4 Tipps, beim Treffen von schwierigen Entscheidungen in der Beziehung

4 Tipps, beim Treffen von schwierigen Entscheidungen in der Beziehung

Es gibt hin und wieder Situationen in Partnerschaften, für die beide Partner gemeinsam eine Lösung finden müssen. Wichtige Entscheidungen können zwar auch von einem Partner alleine getroffen werden, sorgen dadurch aber mitunter, vor allem aufgrund der eventuellen Folgen dieser Entscheidung, für echte Probleme. Deshalb ist es ratsam, sich bei diversen Punkten zusammenzusetzen und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen, bzw. über Anliegen, die vielleicht auch nur einen Partner betreffen, in Ruhe zu diskutieren. Im Folgenden geht es darum, zu reflektieren warum gemeinsame Entscheidungen in bestimmten Bereichen einer Beziehung wichtig sind und zum anderen gebe ich dir einen expliziten exemplarischen Überblick über einige der Situationen, bei denen ein Übereinkommen und Teamarbeit sinnvoll sind.

 

Der Umgang miteinander

Wie in einer Partnerschaft, die auf Dauer halten soll und in der beide Partner glücklich sind und bleiben, miteinander umgegangen wird, ist abhängig von der Einstellung beiden Partnern. Viele Beziehungen, die anfangs vielleicht wunderbar funktionieren, scheitern an ganz simplen, aber drastischen Gründen. Oftmals liegt es nur an Details im Umgang miteinander, bei denen nicht beide Parteien übereinstimmen und die nicht ausgesprochen oder im Voraus abgeklärt und festgelegt wurden. Nun denkst du vielleicht „Unsere Beziehung b raucht keine Regeln“. Für junge Paare mag das vielleicht auch so scheinen, wer aber längere Beziehungen führt, braucht einige Grundsätze. Denn anders können zwei Menschen mit eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen kaum konfliktlos miteinander auskommen.

Wer den anderen in der Beziehung als sein „Eigentum“ ansieht, rennt nach einiger Zeit oftmals in eine Falle. Und viele Menschen sind heute sogar der Überzeugung, gar niemandem auch nur ansatzweise zu gehören. Das klassische Beziehungsmodell lockert sich immer mehr. Das heißt nicht, dass nun alle Menschen polygam leben sollen oder dass Beziehungen besser funktionieren, wenn sie „offen“ geführt werden. Wieviel Intimität und Kontakt mit anderen potenziellen Gesprächs- sowie Sexualpartnern aber erlaubt ist, sollte ganz klar, früh genug in einer Beziehung gemeinsam besprochen werden.

Ehrlichkeit, Fairness und Respekt sind drei der wichtigsten Stichpunkte, an die beide Partner sich immer wieder halten sollten. Steht der eine Partner vor einer wichtigen Entscheidung, sollte diese niemals verschwiegen oder im Alleingang bewältigt werden. Ob über Veränderungen oder Probleme auf dem Arbeitsplatz, mit der der Lebensunterhalt verdient wird, als auch über die gemeinsame Arbeit im Haushalt. Dies sind zwei wichtige Punkte über die beide Partner sprechen sollten, um eine Lösung zu finden, mit der beide zufrieden sind.



Von Liebe, Sex und Ehe

Wie jeder Mensch eine andere Vorstellung von glücklichen sexuellen Beziehungen hat, so hat auch beinahe jeder Mensch ein anderes Bild von der Liebe und von der Ehe. Das zeigt sich alleine schon bei der Definition des Wortes „Liebe“. Was ist das eigentlich? Zwei Menschen werden, selbst wenn sie sich in einer glücklichen Partnerschaft befinden und sich gegenseitig lieben, wohl kaum dieselbe Antwort geben. Deshalb gilt es, besonders auf die Bedürfnisse deines Partners und dir von einer glücklichen Beziehung zu achten:

Manchmal erfordert die Liebe Entscheidungen. Dafür ist es wichtig, dass in einer Partnerschaft beide Partner wissen, wie der andere Liebe definiert und was er an der Beziehung, bzw. am anderen eigentlich liebt und warum. Manchmal ergeben sich dadurch schon Situationen, die Wünsche und Erwartungen des Anderen offenlegen. So können Missverständnisse und Enttäuschungen vermieden werden.

Ähnliches gilt für den Sex. In den ersten Wochen einer Beziehung empfinden beide Partner vielleicht noch ein stärkeres Verlangen nach Intimität und Zärtlichkeit. Oft lässt das bei einem Partner mit der Zeit aber stärker nach, als bei dem anderen. Dann kommt es häufig zu einer ersten Beziehungskrise, weil, voreilig und verletzt, übereifrige Rückschlüsse gezogen werden. Das beschriebene Verhalten muss aber gar nichts mit den Gefühlen des Anderen zu tun haben. Dennoch wird es oftmals missverstanden. Es gilt in diesem Fall offen miteinander zu sein und so unromantisch es auch klingen mag, bestimmte konkrete Entscheidungen zu treffen. Beide sollten aussprechen, wie wichtig ihnen, in welchem Abstand, sexueller Kontakt ist. Körperliche Zeichen können ausgemacht werden, die dem anderen auf subtile, aber eindeutige Weise vermitteln, „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“ oder „Gerade lieber nicht“.

In den meisten Partnerschaften kommt eines Tages auch das Thema der Ehe auf den Tisch. Da die Ehe, genau wie der Wunsch nach Kindern, ein doch sensibles Thema für den ein oder anderen ist, sollte es immer in einem ruhigen und stabilen Moment angegangen werden. Miteinander das „Bündnis“ der Ehe einzugehen ist eine Entscheidung, die gemeinsam getroffen wird. Auch sollte sich niemand zum Kinderkriegen „überreden“ lassen. Sind sich Partner über einen der Punkte nicht einig und lässt sich keine gemeinsame Entscheidung treffen, ist es mitunter nicht die beste Lösung, nachzugeben und den Vorstellungen des Anderen zu entsprechen. Denn wenn eine Partei sich dadurch auf Dauer unglücklich macht oder die eigenen Wünsche sich nicht erfüllen, leidet die Partnerschaft darunter umso stärker.

Finanzen und Investitionen

Wenn es ums Geld geht, bekommen sich beide Partner in einer Beziehung oft in die Haare. Der eine verdient vielleicht mehr, als der andere, geizt aber mit seinem Einkommen. Oder das Gegenteil ist der Fall: er möchte sich Sachen leisten, die der andere für überflüssig hält. Oder gar für riskant, weil das Geld dann für die Miete oder die Lebensmittel nicht mehr reicht. In was und wieviel investiert wird, ist daher gemeinsam zu entscheiden. Das gilt vor allem, bei den beiden wohl größten Anschaffungen die im Laufe einer Beziehung anstehen. Dem Kauf eines gemeinsamen Autos und dem gemeinsamen Eigenheim, bzw. der gemeinsamen Wohnung.

Nicht alle Menschen brauchen heutzutage tatsächlich noch ein Auto. Viele kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit, fahren Fahrrad oder nutzen den in vielen Großstädten verbreiteten Car-Sharing-Service. Dennoch träumt vielleicht der eine Partner seit Klein auf von einem schicken Oldtimer. Wird das Einkommen beider Parteien in einer Partnerschaft aber gleichmäßig geteilt, dürfen derlei Investitionen nicht alleine getätigt werden. Hier muss gemeinsam eine Entscheidung getroffen werden, die sich an Prioritäten misst, die für die Partnerschaft und nicht für das Glück des Einzelnen definiert wurden, bzw. definiert werden auch wenn, das eine vom anderen nicht immer leicht zu trennen ist.

Gleiches gilt für das Investieren in eine Wohnung oder gar ein Haus, für das in den meisten Fällen ein Kredit aufgenommen werden muss. Welches Zuhause das Richtige ist, kann kein Partner alleine entscheiden. Für Fälle, wie diesen, in denen eine Menge Geld im Spiel ist, gibt es auch explizite Lösungen, die beispielsweise das Problem eines hohen Kredits vereinfachen. Mit einer Bürgschaft beispielsweise, also einer Art „gemeinsamem“ Kredit, kann man sich hier gegenseitig unterstützen. Außerdem reduziert sich auch so das Kreditrisiko für die Bank, was bedeutet, dass ein Darlehen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bewilligt wird.

Kinder und deren Erziehung

Ein letzter Punkt, der hier erwähnt werden soll, betrifft die Kinder und deren Erziehung. Nicht selten sind glückliche Beziehungen daran gescheitert, dass der eine Partner eine vollkommen andere Vorstellung von der Erziehung der Kinder und der Maßnahmen, die dafür ergriffen werden, hatte. Das klingt dramatischer, als es ist. Nur in absoluten Ausnahmefällen etwa greift der eine Partner zu Gewalt oder ähnlichen drastischen Maßnahmen, während der andere hilflos zusieht und verzweifelt. Dennoch ist das Großziehen von Kindern nichts, was ohne Disziplin und Willensstärke und gemeinsame Entscheidungen funktioniert.

Zunächst einmal ist es wichtig, sich für Kinder nur dann zu entscheiden, wenn die Partnerschaft harmonisch ist und beide Partner glücklich sind. Die Entscheidung, Kinder zu bekommen, um der Beziehung neuen Aufschwung oder gar Sinn zu verleihen, ist extrem gefährlich und schadet in letzter Konsequenz vor allem den zukünftigen Kindern.

Es gibt unzählige Erziehungsratgeber und Erziehungsstile, wie und warum, Kinder so und nicht anders erzogen werden sollten. Das alles können hilfreiche Ratgeber sein. In welcher Überzeugung die eigenen Kinder erzogen werden, kann aber niemand zukünftigen Eltern abnehmen. Beide Parteien sollten daher im Voraus besprechen, wie sie sich zum Beispiel die Bildung des Kindes vorstellen und welche Freiheiten sie ihm lassen möchten. Gemeinsame Entscheidungen, bestimmen dabei meist über das zukünftige Glück der ganzen Familie.

Bilderquellen: Bild 1: ©Fotolia, shock (#175402302) | Bild 2: ©Fotolia, Paolese (#170136889) | Bild 3: ©Fotolia, Halfpoint (#172715153) | Bild 4: ©Fotolia, drubig-photo (#122047515)

Bleiben oder gehen: Soll und kann ich meine Beziehung retten?

Bleiben oder gehen: Soll und kann ich meine Beziehung retten?

Ich habe eine Umfrage gemacht und wollte deine Meinung zu DatingRocks wissen. Unter anderem wollte ich wissen für welche Themen du dich interessierst und wobei du Hilfe brauchst. Überraschenderweise habe ich mehrmals gelesen:

Soll ich bleiben oder gehen? Ich weiß nicht, ob ich meine Beziehung retten soll. Weißt du Rat?

Wow, eine schwere und so individuelle Frage, dachte ich im ersten Moment. Aber als ich mir Gedanken dazu gemacht habe, fand ich die Entscheidung nicht mehr so schwer – was natürlich nicht heißt, dass die Umsetzung leicht ist.

Aber von vorne, lass uns analysieren!

Damit, dass du dir überhaupt die Frage stellst, „Soll ich bleiben oder gehen?“ drückst du schon etwas aus: Zweifel.

Du zweifelst an deiner Beziehung, daran, ob du dein Leben und deine Beziehung so leben möchtest wie du es tust. Das Gute daran ist: Du reflektierst und machst dir Gedanken, lebst nicht einfach vor dich hin. Das Schlechte daran ist: Es ist bereits etwas im Argen.

Wie du vielleicht weißt, ist Selbstliebe meine oberste Priorität, und dazu gehört mit Sicherheit ein Leben zu leben, das du dir wünschst und mit dem du glücklich bist.

Drei mögliche Szenarien, deren Umstände und Konsequenzen

Lass uns die Situation aufdröseln und  schauen was für Lösungen es gibt und wann du deine Beziehung retten solltest. Hier die drei Möglichkeiten, die du aus meiner Sicht hast:

  1. Du bleibst und lebst ein Leben, das dich nicht glücklich macht.
  2. Du gehst. Du bist mutig, trennst dich, packst deine Sachen und verlässt ihn.
  3. Du vereinbarst eine ‚Trennung auf Probe‘, in der ihr beide euch Gedanken um die Zukunft eurer Beziehung machen könnt. Danach schaut ihr was ihr beide wollt.



Warum würdest du dich für das jeweilige Szenario entscheiden?

  1. Du bleibst und lebst dein (unglückliches) Leben vielleicht:
    • weil gemeinsame Kinder da sind.
    • weil du Angst hast zu gehen.
    • weil die Leute im Dorf tratschen würden, wenn du deinen Mann verlässt.
    • weil du nicht weißt was du sonst machen sollst.
    • weil du es dir finanziell nicht leisten kannst zu gehen.
    • weil du denkst, dass du nie wieder einen Partner finden wirst.
    • weil du denkst, dass du nicht alleine sein kannst.

Es gibt unzählige Gründe, die dich davon abhalten zu gehen und den Gedanken, dass du deine Beziehung retten musst, gedeihen lassen.

  1. Du entscheidest dich zu gehen:
    • weil du es nicht mehr aushältst.
    • weil der Schmerz zu groß ist.
    • weil dein Freiheitsdrang zu groß ist.
    • weil du verstanden hast, dass es dein Leben ist und du es für niemand anders leben solltest.
    • weil du einfach nicht mehr kannst.
    • weil deine Kinder alt genug sind, um die Trennung zu verstehen.

Ich glaube, dass wir von ganz alleine an den Punkt gedrängt werden, an dem wir uns entscheiden zu gehen, denn bei ernsthaften Problemen wird der Schmerz des Alltags irgendwann unerträglich.

Aber: Ich glaube du musst und vor allem solltest nicht so lange warten! Triff deine Entscheidung aktiv – selbst! Egal ob du bleiben oder gehen willst, sei Herr bzw. Frau über dein Leben und triff deine Entscheidungen. Warte nicht bis sie für dich getroffen werden!

  1. Du schlägst deinem Partner eine ‚Trennung auf Probe‘ vor:
    • weil du dir unsicher bist, ob du ihn verlassen willst.
    • weil du nicht genau weißt, ob es nur eine Phase ist.
    • weil du herausfinden willst wie es sich für euch beide anfühlt, euch nicht mehr zu haben.

Eine Trennung auf Probe würde ich in den wenigsten Fällen empfehlen. Es kann funktionieren, bringt aber aus meiner Erfahrung immer viel Diskussionen und noch mehr Probleme mit sich. Wenn du dir unsicher bist und Zeit für dich zum Nachdenken brauchst, würde ich dir raten ein paar Tage wegzufahren.

Das ist nicht immer so einfach, vor allem wenn Kinder da sind, aber vielleicht hast du die Möglichkeit deine Schwester, deine beste Freundin oder Bekannte zu besuchen und sie vorab einzuweihen, was es mit deinem Besuch auf sich hat.

Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Szenarien? 

Wenn du bleibst, hast du den Vorteil, dass du kein Risiko eingehst und in deiner gewohnten Situation bleibst. Du musst dich nicht mit Veränderungen herumquälen und kannst ‚einfach‘ so weiterleben wie bisher. Der Nachteil besteht ganz klar darin, dass du unglücklich und unzufrieden bist. Und du lebst dein Leben offenbar für jemand anders.

Wenn du gehst, hast du den großen und nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass du dein Leben neu ausrichten und für dich gestalten kannst. Du kannst endlich das tun, was dich glücklich macht! Der Nachteil – der auf meiner Sicht mehr eine Chance als ein Nachteil ist: Du springst ins kalte Wasser und stellst dich einer schwierigen Zeit und großen Herausforderungen, an denen du wachsen wirst – versprochen! Die erste Zeit wird mit Sicherheit nicht einfach und du wirst einige Hürden und schwere Zeiten überkommen müssen.

Aber glaub mir: Es lohnt sich! Ein freies, selbstbestimmtes Leben zu leben, ist das Großartigste, das du tun kannst!

Dahin zu kommen ist kein Zuckerschlecken, aber: Möchtest du einmal kämpfen und dir selbst die Chance auf ein glückliches Leben geben oder dein Leben lang – das hoffentlich noch sehr lange ist – unglücklich sein und in einem Zustand verharren, der mehr ertragen als leben ist?

Lösungsansätze: Fragen, die du dir stellen solltest

Jetzt haben wir die verschiedenen Situationen analysiert. Im Folgenden möchte ich dir ein paar Fragen an die Hand geben, die dir deinen individuellen Lösungsansatz aufzeigen sollen. Stell dir folgende Fragen:

  • In welcher Situation befinde ich mich? Schreib dir deinen durchschnittlichen Alltag auf und vergegenwärtige dir deine Situation.
  • Schreib dir deinen perfekten Tag auf. Wenn Verletzungen, Gefühle, Geld und Zeit keine Rolle spielen würden, wie würde dein perfekter Tag aussehen?
  • Für was bist du dankbar in deiner Beziehung?
  • Was macht dich unglücklich in deiner Beziehung?
  • In welcher Relationen stehen diese Dankbarkeit und das Unglücklichsein?
  • Was würdest du ändern, wenn es mit einem Fingerschnipp möglich wäre? Könntest du damit leben, wenn sich genau das niemals ändern würde?
  • Warum halte ich an der Beziehung fest? Was genau hält mich?
  • Was sind meine größten Ängste und Sorgen, wenn ich ihn verlasse?
  • Kommt eine Trennung auf Zeit für mich in Frage? Und wenn ja, macht es nicht mehr Sinn mir selbst eine Auszeit zu nehmen?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, musst du den nächsten Schritt gehen: Du musst abwägen.

  • In welchem Verhältnis stehen die Vor- und Nachteile meiner jetzigen Situation?
  • Will ich den Zustand der Unzufriedenheit weiter ertragen?
  • Bin ich so mutig und habe die Kraft meine Sachen zu packen und nochmal von vorne anzufangen?
  • Kann und soll ich versuchen meine Beziehung zu retten?

Und letztlich musst du eine Entscheidung treffen. Die kann dir leider niemand abnehmen.

Vergiss niemals

Es ist dein Leben und DU solltest glücklich sein. Gerade wir Frauen neigen immer dazu uns für andere aufzuopfern. Wir geben unseren Job für die Familie auf, wir schränken unsere Freizeitaktivtäten ein, um mehr Zeit für unseren Partner zu haben, wir sind nur noch ‚auf Mama gepolt‘ und machen alles für unsere Kinder.

Und im ganzen Beziehungs- und/oder Familienleben vergessen wir, dass wir auch Menschen sind, die ein glückliches Leben verdient haben.

Ich sage nicht, dass du von heute auf morgen alles stehen und liegen lassen und gehen sollst, aber du musst (und ich sage bewusst ‚musst‘) dir Gedanken machen, was dich glücklich macht und was du in deinem Leben noch erreichen möchtest.

Ich sage nicht, dass du wegrennen sollst, wenn es in deiner Beziehung kleine Problemchen gibt, denn die wird es immer geben, in jeder Beziehung. Das ist der Preis von zwischenmenschlichen Beziehungen, die auf intensiven Emotionen basieren.

Aber wenn du schon lange ernsthaft darüber nachdenkst, deinen Partner zu verlassen, ist es an der Zeit jetzt zu handeln.

Unsere Zeit auf dieser Erde ist begrenzt. Wir müssen uns das öfter bewusst machen! Leb ein Leben, das dich glücklich macht!

Du bist viel zu wertvoll, um dein Leben für jemand anders zu leben! <3

Wenn du gerade in dieser schwierigen Situation steckst und jemanden brauchst, mit dem du reden kannst, der dir Kraft gibt und der den Nebel um dich etwas lichtet, dann schreib mir doch bitte. Wenn du keinen Skype Call haben möchtest, weil du anonym bleiben willst, dann können wir auch telefonieren.

Mein allergrößtes Anliegen ist dir von Herzen zu helfen! Das ist meine Mission! Schreib mir und wir finden eine Lösung, wenn du meine Unterstützung möchtest.

Signatur

Foto: © Masson

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

Lebst du in einer unglücklichen Beziehung? Oder hängst du noch an deinem Ex und trauerst eurer Beziehung hinterher? Vielleicht helfen dir die folgenden Ausführungen, um den Mut zur Trennung zu haben, deine Beziehung zu reflektieren oder dir die Augen zu öffnen, dass du deinen Ex glorifizierst und eure Beziehung nicht so wundervoll war, wie du sie in Erinnerung hast (was normal ist, denn wir neigen dazu das Negative zu vergessen und uns nur an das Schöne zu erinnern).

Und auch, wenn du deinen (Ex-)Partner noch liebst, leider ist Liebe manchmal nicht genug, um eine erfüllte Beziehung zu führen. So traurig und schmerzhaft wie es ist.

Wenn du eines oder mehrere dieser Anzeichen in deiner Beziehung wahrnimmst, dann bitte ich dich nur um eines: Reflektiere und beantworte dir ganz ehrlich die Frage:

Was möchte ich vom Leben? Wie soll es aussehen, MEIN Leben?

1. Du fragst dich immer wieder, ob das alles ist

Wenn es in deiner Beziehung häufiger die Momente gibt, in der du alles hinterfragst, solltest du hellhörig werden.

Gibt es Momente, in denen du dich fragst, ob das alles war? Ob das der Inbegriff einer glücklichen Beziehung ist? Ob das das Leben ist, das du dir immer gewünscht hast? Wenn du dich immer wieder dabei ertappst, dass du deine Beziehung und dein persönliches Glück in Frage stellst, dann lege ich dir ans Herz, den Mut zu haben und auf deine Intuition zu hören und genau herauszufinden woher diese Gedanken und Gefühle kommen.

2. Deine Angst lähmt dich

Eigentlich möchtest du dich gerne von deinem Partner trennen, aber es gibt ein klitzekleines Problem: Du hast Angst davor alleine zu sein. Viele Frauen leiden unter dem Irrglauben, dass sie keinen anderen Partner mehr finden würden. Geschweige denn einen Partner, der besser zu ihnen passt.

Dass das absoluter Unsinn ist, ist deinem Verstand vielleicht auch klar, aber deinem Herzen nicht. Aber weißt du was Angst ist? Angst wird verursacht durch Unsicherheit und Ungewissheit – und zwar vor dem Neuen.

Du hast in der Situation allerdings trotzdem die Wahl, denn du kannst dich dafür entscheiden, dass deine Angst dich lähmt und du weiterhin in einer unerfüllten Beziehung lebst. Oder du kannst die Entscheidung treffen, dass dein Leben so nicht aussehen soll und dass du das Recht darauf hast glücklich zu sein (und das hat jeder Mensch, auch du!).

Ich sage nicht, dass es einfach ist sich seiner Angst zu stellen. Mit Sicherheit nicht, denn sonst würden es viel mehr Menschen tun. Aber ich kann dir aus Erfahrung sagen (und ja, auch ich habe natürlich meine Ängste, die ich immer und immer wieder überwinden muss), dass dein Leben erst hinter der Angst anfängt. Wenn du Hilfe dabei brauchst, einen klaren Blick auf deine Situation zu bekommen, um eine Entscheidung treffen zu können, dann melde dich bei mir.



3. Du bist meistens alleine

Gab oder gibt es Momente in deiner Beziehung, in denen du deinen Partner einfach nur gebraucht hättest? Er hätte nicht mehr machen müssen, außer für dich da zu sein und trotzdem hat er sich dazu entschieden sich mit seinen Kumpels zu treffen, um die Häuser zu ziehen oder Playstation zu spielen?

Nun, wenn das die Vorstellung einer erfüllten Beziehung für deinen Partner ist, dann solltest du dich fragen, ob du damit dein ganzes Leben leben kannst. Denn eines kann ich dir sagen: Du kannst und wirst ihn nicht verändern.

Wir können niemanden verändern – außer uns selbst. Und daher ist die einzige Lösung in dieser Situation, deine Perspektive zu verändern, denn das kannst du, ihn leider nicht. Auch wenn wir das so gerne wollen und die Hoffnung bei jedem kleinen „guten Moment deines Partners“ immer wieder aufflammt, es gibt nur einen Menschen, der ihn verändern kann und das ist er selbst.

Dazu muss er sich allerdings entschließen und auch dazu bereit sein, an sich zu arbeiten und in die Beziehung genauso viel zu investieren wie du.

4. Anderes ist wichtiger als du 

Ich bin absolut kein Fan von Partnerschaften, in denen Paare eigentlich fast 24 Stunden am Tag zusammen sind, beinahe keine Freunde mehr haben und es sie eigentlich nur im Doppelpack gibt. Gleiches gilt allerdings für die umgekehrte Situation!

Wenn deinem Partner immer alles andere wichtiger ist als du (Kumpels, der Job, sein Hobby, usw.), dann solltest du dich fragen, warum ihr eigentlich eine Beziehung führt. Am besten du fängst damit an, dass du dir mal die Situationen anschaust, in denen er Zeit für dich hat bzw. wann er Zeit mit die verbringen möchte.

Im schlimmsten Fall (und das muss natürlich nicht immer so sein) sind es nur die Momente, in denen er nichts Besseres zu tun hat. Und weil es ja schöner ist mit jemandem zusammen zu sein, als – ich übertreibe mal – alleine auf der Couch vor der Glotze zu hängen, nimmt er sich die Zeit für dich. Oder besser gesagt: Für ihn sich selbst, denn er ist dann nur mit dir zusammen, wenn es angenehm und passend für ihn ist.

Zum Abschluss

Ich möchte dir nicht einreden, dass du dich trennen solltest, aber ich möchte dich dazu ermutigen genau hinzuschauen, ob die Beziehung, in der du lebst, das ist was dich glücklich macht und das ist was du verdienst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden als mit dem, was dich glücklich macht. Unsere Zeit auf dieser wunderschönen Welt ist begrenzt und es liegt an dir, das Beste daraus zu machen. Und ja, das erfordert manchmal auch Mut und das Verlassen deiner Komfortzone.

Signatur

 

 

 

©Foto: Wavebreakmedia

7 Anzeichen, dass es an der Zeit ist, deine Beziehung zu beenden

7 Anzeichen, dass es an der Zeit ist, deine Beziehung zu beenden

Viele von uns leben in Beziehungen, die nicht gesund sind. In Beziehungen, die sie nicht zu einem besseren Menschen machen. In Beziehungen, die aus einem einzigen Grund bestehen: Angst.

Diese Angst kann verschiedene Ursprünge haben: Die Angst vor der Begegnung mit dir selbst, die Angst vor dem Alleinsein, finanzielle Ängste, Verlustängste, Zukunftsangst und so weiter.

Grundlegend treibt uns, und vielleicht auch dich, Angst dazu an, etwas zu tun, das du eigentlich nicht zu 100 Prozent möchtest. In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, wann es an der Zeit ist diese Ängste zu überwinden, deine Komfortzone zu verlassen und deine Beziehung zu beenden oder zumindest zu reflektieren und zu überdenken – auch wenn es schwer und schmerzhaft ist.

#1 Du weißt, dass ihr beide unglücklich seid, aber dass er/sie dich nicht verlassen wird

Lebt ihr nur noch nebeneinander her? Wenn ihr immer und immer wieder denselben Tagesablauf habt, kaum redet, jeder sein eigenes Ding macht und eigentlich keine gemeinsame Basis besteht, könnt ihr nicht glücklich sein- zumindest nicht als Paar. Wenn das bei dir der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

#2 Du erwischst dich bei den Gedanken an ein Leben als Single

Er/sie ist eigentlich ein/e Liebe/r und so wirklich gibt es keinen Grund, dass du dich trennst, aber trotzdem erwischst du dich dabei, dass du dir immer und immer wieder vorstellst wie es wäre Single zu sein: Du könntest tun und lassen was du möchtest, müsstest niemandem Rechenschaft ablegen und wärst einfach nur frei. Wenn das der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

  • Warum genau möchte ich aus der Beziehung ausbrechen?
  • Könnte ich meine bestehende Beziehung verbessern?
  • Wäre mein Singleleben wirklich so toll wie ich es mir vorstelle?



#3 Eure Beziehung ist oberflächlich              

Ihr versteht euch gut, unternehmt ab und an was zusammen, habt den gleichen Freundeskreis und vielleicht habt ihr ab und zu Sex, aber irgendwie kommt danach nicht sehr viel mehr? Wenn eure Beziehung hier aufhört und ihr keinerlei (tiefgründige) Gedanken austauscht (und dich das stört!), dann solltest du dich fragen:

  • Warum tauschen wir uns nicht über Tiefgründiges aus?
  • Wie kann ich das in meiner bestehenden Beziehung ändern?
  • Und wenn du es nicht verändern kannst: Was muss dein/e Partner/in mitbringen, damit du dich ihm/ihr öffnen kannst?

# 4 Ihr habt keine gemeinsamen Ziele 

Jeder einzelne von uns hat Ziele, die wir erreichen wollen. Aber nicht nur das Verfolgen deiner eigenen, sondern auch die, die ihr als Paar habt, sollten dir Lebensfreunde bereiten. Wollt ihr eine gemeinsame Familie? Ein Haus? Eine Weltreise? Wenn du das Gefühl hast, dass dir etwas Gemeinsames fehlt in deiner Beziehung, dann solltest du dich fragen:

  • Was sind meine Ziele?
  • Was sind unsere Ziele?
  • Wenn ihr keine gemeinsamen Ziele habt: Warum ist das so und wie kann ich das verändern?
  • Wenn ihr unterschiedliche Ziele habt: Lässt sich unsere Beziehung wirklich darauf aufbauen bzw. aufrechterhalten? 

#5 Ihr habt kontinuierlich Streit   

Steckst du in einer Beziehung, in der du mehr Energie an Streitigkeiten verschwendest als du durch Zärtlichkeiten und ein harmonisches Miteinander auftankst? Wenn deine Beziehung von permanenten Meinungsverschiedenheiten geprägt ist und dich die ständigen Auseinandersetzungen beinahe schon krank machen, dann solltest du dich fragen:

  • Möchte ich eine solche Beziehung führen?
  • Warum sind wir noch ein Paar?
  • Wo liegen die Freuden in unserer Beziehung?
  • Kann es uns gelingen diese Freuden gemeinsam zu entdecken? Wenn ja, wie?

#6 Du möchtest eine Familie, er/sie möchte sich nicht festlegen 

Eine Situation, die sich schlecht gemeinsam verarbeiten oder für die sich einfach eine Lösung finden lässt, ist wenn du oder dein/e Partner/in eine Familie möchte und der andere nicht. Eine überaus schwierige Situation, vor allem wenn ihr euch aufrichtig liebt und es sonst eigentlich keine anderen Schwierigkeiten gibt. Wenn das bei dir der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

  • Wenn du Familie möchtest:
    • Kann ich wirklich auf eine eigene Familien verzichten?
    • Welche Langzeitfolgen hätte das für mein Leben?
    • Könnte ich auch mit meiner Entscheidung leben, wenn diese Beziehung später (z.B. nach dem Überschreiten der biologischen Uhr) auseinandergeht?
  • Wenn du keine Familie möchtest:
    • Könnte ich lernen Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen?
    • Kann ich mir vorstellen in die Situation einer Mutter hineinzuwachsen?
    • Wie würde es mein Leben beeinflussen, wenn diese Beziehung nicht ein Leben lang halten würde? Und könnte ich damit umgehen? 

#7 Ihr habt (so gut wie) keinen Sex mehr

Sex ist nicht das Wichtigste in einer Beziehung – das höre ich oft. Und ja, es ist nicht das Wichtigste, aber Sex ist wichtig. Er sorgt für den Ausgleich unseres Hormonhaushalts, er macht glücklich, gleicht uns aus und überaus wichtig: Es ist (im besten Fall) das Einzige, das du ausschließlich mit deinem/r Partner/in teilst! Kein anderer Mensch erlebt dich auf dieser Ebene und kein anderen deine/n Partner/in – und das verbindet! Wenn ihr keinen oder sehr wenig Sex miteinander habt, dann solltest du dich fragen:

  • Wie können wir das verändern?
  • Wer kann uns dabei helfen? – Ja, dazu kann man sich professionelle Hilfe suchen und ihr seid damit nicht alleine, ganz im Gegenteil, denn es ist nicht unnormal, dass das Sexleben in langen Beziehungen auf der Strecke bleibt!

Zum Abschluss…

Wenn du in einer unglücklichen Beziehung lebst, dann solltest du dir auf jeden Fall die Fragen beantworten, die ich oben genannt habe. In manchen Fällen lohnt es sich zu kämpfen, ich bin die Letzte, die sagt, dass du die Flinte ins Korn werfen sollst. Aber wenn deine innere Stimme dir schon länger dazu rät etwas zu unternehmen, dann solltest du besser hören.

Wir Frauen haben unsere Intuition nicht umsonst bekommen. Sie ist ein Geschenk und du solltest lernen sie zu nutzen und auf sie zu hören. Und auch wenn es schwer und schmerzhaft ist, aber manchmal ist es besser eine Beziehung zu beenden als sie unnötig in die Länge zu ziehen. Du kannst den Trennungsschmerz nicht verhindern, sondern nur hinauszögern, so traurig wie das auch ist.

Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht so richtig weiterkommst und du meine persönliche Unterstützung brauchst, dann schau dich doch gerne bei meinen Coaching Paketen um.

Signatur

Foto: © CITAlliance

5 Anzeichen einer schlechten Beziehung & was du tun kannst

5 Anzeichen einer schlechten Beziehung & was du tun kannst

Wenn wir in einer unglücklichen Beziehung leben und uns nur schwer von unserem Partner lösen können, aus welchem Grund auch immer, dann tendieren wir dazu, die guten Dinge zu sehen und die schlechten zu ignorieren.

Warum? Weil wir dann nichts verändern müssen und uns munter weiter einreden können, dass eigentlich alles okay ist mit unserer Beziehung. Die meisten Menschen hassen Veränderung, nichts schieben wir so lange vor uns her wie das. Der Grund dafür ist einfach: Veränderung bedeutet Unsicherheit.

  • Werde ich je wieder einen Partner finden?
  • Was, wenn es dir falsche Entscheidung ist ihn/sie zu verlassen?
  • Wie soll denn mein Leben ohne meinen Partner je aussehen?

Fragen, die wir nicht beantworten können bevor die Situation eingetreten ist. Und diese Unsicherheit treibt uns dazu, lieber unglücklich liiert als glücklicher Single zu sein. Daher möchte ich dir heute fünf schwerwiegende Anzeichen nennen, die (wenn sie bei dir zutreffen) dich zum Nachdenken anregen sollten.

Selbstaufgabe

Bist du wirklich du selbst in deiner Beziehung? Kannst du dein Leben so leben wie es dich glücklich macht? Oder planst du dein Leben um das deines Partners herum, nur damit er zufrieden ist?

Viele von uns, vor allem Frauen, neigen dazu sich und ihr eigenes Leben aufzugeben, nur um den Partner glücklich zu machen. Das kann verschiedene Gründe haben, einer der häufigsten ist allerdings die Verlustangst. Wir tendieren oft dazu, uns anzupassen, Hauptsache wir werden nicht verlassen! Wie ist das bei dir?

Du verwechselst Bedürftigkeit mit Liebe

Liebst du deinen Partner? Oder kannst du nur nicht alleine sein und lebst deshalb in einer Beziehung? Woran du das erkennen kannst, kannst du in diesem Artikel nachlesen. Sollte der Gedanke „Naja, besser als nichts in dir hochkommen“, dann solltest du dir Gedanken darüber machen, ob es die Beziehung und das Leben ist, das du führen möchtest.

Eifersucht durch Besitzanspruch

Eifersucht ist eines der gefährlichsten Gefühle für deine Beziehung – ich spreche hier wohlbemerkt nicht über die ‚normalen Eifersüchteleien‘, sondern über die, die du oder dein Partner durch Besitzansprüche haben. Hast du das Gefühl, dass dein Partner dich besitzen möchte? Darfst du Dinge nicht selbst entscheiden? Oder dich alleine mit Freunden treffen? Oder ist es umgekehrt und du behandelst deinen Partner so? Nun, dann rate ich dir anzufangen dich selbst zu lieben, denn die Ursache für deinen Besitzanspruch und deine Eifersucht liegt in einem Mangel an Selbstliebe.

Angst ist das dominierende Gefühl

Hast du oft Angst in deiner Beziehung? Angst ihn zu verlieren, Angst etwas falsch zu machen, Angst davor etwas Falsches zu sagen? Oder Angst davor, dass er/sie handgreiflich wird? Angst ist immer ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht so läuft wie es laufen sollte. Geh deiner Angst auf den Grund und finde heraus wodurch sie verursacht wird, nur so kannst du sie auflösen.

Eine Beziehung sollte geprägt sein durch Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Verständnis und Vertrauen. Wenn deine Partnerschaft von negativen Gefühlen dominiert wird, dann ist es höchste Zeit die Reißleine zu ziehen. Wenn du dringend Hilfe brauchst, dann wende dich an diese Telefonhotline. Sie helfen dir weiter, rund um die Uhr!



Zu viel Streit und permanentes Drama

Klar sind Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten normal in einer Beziehung. Wenn immer alles glatt laufen würde und ihr beide immer der gleichen Meinung wärt, dann wäre es auch ein bisschen langweilig.

Aber: Wenn die Streitigkeiten den größten Anteil eurer Beziehung ausmacht oder wenn dich deine Beziehung aufgrund dieser Streits mehr Nerven kostet, als dass sie dir positive Gefühle gibt, dann hast du noch nicht den richtigen Partner für dich gefunden.

Manche Paare „brauchen“ den Streit und wenn beide damit umgehen können und glücklich sind, dann ist das auch in Ordnung. Nur wenn deine Partnerschaft dafür verantwortlich ist, dass du ein Nervenbündel bist und wenn es sich sogar auf deinen Körper umlegt (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Herzrasen, usw.), dann solltest du handeln: Entweder du suchst das Gespräch mit deinem Partner oder du denkst über eine Trennung nach. Das kommt natürlich darauf an wie deine ganz persönlichen Umstände sind.

Signatur

 

 

 

 

Foto: © Kotin

Liebe oder Gewohnheit? Geh deinen wahren Gefühlen auf den Grund

Liebe oder Gewohnheit? Geh deinen wahren Gefühlen auf den Grund

Du bist schon lange mit deinem Partner zusammen und bist unsicher: ist es mit ihm einfach nur bequem? Halten mich allenfalls die Kinder, das Haus, die Altersvorsorge? Durch unsere Fragen schaffst du dir mehr Klarheit.

Eine interessante Frage vorab

Jetzt nicht wundern … Wozu willst du das wissen? Warum gibt es dir zu denken, ob es nur noch Gewohnheit sein könnte? Wo ist die Trauer oder sogar der Schmerz? Was fehlt?

Allein schon, dass du dir die Frage stellst, ob es Gewohnheit sein könnte, macht eines ganz deutlich: Es besteht Handlungsbedarf! Daran geht schon einmal kein Weg vorbei.

Lass dich einfach drauf ein, dir selbst kritische Fragen zu stellen und dir vielleicht auch unbequeme Antworten zu geben. Was kann schlimmstenfalls passieren als eine Erkenntnis oder eine Bestätigung?

Die Unterschiede zwischen tatsächlicher Liebe und Gewohnheit

Achtung vor dem Partner statt Eigeninteresse

Vielleicht erschreckst du über den Begriff “Eigeninteresse”. Tatsächlich sind die Gründe für’s Bleiben aus Gewohnheit oft selbstbezogen.

Bedingungslosigkeit statt Aufrechnen

Liebst du deinen Partner um seiner Person willen? Oder weil er deine Ansprüche erfüllt? Ist deine Zuneigung abhängig davon, dass er gut verdient, mit dir durch die Welt reist oder dich klaglos machen lässt, was du willst?

Sicher, Liebe ist nie komplett bedingungslos. Aber Liebe bedeutet, dass du ihn trotz seiner Unordnung liebst. Gewohnheit dagegen führt zu ewig denselben Auseinandersetzungen.

Wertschätzung statt Kritik und Abwertung

Wenn Ihr euch nicht einig seid und du dich für dich und deine Sache einsetzt, muss das kein Zeichen für fehlende Liebe sein. Auch Streit gehört zu Partnerschaften. Wo Emotionen sind, gibt es zumindest keine Gleichgültigkeit. Wer nicht mehr “kämpft”, dem ist der andere unwichtig geworden. Tatsächliche Liebe und die Arbeit daran ist auch Reibung. Liebe ist, wenn du deinem Partner eigene Vorstellungen mit derselben Selbstverständlichkeit zugestehst wie dir selbst.

Augenhöhe statt Überlegenheit

Fragst du deinen Partner üblicherweise bei Entscheidungen oder bestimmst du alleine?  Bist du bei deinen Vorteilen und rechnest auf? Schaffst du es regelmäßig, dass er macht was du willst?

Liebe beinhaltet, dass du auch mal bereit bist, für die Wünsche deines Partners etwas Eigenes aufzugeben. Liebe hat mit dem Gefühl von Überlegenheit nichts zu tun. Nur mit unterschiedlich verteilten Fähigkeiten und Kenntnissen.

Verantwortungsgefühl statt Gleichgültigkeit

Willst du deinen Partner glücklich sehen und glücklich machen? Wenn du liebst, bist du für deinen Partner und seine Bedürfnisse da, wenn er dich braucht. Das heißt nicht, dass du für deren Erfüllung zuständig bist, aber du gestehst sie ihm zu und unterstützt ihn. Wenn du aus Gewohnheit mit ihm zusammen bist, dann sind dir seine Interessen egal. Soll er doch machen … Gleichgültigkeit ist ein wesentliches Indiz dafür, dass du deinen Partner nicht mehr liebst.



Deine Beziehung hat Bedeutung in deinem Leben statt nur den Hintergrund für dein Eigenleben zu bilden

Erfüllung statt Nebeneinander

Fühlst du dich durch deine Partnerschaft erfüllt? Hast du noch das Gefühl, etwas ganz Besonderes für ihn zu sein? Und gibst ihm das auch ehrlich empfunden zurück? Oder haben deine Hobbys und  Interessen, deine Arbeit, dein Freundeskreis mehr Bedeutung für dich als deine Beziehung? Bist du froh, wenn er dich in Ruhe lässt?

Oder gebt Ihr Euch die Türklinke in die Hand, seid gut organisiert: du bist dienstags zum Sport, er mittwochs in seinem Fotoclub? Die Woche ist gefüllt, aber Gemeinsamkeit Fehlanzeige? Zur Liebe gehören auch gemeinsame Aktivitäten, die dir wichtig und wertvoll sind. Sonst lebt ihr nebeneinander statt miteinander.

Sehnsucht statt Normalität

Vermisst du deinen Partner, wenn ihr euch ein paar Tage nicht seht? Hast du Sehnsucht, obwohl du Ablenkung hast? Dann fehlt dir vermutlich nicht das Gewohnte, sondern er. Achte auf den kleinen ersten Moment beim Wiedersehen, wenn du ihn erblickst: Verzaubert dich sein Anblick ein ganz klein wenig? Wenn es tatsächlich Liebe ist, löst der Anblick deines Partners oft ein automatisches Lächeln aus, kein angestrengtes. Oder spürst du eher “Da ist er ja wieder”? So vertraut … Das wäre Gewohnheit.

Liebt er dich mehr als du ihn? Dann brauchst du ihn vielleicht einfach nur. Auch das wäre Gewohnheit. Es ginge dir dann um “jemanden”, aber nicht um “ihn”.

Wachstum und Entwicklung statt Stillstand

Tiefe statt Oberflächlichkeit

Liebe ist verbunden mit gegenseitiger Unterstützung beim Wachsen. Dazu gehört auch, ihn in seiner ganzen Tiefe weiter und neu kennen lernen und verstehen zu wollen. Denn Leben bedeutet Entwicklung. Wo Stillstand ist, ist kein Leben.

Damit du uns jetzt nicht falsch verstehst: Liebe kann auch zu neuer Gewohnheit, neuem Vertrauten führen – auf jeden Fall ist sie aber kein Stillstand.

Zur Partnerschaft gehören Gespräche. Der Unterschied zwischen Liebe und Gewohnheit liegt hier in den Inhalten: Regelt ihr den Alltag, wenn Ihr miteinander sprecht? Oder vertieft Ihr euch in neue Themen? Redet über Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Visionen?

Freiheiten lassen ohne Forderungen zu stellen

Gestehst du ihm Freiheiten zu ohne ihn zu reglementieren und zu kontrollieren? Ohne Angst und Eifersucht? Eine gewisse Unsicherheit darfst du allerdings empfinden. Denn Menschen können sich immer auch in jeweils unterschiedliche Richtungen entwickeln. Das passiert auch, wenn Liebe da ist oder da war. Dafür gibt es keine Versicherung.

Neugierde und Mut anstelle von Sich-treiben-lassen

Investierst du in Wachstum und Neues und traust dich was in deiner Beziehung? Oder macht sich Langeweile bei euch breit? Alltagstrott, ohne Höhen und Tiefen? Erinnerung an Gelebtes statt Neugierde auf das was noch kommt?

Vielleicht fragst du dich sogar: Tut er mir überhaupt noch gut? Mehr noch: Schadet er mir sogar in meiner eigenen Entwicklung? Die Antwort könnte eines der wichtigsten Merkmale für Liebe sein. Oder eben für Gewohnheit.

Liebe bedeutet Arbeiten an der Beziehung, Geduld und Verständnis. Immer wieder. Und das macht nicht immer Spaß. Klar. Aber das Ergebnis lohnt sich. In beide Richtungen …

Lebendigkeit anstelle des Gefühls, (woanders) etwas zu verpassen

Träumst du in Gedanken von Erlebnissen und ein wenig Abenteuer, während Dein Körper neben deinem Partner auf dem Sofa sitzt? Dass du andere Männer (auch) interessant findest, gehört zum Leben. Die zentrale Frage dabei ist: Kannst Du diese Anregungen in deine Partnerschaft hineinholen?

“Praktizierst” du Zärtlichkeiten aus Pflichtgefühl? Auch Sex wächst mit dem Ausprobieren von Neuem – oder sollte zumindest, wenn er einfach “nur” der Entspannung dient, Spaß machen. Findest du viele Gründe und Gelegenheiten, später ins Bett zu kommen, wenn er hoffentlich schon schläft? (Abgesehen davon, dass das Bett der einzige Ort ist, an dem ihr miteinander schlaft.) Baut sich für dich beim Sex noch Spannung auf? Schreibst du dabei in Gedanken deine Einkaufsliste? Oder denkst du währenddessen nur an die Entspannung danach?

Die gegenseitige Anziehungskraft und Leidenschaft baut sich in längeren Beziehungen automatisch ab. Meist nach einem halben bis drei Jahren. Aber: Ob Zärtlichkeiten “abgearbeitet” werden oder du Lust zum Ausprobieren hast, macht deutlich, ob du etwas anderes lebst als Gewohnheit.

Gemeinsame Ziele statt abwarten was passiert

Habt ihr Pläne für die Zukunft? Wie ihr eure Silberhochzeit begehen wollt? Was sein soll, wenn ihr in Rente seid? Oder passt du dein Leben seinem an oder er sein Leben deinem?

Wie fühlt es sich für dich an, wenn du denkst, dass du auch noch in fünf oder zehn Jahren neben ihm aufwachst? Kannst du dir vorstellen, mit ihm gemeinsam alt zu werden?

Die Frage ist vielleicht gar nicht so sehr, ob das was da ist, tatsächlich noch Liebe bedeutet. Sondern ob es sich lohnt, für eine gemeinsame Zukunft aktiv zu werden. Guck dir an, worauf du aufbauen kannst: Was ist noch da? Was ist gut an deiner Beziehung? Wofür genau lohnt es sich mit ihm zu kämpfen?

Zuversicht anstelle von Angst

Wenn du dich schon lange fragst, ob du deinen Partner noch liebst oder ob du einfach bequem bist, dann hast du vielleicht Angst vor Veränderung. Angst vor Einsamkeit und der Leere, die kommen könnte, wenn du gehst. Angst, niemanden wieder zu finden, der dich liebt.

Bequemlichkeit ist der Weg des geringsten Widerstands. Bleibst du aus Angst oder aus Überzeugung?

Liebe und Gewohnheit müssen sich nicht ausschließen. Aber es ist keine Liebe, wenn Gewohnheit der ausschließliche Grund für das Zusammensein ist.

Wir wünschen dir gutes Gelingen bei der Bewältigung deiner Herausforderungen und einen wertschätzenden Blick auf dich selbst und deinen Partner!

Mehr zum Thema

Wenn du weitere Anregungen und Beziehungstipps zum Thema Kommunikation und Konfliktlösung in der Partnerschaft suchst, findest Du hier mehr:

Miteinander Probleme lösen in 5 Schritten

Seid gut zu euch.

Herzliche Grüße

 

 

 

 

 

 

 

 

Alexander Klose: Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis. Wohnt in Schleswig, ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Maren Sörensen: Diplom-Pädagogin und Systemische Therapeutin (SG). Ist in der Nähe von Flensburg verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder.

Und, was meinst du?

Wir freuen uns über deine Meinung zu diesem Thema, über Deine Ideen, Kritik oder Fragen. Bitte schreibe uns unten in den Kommentar!

Foto: © RadaRani