Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Fühlst du dich schuldig, weil er dich verlassen hat? Dann solltest du das mit deinen Schuldgefühlen tun.

Als mein Ex mich verlassen und innerhalb von vier Wochen ersetzt hat, war für mich ganz klar: Ich bin schuldig. Hätte ich dies, das und jenes nicht getan, dann wären wir noch zusammen und hätten eine gemeinsame Zukunft vor uns. Mit keiner Sekunde kam in mir hoch, dass er auch seinen Anteil zur Trennung beigetragen hat, denn das war unmöglich, er war ja perfekt – zumindest in meinen Augen. Meine Schuldgefühle haben mich monatelang gequält, bis ich mich damit auseinandergesetzt habe.

In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, was Schuldgefühle überhaupt sind, woher sie kommen und vor allem wie mit ihnen umgehen und ihnen entgegenwirken kannst.

Was sind Schuldgefühle?

Wenn du dir schon mal Gedanken darüber gemacht hast, dann wirst du feststellen, dass Schuldgefühle immer den Ursprung einer persönlich empfundenen Unzulänglichkeit haben. Knehr drückt es noch präziser aus und sagt:

Immer dann, wenn wir uns selbst und unseren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht werden können, fühlen wir uns schuldig.

Das macht Sinn und zeigt, dass der einzige Lösungsansatz mit diesen Emotionen umzugehen ist, uns mit unserem Selbstbild zu befassen.

Ein Beispiel anhand meiner eigenen Geschichte

Ich habe mich schuldig gefühlt, weil ich mir etwas anderes für mein Leben vorgestellt habe als mein Ex, weil ich einfach nach Amsterdam gegangen bin und am schlimmsten: Weil ich nicht mit ihm darüber gesprochen habe.

…hätte ich doch nur mit ihm geredet.

…hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört.

…hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich bin mir sicher, wenn du gerade verlassen wurdest, dann findest du diese Hätte-ich-doch-Vorwürfe zur Genüge in deinen Gedanken. Vielleicht sind sie auch so präsent, dass sie dich schier auffressen und dass dein Selbstwertgefühl im Keller ist, so wie bei mir. Ja? Dann lass uns diese negativen Selbstgespräche genauer anschauen.



Die Medaille hat immer zwei Seiten

Bevor du dich in einem Teufelskreis dieser selbstzerstörerischen Gedanken verstrickst, versuche die Situation objektiv (so gut es eben geht) zu sehen, denn jede Situation hat eine Kehrseite:

a) …hätte ich doch nur mit ihm geredet

Mein Ex hat mich scheinbar von heute auf morgen verlassen – zumindest war das für mich so. Für ihn aber nicht! Denn er hat sich schon Monate vorher mit dem Gedanken angefreundet, dass er sich eventuell trennen möchte. Er hatte genug Vorlaufzeit, um sich ein Leben ohne mich vorzustellen und zu planen, und ich wusste von all dem nichts. Und nein, ich habe es nicht kommen sehen, denn wenn ich ihn auf sein Verhalten angesprochen habe, dann hat er immer seinen Job vorgeschoben. Hätte ich besser nachhaken sollen? Habe ich nicht alles gegeben? War ich zu naiv? Vielleicht. Aber fällt dir etwas anderes auf?

Er hat auch nicht mit mir geredet, sondern seine Emotionen in einem stillen Kämmerlein mit sich selbst ausgemacht.

Befreit mich das von meinem Schuldgefühl? Nein, denn ich hätte noch stets das Gespräch mit ihm suchen können und müssen. Aber es relativiert mein Schuldgefühl und zeigt mir, dass nicht nur ich an der Trennung Schuld bin.

b) …hätte ich doch nur nicht auf mein Bauchgefühl gehört

Unsinn! Damals dachte ich ernsthaft, dass ich über mein Bauchgefühl und meine Intuition hinweg Entscheidungen treffen kann. Möglich ist das, aber niemals sinnvoll, denn gerade wir Frauen sind mit einem naturgegebenen Gefühl ausgestattet worden, dass uns schwere Entscheidungen erleichtert. Und das solltest du nutzen. Nein, das ist nicht immer einfach – so wie in meinem Fall, ich habe mich von meiner Intuition leiten lassen und mit meiner Beziehung dafür bezahlt.

Wie ich es heute sehe? Ich hätte anders damit umgehen und dieses Gefühl an meinen Ex adressieren sollen, aber ich bereue es nicht, dass ich auf meinen Bauch gehört habe. Im Zweifelsfall höre ich immer auf mein Bauchgefühl, und das lege ich dir auch wärmstens ans Herz.

c) …hätte ich doch nur anders gefühlt.

Ich habe mir ernsthaft Vorwürfe gemacht und mich schuldig gefühlt, weil ich anders gefühlt habe was meine Zukunftspläne angeht. So als hätte ich Einfluss darauf nehmen können. Ich wollte so gerne meine Wünsche unterdrücken und meine bis dato perfekte Beziehung weiterleben. Ich wollte nicht so fühlen, nur um an ihm festzuhalten.

Du kannst für das was du fühlst nichts, es ist nicht deine Schuld, wenn du dir auf lange Sicht etwas anderes wünschst als dein Partner. Es ist auch nicht deine Schuld, wenn du dich in jemand anders verliebst. Es kommt immer nur darauf an, was du damit machst und wie du damit umgehst.

Punkt b und c sind also nicht wirklich Umstände für die ich mich hätte schuldig fühlen müssen. Sie führen mich aber wieder zu dem Punkt, dass ich mit meinem Ex über meine veränderten Zukunftsvorstellungen und Wünsche hätte sprechen müssen. Und das habe ich nicht getan.

Wenn du verlassen wurdest, dann hast du jetzt bestimmt eine Liste an Dingen, von denen du denkst, dass du sie hättest anders machen und damit die Trennung verhindern können. Darum kommen wir zu der entscheidenden Frage:

Wie schaffst du es über Schuldgefühle hinwegzukommen?

  1. Analysiere die Situation objektiv und wertfrei

Wie schon gesagt, der erste Schritt um deine Schuldgefühle zu überwinden, ist sie und die Situation objektiv zu betrachten:

  • Was ist passiert? Analysiere die Situation wertfrei.
  • Verändert sich etwas an der Trennung, wenn du dich schuldig fühlst?
  1. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und akzeptiere, dass du nur ein Mensch bist

Du bist nur ein Mensch und du kannst Entscheidungen treffen, die du bereust. Jeder von uns erlebt das mehrfach im Leben – und das ist auch gut so. Denn wenn du keine falschen Entscheidungen treffen würdest, woraus würdest du lernen? Wie würdest du dich weiterentwickeln?

Falsche Entscheidungen zu treffen, heißt zu wachsen – zumindest solange du dich damit auseinandersetzt und bewusst reflektierst. Verzeihe dir selbst und geh nicht so hart mit dir ins Gericht, auch wenn das nicht einfach ist.

  1. Lerne aus deiner Erfahrung und wende deine Erkenntnisse für die nächste Situation an

Du bist kein schlechter Mensch, weil du mit deiner heutigen Erfahrung anders handeln würdest.

Das Allerwichtigste in diesem ganzen Prozess ist, dass du daraus lernst. Es bringt dir nichts, zu erkennen, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast, wenn du beim nächsten Mal wieder genauso handeln würdest.

Nichts passiert ohne Grund!

Ja, es ist verdammt hart sich einzugestehen, dass wir mit etwas aus unserer Vergangenheit hätten anders umgehen sollen. Und ja, es ist noch viel härter zu akzeptieren, dass vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn wir diese Entscheidung damals nicht getroffen hätten. Vielleicht aber auch nicht – und das solltest du nicht vergessen.

Das Leben gibt uns genau das was wir brauchen – ausnahmslos. Manchmal wollen wir dieses Geschenk nicht haben, es ist schwer auspacken und anzunehmen. Aber wenn du das lernst, das Leben als das anzunehmen was es ist, nämlich ein Lernprozess mit Höhen und Tiefen, dann fällt es dir auch leichter damit umzugehen, dass du mit deiner heutigen Erfahrung eine andere Entscheidung treffen würdest. Eine Entscheidung, die du aber nur deshalb anders treffen würdest, weil du gelernt hast wie.

Das Leben meint es gut mit dir, auch wenn wir es erst lange Zeit nachdem wir verlassen wurden, sehen können. Ich kann dir das aus meiner eigenen Erfahrung, aber auch aus der vieler meiner Klientinnen sagen.

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Foto: ©kateholms

 

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Kennst du das: Du bist verliebt, alles ist wundervoll und  du denkst, dass ER endlich der Mann deines Lebens ist – und nur kurze Zeit später serviert er sich ab, verletzt dich und weist dich zurück? Vielen Frauen passiert das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder.

Woran liegt das? Warum sind wir immer wieder in den gleichen Typ Mann unglücklich verliebt? Diese Frage bekomme ich oft, und vor allem die, was wir dagegen tun können. Im Folgenden versuche ich dir eine Antwort darauf zu geben.

Everything happens for a reason!

Nichts in unserem Leben passiert einfach so. Alles was uns widerfährt hat einen Grund – egal ob das Erlebte gut oder schlecht ist. Hätte sich mein Ex-Freund nicht nach zehn Jahren von mir getrennt…

  • …würde es From Pain to Power nicht geben
  • …hätte ich mich nicht so intensiv selbst kennengelernt
  • …würde ich nicht durch die Welt reisen und ortsunabhängig arbeiten
  • …wäre ich nicht vollkommen flexibel
  • …wäre ich nicht mit dem wundervollen Mann zusammen, mit dem ich jetzt mein Leben teile.

Habe ich das damals kommen sehen? Natürlich nicht. Ich habe mich gefragt warum das Leben so grausam ist und womit ich diesen Schmerz verdient habe, was ich falsch gemacht habe und warum nicht einfach wieder alles beim Alten sein kann.



Veränderungen machen uns Angst, denn sie bergen Unsicherheiten in sich. Und sich über etwas nicht sicher zu sein, heißt dass unsere Zukunft ungewiss ist. Wird sie besser oder wird sie schlechter? Und anstatt uns auf das Leben einzulassen, wünschen wir uns das was sich über Jahre bewährt hat zurück. Aber in den meisten Fällen trifft es am besten:

Wenn etwas Gutes vorbei ist, macht es Platz für etwas Besseres!

Immer der gleiche Typ (der mir Sorgen und Kummer bereitet)

Ich selbst war fast vier Jahre Single bevor ich mich wieder auf eine ernsthafte Partnerschaft eingelassen habe. Nicht selten habe ich mir Sprüche anhören müssen wie „Du bist schon über 30 und immer noch alleine? Ach, das tut mir leid für dich!“

Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass es meine Absicht war und dass es einen Grund hatte, warum ich mich bewusst dafür entschieden habe. Und nur deshalb bin ich heute auch in einer glücklichen Beziehung.

Warum aber geraten viele von uns (nicht nur Frauen, auch Männer) immer wieder an den gleichen Typ Partner?

Ganz einfach: Alles was in unserem Leben passiert, hat einen Grund. Nur müssen wir den Grund erforschen und das uns gestellte Problem lösen.

Viele Beziehungen funktionieren nicht bzw. scheitern an den gleichen Herausforderungen wie die vorhergehenden. Wer nicht aus den Fehlern seiner Ex-Beziehung lernt, wird vom Leben immer und immer wieder den gleichen Partner vorgesetzt bekommen, bis wir verstehen was das Leben und mitteilen möchte und verstehen woran wir arbeiten sollten.

Wie kommst du aus diesem ‚Und täglich grüßt das Murmeltier Erlebnis‘ wieder raus?

Wenn du immer wieder an den gleichen Typen gerätst, dann schlage ich dir Folgendes vor:

  1. Reflektiere über deine Ex-Beziehung

Setz‘ dich hin und mach dir Gedanken über deine ehemalige Beziehung und was du daraus lernen sollst. Was könnte dir das Leben lehren wollen? Mehr Geduld? Mehr Selbstständigkeit? Mehr Selbstbewusstsein? Nur wenn du auch aus dem Schlechten, das wir passiert ist, lernst, kannst du einen Schritt weitergehen. Das Ziel des Lebens besteht darin, zu wachsen und zu lernen. Und das kannst du nur, wenn du genau hinschaust. Woran ist deine Beziehung gescheitert?

  1. Übernimm Verantwortung

Nichts im Leben ist einfacher als die Schuld anderen Menschen in die Schuhe zu schieben und von sich selbst abzulenken. Doch wenn du etwas ändern und deinen passenden Partner finden willst, dann musst du Verantwortung übernehmen – für dich, dein Leben, deine Entscheidungen. Nur wenn du dir selbst Fehler eingestehst und reflektierst welchen Teil du zur Trennung beigefügt hast, kannst du lernen und wachsen.

Hat er dich betrogen und du schiebst ihm die alleinige Schuld in die Schuhe, obwohl du dich seit Monaten sexuell verschlossen hast und auch nicht bereit warst über das Warum zu reden? Hast du (so wie ich) eine wichtige Entscheidung über den Kopf deines Ex hinweg getroffen und ihn zutiefst verletzt und wunderst dich warum er gegangen ist und/oder sich eine neue Frau gesucht hat?

Sich Fehler einzugestehen und die Verantwortung für falsche Entscheidungen zu übernehmen, ist eine der schwersten Aufgaben, die ich lernen musste. Es ist nicht einfach, aber nochmals: Nur wenn du dich selbst aufrichtig reflektierst, siehst du woran deine Beziehung gescheitert ist und erkennst was du, ja DU, in deiner nächsten Beziehung anders machen möchtest und solltest.

Was ist schief gelaufen? Wo sind Parallelen zwischen deinen gescheiterten Beziehungen? Lag das Problem vielleicht bei dir und nicht an deinen Ex-Partnern? Sei ehrlich mit dir selbst – du musst es niemand anders verraten :)

  1. Nimm dir konkrete Veränderungen vor

Wenn du dich, deine Trennung und die Gesamtsituation ehrlich betrachtest, dann wirst du feststellen, dass du dich nicht immer so verhalten hast wie du es dir selbst von deinem Partner wünschen würdest. Nimm dir konkrete Ziele vor für deinen nächsten Partner. Lege für dich fest, was unabdingbar ist in einer intakten Beziehung. Wie sieht eine glückliche Beziehung für dich aus? Was kannst du konkret daran verändern? Was kannst du einbringen und was nicht?

Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung

Kritisch mit sich selbst zu sein und Fehler, die man bisher bequem und konsequent dem Ex zugeschoben hat, als mögliche eigene zu erkennen und sich einzugestehen, ist unfassbar schwer. Aber es ist der einzige Weg aus dem Dilemma, immer wieder einem unpassenden Partner zu begegnen. Nur wenn du an dir arbeitest und dich weiterentwickelst, wird dich das Leben mit deiner großen Liebe belohnen.

Es klingt blöd (vor allem in dem Zusammenhang), ist aber so:

Von nichts kommt nichts.

Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich nicht nur lohnt, sondern sogar Spaß macht, denn du lernst dich selbst besser kennen und findest interessante Aspekte über deine eigene Persönlichkeit heraus – und du kommst deinem passenden oder gar perfekten Partner ein Stückchen näher…

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Foto: © sunemotion

Du willst einen neuen Partner finden? 12 Anzeichen, dass du bereit bist für eine neue Beziehung

Du willst einen neuen Partner finden? 12 Anzeichen, dass du bereit bist für eine neue Beziehung

Wenn wir verlassen werden, möchten wir Frauen meistens nichts sehnlicher als unseren Ex zurück. Und das während sich ‚unser‘ Mann oftmals eher damit beschäftigt einen neuen Partner zu finden oder bereits einen hat.

In der Regel brauchen wir Frauen sehr viel länger, um uns einem neuen Partner ernsthaft öffnen zu können. Meine Klientinnen fragen mich daher häufig: „Simone, woran merke ich, dass ich über meinen Ex hinweg bin, beziehungsweise woran erkenne ich, dass ich bereit bin mich auf einen Mann und eine neue Beziehung einzulassen?“

Und weil diese Frage so häufig kommt, fasse ich dir in diesem Artikel 12 Anzeichen zusammen, an denen du merkst, dass du dich einem neuen Partner öffnen kannst:

#1 Du liebst dich selbst

Wenn du meinen Blog schon eine Weile verfolgst, dann weißt du, dass Selbstliebe das oberste Gebot ist. Wenn du dich selbst nicht liebst, kannst du nicht aufrichtig geliebt werden. Zudem bist du eifersüchtiger und läufst Gefahr in eine Co-Abhängigkeit zu rutschen. Wenn du also nicht mit dir im Reinen bist und dich noch nicht so akzeptierst und liebst wie du wirklich bist, dann bist du auch noch nicht bereit für eine neue, tiefgründige Beziehung.

#2 Du weißt was eine glückliche Beziehung für dich ausmacht

Dass deine letzte Beziehung auseinander gegangen ist, hatte einen Grund. Kennst du ihn? Hast du über deine Beziehung reflektiert? Nur wenn du weißt was falsch gelaufen ist und deine Bedürfnisse in einer Beziehung genau kennst, kannst du auch deine Grenzen abstecken und mit ihm darüber sprechen. Und nur wenn du offen kommunizierst, kannst du eine dauerhaft glückliche Beziehung führen.



Was hier natürlich auch dazu gehört, ist dass du dazu bereit bist in eine Beziehung zu investieren und einem anderen Menschen aufrichtig die Chance gibst dich kennenzulernen – mit all deinen Stärken und Schwächen. Und das erfordert Zeit und Geduld, denn dein Neuer ist nicht dein Ex. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt:

#3 Du vergleichst ihn nicht mit deinem Ex

Wenn du einen Mann kennengelernt hast, mit dem du dir mehr vorstellen könntest, aber bei jeder Kleinigkeit denkst: „Boah, also bei meinem Ex war das nicht so kompliziert“ oder „Cool, das ist mit ihm irgendwie einfacher als mit meinem Ex“, dann bist du definitiv noch nicht bereit für einen neue Liebe, denn dann hat dein Ex noch einen zu großen Platz in deinem Herzen und es gibt zu wenig für den neuen Mann. Hier solltest du dich dann fragen, was der Neue kompensieren soll, denn das ist es dann: Du versuchst dich mit jemandem von etwas abzulenken, das dir noch weh tut und an dem du unbedingt arbeiten solltest.

#4 Du denkst nicht mehr jeden Tag an deinen Ex

Direkt nach der Trennung und eine lange Zeit danach denkst du sehr häufig an deinen Ex. Am Anfang permanent, dann mehrmals täglich und dann mindestens einmal am Tag.

  • Was er wohl gerade macht?
  • Ob er an mich denkt?
  • Wie es ihm wohl geht?
  • Ob ich mich bei ihm melden soll?
  • Ob er insgeheim vielleicht noch eine Chance für uns sieht?

Wenn dich diese Fragen noch beschäftigen und du immer noch täglich an deinen Ex denken musst, dann solltest du deinem Herzen noch eine Verschnaufpause geben bevor du „die Mission neuen Partner finden“ angehst.

#5 Du kannst dich für deinen Ex freuen und wünschst ihm nur das Beste

Wenn du dagegen nur ab und zu an deinen Ex denkst, ihm von Herzen alles Gute wünschst und wahrlich mit ihm abgeschlossen hast, dann bist du bereit wieder eine Beziehung einzugehen. Dazu gehört, dass es für dich unter keinen Umständen einen Weg zurück gibt (übrigens auch nicht in Gedanken, wenn es in deiner neuen Beziehung mal nicht so läuft!).

#6 Du denkst die ganze Zeit „den Neuen“

Wenn du jemanden kennengelernt hast und du musst die ganze Zeit an ihn denken, kannst dich kaum auf etwas anderes konzentrieren und dein Ex spielt keine Rolle dabei, dann hast kannst du davon ausgehen, dass du bereit bist (hinterfrage trotzdem immer „dein Motiv“ für den neuen Mann).

#7 Du könntest deinen Ex treffen ohne aus der Fassung zu geraten

Wenn du deinem Ex emotionslos gegenüberstehen kannst, ihm zufällig (auch mit seiner Neuen) begegnen kannst und die Vorstellung, dass er heiratet oder vielleicht sogar Papa wird, dich nicht aus der Fassung bringen, dann bist du auf jeden Fall über ihn hinweg. Wenn du nun auch noch mit dir im Reinen bist, so wie bei #1 beschrieben, dann steht einer neuen Beziehung nichts mehr im Wege.

#8 Du möchtest ihn deiner Familie und deinen Freunden vorstellen

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Familie und deine Freunde ihn unbedingt kennenlernen sollten und du dich dabei wohlfühlst und nicht mal einen Bruchteil einer Sekunde daran denkst, was die anderen davon halten und ob sie ihn mit deinem Ex vergleichen, dann bist du in (d)einer Beziehung definitiv gut aufgehoben.

#9 Du möchtest alles Erlebte mit ihm teilen

Du kennst das sicher: Ihr seid getrennt und eigentlich musst du jetzt deinen Weg alleine gehen, was auch heißt, dass du das Erlebte (deinen Alltag, aber auch besonders Schönes oder Schlimmes) alleine oder „nur“ mit deiner besten Freundin teilen kannst. Du bist dann bereit für eine neue Partnerschaft, wenn dein Ex nicht mehr der erste ist, den du anrufen willst und dem du alles erzählen willst, was dich bewegt! Wenn du also kaum erwarten kannst deine News mit dem potentiell neuen Mann zu teilen, dann ist alles in Ordnung.

#10 Du denkst an ihn, wenn du aufwachst und wenn du einschläfst

Wenn du morgens aufwachst und an deinen Ex denkst und abends, wenn du einschläfst auch, dann dominiert er leider noch deine Gedanken und du solltest dir eingestehen, dass der Mann, den du kennengelernt hast, vielleicht ein Flirt ist, aber nicht wirklich dein neuer Partner werden sollte. Wenn du allerdings eine beschwingte, positive Grundstimmung hast und der Neue deinen Ex morgens und abends „ins Aus stellt“, dann bist du bereit dazu, dich auf ihn einzulassen.

#11 Du hast kein Problem wieder monogam zu leben

Viele Frauen, auch wenn nicht direkt nach der Trennung, dennoch aber wenn sie sich etwas erholt haben, entfalten sich frei(er) in ihrer Sexualität. Sprich, viele Frauen haben über eine längere Zeit einen nicht wirklich monogamen Lebensstil. Wenn das bei dir der Fall ist und du dazu bereit bist wieder monogam zu leben und einem Mann treu zu sein (außer du suchst und findest einen Partner, der eine offene Beziehung möchte), dann ist das auch ein Anzeichen, dass du dich wieder ernsthaft binden willst und kannst.

#12 Du kannst dich beim Sex fallen lassen

Und last but not least: Wenn du dich bei dem Mann deiner Begierde fallen lassen kannst, sich nicht nur eure Körper, sondern vor allem eure Herzen berühren beim Sex, dann kannst du das auch als Zeichen nehmen, dass du über deinen Ex hinweg und bereit für etwas Neues bist. Wenn du aber noch in der Phase (die sehr häufig nach der Trennung auftritt) bist, in der du dir Vorwürfe machst, dass du mit einem anderen Mann geschlafen hast oder gar vorwurfsvoll an deinen Ex denkst, während du mit einem anderen Mann im Bett bist, dann bist du noch nicht soweit.

Ganz sicher, dass du bereit für (d)einen neuen Mann bist, ist wenn sich schon so viel Intensives und Verbindendes zwischen euch entwickelt hat, dass du am liebsten die ganze Zeit sagen würdest: Ich liebe dich <3

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Foto: © Ruslan117

Wie sich Träume verändern und warum du gerade bei Liebeskummer eine Löffelliste brauchst

Wie sich Träume verändern und warum du gerade bei Liebeskummer eine Löffelliste brauchst

[Disclaimer: In diesem Artikel mache ich mich ziemlich nackig und als ich ihn korrekturgelesen habe, habe ich festgestellt, dass ich an der ein oder anderen Stelle etwas von Thema abkomme. Trotzdem finde ich es wichtig, dass du meine Gedanken kennst, um das Gesamtbild nachvollziehen zu können, daher habe ich ihn nicht gekürzt.]

Ich glaube, dass unsere tiefsten Wünsche und Träume in uns manifestiert sind, und dass wir unser Leben darauf ausrichten, sie zu erfüllen. Manchmal tun wir das auf Umwegen, aber wir tun es. Wie wir das tun, steht auf einem anderen Blatt.

Ich glaube, dass sich diese tiefen Wünsche verändern – aber nur für eine Zeit lang. Und zwar dann, wenn wir das Gefühl haben, dass wir andere Träume zuerst erfüllen müssen, bis wir für unsere innigsten Wünsche bereit sind.

„Bitte was? Was ist denn mit Simone los? Hat die was genommen oder warum schreibt sie in Rätseln?“

Ich kann dir nicht verübeln, dass das möglicherweise durch deinen Kopf gehen mag, aber lass es mich dir erklären. Und: Heute bin ich besonders gespannt, ob du ähnliche Erfahrungen gemacht hast und wie du darüber denkst. Also bitte schreib einen Kommentar, auch wenn du sonst vielleicht nicht kommentierst :)



Wenn deine tiefsten Wünsche dich einholen

Ich war über zehn Jahre in einer Beziehung. Ich wollte heiraten, eine Familie gründen, ein Haus, einen Hund und einen sicheren Job haben.

Als er sich von mir getrennt hat, hat sich mein Leben von heute auf morgen verändert. Ohnmacht, Trance, Hilflosigkeit, funktionieren, überleben. Und dann war ich plötzlich Single. Niemand, dem ich Rechenschaft ablegen musste. Niemand, auf den ich Rücksicht nehmen musste.

Nach über zwei Jahren Liebeskummer war ich frei.

Frei von Schmerz. Frei von Abhängigkeit. Frei von ihm. Und frei von meinem Familienwunsch, denn die Welt war auf einmal mein. Ich brauche keinen Mann und keine Kinder. Ich brauche mich und das Reisen zum Leben.

Also habe ich mein eigenes Online Business aufgebaut, um genau das zu tun – und: Ich liebe es! Ich kann überall leben und arbeiten und reisen, wo ich will. Nur eines war mir von Anfang an unterbewusst klar: Für mich ist das ein Lebensmodell auf Zeit. Allerdings habe ich exzellente Arbeit darin geleistet, meinen Traum von einer eigenen Familie zu verdrängen.

Und heute?

Heute realisiere ich, dass der Lebensstil, den ich führe, ein sehr exklusiver ist. Ein wundervoller, außergewöhnlicher und einer, um den ich oftmals beneidet werde. Aber ich realisiere auch, dass er für mich persönlich zeitlich begrenzt ist – zumindest in dem Ausmaß, in dem ich ihn jetzt lebe. Denn mit jedem Tag, an dem ich glückliche Paare sehe, die einen Kinderwagen vor sich herschieben, fühle ich den Schmerz des Singleseins und meinen innigsten Wunsch nach einer eigenen Familie.

Digitale Nomaden und das Familienleben

Erst in der vergangenen Woche habe ich mich an einer Diskussion zum Thema Können digitale Nomadinnen Mutter sein? beteiligt. Die Antwort lautet ganz klar: Ja. Du kannst mit meinem Lebensstil eine eigene Familie haben und genauso leben wie ich es tue. Es gibt zig Familien, die das erfolgreich tun. Nur, wie mit allem: Das muss dein Ding sein, du musst das wollen und du musst einen Partner haben, der das auch möchte.

Ich möchte das nicht.

Und die Moral von der Geschicht‘?

Ein Leben als digitale Nomadin ist wundervoll. Ich dachte, dass ich immer reisen und unterwegs sein muss, um glücklich zu sein. In der Tat habe ich aber herausgefunden, was ich an diesem Lifestyle am wundervollsten, besten und absolut unverzichtbarsten für mich ist:

Meine Unabhängigkeit. Meine Freiheit. Die Möglichkeit jederzeit das tun zu können, was ich möchte, ohne einen Job, der mich einschränkt.

Können, nicht müssen.

Und ja, auch wenn einige aus meinem Bekanntenkreis sagen mögen „Das habe ich dir doch gleich gesagt, dass es davon nicht besser wird, denn du rennst nur weg“, ich stehe dazu:

Mein Familienwunsch ist da, und das war er auch immer. Bin ich weggerannt? Nein, ich bin nur Joggen gegangen, um mich draußen umzusehen und festzustellen, dass es doch ganz schön ist zu Hause. Und ich musste herausfinden wer ich bin und was ich wirklich will.

Wie lange ich noch so lebe? Ein paar Monate? Ein Jahr? Zwei Jahre? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich nicht viel länger als dass Geoarbitrage eine Rolle für mich spielt.

Und dann? Dann suche ich mir einen Ort, an dem ich mir eine Homebase zulege. Ich werde natürlich nicht aufhören zu reisen, das könnte ich auch nicht. Aber ich werde nicht mehr monatelang weg sein von dem Ort, den ich dann mein Zuhause nenne. Meine Prioritäten werden sich verschieben, vor allem das Thema Dating und Partnersuche werden mehr Raum einnehmen, als sie es können, wenn du ständig an einem anderen Ort lebst und nicht weißt wie lange du dort bleibst.

Wir alle streben nach Liebe, Erfüllung, Glück und Zufriedenheit. Und manchmal vergessen oder verdrängen wir, was uns eigentlich wichtig ist und streben nach Dingen, von denen wir glauben, dass sie uns erfüllen und die uns unsere Gesellschaft, mit ihren unendlichen Möglichkeiten, bietet. Der Haken daran ist nur, dass wir es erleben müssen, um zu sehen, dass es uns nur temporär erfüllt.

Bereue ich, dass ich den Weg gegangen bin?

Nein. Auf keinen Fall, denn er hat mich zu der gemacht, die ich heute bin und er hat mir meine tiefsten Wünsche wieder vor Augen geführt und mir gezeigt, dass wir manchmal Irrwege gehen müssen, um festzustellen, was wir wollen und was es uns bedeutet.

Und für mich persönlich war es der bedeutendste Weg, den ich gegangen bin, denn ich habe mir mit DatingRocks eine Unabhängigkeit und Freiheit geschaffen, die mir kein Job der Welt geben kann. Und genau das habe ich gebraucht, genau darum musste ich diesen Weg gehen.

Everything happens for a reason!

Nicht alles was glänzt ist Gold, sei dir dessen bewusst. Wir alle streben nach Glück, aber wir alle müssen auch mit den Herausforderungen und Zweifeln leben, über die keiner spricht. Das muss ich, das musst du, das muss dein Ex, und auch der Mensch, zu dem du so bewundernd aufblickst.

Wichtig ist, dass du – auch wenn du kritisierst wirst und andere nicht an dich glauben – auf dich hörst und deinem Herzen folgst. Es leitet dich und zeigt dir deinen Weg. Vertraue darauf und lass dich nicht beirren!

Warum du gerade bei Liebeskummer eine Löffelliste brauchst

Eine Löffelliste (zu Englisch: Bucketlist) ist eine Liste der Dinge, die du in deinem Leben tun möchtest, bevor du stirbst. Gerade wenn du Liebeskummer hast und dein Leben und deine Zukunft aussichtslos erscheinen, brauchst du eine Bucketlist! Denn gerade dann musst du dir vor Augen führen, was du in deinem Leben noch vor hast und was das Leben für dich bereithält!

Sie kann dir sogar helfen deinen Liebeskummer zu lindern, wenn du dir ein paar deiner Träume gezielt erfüllst.

Wenn du noch keine Löffelliste hast, dann hier ein paar Tipps wie du sie erstellen kannst:

  1. An oberster Stelle deiner Liste, sollte dein innigster und tiefster Wunsch stehen. Der eine, der in keinem Fall unerfüllt bleiben kann.
  2. Brainstorme. Alles ist erlaubt!
  3. Hol dir Inspiration!
  4. Mach sie sichtbar! Schreib alles auf und platziere sie so, dass du regelmäßig draufschaust (z.B. an der Innenseite des Küchenschranks; am Spiegel im Flur, usw.). Du kannst dir auch online eine Löffelliste erstellen.

Und weil ich meinen Blog mit Herzblut schreibe und genau die offene und ehrliche Simone bin, die ich auch offline bin, hier ein Auszug meiner Bucketlist:

  1. Meinen Traummann heiraten.
  2. Meine eigene Familie gründen.
  3. Einen Hund besitzen.
  4. Ein Haus bauen.
  5. Eine schwarze Vespa besitzen.
  6. Einen VW Bus ausbauen und Europa bereisen.
  7. Eine Harley Davidson auf der Route66 fahren.
  8. Einen Lamborghini auf einer Rennstrecke fahren.
  9. Alle sieben Kontinente bereisen.
  10. Alleine reisen.
  11. Ein Jahr Work&Travel in Australien.
  12. Alle Länder in Mittel- und Südamerika bereisen.
  13. Das Holi Festival in Indien feiern.
  14. Einen Road Trip durch Neuseeland machen.
  15. Die Westküste der USA bereisen.
  16. Eine Nacht in Vegas, ohne mich um Geld zu sorgen.
  17. Eine Führung durch Alcatraz.
  18. Mit dem Helikopter über die Niagara Fälle fliegen.
  19. Eine Zeit lang in Asien leben.
  20. Taiwan entdecken.
  21. Ein Vipassana in Thailand machen.
  22. Ein Foto mit einer Geisha in Japan machen.
  23. Eine Tour durch den Krüger National Park machen.
  24. Den Kilimanjaro besteigen.
  25. Auf der Chinesischen Mauer entlanglaufen.
  26. Island mit Auto auf eigene Faust entdecken.
  27. Die Polarlichter sehen.
  28. In einem Iglu übernachten.
  29. Jordanien bereisen.
  30. Eine Woche auf Bora Bora verbringen.
  31. Die Fiji Inseln bereisen.
  32. Im Toten Meer schwimmen.
  33. In Amsterdam leben.
  34. Schnorcheln am Great Barrier Reef.
  35. Tauchen am Great Barrier Reef.
  36. Barfuß auf den Whitsunday Islands laufen.
  37. Weihnachten in New York verbringen.
  38. Winterurlaub auf einer Hütte in Kanada.
  39. Für Google arbeiten.
  40. Sex in einem Flugzeug haben.
  41. Vor einem Publikum mit 1000+ Zuhörern sprechen.
  42. Einen TEDx Talk halten.
  43. Ein TV Interview geben.
  44. Ein Buch schreiben und mit einem Verlag publizieren.
  45. Ein eigenes Unternehmen gründen, das mir am Herzen liegt.
  46. Mein Unternehmen so erfolgreich machen, dass ich niemals wieder angestellt sein muss.
  47. Die größte Plattform für Frauen mit Liebeskummer aufbauen.
  48. Das Leben von 100 Menschen positiv beeinflussen.
  49. Menschen mit meinem Wesen und meiner Arbeit inspirieren.
  50. Fünf Sprachen fließend sprechen (Deutsch, Englisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch)
  51. Eine Stiftung für benachteiligte/traumatisierte Kinder unterstützen.
  52. Nähen lernen und Kleidung für meine Kinder nähen.
  53. Einen Kochkurs für veganes Essen besuchen.
  54. Eine Woche offline gehen.
  55. Skydiving!
  56. Einen Tag mit Till Lindemann verbringen.
  57. Nichts besitzen außer einen Backpack voll mit dem Wichtigsten. 

Meine Liste wächst täglich und vieles, das ich schon gemacht habe, habe ich gar nicht mit aufgelistet. Aber das gibt dir einen kleinen Einblick von dem was ich noch so vor habe. Also, wenn du noch keine Bucketlist hast, dann los! ;)

Die Quintessenz des Artikels:

  • Wir alle haben einen tief sitzenden und innigen Wunsch, nach dem wir streben.
  • Andere Wünsche können diesen Wunsch pausieren, nicht aber ersetzen. Trotzdem sind sie notwendig, um nicht Sehnsüchte zu entwickeln, die eigentlich nicht da sind.
  • Es ist vollkommen okay und sogar wichtig deinen innigsten Wunsch auf Umwegen zu erreichen.
  • Die Um- und Irrwege, die du gehst, sind notwendig, um für diesen einen Wunsch bereit zu sein und nicht das Gefühl zu haben, du hättest etwas verpasst.
  • Nicht alles was glänzt, ist Gold. Folge deinem Herzen und schmiede dein eigenes Glück! Und wenn es aus Silber oder Bronze ist, dann ist das perfekt, solange es dich erfüllt und du glücklich bist!
  • Du brauchst eine Bucketlist, denn sie erinnert dich daran, was du eigentlich möchtest und hilft dir in schlechten Zeiten deinen Fokus zu behalten.
  • Wir alle haben nur ein Leben, aber wir neigen dazu, das zu vergessen!

Ich hoffe, dass dir der Artikel gefallen hat und möchte ihn mit folgenden Worten beenden: 

Wenn das Besondere zur Gewohnheit wird, müssen wir neue Wege finden, um Gewohntes besonders zu machen. 

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Foto: © Photographee.eu

 

Dankbarkeit: Wie du mit einfachen Schritten deinen Liebeskummer aus einer anderen Perspektive sehen kannst

Dankbarkeit: Wie du mit einfachen Schritten deinen Liebeskummer aus einer anderen Perspektive sehen kannst

Viele von uns neigen dazu immer das Schlechte zu sehen. Das Negative. Das, was wir an unserem Leben nicht gut finden. Das, was wir nicht in unserem Leben haben wollen.

Wenn wir Liebeskummer haben, werden wir dazu sogar mehr oder minder gezwungen, denn unser Kummer ist allgegenwärtig. Manchmal ist unser Schmerz so intensiv, dass wir das Gefühl haben wir können ihm nicht entfliehen. Und anstatt wir versuchen etwas dagegen zu tun, geben wir uns ihm hin.

Doch was passiert, wenn wir unsere Perspektive ändern?

Ich möchte dir heute zeigen, was passiert, wenn wir ganz bewusst versuchen unseren Kummer und unsere Sorgen beiseite zu legen und uns stattdessen auf etwas Positives besinnen – nämlich auf die Dinge, für die wir dankbar sind.

Laut Wikipedia ist Dankbarkeit ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.

Wenn du lernst und übst dankbar zu sein, wird sich Vieles in deinem Leben ändern, denn:

Dankbarkeit ist eine Liebeserklärung an das Leben!

Dankbarkeit für das was du hast

Dankbarkeit ist ein großer Teil deines Glücks, und du kannst dich selbst dafür oder dagegen entscheiden. Ist das nicht sensationell?!



Hast du heute schon daran gedacht, dass du gesund bist? Dass du ein Dach über dem Kopf hast? Dass du gehen, sehen, riechen und schmecken kannst? Warst du heute schon dankbar für deinen Job, der dich erfüllt? Für die Sonne, die strahlt? Dafür, dass du einer der glücklichen Menschen bist, die in einem sicheren Land leben dürfen und hier immerzu Unterstützung von der Gemeinschaft und dem Staat bekommen?

Wir müssen aufhören alles als selbstverständlich hinzunehmen und anfangen uns bewusst zu machen, was wir eigentlich haben.

Und wir müssen vor allem lernen, den Moment zu nutzen, ihn zu realisieren und dankbar für ihn zu sein.

Was, wenn heute dein letzter Tag auf dieser wunderschönen Erde ist? Würdest du genauso fühlen und in deinen (negativen) Gedanken versinken?

Dankbarkeit gegenüber dir selbst

Wenn du bis hierher gedacht hast, dass das oberflächliches Blabla und nicht der Rede wert ist, um darüber nachzudenken, dann kommen wir jetzt an einen Punkt, der dich vielleicht eher zum Nachdenken bringt:

Wie dankbar bist du dir selbst? Dafür wer und wie du bist.

Nicht nur die Umstände, in denen wir leben, nehmen wir als selbstverständlich hin, vor allem auch uns selbst.

Hast du dir schon mal aufgeschrieben wofür du dir selbst dankbar bist? Vielleicht für deine Geduld, deine Aufgeschlossenheit, deine Fähigkeit anderen zuzuhören, deinen Mut etwas angepackt zu haben, was andere sich nicht trauen?

Schreib dir mal eine Liste, mit deinen Stärken und dem was dich von anderen Menschen unterscheidet, dem was du an dir selbst positiv findest. Damit lernst du dich zum einen noch besser kennen und zum anderen wirst du merken, was für ein gutes Gefühl in dir aufsteigt, weil du realisieren wirst, wer und wie du eigentlich bist und was du eigentlich alles kannst.

Ist dir mal aufgefallen wie oft du schlecht mit dir selbst umgehst? Wie negativ du über dich und mir dir selbst redest? Hör auf damit!

Nimm dir einen Tag und mach dir bewusst, wie du mit dir selbst umgehst. Beobachte deine innere Stimme und deine Attitüde, die du gegenüber dir selbst hast – und dann wandle sie in positive Feststellungen und Aussagen!

Und last but not least: Belohne dich selbst dafür! Sei dankbar für die Person, die du bist und tu dir selbst etwas Gutes!

Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die du liebst

Wann hast du deiner Mama das letzte Mal gesagt, dass du sie liebst und du ihr dankbar bist, dass sie immer für dich da ist, egal was ist? Wann hast du deine beste Freundin das letzte Mal gedrückt und ihr gesagt, dass du dankbar bist, dass sie immer an deiner Seite steht, wenn du sie brauchst? Wann hast du dich das letzte Mal bei deiner Kollegin bedankt, dass sie immer die Muße hat dir Neues zu erklären?

Vor allem familiäre Beziehungen und Freundschaften, die uns unser ganzes Leben schon begleiten, nehmen wir als selbstverständlich hin, denn diese Menschen sind immer da. Jedes Mal wenn wir sie brauchen, nicht nur wenn es uns gut geht, vor allem auch wenn es uns schlecht geht.

Sei dankbar für diese Menschen! Mach dir bewusst was sie dir bedeuten und wie es wäre, wenn sie plötzlich nicht mehr da sind!

Wie kannst du deine Dankbarkeit ausdrücken?

  • Tue diesem einen Menschen etwas Gutes.
  • Drück die Person und sag einfach „Danke, dass es dich gibt!“
  • Schreib ihr einen Dankbarkeitsbrief – du wirst sehen wie überrascht und glücklich er/sie ist.
  • Verbringe Zeit mit dieser Person, nur mit der Absicht ihr zuzuhören und zu fragen, ob er/sie deine Hilfe oder Unterstützung mit etwas braucht.
  • Sag diesem wundervollen Menschen was du besonders an ihm/ihr schätzt.
  • Sag ihm/ihr, dass er/sie die Welt für dich zu einem besonderen Ort macht.

…das sind nur einige Beispiele! Sei kreativ, sei dankbar! Nichts ist selbstverständlich!

Dankbarkeit gegenüber deinem Ex

Ja, du kannst deinem Ex-Partner dankbar sein, und zwar egal wie ihr euch getrennt habt, denn er hat dir viel gezeigt und gelernt. Das mag dir auf den ersten Blick nicht bewusst sein, aber wenn du dich hinsetzt und dir Gedanken darüber machst, wirst du das schnell feststellen:

  • Welche Hobbies hatte er, über die du etwas gelernt hast?
  • Welche Eigenschaften hatte er, die du an ihm bewundert und die dich positiv beeinflusst haben?
  • Welche Fähigkeiten hatte er, über die er dir viel erzählt und wovon du gelernt hast?
  • Wie hat er dich behandelt und welche unbekannten Reaktionen deinerseits sind dadurch entstanden? Hast du etwas Neues über dich, deinen Charakter und deine Verhaltensweise gelernt?

Dir fallen sicher noch mehr Dinge ein!

Das Ding ist, wir können natürlich alles von einer negativen Seiten sehen, ihn als A**** bezeichnen und nur darüber nachdenken was für ein schlechter Mensch er ist.

Aber: Wir können uns auch hinsetzten und versuchen die positiven Aspekte an unserem Ex und unserer Ex-Beziehung zu sehen.

Everything happens for a reason!

Dadurch erkennst du vielleicht nicht nur, dass alles einen Sinn hat, sondern du trainierst dein Gehirn auch positiv zu denken! Und alleine das wird dich schon positiv stimmen.

Dankbarkeit & Liebeskummer 

Du hast dich vielleicht bis hierher gefragt was das mit Liebeskummer zu tun hat. Nun, Dankbarkeit kann unseren Liebeskummer nicht heilen, aber wenn wir die Perspektive ändern, stellen wir fest, wie reich wir eigentlich sind.
Reich an Liebe und an Gutem in unserem Leben. Durch Dankbarkeit kannst du deinen Schmerz und deinen Liebeskummer etwas relativieren und wirst sehen, dass es so viel mehr in deinem Leben gibt, als nur deinen Ex-Partner.

Sicher fehlt er dir, und das ist auch normal. Aber: Wenn es dir schlecht geht und dich dein Liebeskummer übermannt, tritt einen Schritt zurück und betrachte dein Leben aus der Vogelperspektive.

Es wird dir helfen zu sehen wie sehr du geliebt wirst – und zwar von den Menschen, die du auch liebst! 

Ich sage nicht, dass das einfach ist, aber ich kann dir versprechen, dass es dir helfen wird! 

Dankbarkeits-Apps

Nicht jeder Tag ist gut, aber es gibt jeden Tag etwas Gutes!

Sich täglich daran zu erinnern wofür man dankbar ist, ist nicht die einfachste Übung, vor allem nicht, wenn du Liebeskummer hast. Wie aber für alles, gibt es auch hierfür Apps. Ich persönlich nutze Secret of Happiness. Für Android findest du hier eine ganze Liste und wenn du ein iPhone hast, würde ich dir das Five Minute Journal ans Herz legen. Und wenn du die App blöd findest und lieber in ein Buch schreibst, dann kauf dir auf jeden Fall das hier!

Nutze eine davon und du wirst sehen wie viele Positive Dinge in deinem Leben sind!

Lasst uns genießen was das Leben bringt, denn morgen kann es vorbei sein!

Dankbarkeit

…macht dich zufrieden

…hebt deine Stimmung

…lässt dich die positiven anstatt die negativen Seiten des Lebens sehen

…macht glücklich und gesund

…macht optimistisch

…motiviert

…verbessert die Beziehung zu anderen Menschen

…verbessert unsere Einstellung und unsere Perspektiven

…wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus

Signatur

Foto: © Tamas Zsebok

 

Selbstzweifel nach der Trennung.  Wo sie herkommen und was du gegen sie tun kannst

Selbstzweifel nach der Trennung. Wo sie herkommen und was du gegen sie tun kannst

Selbstzweifel sind der Saboteur deines Glücks, aber das weißt du, wenn du an ihnen leidest. Wer an sich selbst zweifelt, nimmt sich jede Chance auf das Glücklichsein, auf innere Ruhe und die Freiheit mit offenem Geist durchs Leben zu gehen.

Ganz besonders schlimm sind Selbstzweifel aber nicht nur im Beruf, sondern auch bei der Partnersuche.

Diese Woche hat mich eine Email einer Leserin erreicht, die kürzlich das dritte Mal von ihrem Partner verlassen wurde und an erheblichen Selbstzweifeln leidet. Und damit ist sie nicht alleine.

Woher kommen Selbstzweifel?

  • Bin ich gut genug?
  • Bin ich attraktiv genug?
  • Bin ich intelligent genug?
  • Bin ich liebenswert?

Wie du diese Fragen beantwortest, hängt stark von deiner Kindheitserfahrung ab, ganz besonders davon welches Gefühl dir deine Eltern gegeben haben. Sprich, wir haben als Kind gewisse Glaubenssätze in uns manifestiert, die uns von unseren Eltern gelehrt wurden.

Und weil unsere Eltern meist einen extrem hohen Stellenwert während unserer Kindheit und Jugend haben, erachten wir diese Glaubenssätze als Wahrheit, ohne zu hinterfragen, ob es wahr ist oder nicht, denn unsere Eltern, zu denen wir aufschauen, müssen es wissen – so unsere Annahme.

Was mit dir und deinem Selbstwertgefühl passiert, wenn deine Eltern zum Beispiel zu dir gesagt haben „Wie jetzt, du hast nur eine 3 in Mathe? Ich habe gedacht du bist klüger“, kannst du dir vorstellen. Meist passieren emotionale Verletzungen, die unser Selbstwertgefühl beeinflussen, allerdings sehr viel subtiler. Was als Erwachsener als belanglos und unwichtig gesehen wird, kann für die Seele eines Kindes das Ende der Welt bedeuten.



Was passiert nun, wenn dein Partner dich für eine andere Frau verlässt?

Natürlich sind wir verletzt, gekränkt und deprimiert, wenn wir verlassen werden. Das sind ganz natürliche, menschliche Emotionen, die uns durch die Ablehnung, die wir erfahren, ereilen.

Wenn dich dein Partner nun nicht das erste Mal wegen einer anderen Frau verlassen hat, dann kommt verständlicherweise die Frage in dir auf: „Was habe ich falsch gemacht?“ oder „Was stimmt nicht mit mir?“ Oftmals gefolgt von der Bitte an deinen Ex: „Sag mir einfach was ich ändern soll, und ich mache es für dich.“

Der Grund dafür ist, dass du den Trennungsgrund bei dir suchst. ‚Was stimmt nicht mit mir? Warum immer ich? Ich bin einfach nicht liebenswert.‘

Wenn wir verlassen werden, versuchen wir immer eine Antwort auf das Warum zu finden, eine Erklärung. Vor allem in der zweiten Trennungsphase. Die krampfhafte Suche führt wiederum zu Angst, Panik, Hilflosigkeit und Selbstzweifeln.

Wie soll mich denn jemals jemand lieben, wenn ich immer wieder verlassen werde und einfach nicht liebenswert bin?

Besonders schlimm ist das Unverständnis, wenn sich der Partner trennt, obwohl er uns noch mag, aber keine romantischen Gefühle mehr für uns hat. In diesem Moment erscheint uns das unbegreiflich.

Kommt nun hinzu, dass wir aufgrund unseres Elternhauses ohnehin schon unter Selbstzweifeln leiden (was wir alle tun, lediglich in unterschiedlichem Ausmaß), werden diese durch eine Trennung verstärkt. Wir fühlen uns in unseren Glaubenssätzen bestätigt und unser Selbstbild wird noch negativer als es war.

Ich bin hässlich, unattraktiv, dumm und einfach nicht liebenswert.

Wenn du denkst, dass das unnormal bist, kann ich dich beruhigen: Es geht uns allen so und es ist unheimlich schwer, dass unser Selbstwertgefühl nicht angekratzt wird, wenn wir verlassen worden sind.

Kommen wir aber zu der essentiellen Frage:

Was können wir gegen unsere Selbstzweifel tun?

Hier hilft ein Perspektivwechsel. Anstatt die Schuld nur bei dir zu suchen, frage dich:

  • Was ist in unserer Beziehung schief gelaufen?
  • Wer ist für was verantwortlich?
  • Wie haben wir uns verändert?
  • Wie haben sich unsere Erwartungen an unsere Beziehung verändert?

Wenn eine Beziehung endet, sind immer beide Partner beteiligt. Ich habe dir in meiner persönlichen Geschichte erzählt, dass mein Ex und ich aufgehört habe zu kommunizieren, und daran ist unsere Beziehung gescheitert. Ich habe mir lange selbst die Schuld an unserer Trennung gegeben, bis ich diese Fragen beantwortet und festgestellt habe, dass auch er anders hätte kommunizieren müssen.

Was ich damit sagen will: Ja, ich verstehe, dass du an dir selbst zweifelst und bestimmt gibt es (wie bei uns allen!) den ein oder anderen Punkt, an dem du arbeiten solltest. Aber dass er sich getrennt hat, liegt nicht nur an dir! Das musst du verstehen und akzeptieren. Nimm es an, denn es ist etwas Gutes!

Nur weil er dich verlassen hat, heißt es nicht, dass du nicht liebenswert bist! Es heißt nur, dass sich die Situation und die Erwartungen von deinem Partner verändert haben.

Du denkst jetzt vielleicht: Aber wir waren doch so viele Jahre glücklich und jetzt auf einmal will er unsere Beziehung nicht mehr. Warum?

Weil wir Menschen sind, die älter werden, die sich entwickeln und verändern. Und es kann sein, dass ihr für einen gewissen Lebensabschnitt hervorragend zusammengepasst habt, und dann hat sich einer von beiden verändert. Das ist schmerzhaft, und das weiß ich sehr gut. Aber leider ist das der Lauf des Lebens.

Leben heißt Wachstum. Und  Wachstum heißt Veränderung.

Auch wenn es schwer ist, versuche es zu akzeptieren und hör auf dir die Schuld zu geben und dich abzuwerten. Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Wahrheit!

Sei achtsam wie du mit dir selbst sprichst, denn du hörst immer zu!

Und vergiss niemals: Du bist wundervoll und absolut liebenswert so wie du bist! <3

Der Artikel im Überblick:

  • Die Ausprägung unserer Selbstzweifel hängt von den Erfahrungen in unserer Kindheit ab.
  • Eine Trennung, besonders wenn wir für eine andere Frau verlassen werden, kann diese Selbstzweifel maximieren (ich weiß wovon ich rede!).
  • Nur weil du verlassen wurdest, heißt es nicht, dass du nicht liebenswert bist. Es heißt nur, dass sich die Situation und die Erwartungen deines Partners verändert haben. Das wiederum heißt, dass du einen neuen Partner, mit dem du besser zusammenpasst, finden kannst – ohne etwas an dir zu ändern, weil du denkst, dass etwas nicht in Ordnung ist mit dir.
  • Stelle dir die richtigen Fragen (s.o.) und hör auf dir alleine die Schuld zu geben und dich abzuwerten! Eine Trennung ist immer ‚die Schuld‘ von beiden Partnern, niemals nur die von einem.
  • Sei achtsam wie du mit dir redest, denn du hörst immer zu!

Hier zwei gute Artikel, die das Thema auf einer allgemeinen Ebene vertiefen:

Den inneren Kritiker zähmen – mehr Selbstvertrauen gewinnen.

Wie steht es um dein Selbstwertgefühl?   

Buchtipps:

Rolf Merkle: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen.

Doris Wolf: Wenn der Partner geht.

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Foto: © Igor Mojzes