Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Zunächst möchte ich einmal mit der Frage einsteigen, ob es überhaupt einen Traummann oder eine Traumfrau gibt? Nun, ich glaube nicht, dass es den Traumpartner gibt, aber deinen Traumpartner – den einen Menschen, der jetzt im Moment so zu dir passt wie sonst niemand anders. Und weil wir uns im Laufe unseres Lebens permanent verändern, wird sich auch die Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau im Laufe der Zeit verändern.

Wenn du in einer Beziehung bist, kann das bedeuten, dass ihr gemeinsam wachst und euch gemeinsam verändert – oder auch nicht. Wenn du Single bist, dann kann es sehr gut sein, dass deine Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau vor ein paar Jahren überhaupt nicht mehr der von heute entspricht.

Wie kannst du also deinen Traumpartner finden?

#1 Du musst überhaupt erstmal daran glauben, dass er existiert

Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass deine Gedanken dein Dasein, deine Materie erschaffen. Das ist meine innerste Überzeugung – wir können alles in unserem Leben manifestieren, was wir wollen. Das muss natürlich gelernt sein, aber es ist möglich. Der erste Schritt dazu ist, dass du überhaupt daran glaubst, dass dein Traummann bzw. deine Traumfrau existiert und dass du es verdienst mit ihm/ihr zusammen zu sein. Denn wenn du das nicht tust, dann nimmst du dir schon die wichtigste Energie quasi ‚bevor es überhaupt losgeht‘.

Hier ein (englisches) Video von meinen Vorbildern Marie Forleo und Gabrielle Bernstein zum Thema Manifestieren:

#2 Heile deine Wunden aus vergangenen Beziehungen

Jeder von uns trägt Wunden aus vergangenen Beziehungen mit sich herum. Die einen mehr, die anderen weniger. Wenn du den richtigen Partner in dein Leben ziehen möchtest, dann solltest du diese Wunden auflösen und deinem Ex verzeihen. Nicht nur, dass dir das persönlich innere Ruhe geben wird, es wird dir so viel leichter fallen jemanden in dein Leben zu ziehen, weil du nicht die ganze Wut, Missgunst und alten Ballast mit dir rumträgst. Du strahlst das aus, auch wenn du dir dessen vielleicht nicht bewusst bist.



#3 Überwinde die Angst vor dem Alleinseins

Weißt du etwas mit dir anzufangen, wenn du alleine bist? Oder kommt in dir ein unbehagliches Gefühl oder sogar Angst hoch, wenn du nur daran denkst alleine Zeit mit dir verbringen zu müssen? Aus meiner Sicht sollte jeder Erwachsene, der sich auf eine ernsthafte und dauerhafte Beziehung einlässt, gelernt haben alleine zu sein. Wie soll denn jemand mit dir Zeit verbringen wollen, wenn nicht mal du selbst mit dir Zeit verbringen möchtest? Wovor hast du Angst? Was glaubst du denn zu entdecken, wenn du mit dir alleine bist?

#4 Erkenne, dass nur du die Leere füllen kannst

Viele von uns suchen ihre Erfüllung und ihr Glück in ihrem Partner und realisieren nicht, dass es nur sie selbst sind, die diese Leere füllen können. In dem Moment, in dem du jemandem anders die Aufgabe überträgst dich zu erfüllen und glücklich zu machen, bürdest du deinem Gegenüber nicht nur unfassbar viel Verantwortung auf, nein, du machst dich und dein Glück auch von dieser einen einzigen Person abhängig. Was denkst du was passiert, wenn diese Person plötzlich entscheidet, dass sie nicht mehr mit dir zusammen sein möchte? Lerne Verantwortung für dein Leben, deine Emotionen und dein Glück zu übernehmen, und deine Chancen deinen Traummann bzw. deine Traumfrau zu finden (und auch halten zu können!), wachsen enorm.

#5 Werde dir über deine Glaubenssätze im Klaren

Was glaubst du denn über deinen Traummann bzw. deine Traumfrau? Und was denkst du über die Liebe? Über eine dauerhafte und glückliche Beziehung? Um den Menschen zu  finden, der zu dir passt, rate ich dir deine Glaubenssätze ausfindig zu machen. Untersuche wie und was du denkst und hinterfrage alles. Woher kommt der Glaube? Ist er wahr? Viele von uns glauben nicht mehr an die große Liebe und haben sich für das Warum sagenhafte Geschichten einfallen lassen, weil sie in vorhergehenden Beziehungen verletzt wurden. Fakt ist aber, dass alles was du glaubst wahr ist – egal ob es positiv oder negativ ist. Du erschaffst dir deine eigene Wahrheit, indem du denkst. Und es liegt an dir deine Gedanken zu verändern, denn nur so kannst du auch dein Leben verändern.

#6 Werde der Mensch, den du dir wünschst

Interessanterweise höre ich auf meine Frage wie der Traummann oder die Traumfrau aussehen und was er bzw. sie mitbringen sollte, immer wieder fantastische Beschreibungen von Individuen, die zwar mit Sicherheit irgendwo existieren, aber wahrscheinlich kein Interesse an der Person haben, die sie beschreibt. Was ich damit meine? Nun, wenn du nicht gerade eine Sportskanone und eher etwas übergewichtig bist, dann wirst du wahrscheinlich nicht den absolut sportlichen Typen in dein Leben ziehen. Nicht unbedingt wegen der Optik, denn Aussehen ist bekanntlich Geschmackssache, aber aus dem Grund weil er wahrscheinlich kein Interesse an einer Couchpotato hat – und das ist auch gut für dich, denn du würdest dich wahrscheinlich von einem übertrieben sportlichen Typen eher „zum Sport genötigt“ und wahrscheinlich eher unwohl fühlen.

Ich könnte noch unzählige Beispiele auflisten, aber worum es mir eigentlich geht: Wenn du eine genau Vorstellung deines Traumpartners hast, dann solltest du genau dieser werden. Du kannst nicht von anderen Menschen erwarten etwas mitzubringen, das du nicht hast. Und außerdem hast du natürlich die Chance bei den entsprechenden Aktivitäten jemanden kennenzulernen. Rocker gesucht? Geh auf ein Rockkonzert. Traveller gesucht? Fange an alleine zu reisen. Suchst du einen kritikfähigen Partner? Werde selbst kritikfähig. Das Prinzip ist sehr simpel und doch beachten es so wenige.

Du solltest dir also auf jeden Fall sicher sein, wen du suchst und auch realistisch einschätzen wer zu dir passt. Und zwar nicht, weil du nicht gut genug bist, sondern eben gerade weil du genug bist! Deine Partnerschaft sollte erfüllend sein, das kann sie aber nur, wenn ihr auch zusammenpasst und keiner versucht sich für den anderen zu verbiegen.

Foto: © Coy_Creek

Ist dein Ex ein Narzisst? So kommst du von ihm los!

Ist dein Ex ein Narzisst? So kommst du von ihm los!

Wer sich von einem Narzissten trennen muss, hat keine leichte Aufgabe vor sich, vor allem, weil er es zu verhindern versuchen wird, wenn die Intention nicht von ihm ausgeht und kein neues Opfer in Sicht ist. Der Liebeskummer, der dich ereilt, dauert in der Regel länger als „herkömmlicher“ Liebeskummer (obwohl es den nicht gibt, aber du weißt was ich meine), denn ein Narzisst wird dich nicht einfach gehen lassen.

Im Folgenden möchte ich darauf eingehen, was ein Narzisst eigentlich ist, welche Anzeichen darauf hindeuten, dass du an einen geraten bist und Wege zeigen wie du von ihm loskommst (es handelt sich um ein sehr komplexes Thema, das ich nicht in einem Artikel abhandeln kann, aber am Ende findest du ein paar Links zu weiterführenden lesenswerten Beiträgen).

Was ist ein Narzisst?

Ein Narzisst ist ein überaus ich-bezogener Mensch ohne Empathie, der stets auf sein eigenes Wohl bedacht ist und nach Bewunderung strebt, die er u.a. von seiner/m Partner/in abverlangt. In vielen Fällen ist dieses Verlangen so groß, dass der Partner eines Narzissten an einen Punkt gerät, an dem er ausgelaugt und teils depressiv ist, sich bewusst wird, dass ihm die Beziehung nicht gut tut, allerdings aufgrund des manipulativen Wesens des Narzissten einfach nicht von ihm loskommt. Narzissten lieben, um geliebt zu werden und nicht, um eine tiefen und liebevolle Beziehung zu leben.



Woran erkennst du einen Narzisst?

Er ist überaus charmant und charismatisch

Eigenschaften, die eigentlich als sehr positiv gelten, werden vom Narzisst instrumentalisiert und so manipulativ eingesetzt, sodass das Gegenüber es oftmals nicht merkt. Er kann Aussagen machen, die äußerst wohlwollend klingen, aber nicht so gemeint sind, sondern nur gemacht werden, um genau diesen charmanten Eindruck zu vermitteln.

Er hat kein Empathievermögen

Ein Narzisst kann sich überhaupt nicht in andere hineinversetzen. Das Einzige was zählt sind seine Befindlichkeiten. Daher bereuen sie auch niemals, wenn sie fremdgegangen sind und würden es jederzeit wieder tun.

Er wertet andere Menschen ab, um sein eigenes Ego aufzuwerten

Narzissten haben ein extrem geringes bis überhaupt kein Selbstwertgefühl. Sie lehnen sich selbst innerlich ab, während sie sich nach außen übertrieben selbstverliebt darstellen. Daher ist es eine besonders markante Eigenschaft, dass er seine Mitmenschen abwertet, um seinen Selbstwert zu steigern und das seines Gegenübers zu schwächen. Das wiederum gibt ihm Macht und Kontrolle über die Situation, und die braucht er zum Leben.

Er kontrolliert dich

Wenig oder gar keine Kontrolle zu besitzen, gibt es für einen Narzissten nicht. Er braucht die Kontrolle, um seine eigenen Unsicherheiten zu vertuschen und die Risiken für jegliche Gefahr zu minimieren.

Er nimmt und erwartet, dass du gibst

Durch seine Ich-Bezogenheit ist es ihm am wichtigsten, was er aus einer Situation das Beste bekommen kann. Sein mangelndes Empathievermögen lässt nicht einmal den Gedanken aufblitzen, ob sein Partner ebenfalls Bedürfnisse hat.

Er ist eifersüchtig und neidisch

Ein Narzisst muss im Mittelpunkt stehen! Jeder, der ihn in irgendeiner Art und Weise kritisiert, überschattet oder seiner Beliebtheit zu nahe tritt, ist ihm ein Dorn im Auge. Er wird permanent versuchen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und sich erneut in den Mittelpunkt zu rücken.

Er braucht permanente Bestätigung von anderen

Sein extremer Mangel an Selbstwert und Selbstliebe versucht er durch seine Umwelt zu kompensieren. Menschen, die ihm zugewandt sind, spielen eine große Rolle in seinem Leben. Je mehr er von einem Menschen bewundert wird, desto bedeutsamer wird seine Rolle im Leben des Narzissten. Von seinem Partner erwartet er bedingungslose Bewunderung!

Erhöhte und leichte Kränkbarkeit

Einen narzisstischen Menschen kannst du sehr einfach kränken, da sein Selbstbild absolut deplatziert ist. Sein eigenes Bild ist meist übersteigert positiv, er findet sich selbst überaus hervorragend und besonders. Dieses aufgrund von Unsicherheit erbaute Selbstbild gerät leicht ins Wanken, wenn du Dinge sagst oder tust, die diesem Bild nicht entsprechen. Eine typische Reaktion ist die verbale Offensive seitens des Narzissten.

Er nutzt Schwächen anderer für seinen eigenen Vorteil

Narzissten sind Meister darin andere Menschen zu instrumentalisieren, um das zu bekommen, was sie möchten. Sie kennen keine Grenzen und machen auch keinen Halt davor die Schwächen ihres Partners auszunutzen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Er ist der wichtigste Hauptdarsteller in seinem Leben

Natürlich sollte jeder von uns der wichtigste Mensch in seinem eigenen Leben sein, allerdings nicht ungeachtet anderer Menschen. Für einen Narzissten gibt es nur einen wichtigen Menschen in seinem Leben: ihn selbst.

Was kannst du tun, wenn dein Partner bzw. Ex Narzisst ist und du einfach nicht von ihm/ihr loskommst? 

Sei ehrlich zu dir selbst und erkenne die Situation! 

Wenn wir einen Menschen lieben, neigen wir häufig dazu die Beziehung und die Situation nicht als das zu erkennen was sie ist – nämlich destruktiv und auslaugend. Wir sehen über Vieles hinweg und wollen es nicht wahrhaben. Aber genau das kann dir mit einem Narzissten zum Verhängnis werden. Nimm die Warnsignale wahr und schau ganz genau hin – und: Sei ehrlich zu dir selbst und überlege dir, ob du tatsächlich so eine Beziehung führen möchtest! Dein Herz wird es dir danken! 

Lerne und praktiziere Selbstliebe! 

Eine typische Eigenschaft eines Narzissten ist es, seine/n Partner/in immer wieder nieder zu machen, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken und sich gut zu fühlen. Wie es dir dabei geht, spielt keine Rolle. Wenn du Selbstliebe lernst und praktizierst, kann du dem weitgehend vorbeugen und deine Anfälligkeit vermindern bzw. wenn du schon in der Trennung steckst, deinen Selbstwert steigern und dich somit selbst am besten in dieser Situation unterstützen. 

Gib dein eigenes Leben nicht auf! 

Wenn du an einen Narzissten geraten bist und dich (noch) nicht trennen und von ihm lösen kannst, dann beginne jetzt damit dein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Baue deinen Freundeskreis wieder auf, suche regelmäßigen Kontakt zu deiner Familie. Mach etwas für dich selbst, um eine Trennung „einfacher“ zu überstehen. 

Zieh die Reißleine und hol dir Hilfe dazu! 

Sich von einem Narzissten trennen zu wollen, ist eine sehr schwierige Herausforderung, denn er wird es nicht akzeptieren, dass jemand anders eine Entscheidung trifft und er nicht recht hat. Mit manipulativen Taktiken wird er versuchen dich so lange zu halten bis er ein neues Opfer gefunden hat. Und dann lässt er dich fallen und links liegen als hättest du niemals existiert.

Wenn du gerade in einer Trennung mit einem Narzissten steckst oder vor hast diese Entscheidung zu treffen und dein eigenes Leben zu leben und endlich wieder glücklich zu werden, dann rate ich dir von Herzen dazu, dir Hilfe zu holen!

Es ist nicht deine Schuld, du musst dich für nichts schämen! Das Einzige was du tun solltest, ist dir selbst gut zu tun, dich selbst zu lieben und dir Unterstützung von außen zu holen!

Wenn du meine persönliche Unterstützung möchtest, dann schau dich bei meinen Coaching Paketen um! Ich habe ein offenes Ohr, einen objektiven Blickwinkel und helfe dir dabei deine Selbstliebe zu leben, deinen Selbstwert aufzubauen und ein neues Lebenskonzept zu entwickeln! Zusammen schaffen wir das! <3 

Sehr gute, lesenswerte und detaillierte Artikel zu diesem sehr komplexen Thema findest du hier, hier und hier. 

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Foto: © photographee.eu

Wie du deine Beziehung mit Sicherheit zugrunde richtest

Wie du deine Beziehung mit Sicherheit zugrunde richtest

Ich versuche meine Artikel immer so einfühlsam wie möglich zu schreiben. Aber ich sehe es auch als meine Aufgabe, dir so gut wie möglich zu helfen. Daher könnte der heutige Artikel etwas unangenehm werden, denn du musst ehrlich zu dir sein – und zwar zu 100 Prozent. Und vielleicht stellst du fest, dass deine Beziehungssituation (wie sie nun auch sein mag: gerade getrennt, unglücklich in einer Beziehung oder schon ewig Single) nicht so sehr an deinem Partner oder an anderen Menschen liegt, als an dir selbst.

Es gibt eine Sache, die deine Beziehung (nicht nur deine romantische, sondern alle zwischenmenschlichen) kaputt macht oder dafür sorgt, dass du nicht in der Lage bist eine dauerhafte Beziehung zu führen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, es liegt an dir alleine und du ganz alleine kannst es verändern, wenn du möchtest. Was solltest du also tun, um deine Beziehung zu heilen oder dich dauerhaft an einen Menschen binden zu können?

Du musst aufhören zu urteilen, über deinen Partner und über dich selbst.

Urteile über dich selbst und du wirst nicht glücklich

Wahrscheinlich hast du schon mal davon gehört, dass dein äußeres Leben durch deine innere Haltung erzeugt wird, und dem ist auch so. Du kreierst deine Welt durch deine Glaubenssätze, durch bewusste und unbewusste. Was heißt das konkret?

Wenn du von anderen Menschen verurteilst wirst, dann solltest du den Fokus nicht auf das Verhalten dieses Menschen richten, sondern auf dein Inneres. Denn Menschen urteilen nur über dich, wenn du das selbst tust. Wie könntest du auch von anderen erwarten nicht über dich zu urteilen, wenn du es selbst nicht besser machst? Höre also tief in dich hinein, meditiere und versuche herauszufinden für was du dich selbst verurteilst. Wenn du diese Antwort einmal gefunden hast, dann kannst du daran arbeiten.



Für deine Beziehung heißt das im Umkehrschluss: Wenn dein Partner über dich urteilt, warum auch immer, dann liegt es nicht an deinem Partner, sondern an dir.

Um dieses selbstzerstörerische Verhalten zu stoppen, musst du deine Glaubenssätze herausfinden und auflösen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, unter anderem mein Coaching. Wie du weißt, dass du das Selbsturteil aufgelöst hast? Daran, dass es dein Partner es reflektiert, er ist immer dein Spiegel, egal ob positiv oder negativ. Wenn du dich und deine Haltung gegenüber dir selbst änderst, dann wird sich das im Verhalten deines Partners spiegeln.

Das passiert nicht sofort, genauso wenig wie du von jetzt auf gleich aufhören kannst einen bestimmten Glaubenssatz zu haben. Aber es passiert, wenn du wirklich etwas verändern möchtest. Geduld ist hier das Zauberwort.

Urteile über andere und du wirst keine dauerhafte Beziehung führen können

Betrachten wir die andere Seite der Medaille: Wie urteilst du über deinen Partner, deinen Ex oder den Menschen, den du in deinem Leben haben möchtest?

Wir machen oftmals einen fatalen Fehler: Wir verwechseln „das Beste für jemanden zu wollen“ mit „ICH denke es ist das Beste für dich, weil ich das so wie du das machst, nicht gut finde“ – und hier liegt die Krux. Wenn du feststellst, dass du diesem besonderen Menschen nahelegen möchtest, was das Beste für ihn ist, dann muss ich dir sagen: Egal wie und weise du bist, sas kannst du weder wissen noch entscheiden.

Urteilsfrei und aus vollem Herzen das Beste für diese Person zu wollen, heißt sie in all dem zu unterstützen was sie selbst als das Beste für sich empfindet.

Wenn du wirklich etwas an deiner Situation ändern möchtest, dann mache dir doch mal eine Liste, für was du deinen Partner (oder eben den besonderen Menschen, um den es für dich geht) verurteilst und dann schau mal in den Spiegel. Verurteilst du dich selbst für genau das?

Uns fällt es meistens leichter andere an den Pranger zu stellen als uns an die eigene Nase zu fassen (und ich schreibe das nicht aus einer herablassenden und allwissenden Perspektive, sondern genau aus so einer ‚Ich muss bei mir selbst anfangen‘ Perspektive). Und warum? Naja, wenn wir uns den Spiegel vorhalten und unsere eigenen Baustellen sehen, heißt das immer, dass wir daran arbeiten müssen. Und es ist so viel leichter anderen zu sagen, dass sie diese Arbeit verrichten sollen als selbst die Ärmel hochzukrempeln und es anzupacken.

Wenn du möchtest, dass sich die Person verändert, dann solltest du mit bestem Beispiel vorangehen, denn nur so kannst du überhaupt erwarten, dass sich überhaupt etwas verändert.

Und in der Zwischenzeit, also wenn du deine Beziehung retten möchtest, mache dir doch auch mal eine Liste mit den positiven Eigenschaften dieses Menschen. Mit den Aspekten, die du an ihm liebst und schätzt. Und jedes Mal, wenn er „deine Knöpfe drückt“, erinnere dich daran, warum du diese Person in deinem Leben haben möchtest.

Ja, das ist eine Herausforderung, das weiß ich selbst aus meinem täglichen Leben. Aber eine andere Lösung gibt es nicht – zumindest keine, die für ein gemeinsames Leben taugt.

Hier eine gute Affirmation, die dir vielleicht hilft:

Ich liebe dich mehr als die Person, die ich denke, die du sein sollst. Daher lasse ich dich so sein wie du bist und ich liebe dich bedingungslos, ohne die Erwartung, dass du dich veränderst.

Und wenn du nicht an dir arbeiten möchtest?

Wenn du dich nicht in der Lage siehst, aufzuhören über dich und/oder deinen Partner zu urteilen, dann ist es am fairsten ihm gegenüber, wenn du dich trennst. Warum? Weil eine Trennung einfacher zu verkraften ist als permanent dafür verurteilt zu werden wie man ist und dem machtlos gegenüber zu stehen, weil du nicht dazu bereit bist an dir zu arbeiten.

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Foto: ©Licccka 

Wie du ohne einen Partner glücklich sein kannst. Eine Anleitung.

Wie du ohne einen Partner glücklich sein kannst. Eine Anleitung.

Die meisten von uns tendieren dazu, anzunehmen, dass wir niemals glücklich sein können, wenn wir nicht in einer Beziehung leben. Viele von uns machen ihr Glück sogar einzig und allein vom Partner abhängig. Doch wenn du das tust, dann nimmst du dir unfassbar viele Möglichkeiten, um ein erfülltes Leben zu leben und glücklich zu sein.

In diesem Artikel möchte ich mir dir besprechen, was Glück eigentlich ist, warum du ohne einen Partner glücklich sein solltest und natürlich zeige ich dir Möglichkeiten auf, wie du glücklich werden kannst, wenn du willst.

Was heißt glücklich sein überhaupt?

Die Glücksforschung (ja, die gibt es tatsächlich!) hat in einer Vielzahl Untersuchungen, Befragungen und Erhebungen interessante Erkenntnisse gewonnen:

Danach bedeutet glücklich sein für jeden Menschen etwas anderes. Das ist selbstverständlich keine Überraschung, heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es keinen Königsweg gibt, um glücklich zu sein. Das Sprichwort Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied hat also Durchaus seine Berechtigung.

Doch was ist bedeutsam für unser persönliches Empfinden von Glück? Unsere Lebensbedingungen. Unser Grad an glücklich sein, hängt maßgeblich davon ab wie wir leben. Denkst du jetzt: ‚Super, und was soll ich damit?‘ Ganz einfach: Das ist eine super Nachricht, aus zwei Gründen:

  1. Wir können unsere Lebensbedingungen verändern. Jeder einzelne von uns kann Dinge verändern. Natürlich passiert das nicht von alleine, aber du hast die Zügel in der Hand!
  1. Entscheidend ist vor allem wie gut oder schlecht wir uns an unsere Lebenssituation anpassen können, denn jede Situation hat zwei Seiten. Es kommt auf die Perspektive an. Und diese zu wechseln, liegt an dir!

Dale Carnegie bringt es mit diesem Zitat auf den Punkt:

„Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab was du denkst.“

Auf die extrem wichtige Bedeutung unserer Gedanken, unserer Geisteshaltung und unserer Glaubenssätze, gerade bei einer Trennung, und vor allem wie du sie verändern kannst, gehe ich in meinem Selbsthilfekurs ein. 



Warum du auch ohne eine Beziehung glücklich sein solltest

Wenn du dein Glück einzig und allein von dem Faktor abhängig machst, ob du in einer Beziehung lebst oder nicht, dann passieren drei negative Dinge:

  1. Du bist in der Zeit, in der du Single bist unglücklich und nimmst dir selbst einen wahnsinnig großen Teil deiner Lebensqualität.
  1. Du setzt dich unter Druck einen neuen Partner zu finden und kommst dadurch sehr bedürftig und verzweifelt rüber, und das macht dich zweifellos nicht attraktiv.
  1. Du bist immer von deinem Partner abhängig und erzeugst dadurch Verlustängste. Durch diese Ängste, neigst du dazu, dich an deinen Partner zu klammern, was dem wiederum die Freiheit und vielleicht sogar die Luft zum Atmen nimmt und dich als unselbstständig und wenig selbstbewusst wahrnimmt. Und das macht dich unattraktiv und kann letztlich zu einer erneuten Trennung führen.

Wenn du also lernst, alleine glücklich zu sein, wirst du nicht nur dein Leben mehr genießen, deine Lebensqualität steigern, sondern du wirst automatisch attraktiver und begehrenswerter! 

Glücklich sein wird niemals durch nur eine Sache bedingt 

Unabhängig von einer Partnerschaft ist es so, dass dein persönliches Glück niemals nur von einer Sache abhängen sollte. Glücksgefühle kreieren wir auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel:

  • Durch die Liebe zu uns selbst
  • Durch unsere Familie
  • Durch Freundschaften
  • Durch Anerkennung (z.B. im Beruf oder ehrenamtlichen Tätigkeiten)
  • Durch Erfolg
  • Durch persönlichkeitsweiternde Erfahrungen (z.B. Spiritualität)
  • Durch Besitz (interessant ist hier: Menschen, die weniger besitzen, sind häufig glücklicher als Menschen, die im Überfluss leben, denn sie schätzen Kleinigkeiten)
  • Und letztlich durch eine Partnerschaft (die allerdings nur einen Teil ausmacht!)

Wenn wir uns also anschauen, was glücklich machen kann und soll, dann wird uns bewusst, dass unser Partner natürlich seinen Beitrag für unser persönliches Glück leistet, aber er ist und darf nicht dafür verantwortlich sein. Nur du alleine, die Beschaffenheit deiner Gedanken und deine Perspektive auf Situationen, sind für das Ausmaß deiner Glücksgefühle verantwortlich.

Was kannst du also tun, um glücklich(er) zu sein?

Hier ein paar Tipps, die dich dazu anregen sollen, darüber nachzudenken wie du auch als Single glücklich sein kannst:

  • Achte auf deine Gedanken: Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive und sieh das, was du hast und nicht das, was du glaubst, dass dir fehlt.
  • Arbeite an deiner Selbstliebe und entwickle Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl.
  • Dankbarkeit: Sieh die kleinen Dinge im Leben und lerne sie zu schätzen – es gibt Menschen, die weitaus weniger haben als du!
    Achtsamkeit:
  • Pflege deine sozialen Kontakte. Sei proaktiv und unternimm etwas mit deinen Freunden.
  • Geben ist seliger als nehmen: Mach jemandem anders eine Freude. Indem du andere Menschen glücklich machst, machst du dich selbst glücklich.
  • Achte auf deine Ernährung und mache Sport: Die richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung setzen Endorphine, so genannte Glückshormone, frei.
  • Setze dir ein erreichbares Ziel, kämpfe dafür, erreiche es und du wirst sehen was der Erfolg mit dir macht.
  • Schmiede Pläne für etwas, das du schon lange tun wolltest und schaffe dir Vorfreude.
  • Streiche „muss“ aus deinem Wortschatz! Du musst überhaupt nichts, nur das was du dir selbst auferlegst. Verwende es lieber mit sollen oder können, das verschafft dir automatisch eine Leichtigkeit, du setzt dich selber nicht unter Druck und bewahrst dich vor selbst kreierten Enttäuschungen, wenn du es nicht tust.
  • Meditiere.
  • Love it. Change it. Leave it. – Wenn du mit etwas unzufrieden bist, lerne es zu lieben, verändere es oder lass es hinter dir.

In dem Sinne: Glücklich sein ist kein Zufall, sondern hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab!

Buchtipps:

Murphy, Carnegie, Hill, Louise L. Hay, Peale (u.a.): Glück ist kein Zufall: Das große Lesebuch des positiven Denkens.

Dalai Lama: Glücksregeln für den Alltag: Happiness at work

Pierre Franck: Einfach glücklich sei: 7 Schlüssel zur Leichtigkeit des Seins

Robert Betz: Willst du normal sein oder glücklich?

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Foto. © fcscafeine

Wie du mit einer einfachen Regel in fünf Minuten loslassen kannst

Wie du mit einer einfachen Regel in fünf Minuten loslassen kannst

Ein Gastbeitrag von Lan Nguyen.

Wir kennen alle das Gefühl. Das unbehagliche Gefühl, wenn wir einen besonderen Mann mögen, unglücklich verliebt sind, und die Welt wie eine einzige Hölle für uns ist.

Es scheint fast, als hätte unser Leben keinen Sinn mehr. Als wäre alles, was wir jemals geschaffen haben, nichts mehr wert. Vor ein paar Wochen oder gar Monaten waren wir noch eine taffe, selbstbewusste Frau. Aber leider ist von all dem nichts mehr zu sehen.

Kommt dir das bekannt vor?

Die Straßen sind grauer. Es regnet gefühlt jeden Tag und du siehst nur noch Menschen mit schlechter Laune. Selbst die Sonne strahlt nicht mehr in diesem knalligen Gelb, wie sie es vor drei Tagen noch tat.

Doch das Leben geht weiter. Du weißt ganz genau, dass es weitergeht. Nur wie?

An Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist gerade nicht zu denken. Du weißt zwar ganz genau, dass das der einzig richtige Weg ist, aber dein Herz will einfach nicht.

Loslassen ist der Schlüssel zur Freiheit

Ich weiß. Das ist nichts Neues für dich. Das Wort „Loslassen“ kannst du gar nicht mehr sehen bzw. hören. Alle sagen, du sollst loslassen. Aber keiner weiß, wie schwer es wirklich ist.

Im Grunde genommen möchtest du es ja auch, doch du weißt nur nicht, wie. Einfach mal loszulassen ist verdammt schwierig oder gar unmöglich.

Es ist eher ein langsamer, reifender Prozess, der sich mit der Zeit entfaltet. Die Gefahr besteht nur darin: je mehr Zeit du verstreichen lässt, desto höher ist die Chance, wieder rückfällig zu werden. Schließlich kann es schnell passieren, dass du ihm wieder über den Weg läufst oder er dir aus Dummheit eine Nachricht sendet. Oder du musst nur bei Facebook schauen und schon ist wieder alles beim Alten: Deine Emotionen nehmen wieder überhand.



Wie du mit einer alten schamanischen Regel für den Moment loslassen kannst

Drückt gerade wieder der Schmerz bei dir? Und zwar so doll, dass dein Herz richtig blutet? Du willst ihn am liebsten sofort vergessen, aber du siehst das Blut schon bis zu deinen Füßen hinunterlaufen?

Letzten Sommer hatte ich eine ähnliche Situation. Ich bekam einen deftigen Korb und entschwand einfach aus dem Land. In null Komma nichts war ich einfach weg.

Für den Moment wollte ich dem Problem einfach nur aus dem Weg gehen, und brauchte meine Privatsphäre in einem anderen, neuen Umfeld. Ich fuhr nach Belgien und durfte bei einer weisen, alten Dame übernachten.

Wir verstanden uns perfekt. Tranken viel Tee auf dem Balkon mit einer herrlichen Aussicht auf die Université de Bruxelles, und philosophierten über Gott und die Welt.

Ehrlich, meine Liebe. Den Rat einer alten Dame darfst du niemals abschlagen. Hüte es immer wie dein eigenes Kind – oder deinen Kleiderschrank ;-)

Die Visualisierung

Schließe deine Augen und stell dir deinen Ex bzw. die Person, die du vergessen möchtest, visuell vor. Mit all seinen Details und Eigenschaften. Den Augenfältchen unter seinen Augen. Die runzlige Stirn. Das schimmernde braune Haar. Seine rot durchbluteten Lippen. Seine starken Schultern, die den schönen schwarzen, Mantel tragen. Einfach alles.

Dann stellst du dir eure Konnexionen bzw. Verbindungen zwischen euch mit verschiedenen Gegenständen aus der Natur vor.

Eure Herz-zu-Herz-Verbindung ist die stärkste von allen. Diese könnte z.B. ein alter Baumstamm einer 200-jährigen Eiche sein. Stelle dir alles so genau und detailliert wie möglich vor.

Eure mentale Ebene, d.h. eure Kopf-zu-Kopf-Verbindung, könnten z.B. kleinere Äste mit winzigen Knospen darstellen. Kleine Blüten sind schon erkennbar und vereinzelt hängen ein paar Blätter an den Ästen.

Die Hände sind mit knisternden Feuerflammen verbunden und zwischen euren Füßen bildet sich eine kleine Brücke – an den Seiten sprießen Tulpen und Krokusse. Unter ihr fließt reines Wasser.

Das Wichtigste ist, dass du dir jede Verbindung mit ihm so bildlich wie möglichst vorstellst.

# Die Trennung

Jetzt kommt der wichtigste Schritt, um loszulassen.

Der Prozess ist einfach: Du musst alle Verbindungen zwischen euch trennen. Stelle dir vor, wie Bauarbeiter vom Waldrand ankommen. Mit Äxten, Kettensägen, Hackenscheren usw. Lasse zu, dass sie alle Verbindungen zerstören und durchbrechen.

Visualisiere alles so genau wie möglich. Je detaillierter, desto besser. Es kann sein, dass dein Kopf sich dagegen wehrt. Deshalb musst du dich anstrengen und mit deinen Illusionen durchhalten.

Wenn du merkst, dass dein Körper anfängt sich zu wehren, dann mache trotzdem weiter. Unsere Gedanken übertragen sich nämlich auf unseren ganzen Körper, der jedoch mit der neuen Situation noch nicht vertraut ist.

Wie es mir nach dem ersten Versuch ging

Es reicht vollkommen, wenn du diese einfache Methode jeden Tag fünf Minuten machst. Ich habe am Anfang ganze 20 Minuten damit verbracht, weil ich damit beschäftigt war, mir alles so genau wie möglich vorzustellen. Als ich meine Augen wieder öffnete, schien die Welt für mich auf einmal bunter und farbintensiver.

Die Farben leuchteten greller. Das Schwarz vom Fernseher war schwarzer als zuvor. Die Gardinen schienen in einem Knallrot und die Holzdielen hatten auf einmal ein schönes Kastanienbraun.

Draußen regnete es und das Wetter war grau, aber auch das gräuliche Wetter hatte etwas Leuchtendes. Ich ging auf den Balkon und genoss die Regentropfen. Es ist so schön, der Natur nahe zu sein und es war ein Gefühl der Befreiung – als würde der Regen meine Seele reinigen.

Sei eins mit der Natur

Und mit deinen Emotionen. Männer haben längst nicht so eine enge Verbindung mit ihren Emotionen wie wir Frauen. Vielleicht würdest du dir manchmal wünschen, das auch zu können. Aber dadurch, dass wir mit unseren Gefühlen besser umgehen können, können wir sie auch besser verarbeiten.

Das ist auch der Grund warum Frauen in den meisten Fällen nach einer Trennung wieder schneller auf die Beine kommen, Männer aber länger brauchen. Länger an ihrer Ex-Beziehung hängen. Weil sie eben mehr Zeit brauchen, um Emotionen zu verarbeiten.

Wenn du Dating Rocks regelmäßig liest, dann wirst du folgende Worte schon kennen. Sie sind für mich allerdings so sehr von Bedeutung, dass ich sie dir nochmals auf deinen Weg mitgeben möchte.

Vergiss niemals:

Liebe kannst du nicht erzwingen. Sie kommt oder geht. Sie kommt, wenn es richtig ist und sie geht, wenn es richtig ist. Damit wieder etwas Neues – etwas Besseres – aufblühen kann.

Lan inspiriert andere Menschen auf nevermindset.de mit ihren persönlichen Geschichten und ermutigt andere Menschen zu ihren Träumen, indem sie in ihre private Gefühlswelt blicken lässt. Mit 21 Jahren hat sie beschlossen, sich gegen das Bildungs- und Gesellschaftssystem zu stellen und machte sich selbständig. Heute schreibt sie für bekannte Seiten, unter anderem auch für die Huffington Post.

 © Foto: barunka262

Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Als mein Ex mich verlassen und innerhalb von vier Wochen ersetzt hat, war für mich ganz klar: Ich bin schuldig. Hätte ich dies, das und jenes nicht getan, dann wären wir noch zusammen und hätten eine gemeinsame Zukunft vor uns. Mit keiner Sekunde kam in mir hoch, dass er auch seinen Anteil zur Trennung beigetragen hat, denn das war unmöglich, er war ja perfekt – zumindest in meinen Augen. Meine Schuldgefühle haben mich monatelang gequält, bis ich mich damit auseinandergesetzt habe.

In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, was Schuldgefühle überhaupt sind, woher sie kommen und vor allem wie mit ihnen umgehen und ihnen entgegenwirken kannst.

Was sind Schuldgefühle?

Wenn du dir schon mal Gedanken darüber gemacht hast, dann wirst du feststellen, dass Schuldgefühle immer den Ursprung einer persönlich empfundenen Unzulänglichkeit haben. Knehr drückt es noch präziser aus und sagt:

Immer dann, wenn wir uns selbst und unseren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht werden können, fühlen wir uns schuldig.

Das macht Sinn und zeigt, dass der einzige Lösungsansatz mit diesen Emotionen umzugehen ist, uns mit unserem Selbstbild zu befassen.

Ein Beispiel anhand meiner eigenen Geschichte

Ich habe mich schuldig gefühlt, weil ich mir etwas anderes für mein Leben vorgestellt habe als mein Ex, weil ich einfach nach Amsterdam gegangen bin und am schlimmsten: Weil ich nicht mit ihm darüber gesprochen habe.

…hätte ich doch nur mit ihm geredet.

…hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört.

…hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich bin mir sicher, wenn du gerade verlassen wurdest, dann findest du diese Hätte-ich-doch-Vorwürfe zur Genüge in deinen Gedanken. Vielleicht sind sie auch so präsent, dass sie dich schier auffressen und dass dein Selbstwertgefühl im Keller ist, so wie bei mir. Ja? Dann lass uns diese negativen Selbstgespräche genauer anschauen.



Die Medaille hat immer zwei Seiten

Bevor du dich in einem Teufelskreis dieser selbstzerstörerischen Gedanken verstrickst, versuche die Situation objektiv (so gut es eben geht) zu sehen, denn jede Situation hat eine Kehrseite:

a) …hätte ich doch nur mit ihm geredet

Mein Ex hat mich scheinbar von heute auf morgen verlassen – zumindest war das für mich so. Für ihn aber nicht! Denn er hat sich schon Monate vorher mit dem Gedanken angefreundet, dass er sich eventuell trennen möchte. Er hatte genug Vorlaufzeit, um sich ein Leben ohne mich vorzustellen und zu planen, und ich wusste von all dem nichts. Und nein, ich habe es nicht kommen sehen, denn wenn ich ihn auf sein Verhalten angesprochen habe, dann hat er immer seinen Job vorgeschoben. Hätte ich besser nachhaken sollen? Habe ich nicht alles gegeben? War ich zu naiv? Vielleicht. Aber fällt dir etwas anderes auf?

Er hat auch nicht mit mir geredet, sondern seine Emotionen in einem stillen Kämmerlein mit sich selbst ausgemacht.

Befreit mich das von meinem Schuldgefühl? Nein, denn ich hätte noch stets das Gespräch mit ihm suchen können und müssen. Aber es relativiert mein Schuldgefühl und zeigt mir, dass nicht nur ich an der Trennung Schuld bin.

b) …hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört

Unsinn! Damals dachte ich ernsthaft, dass ich über mein Bauchgefühl und meine Intuition hinweg Entscheidungen treffen kann. Möglich ist das, aber niemals sinnvoll, denn gerade wir Frauen sind mit einem naturgegebenen Gefühl ausgestattet worden, dass uns schwere Entscheidungen erleichtert. Und das solltest du nutzen. Nein, das ist nicht immer einfach – so wie in meinem Fall, ich habe mich von meiner Intuition leiten lassen und mit meiner Beziehung dafür bezahlt.

Wie ich es heute sehe? Ich hätte anders damit umgehen und dieses Gefühl an meinen Ex adressieren sollen, aber ich bereue es nicht, dass ich auf meinen Bauch gehört habe. Im Zweifelsfall höre ich immer auf mein Bauchgefühl, und das lege ich dir auch wärmstens ans Herz.

c) …hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich habe mir ernsthaft Vorwürfe gemacht und mich schuldig gefühlt, weil ich anders gefühlt habe was meine Zukunftspläne angeht. So als hätte ich Einfluss darauf nehmen können. Ich wollte so gerne meine Wünsche unterdrücken und meine bis dato perfekte Beziehung weiterleben. Ich wollte nicht so fühlen, nur um an ihm festzuhalten.

Du kannst für das was du fühlst nichts, es ist nicht deine Schuld, wenn du dir auf lange Sicht etwas anderes wünschst als dein Partner. Es ist auch nicht deine Schuld, wenn du dich in jemand anders verliebst. Es kommt immer nur darauf an, was du damit machst und wie du damit umgehst.

Punkt b und c sind also nicht wirklich Umstände für die ich mich hätte schuldig fühlen müssen. Sie führen mich aber wieder zu dem Punkt, dass ich mit meinem Ex über meine veränderten Zukunftsvorstellungen und Wünsche hätte sprechen müssen. Und das habe ich nicht getan.

Wenn du verlassen wurdest, dann hast du jetzt bestimmt eine Liste an Dingen, von denen du denkst, dass du sie hättest anders machen und damit die Trennung verhindern können. Darum kommen wir zu der entscheidenden Frage:

Wie schaffst du es über Schuldgefühle hinwegzukommen?

  1. Analysiere die Situation objektiv und wertfrei

Wie schon gesagt, der erste Schritt um deine Schuldgefühle zu überwinden, ist sie und die Situation objektiv zu betrachten:

  • Was ist passiert? Analysiere die Situation wertfrei.
  • Verändert sich etwas an der Trennung, wenn du dich schuldig fühlst?
  1. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und akzeptiere, dass du nur ein Mensch bist

Du bist nur ein Mensch und du kannst Entscheidungen treffen, die du bereust. Jeder von uns erlebt das mehrfach im Leben – und das ist auch gut so. Denn wenn du keine falschen Entscheidungen treffen würdest, woraus würdest du lernen? Wie würdest du dich weiterentwickeln?

Falsche Entscheidungen zu treffen, heißt zu wachsen – zumindest solange du dich damit auseinandersetzt und bewusst reflektierst. Verzeihe dir selbst und geh nicht so hart mit dir ins Gericht, auch wenn das nicht einfach ist.

  1. Lerne aus deiner Erfahrung und wende deine Erkenntnisse für die nächste Situation an

Du bist kein schlechter Mensch, weil du mit deiner heutigen Erfahrung anders handeln würdest.

Das Allerwichtigste in diesem ganzen Prozess ist, dass du daraus lernst. Es bringt dir nichts, zu erkennen, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast, wenn du beim nächsten Mal wieder genauso handeln würdest.

Nichts passiert ohne Grund!

Ja, es ist verdammt hart sich einzugestehen, dass wir mit etwas aus unserer Vergangenheit hätten anders umgehen sollen. Und ja, es ist noch viel härter zu akzeptieren, dass vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn wir diese Entscheidung damals nicht getroffen hätten. Vielleicht aber auch nicht – und das solltest du nicht vergessen.

Das Leben gibt uns genau das was wir brauchen – ausnahmslos. Manchmal wollen wir dieses Geschenk nicht haben, es ist schwer auspacken und anzunehmen. Aber wenn du das lernst, das Leben als das anzunehmen was es ist, nämlich ein Lernprozess mit Höhen und Tiefen, dann fällt es dir auch leichter damit umzugehen, dass du mit deiner heutigen Erfahrung eine andere Entscheidung treffen würdest. Eine Entscheidung, die du aber nur deshalb anders treffen würdest, weil du gelernt hast wie.

Das Leben meint es gut mit dir, auch wenn wir es erst lange Zeit nachdem wir verlassen wurden, sehen können. Ich kann dir das aus meiner eigenen Erfahrung, aber auch aus der vieler meiner Klientinnen sagen.

Signatur

Foto: ©kateholms