten. Nun, was soll ich sagen?

Es war das intensivste erste Date, das ich jemals hatte. Dieser Mann hatte so eine intensive Energie, eine Ausstrahlung und Art und Weise mit mir zu sprechen, das es mich vom Hocker gehauen hat. So sehr, dass ich überhaupt nicht wusste, was mit mir los ist. Es war ein Gefühl zwischen „Wow, das könnte mein Mann sein“ und „Das ist alles zu gut, um wahr zu sein“.

Rückblickend hat meine innere Stimme laut rebelliert und förmlich geschrien: „Simone, irgendwas stimmt nicht, lass die Finger davon.“

Aufgrund meiner Erfahrung im vergangenen Jahr habe ich dieser inneren Stimme meine Aufmerksamkeit gewidmet und ihn an dem Abend mit den Worten stehen lassen: „Du löst etwas in mir aus, das ich nicht einordnen kann. Ich weiß nicht, ob ich dich wiedersehen möchte.“ Dann bin ich ins Taxi gestiegen und dachte mir: Was war das denn?!

Meine innere Stimme, der kleine Rebell

In dieser Nacht habe ich so gut wie nicht geschlafen. Dieser Mann hat etwas in mir ausgelöst, das ich vorher noch nicht gespürt habe. Und obwohl ich wieder wusste, dass es weiser wäre ihn nicht wiederzusehen, habe ich mich gegen meine Intuition aufgelehnt und mich ein zweites Mal mit ihm verabredet. Nach sechs gemeinsamen Wochen und dem recht häufigen Erklingen meiner inneren Stimme, musste er zurück nach Europa. Aber: Wir haben uns dazu verabredet uns Ende April in London wiederzusehen. Und das haben wir auch getan.

Wir haben beide an Tony Robbins‘ Event Unleash The Power Within teilgenommen und bei diesem transformativen Event ist mir SO VIEL klar geworden. Nicht nur über mich, meine Ängste und das was mich von meinen Lebensträumen zurückhält, sondern vor allem darüber wie sehr er mich manipuliert hat.

Ich gehe an dieser Stelle nicht tiefer auf Details ein, aber eines kann ich dir sagen:

Was ich herausgefunden habe, hat mir wieder gezeigt wie unfassbar wichtig und wertvoll unsere Intuition ist!

Unsere Intuition ist unser innerer Kompass, der darauf ausgerichtet ist uns zu schützen!



Und auch wenn es wehgetan hat, mir sind zwei Dinge sehr klar geworden, die ich mit dir teilen möchte:

(1) Jede Erfahrung im Leben ist wertvoll, denn jede bringt uns voran, öffnet uns die Augen und gibt uns eine neue Perspektive auf uns, unser Leben und unsere Umwelt.

(2) Wenn du dich selbst liebst, dann kannst du so viel einfacher loslassen! Bei meiner Erfahrung letztes Jahr, ist es mir schon bedeutend leichter gefallen loszulassen als bei meiner schweren Trennung damals, weil ich gelernt habe mich selbst zu lieben. Aber diesmal ist es mir noch viel leichter gefallen. Ich konnte mir selbst viel einfacher und schneller verzeihen dafür, dass ich wieder nicht auf meine Intuition gehört habe. Und ich konnte ihn loslassen, einfach weil ich meinen Selbstwert noch besser kenne und keine Menschen in meinem Leben akzeptiere, die mich nicht wertschätzen können und es nötig haben andere zu manipulieren, um sich selbst besser zu fühlen. Selbstliebe ist ein fortwährender, lebenslanger Prozess, der dich dir selbst und deinem tiefsten Inneren immer ein Stückchen näher bringt. 

Auf dem Weg zu meinem passenden Partner

Und soll ich dir etwas sagen? Das Leben bereitet mich auf meinen Mann vor!

In den vergangenen Jahren habe ich mich nicht wirklich bereit gefühlt für eine tiefe, innige und dauerhafte Beziehung – und genau das spiegelt sich in meiner Erfahrung wider.

Aber 2017 ist mein Jahr! Ja, ich weiß es nicht nur, sondern ich fühle es aus tiefstem Herzen, dass ich in diesem Jahr meinen Mann finden werde. Doch ich hoffe nicht nur darauf, dass es so kommt, sondern ich gehe einen ganz bestimmten Weg, um uns beiden den Weg zu ebnen, dass unsere Herzen sich treffen können.

Und wenn es soweit ist, dann zeige ich dir genau wie ich ihn gefunden habe! Und ich kann dir sagen, es wird dir genauso helfen wie mir, davon bin ich überzeugt.

Doch weil ich von Coaches, die etwas lehren, das sie selbst nicht leben oder erfahren haben, nichts halte, werde ich dir bis dahin helfen deinen Ex-Partner loszulassen und dich auf deinen passenden Partner vorzubereiten, sodass du ihn dann auch in dein Leben ziehen kannst und in der Lage bist eine glückliche Beziehung zu führen, ohne dich von deinem Partner (emotional) abhängig zu machen. Ich helfe dir dabei dich selbst zu lieben und dir ein Leben zu erschaffen, das dich aus tiefstem Herzen erfüllt.

Abschließend möchte ich dir ans Herz legen… 

Glaub mir, ich weiß sehr gut wie es sich anfühlt, wenn du gerade in einer schmerzhaften Situation bist und dich fragst was das alles für einen Sinn haben soll. Ich möchte dich aber dazu ermuntern ein offenes Herz und einen offenen Geist zu haben, um zu sehen, was deine Lernaufgabe ist.

Das Leben gibt uns immer Aufgaben, die wir meistern müssen, um daran zu wachsen und dann neue Erfahrungen machen zu können. Aber nur wenn wir auch daraus lernen, gibt uns das Leben neue Aufgaben. Wenn wir immer und immer das Gleiche tun und nichts lernen (möchten), dann werden wir immer und immer wieder die gleichen Erfahrungen machen.

Mein Tipp: Setz dich hin und schreib dir deine Erfahrungen und deine Learnings auf. Was will das Leben dir zeigen? Was sollst du aus deiner Situation lernen? Was kannst du aus deinem Schmerz mitnehmen und wie kannst du ihn transformieren?

Schmerz ist unser Antrieb für Wachstum. Lerne ihn zu transformieren und ihn für dich zu nutzen.

 

 

 

Foto: © Subbotina

Warum eine Kontaktsperre nach der Trennung so wichtig ist und wie du sie durchhältst

Warum eine Kontaktsperre nach der Trennung so wichtig ist und wie du sie durchhältst

Wenn wir verlassen wurden, hören wir immer wieder von unseren Mitmenschen, dass wir doch endlich den Kontakt abbrechen sollen, uns rarmachen sollen. Und ja, das stimmt, auch ich rate meinen Klientinnen dazu. Leider gibt es da nur einen Haken: Es fällt uns unglaublich schwer uns nicht mehr bei unserem Ex zu melden. Weil aber genau das essentiell ist für so vieles, möchte ich dir mit diesem Artikel zeigen, warum du die Kraft dazu aufbringen solltest.

Was ist eine Kontaktsperre?

Die Frage erscheint dir vielleicht etwas seltsam, aber ich habe oftmals die Erfahrung gemacht (nicht nur bei meinen Klientinnen, auch bei mir selbst), dass wir sehr kreativ werden, wenn es darum geht, Neues über unseren Ex herauszufinden. Selbstverständlich solltest du keine WhatsApp, SMS und Emails schreiben, ihn nicht anrufen oder einen Brief schicken. Auch dass du ihn nicht treffen solltest, muss ich nicht wirklich erwähnen.

Aber: Eine Kontaktsperre heißt auch, dass du sein Facebook Profil nicht besuchst, ihn nicht googlest, nicht „zufällig“ dorthin gehst, wo er viel Zeit verbringt oder Freunde danach fragst, wie es ihm geht. Du musst während der Zeit jeden Kontakt mit ihm vermeiden!

Warum fällt uns die Kontaktsperre so schwer?

Je intensiver ihr eure Beziehung gelebt habt, desto schwerer fällt dir die Kontaktsperre, denn seine Präsenz ist für dich wie eine Droge. Auf der einen Seite fehlt dir das Gewohnte, auf der anderen Seite vermisst du seine Zuneigung, seine Berührung, seine Stimme. Aber es fällt uns vor allem schwer unseren Ex nicht zu kontaktieren, weil es eine Veränderung in unserem Leben ist. Und Menschen mögen keine Veränderungen, denn es bedeutet immer Unsicherheit.

Es ist auch ganz normal, dass wir Angst haben, wenn wir uns für eine Kontaktsperre entscheiden. Wir haben Angst davor, dass unser Ex uns vergisst oder dass er gekränkt ist. Vergessen wird er dich nicht, auch wenn er sich von dir getrennt hat. Im Gegenteil, er denkt sogar sehr häufig an dich und ist in den meisten Fällen besorgt, wie es dir geht und hofft, dass du bald wieder auf die Beine kommst.



Dass wir unseren Ex nicht kränken wollen, klingt im ersten Moment etwas seltsam, denn immerhin hat er sich ja von dir getrennt. Warum hast du trotzdem Angst, dass du ihn verletzt? Nun, weil es ja sein könnte, dass er dich dann nicht mehr zurück will bzw. nicht mehr Teil deines Lebens sein will. Und genau das ist ein Trugschluss:

Wozu ist die Kontaktsperre gut?

Die Kontaktsperre hat unterschiedliche Funktionen. Zum einen musst du sie auf jeden Fall einhalten, wenn du die Chance haben willst deinen Ex zurückzugewinnen. Wenn du schon weißt, dass du ihn auf keinen Fall mehr zurück willst, dann ist sie noch wichtiger, denn dann brauchst du Zeit und Ruhe zu verarbeiten was passiert ist und um eure Trennung zu akzeptieren und dir ein neues Lebenskonzept zu erschaffen. Wie sollst du denn die Trennungsschmerzen verarbeiten, wenn du sie jeden Tag auf einem Silbertablett serviert bekommst? Um dein Herz zu heilen und an dir zu arbeiten, darf er keinen Platz mehr in deinem Leben haben – nicht für immer, aber für eine Zeit lang.

Gründe für die Wichtigkeit der Kontaktsperre:

  1. Du zeigst deinem Ex, dass du ohne ihn leben kannst. Das vermittelt Selbstbewusstsein und Stärke, und das wiederum macht dich attraktiv.
  2. Du brauchst Zeit, um dich von deinem Ex zu lösen und um die Beziehung zu trauern.
  3. Du brauchst Zeit für dich selbst und musst lernen dich selbst am meisten zu lieben.
  4. Du brauchst Zeit, um dir unabhängig von ihm ein neues Lebenskonzept zu entwerfen.
  5. Du solltest reflektieren woran die Beziehung gescheitert ist, um nicht die gleichen Fehler wieder zu machen bzw. dich nicht wieder auf den gleichen Typ Mann einzulassen. Und das gelingt dir nur ohne den Einfluss seiner permanenten Präsenz.

Wie lange sollte ich den Kontakt zu meinem Ex vermeiden?

Es fällt uns in der Regel schwer schon einen Tag die Füße still zu halten und unseren Ex nicht zu kontaktieren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn ich dir jetzt sage, dass du auf jeden Fall 30 Tage nichts von dir hören lassen solltest, dann klingt das erstmal sehr lange. Ein ganzer Monat ohne ein Lebenzeichen von ihm, kannst du dir im Moment nicht vorstellen. Aber, keine Panik! Du schaffst das! Ja, es ist kein Spaziergang und du wirst den einen oder anderen Moment haben, in dem du gerne schwach werden würdest, aber du musst dir immer vor Augen halten, dass es deine Situation nicht verbessert.

Wenn du deinen Ex zurück möchtest, dann musst du ihm die Chance geben dich zu vermissen und dich neu zu entdecken. Und das braucht Zeit! Um es bildlich zu machen: Stell dir vor, dass er keinen Hunger hat, du ihn aber permanent mit Essen vollstopfst. Was passiert dann? Er läuft weg, weil es ihm irgendwann zu viel wird. Ihm wird schlecht und er verbindet die Situation mit einem negativen Gefühl. Wenn du ihm allerdings Zeit gibst hungrig zu werden, dann sieht er das Essen – in dem Fall dich – in einem ganz anderen Licht. Seine Aufmerksamkeit zu bekommen, passiert nicht von heute auf morgen.

Wenn du schon sicher weißt, dass du ihn nicht mehr zurück möchtest, kann es trotzdem sein, dass du das Bedürfnis hast mit ihm zu schreiben oder zu reden. Aber auch hier musst du dir ganz deutlich vor Augen halten, dass es dir nur schadet, wenn du von ihm hörst bzw. liest. Denn um deinem Herzen eine Verschnaufpause zu geben, um sich zu regenerieren, musst du dich voll und ganz auf dich konzentrieren. Wie sollst du ernsthaft über eure Trennung hinwegkommen, wenn deine Wunden immer wieder aufgerissen werden?

Wie schaffe ich es die Kontaktsperre durchzuhalten?

Versuche nicht die ganzen 30 Tage als einen riesigen Berg vor dir zu sehen. Unterteile diese Zeit in kleine Schritte: Nimm dir erst einen Tag vor, dann drei Tage, dann eine Woche – du wirst sehen, es fällt dir leichter so. Und du gibst dir selbst auch die Chance, dich für dein Durchhaltevermögen zu belohnen.

Auch wenn es etwas seltsam klingt, aber richte deine Gedanken auf ein Leben ohne deinen Ex aus, unabhängig davon, ob du ihn zurückwillst oder nicht. Nimm dir die Zeit für dich!

Lass ihn wissen, dass du keinen Kontakt möchtest und wenn er sich meldet, dann versuche stark zu sein und antworte nicht.   

Was soll ich tun, wenn er sich bei mir meldet?

Das kommt auf deine persönliche Situation an: Warum habt ihr euch getrennt? Wie ist die aktuelle Situation? Was möchtest du? Wie soll es weitergehen? Was hat er geschrieben /gesagt? Was ist seine Intention?

Wenn du über deine persönliche Situation sprechen und mehr herausfinden möchtest, dann schau dich doch mal bei meinem Coaching-Angebot um. Wenn du lieber ohne individuelle Begleitung, aber trotzdem auf eine sehr persönliche Weise lernen möchtest, wie du über deinen Ex hinwegkommst, dann ist mein Online Coaching Programm “Heile dein gebrochenes Herz. Schritt für Schritt vom Herzschmerz zum Lebensglück” die beste Lösung für dich und dein Herz!

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Foto: © inesbazdar

Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Ich brauche eine tiefe emotionale Bindung zu meinem Partner, um eine glückliche Beziehung zu führen. Kann er das nicht leisten, werden wir kein Paar.

Klingt zu fordernd? Finde ich ganz und gar nicht. Denn: Wir werden meistens dann von unserem Partner enttäuscht, wenn unsere Erwartungen an ihn und an die Beziehung nicht erfüllt werden.

Ein häufiger Fehler, den Frauen machen, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden

Wir zerbrechen uns den Kopf, über alles, eigentlich über jede Kleinigkeit. Und auch wenn ich mich darin übe (und es schon sehr viel besser geworden ist), ich erwische mich selbst dabei, dass ich mir über manche Dinge unnötig den Kopf zerbreche.

Ein Beispiel zur besseren Erläuterung des etwas theoretischen Hintergrunds:

Nehmen wir an, du hast jemanden kennengelernt und würdest den Mann gerne wiedersehen und besser kennenlernen. Dann, nach mehreren Treffen, meldet er sich nicht mehr oder sagt dir offen, dass aus euch nichts wird.

Was machst du? Sehr wahrscheinlich denkst du sowas wie „Hätte ich doch nur xyz und xyz anders gemacht, dann wäre es vielleicht anders gekommen“ oder „Vielleicht hätte ich xyz nicht sagen sollen, weil er xyz“.

Du bist unsicher und fragst dich, was du falsch gemacht hast – anstatt warum er so reagiert, wie er es tut. Du suchst nach einer konkreten Handlung und nicht nach dem Hintergrund, nach dem Gefühl, das diese Reaktion ausgelöst hat.



Unsere Entscheidungen sind von unserem Bauchgefühl abhängig

Menschen sind von Gefühlen geleitet. Emotionen sind das erste, das wir für jede Situation entwickeln.

Die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, gibt uns ein Gefühl füreinander. Aus diesem Gefühl resultiert die Entscheidung, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und genau dieses Bauchgefühl entscheidet auch maßgeblich darüber wie es weitergeht.

Wie und warum wir emotional so reagieren wie wir es tun, setzt sich aus einer Vielzahl von bewussten und unbewussten Faktoren zusammen. Das wiederum macht es sehr schwer, genau die eine Handlung herauszufiltern, die eine bestimmte Reaktion hervorgerufen hat.

Nicht unsere Handlungen, sondern unsere Erwartungen sind das Ausschlaggebende 

Das permanente Fragen nach dem Warum in deinen Handlungen, kann dich verrückt machen, denn du wirst keine Antwort darauf bekommen. Und: Handlungen sind immer eine subjektive Interpretation der Situation.

Frage dich stattdessen:

  • Was steckt dahinter?
  • Warum hat er so reagiert?
  • Woher kommt das?
  • Welches Gefühl hat deine Handlung ausgelöst?

Wichtig ist an dieser Stelle zu verstehen, dass nicht du, sondern seine emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse hinter seiner Reaktion stecken.

Analysiere nicht deine Handlungen, hinterfrage die hervorgerufenen Gefühle

Verwirrend? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Zauberwort heißt Empathie. Versuche dich in den anderen hineinzuversetzen.

Anstatt also danach zu schauen, was du gesagt oder getan hast, das (in deinen Augen) hätte falsch sein können, versuche herauszufinden, was in deinem Gegenüber vorgeht. Und vor allem was er von einer Beziehung erwartet.

Dazu ist es allerdings essentiell, dass du weißt, was du für emotionale Erwartungen und Bedürfnisse hast und dich dann fragst, welche seine sind. Mark Manson hat dazu drei fundamentale Emotionen herausgearbeitet, warum wir Beziehungen eingehen:

  1. Status: Das Gefühl wichtig, anerkannt oder jemandem überlegen zu sein; sich gefordert fühlen.
  2. Verbundenheit: Sich verstanden und geschätzt fühlen und die gleichen Wertvorstellungen mit jemandem zu teilen.
  3. Sicherheit: Sich sicher fühlen. Jemandem vertrauen und sich auf jemanden verlassen können.

Uns allen gemein ist, dass wir diese Bedürfnisse haben und in einer Beziehung erfüllen möchten. Der Unterschied ist nur: Die Prioritäten und Ausprägungen sind anders. 

Wie eingangs erwähnt, spielt für mich das Gefühl der Verbundenheit eine essentielle Rolle, gefolgt von Sicherheit. Würde ich nun einen Mann treffen, für den das Verbundenheitsgefühl eine untergeordnete Rolle spielt, da er großen Wert auf Status legt, hätten wir keine gemeinsame Zukunft.

Wenn Bedürfnisse und Erwartungen nicht übereinstimmen, ist eine glückliche Beziehung unmöglich

Ein banal klingender Satz, ja. Aber war dir das so bewusst? Also wirklich bewusst, nicht unterbewusst bewusst, wenn du verstehst was ich meine.

Wir Frauen neigen oft dazu unsere eigenen Bedürfnisse auf einen Mann zu projizieren und als selbstverständlich anzunehmen, dass er das Gleiche von einer Beziehung erwartet. Bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich verstanden habe, dass es so nicht funktioniert.

Ich konnte nicht verstehen, warum jemand eine Beziehung führen möchte, und dabei nicht als oberstes Bedürfnis das Verbundenheitsgefühl befriedigen möchte. Aber: Das ist so. Warum das so ist, kann unzählige Gründe haben, die durch unsere Erziehung und unsere Sozialisation geprägt wurden.

Um das Warum soll es aber nicht gehen, sondern um das Verständnis dafür, dass es so ist.

Ein Beispiel:

Sagen wir du bist mit einem Mann zusammen, der attraktiv und in deinem Freundeskreis sehr bliebt ist. Du selbst findest ihn allerdings etwas egozentrisch, und ab und an ist er unzuverlässig. Was machst du?

Wenn du jemand bist, dem Status am wichtigsten ist, wirst über die ‘Störfaktoren’ hinwegsehen, denn du bekommst Anerkennung dafür, dass er dein Freund ist. Wenig Verbundenheit und eine etwas oberflächliche Beziehung unterliegen also deinem Statusbedürfnis.

Wenn du aber jemand bist, dem Sicherheit am wichtigsten ist, wirst du nicht glücklich sein, denn die Unzuverlässigkeit und der Egoismus vermitteln dir ein seltsames und unsicheres Gefühl. Dein Bedürfnis nach jemandem, dem du vertrauen und auf den du dich verlassen kannst, überwiegen und machen eine Beziehung mit diesem Mann unmöglich.

Ein weiteres Beispiel:

Wenn du dich nach Sicherheit sehnst, nach jemandem auf den du dich verlassen kannst, wirst du eher dazu neigen, ‘deinem potentiellen Mann’ öfter zu texten als jemand, dem Status wichtiger ist.

Hat er ebenfalls Sicherheit als höchstes Bedürfnis, wird es ihn freuen regelmäßig von dir zu hören und er wird dir auch gerne antworten. Geht es ihm eher um Status (“Hey, schau mal, die sexy Frau ist meine Freundin!”), wird er wohl eher wortkarg sein und deine Handlungen als klammernd wahrnehmen. Das wiederum zeigt ihm dein Bedürfnis nach Sicherheit und kann ihn dazu bewegen, dass er sich nicht mehr meldet.

Es sind also nicht deine Nachrichten an sich oder was du geschrieben hast (deine Handlung), die ihn zu seiner Reaktion veranlassen, sondern deine Erwartungen (“Ich brauche Sicherheit, und das erwarte ich von dir.”) und die Gefühle, die du dadurch bei ihm auslöst. Er kann und will dir dieses Bedürfnis nämlich nicht erfüllen.

D.h. du musst dann entscheiden, ob du den Kompromiss eingehen möchtest, dich immer zurückhalten zu müssen, wenn du ihm schreiben möchtest oder dich dafür entscheiden dir einen anderen Mann zu suchen.

Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

Wie kannst du jemandem das Gefühl geben, nach dem er sucht?

Der Knackpunkt liegt darin die Motivation und nicht die Handlungen des anderen zu betrachten.

Das Schlagwort ist hier: WARUM?

Warum hat er das gesagt? Warum beachtet er mich nicht, wenn seine Kumpels dabei sind? Warum ist er immer anders, wenn wir nur zu zweit sind?

Die Antwort auf das Warum hilft dir herauszufinden was seine Motivation ist.

Wenn du seine Motivation kennst, kannst du Verständnis dafür entwickeln – oder auch nicht. Wenn du Verständnis dafür entwickeln kannst, kannst du besser mit solchen Situationen umgehen.

Wenn nicht, hast du einen Anlaufpunkt das Gespräch mit ihm zu suchen oder du merkst, dass du wahrscheinlich auf Dauer nicht glücklich mit ihm wirst, weil du zu viele Kompromisse eingehen musst.

Achte auch immer auf die Körpersprache und die nonverbale Kommunikation. Übrigens ein Thema, das dir in allen Lebenslagen hilft, nicht nur bei der Partnersuche.

Was will ich dir mit dieser ganzen Theorie vermitteln?

  • Werde dir darüber im Klaren welche emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse für dich in einer Beziehung befriedigt werden müssen, damit du glücklich sein kannst. Nur so kannst du deine Grenzen festlegen und weißt welche Kompromisse du eingehen kannst und welche nicht.
  • Verstehe, dass nicht jeder die gleichen Erwartungen und Bedürfnisse an eine glückliche Beziehung hat.
  • Wenn jemand deine Erwartungen nicht erfüllt, hinterfrage seine Emotionen und versuche seine Motivation für seine Reaktion und Handlungen zu analysieren.
  • Wenn es dir gelingt die Motivation deines Gegenübers herauszufinden, kannst du leichter damit umgehen und entscheiden wie du weitermachst.
  • Ganz wichtig: Verstell dich nicht und geh keine Kompromisse ein, mit denen du nicht leben kannst! Versuche zu akzeptieren, dass er vielleicht eine andere Erwartung an eine Beziehung hat und ihr nicht zusammenpasst. Denn in einer glücklichen Beziehung geht es immerhin darum, dass du und auch er auf eure Kosten kommt.

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Foto: © Zsolnai Gergely

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Ja, Sehnsucht. Ein Gefühl, das dich an einen emotionalen Ort transportieren kann, an dem du dich jenseits der Realität fühlst. Aber leider auch ein Gefühl, das dich dazu bringen kann, dich aufzugeben und dir selbst nicht mehr treu zu sein.

Ich möchte dir heute ein bisschen davon erzählen, was gerade in mir vorgeht. Wenn du die Vorgeschichte dazu wissen möchtest, dann lies erst meinen Artikel der vergangenen Woche.

Wie ich durch meine Sehnsucht meinen eigenen Liebeskummer erzeugt habe 

Ich werde jeden Tag mit dem Thema Liebeskummer konfrontiert. Normalerweise durch meine Klientinnen, aber derzeit bin ich selbst so nahe am Thema wie ich es lieber nicht wäre. Aber weil ich genau weiß wie ich mit Liebeskummer umgehen muss, und was gut tut, kann ich anders über meine persönliche Situation reflektieren.

Als ich den Mann, zu dem ich keinen Kontakt mehr habe, kennengelernt habe, hätte ich besser auf meine Intuition hören sollen. Und in den letzten Tagen haben sich meine Gedanken hauptsächlich um die Frage gedreht:

Warum habe ich nicht auf meine Intuition gehört und mich selbst in eine Situation manövriert, von der ich wusste, dass sie mir wehtun würde?

Und ich habe eine Antwort gefunden.

Ich habe Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten.

Ich kann gut alleine sein, sogar sehr gut. Derzeit verbringe ich zwei Monate alleine in Zell am See und schreibe mein Buch. Es gibt hier keine Community oder Meetups, sodass ich eigentlich isoliert bin und den ganzen Tag mit mir alleine bin (abgesehen von Skype-Gesprächen mit meiner Familie und Freunden). Und es macht mir nichts aus, denn ich bin glücklich und zufrieden mit mir selbst.

Und trotzdem trage auch ich in mir die Sehnsucht nach einem Partner, mit dem ich auf einer sehr tiefen Ebene verbunden bin. Am Ende ist es doch das, wonach wir uns alle sehnen. Und genau diese Sehnsucht hat mich dazu gebracht, mein Bauchgefühl zu ignorieren und einen Mann kennenzulernen, von dem ich von Anfang an wusste, dass er mir wehtun kann – zumindest dachte ich das.



Meine Erkenntnis ist aber eine andere

Durch viele Übungen und viel schreiben habe ich den wahren Grund herausgefunden, warum ich so verletzt bin und an Liebeskummer leide. Und es ist ein rein selbst kreierter Schmerz, denn das was mir wehtut, ist nicht, dass es nicht funktioniert hat mit uns beiden oder die Auseinandersetzungen, die wir hatten oder die Ablehnung, die ich von ihm erfahren habe.

Es ist die Erkenntnis, dass ich mich selbst betrogen habe.

Ja, ich habe mich und meine eigenen Werte selbst betrogen. Ich habe meine eigenen Grenzen so weit nach unten gesetzt, damit dieser Mann in meine Vorstellungen passt.

Wie konnte das passieren?

Auch auf diese Frage habe ich eine ganz klare Antwort:

  • Ich habe nicht auf meine Intuition gehört und mich auf ihn eingelassen.
  • Ich habe angefangen mit ihm zu schlafen, was bei den meisten Frauen zur Folge hat, dass sie Oxytocin (ein Bindungshormon) produzieren, das dich – wenn du dich emotional nicht distanzieren kannst – früher oder später verliebt macht.
  • Wir haben den gleichen Humor, unfassbar viel zusammen gelacht und sind gemeinsam verreist und haben dadurch gemeinsame Erinnerungen (die immer verbinden) erschaffen.
  • Ich habe meine Grenzen so weit nach unten gesetzt, dass ich (für eine Zeit) den Mann in ihm sehen konnte, den ich mir an meiner Seite wünsche.

Das hat solange funktioniert bis wir an einem Punkt angekommen sind, an dem ich morgens im Bad vor dem Spiegel stand und mich gefragt habe:

Was machst du hier überhaupt? Wer bist du, Simone?!

Dieser Schlüsselmoment hat so sehr geschmerzt, denn es war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich mich selbst betrogen habe. Ich war mir nicht treu, nicht die Frau, die ich eigentlich bin.

Und der einzige Grund dafür war, dass ich Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten habe.

Ich bin befinde mich im Prozess des Verzeihens

Muss ich ihm verzeihen? Nein, denn er hat mich nicht verletzt. Ja, wir hatten Auseinandersetzungen, aber er hat mich immer mit Respekt behandelt und niemals die Intention gehabt mich zu verletzten. Selbst als ihm gesagt habe, dass ich keinen Kontakt mehr möchte (ja, er hat sich nach seinem Verschwinden nochmal per WhatsApp gemeldet) hat er zwar gesagt, dass er traurig darüber ist, meine Entscheidung aber akzeptiert und sich seitdem auch daran gehalten.

Er ist ein guter Mensch, aber kein Mann, der zu mir passt.

Dem Menschen, dem ich verzeihen muss, bin ich selbst. Die Tatsache, dass ich mich selbst betrogen habe, schmerzt. Aber ich bin auf einem guten Weg mir dafür zu vergeben.

Verzeihen ist nicht mehr als die Akzeptanz, dass du die Vergangenheit nicht verändern kannst.  

Das Wichtigste an dieser Erfahrung ist, dass ich daraus lerne, denn sie birgt, wie alle unsere Lebenserfahrungen, eine wichtige Lernaufgabe in sich.

Was möchte ich dir also aus meiner Erfahrung mitgeben?  

  • Höre auf deine Intuition. Sie ist ein Geschenk und dient als Schutzmechanismus vor Verletzungen.
  • Sei dir treu! Setze deine Grenzen niemals für jemanden herab, nur um den einen Menschen in deine Vorstellung deines perfekten Partners zu drücken.
  • Löse dich von deiner Sehnsucht und lass dich nicht von ihr steuern. Wenn du dich in so einer Situation befindest, dann frage dich (früher als ich!) warum du überhaupt mit diesem Menschen zusammen sein möchtest. Und sei ehrlich zu dir selbst, auch wenn es schwer ist.
  • Übe dich in Selbstliebe. Mein Verhalten der vergangenen Monate und die „Beziehung“, die wir gelebt haben, war weit entfernt von Selbstliebe, denn ich habe Dinge akzeptiert, die einfach nicht gut für mich waren.
  • Sei dankbar für alles was dir im Leben passiert.

Zu dir selbst zu stehen, ist nicht immer einfach, vor allem wenn so viele Emotionen involviert sind. Trotzdem bin ich unglaublich dankbar, dass mir genau das passiert ist, denn diese Erfahrung hat mir den Spiegel vorgehalten und mir gezeigt wie wichtig es ist, mir selbst treu zu sein. Und so etwas wird mir nicht mehr passieren!

Ich sehe diese Erfahrung als Chance, um zu wachsen und mich weiterzuentwickeln und damit meinem tatsächlich passenden Partner einen Schritt näher zu kommen.

Also, sei mutig! Sei wer du bist! Liebe dich selbst und lass niemals jemanden deine Grenzen überschreiten, nur weil du Sehnsucht nach etwas hast, das bereits auf dem Weg zu dir ist. Wenn du meine Unterstützung brauchst, lass es mich wissen.

Sei geduldig, alles im Leben hat einen Sinn <3

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Foto: © piotr_marcinski