Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Kennst du deine Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung wirklich?

Ich brauche eine tiefe emotionale Bindung zu meinem Partner, um eine glückliche Beziehung zu führen. Kann er das nicht leisten, werden wir kein Paar.

Klingt zu fordernd? Finde ich ganz und gar nicht. Denn: Wir werden meistens dann von unserem Partner enttäuscht, wenn unsere Erwartungen an ihn und an die Beziehung nicht erfüllt werden.

Ein häufiger Fehler, den Frauen machen, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden

Wir zerbrechen uns den Kopf, über alles, eigentlich über jede Kleinigkeit. Und auch wenn ich mich darin übe (und es schon sehr viel besser geworden ist), ich erwische mich selbst dabei, dass ich mir über manche Dinge unnötig den Kopf zerbreche.

Ein Beispiel zur besseren Erläuterung des etwas theoretischen Hintergrunds:

Nehmen wir an, du hast jemanden kennengelernt und würdest den Mann gerne wiedersehen und besser kennenlernen. Dann, nach mehreren Treffen, meldet er sich nicht mehr oder sagt dir offen, dass aus euch nichts wird.

Was machst du? Sehr wahrscheinlich denkst du sowas wie „Hätte ich doch nur xyz und xyz anders gemacht, dann wäre es vielleicht anders gekommen“ oder „Vielleicht hätte ich xyz nicht sagen sollen, weil er xyz“.

Du bist unsicher und fragst dich, was du falsch gemacht hast – anstatt warum er so reagiert, wie er es tut. Du suchst nach einer konkreten Handlung und nicht nach dem Hintergrund, nach dem Gefühl, das diese Reaktion ausgelöst hat.



Unsere Entscheidungen sind von unserem Bauchgefühl abhängig

Menschen sind von Gefühlen geleitet. Emotionen sind das erste, das wir für jede Situation entwickeln.

Die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, gibt uns ein Gefühl füreinander. Aus diesem Gefühl resultiert die Entscheidung, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und genau dieses Bauchgefühl entscheidet auch maßgeblich darüber wie es weitergeht.

Wie und warum wir emotional so reagieren wie wir es tun, setzt sich aus einer Vielzahl von bewussten und unbewussten Faktoren zusammen. Das wiederum macht es sehr schwer, genau die eine Handlung herauszufiltern, die eine bestimmte Reaktion hervorgerufen hat.

Nicht unsere Handlungen, sondern unsere Erwartungen sind das Ausschlaggebende 

Das permanente Fragen nach dem Warum in deinen Handlungen, kann dich verrückt machen, denn du wirst keine Antwort darauf bekommen. Und: Handlungen sind immer eine subjektive Interpretation der Situation.

Frage dich stattdessen:

  • Was steckt dahinter?
  • Warum hat er so reagiert?
  • Woher kommt das?
  • Welches Gefühl hat deine Handlung ausgelöst?

Wichtig ist an dieser Stelle zu verstehen, dass nicht du, sondern seine emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse hinter seiner Reaktion stecken.

Analysiere nicht deine Handlungen, hinterfrage die hervorgerufenen Gefühle

Verwirrend? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Zauberwort heißt Empathie. Versuche dich in den anderen hineinzuversetzen.

Anstatt also danach zu schauen, was du gesagt oder getan hast, das (in deinen Augen) hätte falsch sein können, versuche herauszufinden, was in deinem Gegenüber vorgeht. Und vor allem was er von einer Beziehung erwartet.

Dazu ist es allerdings essentiell, dass du weißt, was du für emotionale Erwartungen und Bedürfnisse hast und dich dann fragst, welche seine sind. Mark Manson hat dazu drei fundamentale Emotionen herausgearbeitet, warum wir Beziehungen eingehen:

  1. Status: Das Gefühl wichtig, anerkannt oder jemandem überlegen zu sein; sich gefordert fühlen.
  2. Verbundenheit: Sich verstanden und geschätzt fühlen und die gleichen Wertvorstellungen mit jemandem zu teilen.
  3. Sicherheit: Sich sicher fühlen. Jemandem vertrauen und sich auf jemanden verlassen können.

Uns allen gemein ist, dass wir diese Bedürfnisse haben und in einer Beziehung erfüllen möchten. Der Unterschied ist nur: Die Prioritäten und Ausprägungen sind anders. 

Wie eingangs erwähnt, spielt für mich das Gefühl der Verbundenheit eine essentielle Rolle, gefolgt von Sicherheit. Würde ich nun einen Mann treffen, für den das Verbundenheitsgefühl eine untergeordnete Rolle spielt, da er großen Wert auf Status legt, hätten wir keine gemeinsame Zukunft.

Wenn Bedürfnisse und Erwartungen nicht übereinstimmen, ist eine glückliche Beziehung unmöglich

Ein banal klingender Satz, ja. Aber war dir das so bewusst? Also wirklich bewusst, nicht unterbewusst bewusst, wenn du verstehst was ich meine.

Wir Frauen neigen oft dazu unsere eigenen Bedürfnisse auf einen Mann zu projizieren und als selbstverständlich anzunehmen, dass er das Gleiche von einer Beziehung erwartet. Bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich verstanden habe, dass es so nicht funktioniert.

Ich konnte nicht verstehen, warum jemand eine Beziehung führen möchte, und dabei nicht als oberstes Bedürfnis das Verbundenheitsgefühl befriedigen möchte. Aber: Das ist so. Warum das so ist, kann unzählige Gründe haben, die durch unsere Erziehung und unsere Sozialisation geprägt wurden.

Um das Warum soll es aber nicht gehen, sondern um das Verständnis dafür, dass es so ist.

Ein Beispiel:

Sagen wir du bist mit einem Mann zusammen, der attraktiv und in deinem Freundeskreis sehr bliebt ist. Du selbst findest ihn allerdings etwas egozentrisch, und ab und an ist er unzuverlässig. Was machst du?

Wenn du jemand bist, dem Status am wichtigsten ist, wirst über die ‚Störfaktoren‘ hinwegsehen, denn du bekommst Anerkennung dafür, dass er dein Freund ist. Wenig Verbundenheit und eine etwas oberflächliche Beziehung unterliegen also deinem Statusbedürfnis.

Wenn du aber jemand bist, dem Sicherheit am wichtigsten ist, wirst du nicht glücklich sein, denn die Unzuverlässigkeit und der Egoismus vermitteln dir ein seltsames und unsicheres Gefühl. Dein Bedürfnis nach jemandem, dem du vertrauen und auf den du dich verlassen kannst, überwiegen und machen eine Beziehung mit diesem Mann unmöglich.

Ein weiteres Beispiel:

Wenn du dich nach Sicherheit sehnst, nach jemandem auf den du dich verlassen kannst, wirst du eher dazu neigen, ‚deinem potentiellen Mann‘ öfter zu texten als jemand, dem Status wichtiger ist.

Hat er ebenfalls Sicherheit als höchstes Bedürfnis, wird es ihn freuen regelmäßig von dir zu hören und er wird dir auch gerne antworten. Geht es ihm eher um Status („Hey, schau mal, die sexy Frau ist meine Freundin!“), wird er wohl eher wortkarg sein und deine Handlungen als klammernd wahrnehmen. Das wiederum zeigt ihm dein Bedürfnis nach Sicherheit und kann ihn dazu bewegen, dass er sich nicht mehr meldet.

Es sind also nicht deine Nachrichten an sich oder was du geschrieben hast (deine Handlung), die ihn zu seiner Reaktion veranlassen, sondern deine Erwartungen („Ich brauche Sicherheit, und das erwarte ich von dir.“) und die Gefühle, die du dadurch bei ihm auslöst. Er kann und will dir dieses Bedürfnis nämlich nicht erfüllen.

D.h. du musst dann entscheiden, ob du den Kompromiss eingehen möchtest, dich immer zurückhalten zu müssen, wenn du ihm schreiben möchtest oder dich dafür entscheiden dir einen anderen Mann zu suchen.

Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

Wie kannst du jemandem das Gefühl geben, nach dem er sucht?

Der Knackpunkt liegt darin die Motivation und nicht die Handlungen des anderen zu betrachten.

Das Schlagwort ist hier: WARUM?

Warum hat er das gesagt? Warum beachtet er mich nicht, wenn seine Kumpels dabei sind? Warum ist er immer anders, wenn wir nur zu zweit sind?

Die Antwort auf das Warum hilft dir herauszufinden was seine Motivation ist.

Wenn du seine Motivation kennst, kannst du Verständnis dafür entwickeln – oder auch nicht. Wenn du Verständnis dafür entwickeln kannst, kannst du besser mit solchen Situationen umgehen.

Wenn nicht, hast du einen Anlaufpunkt das Gespräch mit ihm zu suchen oder du merkst, dass du wahrscheinlich auf Dauer nicht glücklich mit ihm wirst, weil du zu viele Kompromisse eingehen musst.

Achte auch immer auf die Körpersprache und die nonverbale Kommunikation. Übrigens ein Thema, das dir in allen Lebenslagen hilft, nicht nur bei der Partnersuche.

Was will ich dir mit dieser ganzen Theorie vermitteln?

  • Werde dir darüber im Klaren welche emotionalen Erwartungen und Bedürfnisse für dich in einer Beziehung befriedigt werden müssen, damit du glücklich sein kannst. Nur so kannst du deine Grenzen festlegen und weißt welche Kompromisse du eingehen kannst und welche nicht.
  • Verstehe, dass nicht jeder die gleichen Erwartungen und Bedürfnisse an eine glückliche Beziehung hat.
  • Wenn jemand deine Erwartungen nicht erfüllt, hinterfrage seine Emotionen und versuche seine Motivation für seine Reaktion und Handlungen zu analysieren.
  • Wenn es dir gelingt die Motivation deines Gegenübers herauszufinden, kannst du leichter damit umgehen und entscheiden wie du weitermachst.
  • Ganz wichtig: Verstell dich nicht und geh keine Kompromisse ein, mit denen du nicht leben kannst! Versuche zu akzeptieren, dass er vielleicht eine andere Erwartung an eine Beziehung hat und ihr nicht zusammenpasst. Denn in einer glücklichen Beziehung geht es immerhin darum, dass du und auch er auf eure Kosten kommt.

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Foto: © Zsolnai Gergely

Nur wer eifersüchtig ist, liebt. Wirklich?

Nur wer eifersüchtig ist, liebt. Wirklich?

Eifersüchtig zu sein, ist bis zu einem gewissen Maße normal. Aber was ist denn normal?

Normal ist eine subjektive Sichtweise, und genau wie bei allem im Leben, hängt dein Verständnis von einer normalen Eifersucht, von deinen Erfahrungen ab. Ein gewisses Maß an Eifersucht ist sogar gesund, denn es ist auch eine Art und Weise zu sagen, dass dir der andere am Herzen liegt.

Was ist denn Eifersucht eigentlich genau?

Wenn wir eifersüchtig sind, haben wir das Gefühl, dass unser Partner lieber Zeit mit einem anderen Menschen verbringt und wir in dem Moment eine untergeordnete Rolle spielen. Das kratzt am Ego, nicht wahr?

Wann beginnt Eifersucht krankhaft zu sein? 

Nun, ich würde sagen, wenn wir versuchen unseren Partner zu besitzen und sein Leben dadurch einzuschränken. Wenn wir versuchen ihm Treffen mit Freunden zu verbieten, sein Telefon checken (was du tunlichst unterlassen solltest, weil das Vertrauen darunter leiden wird!), wenn wir ständig nachfragen, was er tut, wo er ist und ob er uns noch liebt.

Eifersucht ist eine Sucht, die mit Eifer sucht.

Ein Ausspruch, der viel Wahres beinhaltet, meinst du nicht?



Woher kommt Eifersucht und was kannst du dagegen tun? 

Wie gesagt, ein gewisses Maß an Eifersucht, kann ein Kompliment sein, denn du zeigst deinem Partner, dass er dir nicht egal ist. Nur wenn es krankhaft und übertrieben ist, solltest du nachforschen woran das liegt.

Eifersucht ist kein Zeichen von Liebe, sondern ein Zeichen von Angst die Liebe zu verlieren.

1. Mangelndes Vertrauen in deinen Partner

Ein Grund dafür übertrieben eifersüchtig zu sein, ist das fehlende oder mangelnde Vertrauen, das du deinem Partner gegenüber hast. Hier solltest du dich fragen woher das kommt. Liegt es an deinem Partner oder liegt es daran, dass du dir vielleicht selbst nicht vertraust?

Würdest du persönlich vielleicht schwach werden und dich auf einen Flirt oder sogar sexuelles Abenteuer einlassen, weil du unzufrieden bist? Und wenn ja, projizierst du das auf deinen Partner und gehst davon aus, dass er vielleicht auch so denkt?

Aus meiner Erfahrung heraus ist das ein guter Ansatzpunkt, um nachzuforschen, denn vielen von uns ist das nicht bewusst.

2. Mangelndes Selbstwertgefühl

Eifersucht hat auch etwas mit Besitzanspruch zu tun. Menschen, die übertrieben eifersüchtig sind, möchten ihren Partner gerne besitzen, ihn für sich ganz alleine haben. Warum?

Weil der Partner die zentrale, übergeordnete Rolle im Leben des Eifersüchtigen spielt. Gerade bei denjenigen, die sich von einem Partner abhängig machen, passiert es häufig, dass sie übertrieben eifersüchtig sind.

Wenn du meinen Blog regelmäßig liest, kennst du meine Antwort darauf:

Fange an dich selbst zu lieben und du wirst deinen Selbstwert kennenlernen!

Und warum ist das so essentiell? Weil du dir dann selbst genug bist! Du kannst (und das verspreche ich dir!) jede Situation entspannter sehen! Eifersüchtig zu sein heißt ja auch, dass du Angst davor hast, dass dein Partner lieber Zeit mit einer anderen Frau verbringt anstatt von dir.

Warum sollte er das wollen, wenn er schon mit der besten Frau liiert ist? Nur um zu wissen, dass er schon die beste Frau an seiner Seite hat, musst du in der Lage sein, ihm das zu zeigen. Und wie kannst du das, wenn du nicht selbst davon überzeugt bist, dass du das Beste bist, das deinem Partner passieren kann?

3. Schlechte Erfahrungen

Dein Ex hat dich betrogen und jetzt bist du noch eifersüchtiger als du vorher warst? Ein bescheidenes Erlebnis. Ich kenne das Gefühl, wenn dir das Herz rausgerissen wird, weil dein Partner dich betrogen und belogen hat.

Wir sind immer ein Produkt unserer Sozialisation und natürlich unserer Erfahrungen. Daher sind wir ja auch alle unterschiedlich. Aber: Vieles ist auch Kopfsache! Ich weiß wie weit der Verstand und das Herz auseinander sind! Ja, selbst wenn du mit Lichtgeschwindigkeit reisen könntest, du wärst immer noch tagelang unterwegs.

Was meine ich mit Kopfsache? Nun, es ist deine freie Entscheidung wie du dein Leben leben möchtest und wovon es beeinflusst werden soll.

Don’t let the past ruin your present! 

Ich liebe diesen Ausspruch, denn es steckt so viel Wahrheit darin! Deine Vergangenheit hat absolut nichts mit deiner Gegenwart zu tun und dein Ex nichts mit deinem Neuen.

Ich weiß, dass es schwierig ist, aber wenn du weniger eifersüchtig sein willst, musst du lernen neu zu vertrauen und verstehen, dass du – und ja, es ist verdammt hart, ich weiß! – die Entscheidungen in deinem Leben triffst.

DU. In deinem Kopf. Hier. Jetzt.

Wenn du eifersüchtig bist, arbeite an dir und vermeide: 

  • Dich aus Verlustangst an deinen Partner anzupassen.
  • Deinen Partner zu kontrollieren. Das geht nach hinten los und macht mehr kaputt als du jemals wieder aufbauen könntest.
  • Deinen Partner mit andern Männern eifersüchtig zu machen. Auch das wird nicht funktionieren, denn das Einzige, das du erreichst, wird eine Auseinandersetzung sein.
  • Aufgrund von Annahmen und Vermutungen respektlos gegenüber deines Partners zu werden.
  • Nicht zu kommunizieren. Sprich mit deinem Partner und sag was in dir vorgeht und warum!

Aber wie kannst du mit deiner Eifersucht gegenüber der Neuen deines Ex umgehen?

Eine sehr schmerzhafte und heikle Frage. Ich persönlich bin nach 10 gemeinsamen Jahren nicht nur von heute auf morgen verlassen worden. Nein, ich bin innerhalb von vier Wochen (!!) ‚ersetzt‘ worden.

Ich schreibe ‚ersetzt‘ in Anführungsstrichen, weil ich heute weiß, dass sie mich nicht ersetzen kann. Niemand kann mich ersetzen, denn ich bin genauso einzigartig wie du!

Wenn dir genau das passiert ist, dann wirst du jetzt gerade anders darüber denken:

  • „Klar, hat er mich ersetzt, was denn sonst?“
  • „Was will er denn mit der? Die passt doch gar nicht zu ihm!“
  • „Was habe ich falsch gemacht?“
  • „Was hat sie, das ich nicht habe?“
  • „Die ist doch eh nur der Sündenbock, das wird doch nichts!“

Das werden eher deine Gedanken sein, die du hast. Und sie sind vollkommen normal!

Ich habe seiner Neuen zwei Jahre lang die Pest an den Hals gewünscht, mich über sie belustigt, Rachegedanken gehegt, sie gehasst.

Heute ist mir egal. Ich kann kein anderes Gefühl außer Gleichgültigkeit mit ihr in Verbindung bringen. Aus meiner Sicht eines der Gefühle, die dir am besten tun, wenn du loslassen und dein Leben weiterleben möchtest.

Ich habe sie niemals persönlich kennengelernt, aber würde ich sie heute treffen, wäre ein ‚Hallo, ich bin Simone‘ in Verbindung mit einem freundlich Lächeln das Einzige, das ich ihr entgegenbringen würde. Während meiner Trennung hatte ich eine Vielzahl von Fantasien, wie ich wohl reagieren würde, wenn ich sie treffen würde. Keine netten Fantasien, aber das wird dich nicht überraschen.

Die Zeit ist mit dir

Leider muss ich dir sagen, dass du das Stadium der Gleichgültigkeit nicht von heute auf morgen erreichen wirst. Sie ist mit deinem Ex zusammen und das tut weh.

Aber: Die Zeit spielt dir in die Hände, und nicht nur die. Du kannst das Ganze beschleunigen, wenn du aktiv an dir arbeitest.

Hier ein Tipp:

Emotionen für jemanden zu haben, raubt dir immer Energie. Wenn du liebst, ist das positiv, wenn du hasst, negativ.

Daher: Nimm dir eine feste Zeit, in der du bewusst über seine Neue nachdenkst. Male dir alle möglichen Fantasien aus, schreib sie dir auf und lass all deine Wut, deinen Frust, den Ärger und deinem verletzt sein freien Lauf. ABER: Mach das nur 30 Minuten täglich und versuche diese Dauer immer mehr zu reduzieren!

Es ist sehr wichtig, dass du deine Gefühle rauslässt, sie verarbeitest und dir ihnen bewusst bist. Dennoch: Sie ist es nicht wert, sie kann nichts für deine Gefühle. Und auch wenn sie sich an deinen Ex rangeschmissen hat, es gehören immer zwei dazu!

Klar ist das armselig sich zwischen zwei Menschen zu stellen und eine Beziehung zu gefährden oder sogar kaputt zu machen. Trotzdem war dein Ex daran nicht unbeteiligt.

Ich persönlich habe erst alles auf die Neue geschoben und dann erst realisiert, dass mein Ex-Freund ebenfalls eine Rolle in dieser Situation spielt. Er hat seinen Teil genauso dazu beigetragen wie sie. Aber auch das wirst du im Laufe der Zeit erkennen.

Also: Versuche deine Gefühle zu kanalisieren, sie aktiv zu verarbeiten und halte dir als Ziel Gleichgültigkeit vor Augen. Das wird dir helfen besser mit der Situation umgehen zu können.

Und denk daran: Deine Zeit und deine Energie sind wertvoll. Sie sind ein Geschenk! Möchtest du dieses wertvolle Geschenk wirklich der Neuen geben?

Der Artikel auf einen Blick: 

  • Eifersucht ist nur in einem sehr geringen Maße gesund.
  • Eifersucht ist kein Zeichen von Liebe, sondern von Verlustangst.
  • Selbstliebe und Selbstwertgefühl sind der Schlüssel, um deine Eifersucht zu lindern.
  • Nur weil dein Ex dich betrogen hat, wird dein neuer Partner es nicht zwangsläufig auch tun.
  • Die Neue deines Ex muss eine immer geringere Rolle in deinem Leben spielen.
  • Gleichgültigkeit gegenüber der Neuen muss dein Ziel sein, dann geht es dir besser.

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Ist mein Lebensgefährte noch richtig für mich – oder bin ich ihn nur gewohnt?

Ist mein Lebensgefährte noch richtig für mich – oder bin ich ihn nur gewohnt?

Vielleicht erinnerst du dich an meine Umfrage, die ich kürzlich in meinem Newsletter gemacht habe. Dort schrieb mir eine Leserin den folgenden Kommentar:

„Liebe Simone, ich würde gern einen Artikel darüber lesen, wie man herausfindet ob der Lebensgefährte noch richtig für einen ist oder ob man nur noch aus Gewohnheit mit ihm zusammen ist.“ 

Und genau diese Frage möchte ich heute beantworten:

Liebe Leserin,

danke für deine spannende Frage :)

Zu allererst sollte es dir zu denken geben, dass du dir diese Frage überhaupt stellst. Was genau war der Auslöser, dass diese Frage in dir aufkam? Wenn eure Beziehung in Takt wäre und kein Handlungsbedarf bestünde, würdest du mit Sicherheit keinen Gedanken daran verschwenden.

Aber keine Angst, das heißt nicht, dass alles verloren ist. Oftmals geht es „nur“ darum, dass wir über unsere Situation reflektieren und uns die richtigen Fragen stellen, um zu einer hilfreichen Erkenntnis zu kommen.



Welche Fragen solltest du dir stellen?

Ich möchte dir im Folgenden ein paar Kernfragen an die Hand geben, die dir – wenn du 100% ehrlich zu dir selbst bist – Aufschluss darüber geben, ob dein Lebensgefährte noch richtig ist oder du nur noch mit aus Gewohnheit zusammen bist.

  1. Wie fühlst du dich, wenn du mit ihm zusammen bist?

Hast du das Gefühl, dass du ihm etwas bedeutest? Dass er sich für dich interessiert? Fühlst du dich geborgen? Glücklich?

  1. Welche deiner Bedürfnisse kann er befriedigen, und welche nicht?

Worauf geht er besonders ein? Worauf nicht? Wofür bist du dankbar? Wann ist er unersetzlich für dich? Was fehlt dir?

  1. Wie denkst du über ihn?

Ist er dein Held, egal was er tut? Oder denkst du manchmal schlecht über ihn? Schämst du dich insgeheim manchmal für ihn? Würdest du ihm jederzeit den Rücken stärken?

  1. Wie wichtig ist es dir, dass er sein Leben mit dir teilt und du deines mit ihm?

Interessiert dich wie sein Arbeitstag war? Oder ob er den letzten Sportwettbewerb gewonnen hat? Brennst du dafür ihm zu erzählen, dass gerade etwas Aufregendes passiert ist in deinem Leben?

  1. Kannst du dir vorstellen wie euer Leben in 10 Jahren aussehen kann?

Teste deine Vorstellungskraft, wie kann euer Leben weitergehen? Und was wäre, wenn es genauso weitergeht wie es jetzt ist?

Versuche für dich herauszufinden wie viel Paar ihr noch seid und wie viel Individuum – beides ist wichtig, aber in der richtigen Balance.

Heißt das jetzt, dass du dich trennen sollst?

Nein! Was ich dir aber ans Herz lege, ist dir ernsthaft Gedanken über eure Beziehung zu machen und ehrlich zu dir selbst zu sein, um dann die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Bevor du überstürzt handelst und dich von deinem Lebensgefährten trennst, rate ich dir sowieso dazu das Gespräch zu suchen und offen mit ihm zu sein.

Vielleicht empfindet er genauso und traut sich ebenfalls nicht es zu kommunizieren, wer weiß. In jedem Fall wirst du nach diesem Gespräch wissen wie es für euch weitergehen kann.

Sicher, das Gespräch kann eine Trennung nach sich ziehen. Es kann aber auch ein Neubeginn sein für eure Beziehung und alte Flammen wieder entzünden, denn genau dann, wenn ihr feststellt, dass ihr beide etwas verändern möchtet und euch mit dem ehrlichen Gespräch den Rahmen dazu gegeben habt.

Ich weiß, dass diese Unsicherheit ein furchtbares Gefühl ist, und auch dass du Angst davor hast, was passieren wird. Aber halte dir eines vor Augen:

Entweder du gehst du den Schritt und hast die Chance etwas zu verändern, oder du gehst ihn nicht und schenkst deine wertvolle Lebenszeit einem Menschen, mit dem du vielleicht nicht mehr aus tiefsten Herzen zusammen sein möchtest.

Ich hoffe diese Anregungen helfen dir dabei herauszufinden, ob du noch mit ihm zusammen sein möchtest oder ob es Gewohnheit ist. Ich bin mir sicher, dein Herz wird richtig entscheiden <3

Wenn du auch eine Frage an mich hast, dann schreibe mir gerne eine Email an frage@frompaintopower.de und vielleicht beantworte ich sie im nächsten Artikel, bei Facebook oder bei Instagram – ich freue mich von dir zu lesen! :)

 

 

 

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Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Ich habe mich ganz bewusst für das Wort Sexualität und nicht Sexleben entschieden, denn eine gesunde Sexualität kannst du auch dann leben, wenn du (gerade) kein Sexleben hast, sprich: Wenn du keine sexuellen Aktivitäten mit einem anderen Menschen teilst. Und das ist eine gute Nachricht, denn du kannst ganz alleine an deinem Selbstbewusstsein arbeiten!

Was heißt Selbstbewusstsein eigentlich?

Wenn wir uns das Wort genauer anschauen, heißt Selbstbewusstsein nichts anderes als sich selbst bewusst zu sein. Durch bewusstes Hinterfragen deiner Gedanken und Zuhören, was in dir vorgeht und was deine Bedürfnisse sind, erlangst du genau das. Und durch mehr Selbstbewusstsein erlangst du automatisch mehr Selbstvertrauen, denn du weißt ganz genau was du möchtest und was nicht.

Selbstbewusstsein kannst du auf verschiedenen Ebenen haben oder eben nicht. Heute möchte ich mit dir über dein Selbstvertrauen, das du durch deine gelebte Sexualität erlangen kannst. 

Wie kann dir also eine gesunde Sexualität helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken?

Eine gesunde Sexualität ist nicht nur wichtig und gut für deinen Körper und Geist, sondern auch für dein Selbstbewusstsein gut!



Lass mich folgendes Bild zeichnen: Du gehst aus und wirst von dem Mann/ der Frau angesprochen, der/die genau dein Typ ist. Er/sie flirtet mit dir, alles läuft wie geplant und eigentlich würdest du dich gerne auf mehr einlassen.

Szenario #1

Du hast dich nie wirklich aktiv um deine Sexualität gekümmert, ab und an mal einen One Night Stand, eine Affäre oder eine Beziehung gehabt. Du masturbierst zwar manchmal, aber dein Ziel besteht ausschließlich darin zum Orgasmus zu kommen und nicht deinen Körper zu erkunden.

Szenario #2

Du beschäftigst dich mit deiner Sexualität, setzt dich damit auseinander was deine Bedürfnisse sind, kennst deinen Körper sehr genau, weißt genau was dir gefällt, was du brauchst und was dich erregt.

Was glaubst du, in welcher Situation wird es dir leichter fallen dich auf dein Gegenüber einzulassen und in welcher du dich eher fallen lassen kannst?

Wenn du deine sexuellen Bedürfnisse kennst, kannst du nicht nur mir mehr Selbstvertrauen in Situationen wie diese gehen, sondern du kannst sie bedeutend mehr genießen und außerdem klar kommunizieren was dir gefällt und was nicht – und das finden übrigens vor allem die meisten Männer sehr attraktiv!

Es gibt diverse Studien darüber, dass deine Libido (also dein sexuelles Verlangen) nachlässt, je weniger du dich darum kümmerst. Darum können manche auch abstinent leben – nach einer gewissen Zeit verspüren sie einfach kein Verlangen mehr nach Sex. Soweit solltest du es gar nicht kommen lassen, denn wir Menschen (zumindest ist das meine persönliche Überzeugung) sind nicht dafür gemacht ohne Sex zu leben.

Wie kannst du nun eine gesunde Sexualität leben?

Das kommt auf deinen Typ an und das kannst nur du ganz alleine entscheiden, was dir gut tut und was nicht.

Du kannst dir zum einen eine Affäre oder einen Freund „mit Benefits“ suchen, mit dem du deine Sexualität erkundest und auslebst. Wenn du gerade in einer Trennung steckst oder sehr genau von dir selbst weißt, dass du sehr anhänglich bist und relativ schnell eine emotionale Bindung aufbaust, dann würde ich dir davon abraten. Ich würde dir auch davon abraten, wenn du eine Frau bist, die sich nicht nur mit dem sexuellen Akt „zufrieden geben“ kann, sondern eine tiefe emotionale Bindung braucht, um den Sex auch genießen zu können.

Was ich dir auf jeden Fall ans Herz legen würde und wodurch du dich so gut kennenlernest wie mit niemand anders, ist Masturbation. Befriedige dich regelmäßig selbst, probiere unterschiedliche Positionen und Orte aus und nimm dir auf jeden Fall auch das ein oder andere Spielzeug zur Hand :)

Die Sache mit dem Orgasmus…

Ich spreche mit vielen Frauen – nicht nur aufgrund meines Berufs, auch privat – über das Thema Sex und ich bin immer wieder erstaunt wie viele Frauen ihrem Partner einen Orgasmus vorspielen und nicht mal mit Selbstbefriedigung in den Genuss dieses Hochgefühls kommen. Dabei ist ein Orgasmus nicht nur ein wundervolles Gefühl, sondern erfüllt auch andere Funktionen, die bedeutsam sind für unsere Gesundheit und er hilft dir dein Selbstbewusstsein zu stärken!

Wenn du Schwierigkeiten hast zum Orgasmus zu kommen, egal ob „nur“ beim Sex oder auch wenn du dich selbst befriedigst, dann kann ich dir das Programm von meiner lieben Kollegin Claudia Huber ans Herz legen. Sie ist Sex Coach und hat dir ihr ganzes Wissen sowie wirkungsvolle Übungen zusammengestellt, sodass du Schritt für Schritt verstehen kannst was in deinem Körper vorgeht und wie du zu diesem Gefühl kommst. Mehr Informationen dazu findest du hier.

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Foto: © ligorosi

Warum vergeben der Schlüssel zum Loslassen ist und wie es dir gelingt

Warum vergeben der Schlüssel zum Loslassen ist und wie es dir gelingt

Vergeben ist eine Königsdisziplin, denn es verlangt uns nicht nur einiges, sondern unfassbar viel ab. Du musst in der Lage sein einen Schritt zurückzutreten, dich selbst zu analysieren, deine Situation aus einer anderen als dir gewohnten Perspektive zu betrachten und vor allem eines: Du musst ehrlich mit dir selbst sein! Nicht nur in romantischen Beziehungen ist das so, sondern in jeder zwischenmenschlichen Beziehung.

Beim Thema Trennung und Liebeskummer möchte ich allerdings zwei Dimensionen betrachten:

  1. Deinem Ex-Partner verzeihen.

In den meisten Fällen ist uns etwas durch einen anderen Menschen angetan worden. Wir fühlen uns verletzt, hintergangen, verraten oder verlassen. Und diesem Menschen zu verzeihen, dass er uns dieses Gefühl gegeben hat, das fällt fast allen von uns unglaublich schwer.

Gedanklicher Exkurs: Ist es wirklich der andere Mensch, der dir das Gefühl gibt oder bist du es, der diese Emotionen aufgrund deiner innerlichen Unruhe, Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit erzeugt? Eine Frage, auf die ich nicht weiter eingehen will, sie dir aber nicht vorenthalten will.

  1. Dir selbst verzeihen.

Besonders quälend ist es, wenn wir uns selbst verzeihen wollen. Über Fragen und Gedanken wie diese zermürben wir uns:

  • Warum habe ich das getan?
  • Wieso habe ich nicht auf meine Intuition gehört?
  • Ich habe alles kaputt gemacht!
  • Hätte ich doch dieses und jenes nicht getan, dann wäre jetzt alles gut.

Manchmal ist sogar deutlich schwieriger uns selbst zu verzeihen als anderen, denn bei anderen hatten wir keinen Einfluss, auf unsere eigenen Handlungen aber schon.



Was ist denn verzeihen eigentlich und wie geht das aus vollstem Herzen?

Verzeihen ist die Kunst zu akzeptieren, 

dass wir unsere Vergangenheit nicht verändern können. 

Wenn du mal in dich gehst und dich fragst warum du einfach nicht verzeihen kannst, dann wirst du feststellen, dass der einzig (wahre) Grund dafür ist, dass du in deiner Vergangenheit lebst und dir wünschst etwas verändern zu können, was schon passiert ist.

Das Problem an der Sache: Es ist ja schon passiert! Es ist vorbei! Vergangenheit! Und du kannst es nicht mehr verändern!

  • Dein/e Ex ist schon fremdgegangen.
  • Du hast deinen Partner schon betrogen.
  • Er hat dich schon angelogen.
  • Du hast schon in seinem Handy geschnüffelt.
  • Er hat sich schon wegen einer anderen Frau getrennt.
  • Und so weiter…

Alles was in unserem Leben passiert, zeigt uns woran wir arbeiten müssen und gibt uns eine Aufgabe, an der wir wachsen sollen. Unser Dasein dient dazu zu wachsen, denn wer stagniert, ist eigentlich schon tot und wartet nur auf sein irdisches Ableben. Ich kann mich nur immer wieder wiederholen: Everything happens for a reason!

Und das Gute daran ist, dass das Schlechte dafür da ist uns zu zeigen was gut eigentlich heißt. Wie sollst du denn aus vollstem Herzen lieben und zutiefst glücklich sein, wenn du niemals auf der anderen Seite des Flusses standest? Wenn du niemals wirklich tiefen Schmerz und Unglück empfunden hast?

It’s a matter of perspective!

Das Gute daran ist aber, dass du immer eine Wahl hast wie du mit solch schwierigen Situationen umgehen möchtest. Du kannst dich verrückt machen, die Situation immer und immer wieder aufrollen und dich mit Fragen wie diesen im Kreis drehen:

  • Warum ist gerade mir das passiert?
  • Warum immer ich?
  • Warum trifft es nie die anderen?
  • Warum ist das Leben so ungerecht?
  • Warum sind immer nur die anderen glücklich und ich nicht?

Der Haken an den Fragen ist: Du bist das Opfer – eine Rolle, die dir niemals dienlich sein wird in deine Leben.

Es fällt dir leichter zu verzeihen und dann auch loszulassen, wenn du dir diese Fragen stellst und dich intensiv mit deren Antworten beschäftigst:

  • Was möchte mir das Leben mit dieser Erfahrung mitteilen?
  • Was soll ich aus dieser Situation lernen?
  • Wie kann ich an dieser Herausforderung/ Enttäuschung/ Verletzung wachsen?
  • Ist das schon mal in meinem Leben passiert und wie habe ich mich damals verhalten? Und was kann ich jetzt anders machen?

Heilung kommt dann, wenn wir uns dazu entscheiden die Dunkelheit hinter uns zu lassen und uns dem Licht zuzuwenden. Aber um diese Dunkelheit hinter uns zu lassen, müssen wir sie erst durchlaufen, immer in Richtung des Lichtes.

Auf meiner Coaching-Seite steht aus einem guten Grund, dass Schmerz der Motor für Wachstum ist – und ich kann dir das aus eigener Erfahrung sagen, denn ich wäre heute nicht da wo ich bin, wenn mein Ex mich nicht verlassen hätte! Es hat mich mehr als zwei Jahre gekostet, um ihm, mir selbst und auch seiner Neuen zu verzeihen. Aber als ich es geschafft habe, konnte ich ihn und unsere gemeinsame Zukunftsplanung loslassen und mich und mein Leben neu erfinden. Wenn du genau wissen willst warum, dann lies meine persönliche Geschichte.

Nur wenn du Schmerz spürst und dazu bereit bist ihn aufzulösen, indem du ihn verstehst, deinem Ex-Partner und vor allem dir selbst verzeihst, kannst du auch loslassen und endlich wieder glücklich werden. Wenn du deinen inneren Frieden mit einer Situation, die dich verletzt hat, gefunden hast, wirst du in der Lage sein, im Hier und Jetzt zu leben und endlich loszulassen was war.

Ist das einfach? Nein.

Wenn du gerade in so einer herausfordernden Situation bist in deinem Leben, dann wünschst du dir, dass es einfacher wäre. Ich habe das auch getan! Leider ist es aber nicht, aber es ist machbar – und ein wahnsinnig gutes und erfüllendes Gefühl, wenn du an dem Punkt angekommen bist und zurückschauen kannst wie unfassbar du gewachsen bist.

Also, was soll ich tun? 

Gib dich dem hin was ist. Lass los was war. Habe Vertrauen in das was kommen wird.

Wenn du jemanden an deiner Seite brauchst, der nicht nur persönliche Erfahrung, sondern auch viel Erfahrung mit Klienten mit diesem Problem hat, dann schau dich auf meiner Coaching-Seite um, fülle den Fragebogen aus und melde dich zu einem kostenlosen 20-minütigen Kennenlerngespräch an.

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Foto: © michaeljung

Wie deine Verlustangst dich von einer glücklichen Beziehung abhält. Und wie du sie in den Griff bekommst.

Wie deine Verlustangst dich von einer glücklichen Beziehung abhält. Und wie du sie in den Griff bekommst.

Kennst du das? Du hast gerade jemanden kennengelernt, alles läuft ganz wunderbar, es gibt keine einzigen Anzeichen, dass etwas schief gehen oder er sein Interesse verlieren könnte und plötzlich taucht sie trotzdem auf: Deine Verlustangst.

Du suchst nach fadenscheinigen Anzeichen, die dafür sprechen könnten, dass er dich doch nicht mehr möchte, bestimmt jeden Moment sagt, dass es nichts wird mit euch beiden und schon bist du im Strudel deiner Gedanken mit Abwärtsspirale.

Verlustangst hat viele Ursachen, aber gerade wenn wir verlassen wurden und eine schmerzhafte Trennung hinter uns haben, verinnerlichen wir diese Angst noch stärker als Menschen, die eine solche Situation nicht überstehen mussten. Wenn es dir so geht, dann hast du genau drei Möglichkeiten, um damit umzugehen:

  1. Du „erliegst“ deiner Bindungsangst – d.h. du lässt dich aus Angst verletzt und verlassen zu werden erst gar nicht auf eine Beziehung ein.
  1. Du lässt dich gedanklich von deiner Verlustangst so lange beherrschen bis sie überhandnimmt und du mit dem Gesetz der Anziehung (und anderen) genau das in dein Leben holst wovor du Angst hast: Nämlich den Verlust deines potentiellen neuen Partners. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das auch.
  1. Du setzt dich mit dieser Angst auseinander und bekommst in den Griff, sodass du die Situation so klar und schön siehst wie sie ist.



Woran erkennst du, ob du unter Verlustangst leidest?

  • Deine Gedanken kreisen ständig um das Szenario den bedeutenden Menschen zu verlieren.
  • Du klammerst und nimmst dir damit nicht nur seine Freiheit, sondern auch deine eigene.
  • Wenn er sich nicht meldet, versetzt es dich in einen übertrieben sorgenden Geisteszustand, der durch dein Kopfkino und die Frage Warum und wieso meldet er sich nicht? intensiviert werden (obwohl er vielleicht einfach nur etwas anderes zu tun hat und sich zu einem späteren Zeitpunkt meldet, denn für ihn ist alles in Ordnung! Er hat keine Ahnung davon was sich in deinem Kopf abspielt und würde dich wahrscheinlich auch nur fragend anschauen, wie du auf ein solches Szenario kommst. Männer sind in den meisten Fällen sehr simpel, Frauen sind diejenigen, die Dinge durch ihre Emotionalität und ihrem Drang zur Überinterpretation von Situationen verkomplizieren!).

Was kannst du also tun, um deine Verlustangst in den Griff zu bekommen? 

Betrachte die Situation rational. 

Ja, wenn du selbst in der Situation steckst, dann ist das nicht die leichteste Aufgabe, aber stelle dir einfach mal die Frage: Was würdest du jemandem anders raten, der dir deine Situation beschreibt? 

Stell dir wirklich vor, deine beste Freundin kommt mit einer Situation wie deiner auf dich zu und erzählt dir, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Dass ihr regelmäßig schreibt, ihr euch seht und langsam beginnt euer Leben zu teilen, aber dass du Angst hast,…

  • …weil er einen Tag nicht geschrieben hat,
  • …weil er den einen Satz so zweideutig geschrieben hat
  • …weil er an dem einen Abend schon etwas mit seinen Kumpels ausgemacht hat
  • …weil er keine Lust hat länger als notwendig zu telefonieren

Männer sind in den meisten Fällen sehr viel simpler gestrickt als wir Frauen. Wenn er Interesse hat und regelmäßig mit dir im Kontakt ist, seinen Tag mit dir teilt, dich fragt wie es dir geht usw., dann hat er Interesse!

Nur weil er einen Tag nicht schreibt, heißt das nicht, dass er dich nicht mehr interessant findet. Er denkt auch nicht zehnmal darüber nach welches Wort er verwendet, denn Männer interpretieren nicht! Er liest was da steht und nicht zwischen den Zeilen! Und wenn er schon etwas mit seinen Kumpels vor und keine Zeit für dich hat, dann solltest du dankbar dafür sein, denn es heißt nichts anderes als dass er sein eigenes Leben hat und sich nicht von dir abhängig macht! Ach ja, und: Die wenigsten Männer mögen es stundenlang am Telefon zu quatschen. Dafür ist deine beste Freundin da ;)

Was ist das Schlimmste, das dir passieren kann?

Erinnerst du dich noch wie dein Leben war bevor du ihn kennengelernt hast? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es wundervoll war (denn ansonsten würde ich dir raten es erst wundervoll für dich zu gestalten bevor du dich auf eine Beziehung einlassen möchtest – aber das ist ein anderes Thema).

Dein Leben war also schon lebenswert und schön und glücklich bevor du ihn kennengelernt hast. Er könnte nun das Tüpfelchen auf dem i werden und alles noch schöner machen als vorher. Noch schöner heißt aber nicht, dass es vorher nicht schön war.

Ich verstehe wie sehr du dir wünschst, dass er ein Teil deines Lebens wird, aber wenn du dich darauf versteifst, verkomplizierst du die Situation nur. Gib ihm die Chance ein Teil deines Lebens zu werden, aber lass ihm nicht den Freiraum dein Leben zu bestimmen und zu werden!

Wenn du gerade von deiner Verlustangst heimgesucht wirst, dann frage dich: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Ja, richtig, du hast dein altes glückliches Leben wieder und musst weiter geduldig sein bis der Mann kommt, der dann ein i-Tüpfelchen sein wird.

Ja, ich weiß, das ist nicht was du hören möchtest, aber es gibt Schlimmeres, glaub mir!

Meditiere und beruhige deine Äffchen im Kopf!

Am anstrengendsten und gefährlichsten sind unser Kopf und unsere Gedanken! Wenn du das Ausmaß und den Einfluss deiner Gedanken in irgendeiner Art und Weise erkennen kannst, dann hast du gelernt niemals wieder einen negativen Gedanken zu denken.

Die meisten Menschen unterschätzen die Macht ihrer Gedanken kolossal und wundern sich warum sie immer und immer wieder Negatives in ihr Leben ziehen. Das gilt übrigens für alle Lebensbereiche: Die Liebe, Karriere, Erfolg, Geld, Gesundheit – für alle!

Einer meiner Vorbilder und Inspirationen ist Bob Proctor, der einen sehr weisen Satz gesagt hat:

If you can hold it in your head, you can hold it in your hand!

Hier eines seiner sehr inspirierenden Videos, die dich zum Nachdenken anregen sollten:

Liebe dich selbst und stärke dein Selbstwertgefühl!

Wenn du permanent Angst davor hast einen Menschen zu verlieren – egal ob das in der Kennenlernphase oder in einer langjährigen Beziehung ist – dann liegt das unter anderem daran, dass du deinen Wert nicht erkennst.

Wenn du deinen Selbstwert kennst und genau weißt wie wertvoll du bist, dann wirst du nicht auf die Idee kommen, dass du nicht genug bist für den anderen. Oder dass er deinen Wert nicht erkennt.

Du gehst nur dann davon aus, dass dein Gegenüber dich nicht wertschätzt und an dir zweifelt, weil du es tust! Was du tun kannst, um das zu verhindern? Lerne dich selbst zu lieben! Ein Mangel an Selbstliebe ist einer der häufigsten Gründe warum wir uns unser Beziehungs- und Liebesleben so schwer machen. Das muss aber nicht sein! Und das Beste daran ist: Wenn du einmal lernst dich selbst zu lieben, kannst du es dein Leben lang anwenden und deine zwischenmenschlichen Beziehungen verändern sich wie von Zauberhand. Wenn du Hilfe dabei brauchst, ich bin gerne für dich da.

Und denk dran!

Du bist wundervoll und einzigartig, genauso wie du bist! Wenn du tatsächlich an einen Mann gerätst, der das nicht erkennt und lieber das Weite sucht, dann hat er dich nicht verdient.

Aber für jetzt gilt: Immer positiv bleiben und an das Gute glauben, denn es ja noch nichts passiert, das ein Anzeichen dafür sein könnte, dass es schlecht ist ;)

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