Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Der einzige Weg wie du deinen Traumpartner findest

Zunächst möchte ich einmal mit der Frage einsteigen, ob es überhaupt einen Traummann oder eine Traumfrau gibt? Nun, ich glaube nicht, dass es den Traumpartner gibt, aber deinen Traumpartner – den einen Menschen, der jetzt im Moment so zu dir passt wie sonst niemand anders. Und weil wir uns im Laufe unseres Lebens permanent verändern, wird sich auch die Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau im Laufe der Zeit verändern.

Wenn du in einer Beziehung bist, kann das bedeuten, dass ihr gemeinsam wachst und euch gemeinsam verändert – oder auch nicht. Wenn du Single bist, dann kann es sehr gut sein, dass deine Vorstellung deines Traummannes/ deiner Traumfrau vor ein paar Jahren überhaupt nicht mehr der von heute entspricht.

Wie kannst du also deinen Traumpartner finden?

#1 Du musst überhaupt erstmal daran glauben, dass er existiert

Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass deine Gedanken dein Dasein, deine Materie erschaffen. Das ist meine innerste Überzeugung – wir können alles in unserem Leben manifestieren, was wir wollen. Das muss natürlich gelernt sein, aber es ist möglich. Der erste Schritt dazu ist, dass du überhaupt daran glaubst, dass dein Traummann bzw. deine Traumfrau existiert und dass du es verdienst mit ihm/ihr zusammen zu sein. Denn wenn du das nicht tust, dann nimmst du dir schon die wichtigste Energie quasi ‚bevor es überhaupt losgeht‘.

Hier ein (englisches) Video von meinen Vorbildern Marie Forleo und Gabrielle Bernstein zum Thema Manifestieren:

#2 Heile deine Wunden aus vergangenen Beziehungen

Jeder von uns trägt Wunden aus vergangenen Beziehungen mit sich herum. Die einen mehr, die anderen weniger. Wenn du den richtigen Partner in dein Leben ziehen möchtest, dann solltest du diese Wunden auflösen und deinem Ex verzeihen. Nicht nur, dass dir das persönlich innere Ruhe geben wird, es wird dir so viel leichter fallen jemanden in dein Leben zu ziehen, weil du nicht die ganze Wut, Missgunst und alten Ballast mit dir rumträgst. Du strahlst das aus, auch wenn du dir dessen vielleicht nicht bewusst bist.



#3 Überwinde die Angst vor dem Alleinseins

Weißt du etwas mit dir anzufangen, wenn du alleine bist? Oder kommt in dir ein unbehagliches Gefühl oder sogar Angst hoch, wenn du nur daran denkst alleine Zeit mit dir verbringen zu müssen? Aus meiner Sicht sollte jeder Erwachsene, der sich auf eine ernsthafte und dauerhafte Beziehung einlässt, gelernt haben alleine zu sein. Wie soll denn jemand mit dir Zeit verbringen wollen, wenn nicht mal du selbst mit dir Zeit verbringen möchtest? Wovor hast du Angst? Was glaubst du denn zu entdecken, wenn du mit dir alleine bist?

#4 Erkenne, dass nur du die Leere füllen kannst

Viele von uns suchen ihre Erfüllung und ihr Glück in ihrem Partner und realisieren nicht, dass es nur sie selbst sind, die diese Leere füllen können. In dem Moment, in dem du jemandem anders die Aufgabe überträgst dich zu erfüllen und glücklich zu machen, bürdest du deinem Gegenüber nicht nur unfassbar viel Verantwortung auf, nein, du machst dich und dein Glück auch von dieser einen einzigen Person abhängig. Was denkst du was passiert, wenn diese Person plötzlich entscheidet, dass sie nicht mehr mit dir zusammen sein möchte? Lerne Verantwortung für dein Leben, deine Emotionen und dein Glück zu übernehmen, und deine Chancen deinen Traummann bzw. deine Traumfrau zu finden (und auch halten zu können!), wachsen enorm.

#5 Werde dir über deine Glaubenssätze im Klaren

Was glaubst du denn über deinen Traummann bzw. deine Traumfrau? Und was denkst du über die Liebe? Über eine dauerhafte und glückliche Beziehung? Um den Menschen zu  finden, der zu dir passt, rate ich dir deine Glaubenssätze ausfindig zu machen. Untersuche wie und was du denkst und hinterfrage alles. Woher kommt der Glaube? Ist er wahr? Viele von uns glauben nicht mehr an die große Liebe und haben sich für das Warum sagenhafte Geschichten einfallen lassen, weil sie in vorhergehenden Beziehungen verletzt wurden. Fakt ist aber, dass alles was du glaubst wahr ist – egal ob es positiv oder negativ ist. Du erschaffst dir deine eigene Wahrheit, indem du denkst. Und es liegt an dir deine Gedanken zu verändern, denn nur so kannst du auch dein Leben verändern.

#6 Werde der Mensch, den du dir wünschst

Interessanterweise höre ich auf meine Frage wie der Traummann oder die Traumfrau aussehen und was er bzw. sie mitbringen sollte, immer wieder fantastische Beschreibungen von Individuen, die zwar mit Sicherheit irgendwo existieren, aber wahrscheinlich kein Interesse an der Person haben, die sie beschreibt. Was ich damit meine? Nun, wenn du nicht gerade eine Sportskanone und eher etwas übergewichtig bist, dann wirst du wahrscheinlich nicht den absolut sportlichen Typen in dein Leben ziehen. Nicht unbedingt wegen der Optik, denn Aussehen ist bekanntlich Geschmackssache, aber aus dem Grund weil er wahrscheinlich kein Interesse an einer Couchpotato hat – und das ist auch gut für dich, denn du würdest dich wahrscheinlich von einem übertrieben sportlichen Typen eher „zum Sport genötigt“ und wahrscheinlich eher unwohl fühlen.

Ich könnte noch unzählige Beispiele auflisten, aber worum es mir eigentlich geht: Wenn du eine genau Vorstellung deines Traumpartners hast, dann solltest du genau dieser werden. Du kannst nicht von anderen Menschen erwarten etwas mitzubringen, das du nicht hast. Und außerdem hast du natürlich die Chance bei den entsprechenden Aktivitäten jemanden kennenzulernen. Rocker gesucht? Geh auf ein Rockkonzert. Traveller gesucht? Fange an alleine zu reisen. Suchst du einen kritikfähigen Partner? Werde selbst kritikfähig. Das Prinzip ist sehr simpel und doch beachten es so wenige.

Du solltest dir also auf jeden Fall sicher sein, wen du suchst und auch realistisch einschätzen wer zu dir passt. Und zwar nicht, weil du nicht gut genug bist, sondern eben gerade weil du genug bist! Deine Partnerschaft sollte erfüllend sein, das kann sie aber nur, wenn ihr auch zusammenpasst und keiner versucht sich für den anderen zu verbiegen.

Foto: © Coy_Creek

Wie Männer eine Geliebte sehen und warum sie fast niemals ihre Frau verlassen

Wie Männer eine Geliebte sehen und warum sie fast niemals ihre Frau verlassen

Während dem Surfen auf Facebook sieht man des Öfteren Texte wie:

„Toiletten und Männer haben zwei Dinge gemeinsam: Entweder sie sind scheiße oder besetzt.“

oder auch:

„Alle guten Männer sind entweder schwul oder vergeben.“

Und wie wir ja bekanntlich wissen, ist alles, was im Internet steht, wahr…

Aber mal Spaß beiseite, es gibt Frauen, die geraten immer wieder an vergebene Männer. Und manche von ihnen wünschen sich mehr oder möchten zumindest wissen, was sie als Geliebte eines vergebenen Mannes erwarten können.

Die Antwort darauf erfährst du in diesem Artikel. Allerdings weiß ich nicht, ob sie dir gefallen wird…

Das Phänomen Geliebte

Ich möchte mit der Tür gleich ins Haus fallen. Die meisten Männer werden ihre Beziehung nicht wegen ihrer Geliebten beenden. Ich schreibe die meisten, nicht alle.

Für viele Männer steht zu viel auf dem Spiel: Eine Ehe, ein Haus, eine gemeinsame Familie. Andere wiederum lieben ihre Freundin/Frau vielleicht noch und suchen „nur“ nach ein wenig sexueller Abwechslung. Und sicherlich gibt es auch ein paar Männer, die einfach zu feige sind, ihre Beziehung zu beenden, obwohl es sicherlich die beste Entscheidung für alle Beteiligten wäre.

Ich finde es allerdings relativ belanglos beim Thema Dating über das Verhalten der anderen zu schreiben. Es ist immer ein kleines Ratespiel, warum sich unser Gegenüber so verhält, wie er sich verhält. Ich halte es viel aufschlussreicher, wenn wir überlegen, was wir von unserem eigenen Verhalten lernen können, was wir an der Situation ändern können und warum wir immer wieder die gleiche Art Mensch anziehen.



Was willst du?

Falls du die Geliebte eines vergebenen Mannes bist, solltest du dich Folgendes fragen:

  • Was möchte ich von diesem Mann?
  • Möchte ich, dass er seine Freundin/Frau verlässt?
  • Ist es ok, dass er weiterhin in einer Beziehung ist, solange wir uns regelmäßig sehen?

Falls du für dich entschieden hast, was du von dem Mann und der „Beziehung“ willst, dann sage es ihm.

Falls er sich darauf einlässt, super.

Falls nicht, beende das Ganze.

Ich meine das ernst. Falls er dir nicht das geben kann, was du willst, mach Schluss. Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, um Drama, Schmerz und Enttäuschungen zu verhindern.

Ich weiß, du wünscht dir gerne eine Art magische Prinzessinnen-Zauberlösung, durch die die Geschichte doch noch ein Happyend hat. Doch damit machst du dir was vor.

Beim Thema Dating geht es nicht darum, einen anderen dazu zu bringen, das zu tun, was wir uns wünschen. Es geht vielmehr darum, ehrlich und offen unsere Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und jemand zu finden, der daraufhin antwortet:

„Verdammt ja, ich will genau das Gleiche!“.

Wenn du dir mit einem vergebenen Mann eine Beziehung wünscht, er jedoch nicht bereit ist, seine derzeitige Beziehung für dich zu beenden oder dir seit Monaten/Jahren erzählt, dass er es bald machen wird, ziehe weiter.

Dieser Mann kann dir nicht das geben, was du dir wünschst. Doch einer anderer wird es sicher können. Gewisse Türen sollten wir schließen, damit sich andere öffnen können.

Hast du eventuell Bindungsangst?

Falls du dich zum ersten Mal in einen verliebten oder vergebenen Mann verguckt hast, alles ok. Falls es nicht das erste Mal ist und häufiger passiert, dann wird es interessant…

Menschen, die eine gewisse Bindungsangst haben, suchen sich unbewusst häufig Partner aus, die emotional nicht verfügbar sind. Also Menschen, die z.B. in einer Beziehung sind.

Glaube mir, nicht alle gut aussehenden, interessanten und humorvollen Männer auf dieser Welt sind vergeben. Ich bin das beste Beispiel dafür :-)

Falls du dich also immer wieder in Männer verguckst, die vergeben sind, würde ich darauf tippen, dass du eine gewisse Form von Bindungsangst hast.

Bindungsangst ist etwas Paradoxes. Zum einen wünschen wir uns eine erfüllte, harmonische und glückliche Beziehung, zum anderen haben wir auch Angst davor und verhindern somit, dass wir diese Beziehung führen.

Bindungsangst führt dazu, dass wir unsere Beziehungen immer wieder selbst sabotieren oder es gar nicht erst soweit kommen lassen, in dem wir uns unbewusst Partner aussuchen, die emotional nicht verfügbar sind.

Sich immer wieder Männer auszusuchen, die schon vergeben sind, ist eine Art, der eigenen Angst vor Bindung und Nähe aus dem Weg zu gehen. Und solange du deine Bindungsangst nicht erkennst und etwas dagegen unternimmst, wird sich wahrscheinlich auch nicht viel an deiner Situation ändern.

Nicht der vergebene Mann ist „Schuld“ an deinem Liebespech, sondern deine Bindungsangst. Selbst wenn sich der vergebene Mann tatsächlich für dich entscheidet, wirst du die Beziehung früher oder später wahrscheinlich (unbewusst) sabotieren. Und dann fängt das Spiel wieder von vorne an.

(Wie du deine Bindungsangst überwinden kannst, erfährst du hier. )

Wie es weitergeht

Ich hoffe, der Artikel war nicht zu direkt. Ich bin jedoch der Meinung, dass Ehrlichkeit, auch wenn sie anfangs häufig schmerzhaft ist, langfristig vieles einfacher macht. Nicht nur bezogen auf Dating.

Aus vielen Leser-Emails und Gesprächen mit Frauen habe ich über die Zeit erfahren, dass sich die meisten Männer langfristig nicht für ihre Geliebte entscheiden. Kann es in deinem Fall eine Ausnahme geben? Klar. Doch ich würde a) mich nicht darauf verlassen und b) offen kommunizieren, was du willst.

Und falls du dir mit dem vergebenen Mann gar keine Beziehung wünscht sondern nur ein wenig Spaß haben möchtest, dann genieß das Ganze solange, wie es sich für beide gut anfühlt.

Anchu_rundDas ist ein Gastartikel von Anchu Kögl

Anchu Kögl ist Autor und Unternehmer. Er reist seit über drei Jahren um die Welt und lebt aus einem Koffer. Auf seinem Blog gibt er ungewöhnliche Lebenstipps. Auch zum Thema Dating. In seinem Artikel „Was Männer wollen“ erklärt er, dass es nicht darum geht, was Männer wollen, sondern um das, was du willst. Der Artikel bietet eine erfrischend neue Perspektive auf das Thema Dating und Männer.

 

Foto: ©Olly18

Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Es gibt genau zwei unfassbar mächtige Emotionen, die dein Leben massiv beeinflussen können: Liebe und Angst. Aber was, wenn du Angst vor der Liebe hast? Gerade wenn du in einer schmerzhaften Trennung steckst oder vielleicht schon über sie hinweg, aber trotzdem Single bist, ist die Angst vor der Liebe kein seltenes Phänomen, die wir oft mit den Worten „Ich bin beziehungsunfähig“ verschleiern.

Dabei geht es hauptsächlich um die Angst davor zu lieben, verlassen zu werden und vor allem verletzt zu werden. Die zentrale Frage, die wir uns zunächst stellen müssen, lautet: Warum haben wir eigentlich Angst? 

Angst hat eine Aufgabe

Stell dir einfach mal vor du läufst nachts alleine durch eine dunkle Gasse und merkst plötzlich, dass dir jemand folgt. Das erste was du empfindest, ist Angst – Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik – und genau die brauchst du, denn sie ist ein Urinstinkt, der dir hilft dich zu schützen. Dein Gehirn empfängt Informationen, die dich zu einer lebensrettenden oder zumindest für die Situation notwendigen Aktion animieren. Angst ist also nichts anderes als ein Schutzmechanismus.

Wenn es um Beziehungen geht, spürst du die Angst meist nicht körperlich, sondern subtiler, aber auch hier möchte sie dich schützen: Und zwar davor, verletzt zu werden. Das wiederum ist allerdings sehr hinderlich und nimmt dir gleichzeitig die Chance auf Liebe und eine wundervolle Beziehung.

Generell gibt es zwei grundlegende Ängste, die dich dazu bringen zu glauben, dass du beziehungsunfähig bist und die dich von einer glücklichen Beziehung abhalten, wenn du nicht daran arbeitest.



#1 Die Angst davor verlassen zu werden

Dass die Beziehung auf längere Sicht nicht funktioniert und du vielleicht verlassen wirst, kannst du nicht ausschließen. Niemand kann das, und selbst Ehen nach über 30 Jahren und länger werden häufig noch geschieden.

Ganz besonders schlimm kommt diese Angst zum Vorschein, wenn du verlassen wurdest und/oder wenn du schon scheinbar ewig eine/n Partner/in suchst und dann endlich jemanden kennengelernt hast, den/die du gerne „halten möchtest“. Schon alleine bei dem Gedanken daran, dass ihr ein Paar werden könntet und was das für Folgen haben könnte, wenn es nicht funktioniert, lässt die Angst in dir aufsteigen.

Wenn ich niemanden nahe an mich heranlasse, gebe ich niemandem die Chance mir weh zu tun.

Doch was passiert denn, wenn du es nicht probierst? Ja, du läufst zwar keine Gefahr, dass dir jemand weh tut. Aber du nimmst dir selbst und auch Menschen, die sich für dich interessieren, die Chance dich aufrichtig zu lieben.

So blöd und simpel wie es klingt: No risk, no fun! Dein Herz für jemanden zu öffnen wird niemals risikofrei sein, das weiß ich, und ich selbst musste lange daran arbeiten. Aber am Ende des Tages hast du mehr zu gewinnen als zu verlieren! Und wenn du tatsächlich wieder verletzt wirst, macht es dich wieder ein Stück weit stärker. Versuche die Situation immer von der positiven Perspektive zu betrachten, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist.

#2 Die Angst davor deine Freiheit und Individualität zu verlieren

Auf der anderen Seite, vor allem wenn du lange Single warst, hast du vielleicht Angst davor eingeengt zu werden. Davor, dass dir ein Partner dein Leben auf den Kopf stellt und du nicht mehr all das tun kannst, was du jetzt tust.

Ja, eine Partnerschaft bedeutet immer Kompromisse einzugehen, sie besteht immer aus Geben und Nehmen. Und wenn du dich an deine letzte (glückliche) Beziehung erinnerst, dann weißt du auch was dir wichtig ist und wo du dich einschränken kannst und möchtest, immerhin erwartest du das auch von deinem/r Partner/in.

Das heißt aber nicht, dass du dich für den anderen verbiegen solltest! Eine Beziehung bedeutet zwar immer Arbeit, allerdings nicht in einer Art und Weise, dass es dich anstrengten sollte, sondern so dass du gerne tust was du tust. Eine Partnerschaft sollte ‚leicht von der Hand gehen‘ und dich in keinem zu einem anderen Menschen machen als der, der du bist.

Wenn du nun schon bei den ersten Dates merkst, dass es nicht passt, dann kann ich dir nur raten, dass du dich auf deine Intuition verlässt und ehrlich genug bist, um es zu beenden bevor dein Herz (und das des/der anderen) noch mehr drinsteckt.

Solltest du allerdings merken, dass eigentlich alles passt, du aber innerlich einen Schritt zurückgehst, weil du Angst hast, dann solltest du versuchen sie zu überwinden.

Was kannst du tun, um diese Ängste in den Griff zu bekommen?

Zunächst musst du die bewusste Entscheidung treffen, dass du eine glückliche Beziehung möchtest und auch dass du dazu bereit bist dich zu öffnen. Du solltest dich auf dein Herz verlassen (wie eigentlich immer!) und in dich hineinhören, ob du bereit dazu bist. Und wenn ja, ob dich noch etwas anderes als deine Angst davon abhält.

Im zweiten Schritt rate ich dir dazu deine Angst zu hinterfragen, wann immer sie auftaucht und sie „unter Kontrolle zu bringen“. Setz dich dazu am besten mit einem Zettel und Stift und stelle dir folgende Fragen:

  • Vor was genau habe ich Angst?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Angst wahr wird?
  • In welcher Relation stehen das, was ich bekommen könnte (z.B. bedingungslose Liebe eines wertvollen Menschen) und das passieren könnte?

Sei ehrlich mit dir selbst! Wenn du wegschaust und nicht bereit dazu bist dich deinen Ängsten zu stellen, wirst du immer und immer wieder in die gleichen Situationen geraten, denn die gleichen Handlungen werden immer die gleichen Ergebnisse nach sich ziehen – so wie in allen Lebenssituationen. Nur wenn du herausfindest, was du möchtest und dazu bereit bist, dich deinen Ängsten zu stellen und das Risiko verletzt zu werden einzugehen, kannst du wieder eine glückliche Beziehung führen. Wenn du Bindungsangst verstehen und auflösen möchtest, dann kann ich dir dieses Programm ans Herz legen. Außerdem kannst du in diesem Artikel noch mehr dazu lesen.

Vergiss nicht: Auf der anderen Seite der Angst erwartet dich das, was du dir immer gewünscht hast! Das gilt nicht nur für die Liebe.

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Foto: © alphaspirit

Wie du deine Beziehung mit Sicherheit zugrunde richtest

Wie du deine Beziehung mit Sicherheit zugrunde richtest

Ich versuche meine Artikel immer so einfühlsam wie möglich zu schreiben. Aber ich sehe es auch als meine Aufgabe, dir so gut wie möglich zu helfen. Daher könnte der heutige Artikel etwas unangenehm werden, denn du musst ehrlich zu dir sein – und zwar zu 100 Prozent. Und vielleicht stellst du fest, dass deine Beziehungssituation (wie sie nun auch sein mag: gerade getrennt, unglücklich in einer Beziehung oder schon ewig Single) nicht so sehr an deinem Partner oder an anderen Menschen liegt, als an dir selbst.

Es gibt eine Sache, die deine Beziehung (nicht nur deine romantische, sondern alle zwischenmenschlichen) kaputt macht oder dafür sorgt, dass du nicht in der Lage bist eine dauerhafte Beziehung zu führen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, es liegt an dir alleine und du ganz alleine kannst es verändern, wenn du möchtest. Was solltest du also tun, um deine Beziehung zu heilen oder dich dauerhaft an einen Menschen binden zu können?

Du musst aufhören zu urteilen, über deinen Partner und über dich selbst.

Urteile über dich selbst und du wirst nicht glücklich

Wahrscheinlich hast du schon mal davon gehört, dass dein äußeres Leben durch deine innere Haltung erzeugt wird, und dem ist auch so. Du kreierst deine Welt durch deine Glaubenssätze, durch bewusste und unbewusste. Was heißt das konkret?

Wenn du von anderen Menschen verurteilst wirst, dann solltest du den Fokus nicht auf das Verhalten dieses Menschen richten, sondern auf dein Inneres. Denn Menschen urteilen nur über dich, wenn du das selbst tust. Wie könntest du auch von anderen erwarten nicht über dich zu urteilen, wenn du es selbst nicht besser machst? Höre also tief in dich hinein, meditiere und versuche herauszufinden für was du dich selbst verurteilst. Wenn du diese Antwort einmal gefunden hast, dann kannst du daran arbeiten.



Für deine Beziehung heißt das im Umkehrschluss: Wenn dein Partner über dich urteilt, warum auch immer, dann liegt es nicht an deinem Partner, sondern an dir.

Um dieses selbstzerstörerische Verhalten zu stoppen, musst du deine Glaubenssätze herausfinden und auflösen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, unter anderem mein Coaching. Wie du weißt, dass du das Selbsturteil aufgelöst hast? Daran, dass es dein Partner es reflektiert, er ist immer dein Spiegel, egal ob positiv oder negativ. Wenn du dich und deine Haltung gegenüber dir selbst änderst, dann wird sich das im Verhalten deines Partners spiegeln.

Das passiert nicht sofort, genauso wenig wie du von jetzt auf gleich aufhören kannst einen bestimmten Glaubenssatz zu haben. Aber es passiert, wenn du wirklich etwas verändern möchtest. Geduld ist hier das Zauberwort.

Urteile über andere und du wirst keine dauerhafte Beziehung führen können

Betrachten wir die andere Seite der Medaille: Wie urteilst du über deinen Partner, deinen Ex oder den Menschen, den du in deinem Leben haben möchtest?

Wir machen oftmals einen fatalen Fehler: Wir verwechseln „das Beste für jemanden zu wollen“ mit „ICH denke es ist das Beste für dich, weil ich das so wie du das machst, nicht gut finde“ – und hier liegt die Krux. Wenn du feststellst, dass du diesem besonderen Menschen nahelegen möchtest, was das Beste für ihn ist, dann muss ich dir sagen: Egal wie und weise du bist, sas kannst du weder wissen noch entscheiden.

Urteilsfrei und aus vollem Herzen das Beste für diese Person zu wollen, heißt sie in all dem zu unterstützen was sie selbst als das Beste für sich empfindet.

Wenn du wirklich etwas an deiner Situation ändern möchtest, dann mache dir doch mal eine Liste, für was du deinen Partner (oder eben den besonderen Menschen, um den es für dich geht) verurteilst und dann schau mal in den Spiegel. Verurteilst du dich selbst für genau das?

Uns fällt es meistens leichter andere an den Pranger zu stellen als uns an die eigene Nase zu fassen (und ich schreibe das nicht aus einer herablassenden und allwissenden Perspektive, sondern genau aus so einer ‚Ich muss bei mir selbst anfangen‘ Perspektive). Und warum? Naja, wenn wir uns den Spiegel vorhalten und unsere eigenen Baustellen sehen, heißt das immer, dass wir daran arbeiten müssen. Und es ist so viel leichter anderen zu sagen, dass sie diese Arbeit verrichten sollen als selbst die Ärmel hochzukrempeln und es anzupacken.

Wenn du möchtest, dass sich die Person verändert, dann solltest du mit bestem Beispiel vorangehen, denn nur so kannst du überhaupt erwarten, dass sich überhaupt etwas verändert.

Und in der Zwischenzeit, also wenn du deine Beziehung retten möchtest, mache dir doch auch mal eine Liste mit den positiven Eigenschaften dieses Menschen. Mit den Aspekten, die du an ihm liebst und schätzt. Und jedes Mal, wenn er „deine Knöpfe drückt“, erinnere dich daran, warum du diese Person in deinem Leben haben möchtest.

Ja, das ist eine Herausforderung, das weiß ich selbst aus meinem täglichen Leben. Aber eine andere Lösung gibt es nicht – zumindest keine, die für ein gemeinsames Leben taugt.

Hier eine gute Affirmation, die dir vielleicht hilft:

Ich liebe dich mehr als die Person, die ich denke, die du sein sollst. Daher lasse ich dich so sein wie du bist und ich liebe dich bedingungslos, ohne die Erwartung, dass du dich veränderst.

Und wenn du nicht an dir arbeiten möchtest?

Wenn du dich nicht in der Lage siehst, aufzuhören über dich und/oder deinen Partner zu urteilen, dann ist es am fairsten ihm gegenüber, wenn du dich trennst. Warum? Weil eine Trennung einfacher zu verkraften ist als permanent dafür verurteilt zu werden wie man ist und dem machtlos gegenüber zu stehen, weil du nicht dazu bereit bist an dir zu arbeiten.

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Foto: ©Licccka 

Bist du verliebt oder einfach einsam? Und warum du dir darüber im Klaren sein musst.

Bist du verliebt oder einfach einsam? Und warum du dir darüber im Klaren sein musst.

Bist du der Typ, der von Beziehung zu Beziehung springt? War das schon in deinen Teenagerzeiten so, dass du eigentlich nie alleine warst und immer binnen kürzester Zeit einen neuen Partner hattest?

Nun, vor meiner 10-jährigen Beziehung war ich das – ich konnte einfach nicht alleine sein und war eigentlich seit meinem 14. Lebensjahr (!) immer mit irgendeinem Typen am Anbändeln und natürlich: immer verliebt!

Heute ist es genau umgekehrt: Ich kann mir nicht mehr vorstellen keine Zeit für mich selbst zu haben und es schnürt mir ein wenig die Luft ab, wenn ich daran denke wie ich gelebt habe und wie ich mit mir selbst umgegangen bin! Würde ich heute in einer Partnerschaft leben, die mich einengen würde, wäre ich schneller wieder Single als du mit dem Finger schnipsen kannst.

Und trotzdem gibt es diese Menschen auch mit 30+ noch. Wahrscheinlich hat jeder von uns so jemanden in seinem Freundeskreis. Kaum geht die eine Beziehung in die Brüche, ist auch schon der nächste Partner am Start. Und darum stelle ich mir heute die Frage, die du dir selbst und/oder deinen besagten Freunden stellen kannst:

Bist du wirklich verliebt?

Nun, verliebt sein können wir nicht tatsächlich messen, daher liegt mir auch fern darüber zu urteilen, ob jemand tatsächlich verliebt ist oder nicht. Aber du kannst es für dich fühlen, und dazu musst du ehrlich sein!

Es gibt (abgesehen von deinem Gefühl) ein paar zentrale Punkte, mit denen du unterscheiden kannst, ob du verliebt bist oder ob du nur nicht alleine sein kannst und dich deshalb mit jemandem verbunden fühlen möchtest. Wo liegt also der Unterschied?

  1. Verliebtsein ist leidenschaftlich. Verbundenheit ist eher, naja okay. 

Wenn du verliebt bist, spürst du die Leidenschaft und gefühlte eine Million Funken schon dann, wenn ihr gemeinsam in einem Raum seid. Alleine wenn eure Blicke sich treffen… Herzrasen, feuchte Hände und tausend Explosionen in deinem Kopf gepaart mit dem nicht zu zähmenden Willen dieser einen einzigen Person nahe zu sein. Euer Sex ist sensationell, jenseits von Raum und Zeit und übertrifft all deine Vorstellungen, alleine weil das Teilen dieses intimen Moments so intensiv ist und auf viel mehr Ebenen als auf der physischen stattfindet.

Wenn du dich mit jemandem verbunden fühlst, nun ja: Klar findest du den Menschen attraktiv und tauschst deine Gedanken mit ihm aus. Aber du spürst das Feuer nicht. Und euer Sex kann natürlich geil sein, aber auf einer anderen Ebene als wenn du verliebt bist und meist auch eher eindimensional. Verstehst du was ich meine?



  1. Verliebtsein heißt selbstlos zu agieren. Verbundenheit ist ichbezogen. 

Wenn du schon mal richtig verliebt warst oder gar aus vollem Herzen geliebt hast, dann weißt du was ich meine: Wenn du ehrliche und tiefe Gefühle für einen anderen Menschen hast, dann steht sein Wohl und sein Glück im Mittelpunkt. Und zwar nicht aus dem Grund, weil du dich selbst aufgibst, sondern aus dem einfachen Grund, weil dich sein Glück noch viel glücklicher macht als du ohnehin schon bist. Und weil es dich mehr erfüllt, zu geben anstatt zu nehmen (was nicht heißt, dass du das nicht tun solltest, aber das ist ein anderes Thema).

Wenn du dich mit jemandem verbunden fühlst, dann stehst du dir selbst trotzdem immer noch am nächsten. Natürlich ist der andere dir wichtig und du übergehst ihn nicht vollkommen, aber wenn du tief in dich hineinhörst und ehrlich bist, dann geht es dir in erster Linie doch zuerst um dich selbst. Nicht weil du es böse meinst, sondern einfach weil du es nicht fühlst. Du fühlst nur bedingt Erfüllung und Glück in dem Glück und der Lebensfreude deines Partners.

  1. Verliebthsein bedeutet Freiheit. Verbundenheit bedeutet Besitz.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich ein paar Kommentare von Leserinnen bekomme, die darüber echauffiert sind, aber ja: Wenn du wirklich verliebt bist oder jemanden gar liebst, dann kannst du ihm Freiheit geben sich selbst zu sein. Und das bedeutet auch, dass dein Partner auch sein eigenes Leben führen und mit anderen Menschen weggehen und sich treffen kann, ohne dass du unsicher wirst und dich und die Beziehung hinterfragst.

Wenn du dich verbunden fühlst mit einem Menschen, dann leidest du oftmals unter Verlustängsten (sonst wärst du nicht in einer Beziehung mit jemandem, in den du nicht verliebt bist) und das wiederum veranlasst dich dazu, deinen Partner besitzen zu wollen. Wenn du ihn nicht besitzt, dann kann er ja auch einfach jemand anders suchen. Das macht für dich wenig Sinn, wenn du so nicht denkst, und doch gibt es viel zu viele Beziehungen, die genauso ticken.

  1. Verliebtsein gibt dir Kraft. Verbundenheit nimmt dir Kraft.

Was meine ich damit? Wenn du verliebt bist, dann bekommst du extrem viel Kraft durch deine Beziehung und deinen Partner, denn ihr gebt sie euch gegenseitig. Ihr seid füreinander da, baut euch gegenseitig auf und geht zusammen durch dick und dünn.

Bei einer Verbundenheit mit einem anderen Menschen, sieht das etwas anders aus: Eigentlich ist es ein ständiger Kampf (egal ob verbal oder in dir und deinem Geist), denn eigentlich ist nur das wichtig, was du denkst und du investierst und verlierst deine Kraft darin, deine Meinung und/oder Entscheidung durchzuboxen.

  1. Verliebtsein bringt dich weiter. Verbundenheit hält dich auf.

Wenn du wirklich verliebt bist oder in diesem speziellen Punkt, liebst, dann wird deine Seele daran wachsen. Denn wenn du dieses tiefe und innige Gefühl für jemanden hast, dann wirst du dich verändern. Egal ob du in manchen Punkten über dich selbst reflektierst und die Sichtweise deines Partners doch besser nachvollziehen kannst als gedacht. Oder ob du eines Tages für dich selbst feststellst, dass du nicht dein bestes Selbst bist, das aber für deinen geliebten Partner sein möchtest. Liebe (und ich wähle das Wort hier bewusst über Verliebtheit) wird dir immer zu Wachstum verhelfen, und diese Veränderungen machen dich glücklich (und dir keine Angst)!

Wenn du jemandem verbunden bist, dann stehst du Veränderungen nicht so offen gegenüber, denn du bist eher damit beschäftigt deine Meinung zu behalten und deine Ansichten durchzuboxen. Veränderung macht keinen Sinn für dich, denn du bist einfach nicht offen dafür.

Jeder von uns hat eine Aufgabe

Ich glaube ganz fest daran, dass jeder von uns, jede Seele auf diesem Planeten eine Aufgabe hat und diese nur durch Wachstum erfüllen kann! Stagnation ist das Schlimmste, das du dir und deiner Seele antun kannst. Beziehungen weisen uns unseren Weg, also finde die Beziehung, die dich wachsen lässt. Ja, das sage ich so einfach, das stimmt. Aber: Wenn du nicht in einer erfüllenden Beziehung lebst, in der du ein besserer Mensch wirst und daran wächst, dann sei mutig, bleibe alleine und habe die Geduld zu warten bis es soweit ist.

Verliebtheit und Liebe fühlen sich immer leicht an!

Wenn du diese natürliche Leichtigkeit nicht von Anfang spürst, dann solltest du für dich, dein Herz und deine Seele reflektieren, ob du nicht besser dran bist, wenn du alleine bist und geduldig bleibst bis dein Seelenpartner auftaucht.

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Foto: ©elfrock 

Als Frau Männer ansprechen und kennenlernen: Tipps und Tricks vom Flirtprofi Horst Wenzel

Als Frau Männer ansprechen und kennenlernen: Tipps und Tricks vom Flirtprofi Horst Wenzel

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Horst Wenzel. Der Kölner veranstaltet in seiner Flirtschule Flirtseminare für Frauen und Männer. Der 26-jährige hat einen Sohn und ist bekannt aus zahlreichen TV-Formaten; unter anderem Berichterstattungen zu Bauer sucht Frau, der Bachelorette, ARD, NTV und dem KIKA. Horst bringt mit der Flirt University, der “Fahrschule fürs Flirten”, mehr Liebe ins Leben.

Frisch nach der Trennung bist du vielleicht froh gewesen, erst einmal die Vorzüge des Singlelebens wieder zu genießen. Du hast dich darüber gefreut, wieder mehr Zeit für dich zu haben und nicht immer Kompromisse schließen zu müssen. Seitdem ist allerdings einige Zeit ins Land gezogen und du merkst, dass du dich wieder nach Zuneigung und Wärme sehnst. Du bist wieder vermehrt ausgegangen und hast Kontakte zu Männern gesucht, doch irgendwie ist nie etwas daraus geworden. Mit Erschrecken hast du festgestellt, dass du beim Flirten ganz schön aus der Übung bist. Überhaupt fragst du dich, wie man als Frau Männer ansprechen kann, ohne dass dies beim anderen Geschlecht merkwürdig ankommt.

Mit genau dieser Frage wollen wir uns nun beschäftigen: Die meisten Frauen wünschen sich vom Mann angesprochen zu werden. Denn früher wie heute gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass der Mann den ersten Schritt macht. Hollywood macht es vor: Mitten im Alltag lernt sie ihn durch einen Zufall kennen, fast immer ist er es jedoch, der den ersten Schritt unternimmt.

Wird allerdings im wahren Leben das Balzverhalten zwischen Männlein und Weiblein beobachtet und auch von Studien erforscht, lässt sich etwas Interessantes feststellen: Zwar sind es meist die Männer, die eine Frau ansprechen, aber erst nachdem die Frau den ersten Schritt getan hat und dem Mann nonverbale Signale (Blicke, Mimik, Körperhaltung, usw.) gesendet und ihn damit “eingeladen” hat.



Der moderne Mann von heute ist längst nicht so selbstsicher, wie viele glauben. Dennoch fühlen sich einige Männer überrumpelt, sogar in ihrem männlichen Stolz verletzt, werden sie von einer Frau angebaggert. Denn unterbewusst vertreten fast alle Herren der Schöpfung noch sehr altmodische Ansichten, wenn es um das Ansprechen geht. Geht eine Frau in die Vollen und setzt alles auf eine Karte, gehen Männer oftmals einen Schritt zurück.

Wie kann eine Frau einen Mann ansprechen, ohne dass dieser zurückschreckt?

Generell ist es empfehlenswert, dem Mann das direkte Ansprechen zu überlassen, es ihm jedoch so leicht wie möglich zu machen ein Gespräch zu beginnen. Dies gelingt sehr leicht durch die Körpersprache. Ein neugieriger Blick ist immer der erste Schritt.

Wir Menschen sind es gewohnt die Dinge, welche uns interessieren, anzusehen. Hören wir neben uns ein lautes Geräusch, drehen wir unseren Kopf in diese Richtung um zu begutachten, was dort passiert ist und wodurch das Geräusch ausgelöst wurde. Etwas anzublicken signalisiert somit Interesse. Durch unseren Blickkontakt zu ihm, weiß er, dass er von uns gesehen wurde. Blicken wir ihn öfters an, vermitteln wir ihm, dass wir ihn nicht nur gesehen haben, sondern er uns auch interessiert. Dies ist wichtig, denn nur die wenigsten Männer trauen sich eine Frau anzusprechen, wenn diese sie noch nicht einmal angeblickt oder angelächelt hat. Betreten Frauen beispielsweise mit ihren Freundinnen eine Bar und entdeckten einen attraktiven Mann, welcher ihnen gut gefällt, dürfen ihr euch ruhig trauen diesen auch anzublicken.

Die Mimik darf ebenfalls nicht vergessen werden. Entspannen wir alle Gesichtsmuskeln vollkommen, haben die meisten Menschen kein Lächeln auf dem Gesicht. Damit unsere Mundwinkel nach oben zeigen, müssen wir unsere Gesichtsmuskulatur benutzen. Viel zu häufig wird dies allerdings vergessen. Dabei unterstreicht ein keckes Lächeln deine Einladung zusätzlich zum Blickkontakt.

Nicht immer reicht die Körpersprache

Die bisher beschriebene Methode, ihm den Weg so einfach wie möglich zu machen, ist ein guter Anfang, um die Chance angesprochen zu werden, deutlich zu erhöhen. Nicht jedes männliche Exemplar versteht jedoch diese Einladung. Dann ist es durchaus auch als Frau erlaubt, offensiver zu werden. Männer haben es in dieser Beziehung etwas einfacher. Sie können direkt einer Frau ins Gesicht sagen, weshalb sie sie ansprechen. Ehrlichkeit kommt beim weiblichen Geschlecht sowieso besser an, als vorgeschobene Gründe. Geht allerdings eine Frau auf einen Mann zu und sagt zu ihm: „Entschuldigung. Ich habe dich hier gerade sitzen sehen und mir gedacht, ich muss dich jetzt ansprechen, sonst bereue ich es später. Hi, ich bin Manuela“, wird sie höchstwahrscheinlich komische Blicke ernten.

Daher gilt es, auf subtilerem Wege ein Gespräch zu beginnen. In Bars und Theken ist das Zuprosten zur Zielperson eine sehr einfache Möglichkeit, um miteinander in Kontakt zu kommen. Das Bitten nach Feuer in der Raucherecke zählt ebenfalls zu dieser Methode. Wo auch immer du ihn ansprichst, wichtig ist es, dass du direkt danach ein Gespräch  beginnst und nicht erst mehrere Minuten verstreichen lässt. Nehmen wir das Beispiel in der Raucherecke: Nachdem du einen hübschen Mann um Feuer gebeten hast und dieser sein Feuerzeug zückt, kannst du genau diese Situation aufgreifen: „Irgendwie verliere ich immer meine Feuerzeuge. Allerdings habe ich auch gehört, dass Feuerzeuge wohl zu den Gegenständen gehören, die am häufigsten geklaut werden.“ Schon ist der erste Schritt gemacht. Danach stellst du dich direkt mit deinem Namen vor und gibst ihm die Hand. Falls du Probleme hast beim Kennenlernen genügend Gesprächsstoff zu finden, findest du hier Anregungen, über was du mit ihm plaudern kannst: 201 Fragen zum Kennenlernen.

Bei einer privaten Party bieten die Getränke eine wunderbare Möglichkeit, um mit einem attraktiven Mann ins Gespräch zu kommen. Fast immer ist von einem genügend auf einer privaten Party vorhanden: Bier. Und eigentlich fehlt immer ein wichtiger Gegenstand: Der Flaschenöffner. Perfekt! Gerade Raucher werden dir sehr gerne behilflich sein und gekonnt mit ihrem Feuerzeug dein Bier öffnen (und sich dabei unglaublich männlich und stark fühlen).

 

Ist dir das für den Beginn noch zu direkt?

Noch unauffälliger ist es, wenn du ihm die Möglichkeit gibst, ein Gespräch mit dir anzufangen, er diese Chance allerdings nicht wahrnehmen muss. Beispiel gefällig? Nehmen wir an, wir sind gerade in eine volle S-Bahn eingestiegen. Es ist Winter und bitterkalt. Nachdem du eingestiegen bist, kannst du um dich umschauen. Baue Blickkontakt mit den Menschen um dich herum auf und murmle etwas gedankenverloren, dennoch deutlich hörbar vor dich hin: „Mensch, ist das kalt heute.“ Du wirst feststellen, dass sehr oft Menschen darauf antworten und du leichter in ein Gespräch kommst als du vermutet hättest.

Gerade in einer gedrängten Menschenmenge wirst du immer wieder mitbekommen, dass die Leute um dich herum sich auch gegenseitig Dinge fragen, z.B. wie lange die S-Bahn bis zu einer bestimmten Haltestelle benötigt. Stehst du neben den hübschen Herren, welche sich gerade über dieses Thema den Kopf zerbrechen, kannst du ihnen einfach die Antwort darauf geben. „Etwa 16 Minuten“, und dabei fröhlich grinsen. Erstens sind sie froh über die Information und zweitens kannst du direkt mit einem Gespräch anknüpfen.

Generell lassen sich überall Männer ansprechen, wir müssen nur häufiger unsere Chancen erkennen. Auch im Supermarkt bietet sich diese, denn Supermärkte sind wirklich wahre Singlebörsen! Hier kannst du auf die gleiche Art und Weise vorgehen wie in dem vorherigen Beispiel. Du stehst vor dem Gemüseregal und nimmst eine frische Zucchini in die Hand und sagt halblaut vor dich hin: Mhm, die sehen aber frisch aus. Blicke ihn mit einem glücklichen Gesichtsausdruck an, dass du dieses äußert frische Exemplar entdeckt hast. Etwas direkter schreitest du voran, wenn du neben einem hübschen Mann vor der Backwarentheke stehst. Während er noch überlegt und sich nicht so recht entscheiden kann und du ebenfalls noch unentschlossen vor den ganzen Brötchen, Broten und Croissants stehst, kannst du einfach lachend zu ihm sagen: „Bei so viel Auswahl kann man sich gar nicht entschieden, oder?“ Single-Männer lassen sich übrigens besonders leicht am Inhalt ihres Einkaufswagens erkennen: Befinden sich dort Chips, Bier, Pizza und andere Fertignahrung heißt es, sofort die Chance ergreifen!

Bitte ihn um einen Gefallen

Bittest du ihn um einen Gefallen, machst du ebenfalls den ersten Schritt, jedoch ohne, dass er es merkt. Gehen wir nochmals davon aus, dass wir in einer vollen Kneipe an der Theke stehen. In der einen Hand hast du dein Portemonnaie, in der anderen eine Handtasche und nun  kommen auch noch die drei Getränke für dich und deine Freundinnen. Bitte den Mann neben dir, ob er mal die Handtasche oder eines der Getränke halten kann. Menschen kommen meist gern einer solch freundlichen Bitte nach. Er wittert seine Chance dich anzusprechen und hat das Gefühl, dass er die Fäden in der Hand hat, obwohl du ihm den Gesprächseinstieg geschaffen hast.

Das funktioniert auch tagsüber wunderbar. Nehmen wir an, wir befinden uns in einem Getränkemarkt, in einer Bibliothek oder in einem Baumarkt (in Baumärkten lässt sich das Testosteron in der Luft beinahe schon spüren). Gerade große Läden haben oftmals unwahrscheinlich hohe Regale, auf welchen sich schwere Gegenstände befinden. Wir stehen also in diesem Baumarkt, um uns herum befinden sich unzählige Männer. Blicke den Gegenstand in dem obersten Regal seufzend an, drehe dich etwas hilfesuchend um und bitte den Mann neben dir freundlich, mit tiefem Blickkontakt, ob er dir vielleicht behilflich sein und dir den Gegenstand herunterreichen könnte. Während er sich streckt, um dir zu helfen kannst du ihm erzählen, wofür du dieses unwahrscheinlich lange Brett überhaupt brauchst. „Eigentlich wollte ich etwas für meinen Garten zusammenschrauben, aber mittlerweile bezweifle ich, ob ich überhaupt in diesem Baumarkt alle Sachen finde, die ich brauche. Irgendwie bin ich nur am Suchen.“ Danach kommen wieder die Vorstellung und das Handgeben.

Männer anzusprechen ist weitaus einfacher als viele Frauen es sich vorstellen. Anfangs kostet es vielleicht noch Überwindung, aber schnell kommt man aus sich selber heraus und genießt es, neue Kontakte zu knüpfen. Gefragt sind Offenheit, Mut und auch genügend Selbstbewusstsein, mal einen Korb einzustecken. Aber das kommt viel seltener vor, als man denkt. Denn mit den oben beschriebenen Ideen wird der Kontakt hergestellt, ohne dass es sich für beide Beteiligten wie eine plumpe Anmache anfühlt. Und die meisten Menschen (und besonders Männer) sind froh, wenn Ihnen die Kontaktaufnahme abgenommen wird.

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Foto: © tonodiaz