Bindungsangst & Beziehungsunfähigkeit:  Was hält uns von der Liebe ab?

Bindungsangst & Beziehungsunfähigkeit: Was hält uns von der Liebe ab?

„Ich liebe dich, aber ich bin beziehungsunfähig“ – ein Satz, der in den vergangenen Jahren nicht nur häufiger, sondern überhaupt ausgesprochen wird. In der Generation unserer Großeltern: ein schieres Drama so zu denken, geschweige es auszusprechen. Über Bindungsangst und andere Beziehungsprobleme wurde kaum gesprochen, und schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

In unserer heutigen Gesellschaft gehört Beziehungsunfähigkeit scheinbar zum Alltag. Immer mehr von uns beklagen, dass sie nicht in der Lage sind eine Beziehung zu führen und mit einem anderen Menschen wirklich glücklich zu werden. Dahinter steckt entweder eine Ausrede, um Kompromissen aus dem Weg gehen zu können oder Bindungsangst.

In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, was Bindungsangst ist, woher sie kommt, woran du sie erkennst und was du dagegen tun kannst. Ich möchte dir helfen herauszufinden, ob du wirklich beziehungsunfähig bist oder ob etwas anderes dahintersteckt.

Was ist Bindungsangst?

Bindungsangst ist die Angst vor Nähe und Beziehungen. Treten die ersten Problemchen in unserer Beziehung auf, neigen viele von uns dazu unsere Kompromisslosigkeit mit Beziehungsunfähigkeit zu entschuldigen. Wer allerdings tatsächlich beziehungsunfähig ist, leidet unter Bindungsangst und sollte diese tatsächlich psychische Störung von einem Therapeuten behandeln lassen.

Woher kommt Bindungsangst?

Die Gefühle, die Menschen erleben, die Angst davor haben eine Beziehung einzugehen, rühren aus der Kindheit. Oftmals haben Eltern ihre Liebe an Erwartungen geknüpft und Betroffenen somit das Gefühl gegeben, sie seien nur dann liebenswert, wenn sie eine gewisse Leistung erbringen. Sprich, sie bekamen bereits von klein auf das Gefühl vermittelt, dass sie als Person an sich nicht geliebt werden können.



Diese Menschen glauben, dass sie nicht ‚einfach nur‘ ihretwegen geliebt werden können, sondern leiden permanent unter der Angst, die Erwartungen ihres Partners nicht erfüllen zu können oder auf lange Sicht aufgrund dieser empfundenen Unzulänglichkeit sowieso wieder verlassen zu werden. Dieser emotionale Leidensdruck erzeugt Bindungsangst und damit Beziehungsunfähigkeit.

Macht uns nur die Bindungsangst beziehungsunfähig?

Aber nicht nur Bindungsangst macht es uns schwer uns ernsthaft auf eine Beziehung einzulassen, auch FOMO (fear of missing out, zu Deutsch: die Angst etwas zu verpassen) spielt hier eine große Rolle. Kommt noch etwas Besseres? Erfüllt ein anderer mehr von meinen Erwartungen?

Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann weißt du, dass ich ein Fan von Online Dating bin. Ich finde es eine super Ergänzung zu unserem alltäglichen Datingleben. Aber ich muss auch zugeben: Dating Apps machen es uns nicht leichter, eine dauerhafte und ernsthafte Beziehung einzugehen.

Immerhin könnte der nächste Swipe auch der richtige Typ sein, der Mann oder die Frau fürs Leben. Vor allem in der oftmals titulierten Generation Y, zu der ich auch gehöre, scheint das ein großes Problem zu sein. Wir haben scheinbar unendliche Möglichkeiten und sind ständig mit anderen Entscheidungen konfrontiert – in jeder Lebenslage: Ausbildung, Job, Familie und auch bei der Partnerwahl.

In einem Zeitalter, in dem wir unseren potentiellen Partner online betrachten können als würden wir ein Buch bei Amazon bestellen, erfordert es noch mehr Verbindlichkeit als je zuvor, denn an jeder ‚Dating App Ecke‘ lauert das nächste potentielle Abenteuer.

Welche Erwartungen hast du an deinen Partner?

Du wirst keine Beziehung führen können, wenn du nicht bereit bist Kompromisse einzugehen. Wenn du eine Beziehung eingehen möchtest, die dauerhaft und ernsthaft sein soll, dann musst du aus meiner Sicht zwei Fragen für dich beantworten:

  1. Welche Erwartungen habe ich an meinen Partner?
  2. Wo kann ich Kompromisse eingehen und wo auf keinen Fall?

Wenn du diese beiden Fragen klar für dich beantwortest, dann hast du einen guten Grundstein gelegt. Denn häufig wissen wir nicht was wir brauchen und fragen uns dann warum wir unzufrieden sind in unserer Beziehung.

Was sind Anzeichen für Bindungsangst?

Wenn du das Gefühl hast, dass du dich nicht vor einer Beziehung versteckst, weil du nicht kompromissfähig bist oder an FOMO leidest, dann schau, ob das auf dich zutrifft und ziehe gegebenenfalls einen Therapeuten zu Rate:

  • Du fürchtest dich vor gemeinsamen Zukunftsplanungen mit deinem Partner.
  • Du hast Angst dich festzulegen.
  • Du schläfst mit überdurchschnittlich vielen Menschen.
  • Du hast eher lose Freundschaften als einen engen Freundeskreis.
  • Du glaubst, dass die Beziehung sowieso zu Ende geht und nicht dauerhaft ist.
  • Du hast ein überdurchschnittlich hohes Sicherheitsbedürfnis.
  • Du sprichst nicht aus was du fühlst und bewahrst Abstand zu Menschen.
  • Du hast übersteigerte Erwartungen an deinen Partner.

Was tun, wenn du in jemand verliebt bist, der Bindungsangst hat?

Nun, ich rate dir zu einem offenen Gespräch: Wenn er bzw. sie unter Bindungsangst leidet und eure Beziehung daher nicht funktioniert, solltest du Hilfe anbieten. Einen Termin beim Therapeuten oder Psychologen ist bei Menschen, die unter dieser emotionalen Störung leiden, unumgänglich. Wenn dein Partner dafür nicht offen ist, bleibt dir nur zu lernen damit umzugehen oder die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und ohne diesen Partner weiterzuleben. Keine einfache Entscheidung, ich weiß, aber auf lange Sicht wirst du wahrscheinlich nicht glücklich werden, wenn dein Gegenüber nichts an der Situation verändern will.

Wenn du nicht an Bindungsangst leidest…

…solltest du dir Gedanken über deine Erwartungen an deinen Partner machen. Und auch darüber was du bereit bist anzupassen und Kompromisse einzugehen. Genauso wenig wie du mit einem anderen Menschen zu 100 Prozent leben kannst, kann das jemand mit dir. Eine Beziehung ohne Kompromisse gibt es nicht. Die müssen nicht groß sein und mit Sicherheit nicht so, dass du nicht mehr du selbst sein kannst, aber kleine Veränderungen gegenüber unseres Singlelebens müssen wir annehmen, wenn wir eine harmonische, dauerhafte Beziehung führen möchten.

Bindungsangst und Beziehungsunfähigkeit sind sehr komplexe Themen, die ich nicht in einem Artikel abhandeln kann (wie eigentlich fast jedes Thema auf meinem Blog). Wenn du mehr zu diesen Themen erfahren möchtest, dann findest du drei weitere, sehr lesenswerte Artikel hier, hier und hier.

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Foto: © smithore

Du willst einen neuen Partner finden? 12 Anzeichen, dass du bereit bist für eine neue Beziehung

Du willst einen neuen Partner finden? 12 Anzeichen, dass du bereit bist für eine neue Beziehung

Wenn wir verlassen werden, möchten wir Frauen meistens nichts sehnlicher als unseren Ex zurück. Und das während sich ‚unser‘ Mann oftmals eher damit beschäftigt einen neuen Partner zu finden oder bereits einen hat.

In der Regel brauchen wir Frauen sehr viel länger, um uns einem neuen Partner ernsthaft öffnen zu können. Meine Klientinnen fragen mich daher häufig: „Simone, woran merke ich, dass ich über meinen Ex hinweg bin, beziehungsweise woran erkenne ich, dass ich bereit bin mich auf einen Mann und eine neue Beziehung einzulassen?“

Und weil diese Frage so häufig kommt, fasse ich dir in diesem Artikel 12 Anzeichen zusammen, an denen du merkst, dass du dich einem neuen Partner öffnen kannst:

#1 Du liebst dich selbst

Wenn du meinen Blog schon eine Weile verfolgst, dann weißt du, dass Selbstliebe das oberste Gebot ist. Wenn du dich selbst nicht liebst, kannst du nicht aufrichtig geliebt werden. Zudem bist du eifersüchtiger und läufst Gefahr in eine Co-Abhängigkeit zu rutschen. Wenn du also nicht mit dir im Reinen bist und dich noch nicht so akzeptierst und liebst wie du wirklich bist, dann bist du auch noch nicht bereit für eine neue, tiefgründige Beziehung.

#2 Du weißt was eine glückliche Beziehung für dich ausmacht

Dass deine letzte Beziehung auseinander gegangen ist, hatte einen Grund. Kennst du ihn? Hast du über deine Beziehung reflektiert? Nur wenn du weißt was falsch gelaufen ist und deine Bedürfnisse in einer Beziehung genau kennst, kannst du auch deine Grenzen abstecken und mit ihm darüber sprechen. Und nur wenn du offen kommunizierst, kannst du eine dauerhaft glückliche Beziehung führen.



Was hier natürlich auch dazu gehört, ist dass du dazu bereit bist in eine Beziehung zu investieren und einem anderen Menschen aufrichtig die Chance gibst dich kennenzulernen – mit all deinen Stärken und Schwächen. Und das erfordert Zeit und Geduld, denn dein Neuer ist nicht dein Ex. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt:

#3 Du vergleichst ihn nicht mit deinem Ex

Wenn du einen Mann kennengelernt hast, mit dem du dir mehr vorstellen könntest, aber bei jeder Kleinigkeit denkst: „Boah, also bei meinem Ex war das nicht so kompliziert“ oder „Cool, das ist mit ihm irgendwie einfacher als mit meinem Ex“, dann bist du definitiv noch nicht bereit für einen neue Liebe, denn dann hat dein Ex noch einen zu großen Platz in deinem Herzen und es gibt zu wenig für den neuen Mann. Hier solltest du dich dann fragen, was der Neue kompensieren soll, denn das ist es dann: Du versuchst dich mit jemandem von etwas abzulenken, das dir noch weh tut und an dem du unbedingt arbeiten solltest.

#4 Du denkst nicht mehr jeden Tag an deinen Ex

Direkt nach der Trennung und eine lange Zeit danach denkst du sehr häufig an deinen Ex. Am Anfang permanent, dann mehrmals täglich und dann mindestens einmal am Tag.

  • Was er wohl gerade macht?
  • Ob er an mich denkt?
  • Wie es ihm wohl geht?
  • Ob ich mich bei ihm melden soll?
  • Ob er insgeheim vielleicht noch eine Chance für uns sieht?

Wenn dich diese Fragen noch beschäftigen und du immer noch täglich an deinen Ex denken musst, dann solltest du deinem Herzen noch eine Verschnaufpause geben bevor du „die Mission neuen Partner finden“ angehst.

#5 Du kannst dich für deinen Ex freuen und wünschst ihm nur das Beste

Wenn du dagegen nur ab und zu an deinen Ex denkst, ihm von Herzen alles Gute wünschst und wahrlich mit ihm abgeschlossen hast, dann bist du bereit wieder eine Beziehung einzugehen. Dazu gehört, dass es für dich unter keinen Umständen einen Weg zurück gibt (übrigens auch nicht in Gedanken, wenn es in deiner neuen Beziehung mal nicht so läuft!).

#6 Du denkst die ganze Zeit „den Neuen“

Wenn du jemanden kennengelernt hast und du musst die ganze Zeit an ihn denken, kannst dich kaum auf etwas anderes konzentrieren und dein Ex spielt keine Rolle dabei, dann hast kannst du davon ausgehen, dass du bereit bist (hinterfrage trotzdem immer „dein Motiv“ für den neuen Mann).

#7 Du könntest deinen Ex treffen ohne aus der Fassung zu geraten

Wenn du deinem Ex emotionslos gegenüberstehen kannst, ihm zufällig (auch mit seiner Neuen) begegnen kannst und die Vorstellung, dass er heiratet oder vielleicht sogar Papa wird, dich nicht aus der Fassung bringen, dann bist du auf jeden Fall über ihn hinweg. Wenn du nun auch noch mit dir im Reinen bist, so wie bei #1 beschrieben, dann steht einer neuen Beziehung nichts mehr im Wege.

#8 Du möchtest ihn deiner Familie und deinen Freunden vorstellen

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Familie und deine Freunde ihn unbedingt kennenlernen sollten und du dich dabei wohlfühlst und nicht mal einen Bruchteil einer Sekunde daran denkst, was die anderen davon halten und ob sie ihn mit deinem Ex vergleichen, dann bist du in (d)einer Beziehung definitiv gut aufgehoben.

#9 Du möchtest alles Erlebte mit ihm teilen

Du kennst das sicher: Ihr seid getrennt und eigentlich musst du jetzt deinen Weg alleine gehen, was auch heißt, dass du das Erlebte (deinen Alltag, aber auch besonders Schönes oder Schlimmes) alleine oder „nur“ mit deiner besten Freundin teilen kannst. Du bist dann bereit für eine neue Partnerschaft, wenn dein Ex nicht mehr der erste ist, den du anrufen willst und dem du alles erzählen willst, was dich bewegt! Wenn du also kaum erwarten kannst deine News mit dem potentiell neuen Mann zu teilen, dann ist alles in Ordnung.

#10 Du denkst an ihn, wenn du aufwachst und wenn du einschläfst

Wenn du morgens aufwachst und an deinen Ex denkst und abends, wenn du einschläfst auch, dann dominiert er leider noch deine Gedanken und du solltest dir eingestehen, dass der Mann, den du kennengelernt hast, vielleicht ein Flirt ist, aber nicht wirklich dein neuer Partner werden sollte. Wenn du allerdings eine beschwingte, positive Grundstimmung hast und der Neue deinen Ex morgens und abends „ins Aus stellt“, dann bist du bereit dazu, dich auf ihn einzulassen.

#11 Du hast kein Problem wieder monogam zu leben

Viele Frauen, auch wenn nicht direkt nach der Trennung, dennoch aber wenn sie sich etwas erholt haben, entfalten sich frei(er) in ihrer Sexualität. Sprich, viele Frauen haben über eine längere Zeit einen nicht wirklich monogamen Lebensstil. Wenn das bei dir der Fall ist und du dazu bereit bist wieder monogam zu leben und einem Mann treu zu sein (außer du suchst und findest einen Partner, der eine offene Beziehung möchte), dann ist das auch ein Anzeichen, dass du dich wieder ernsthaft binden willst und kannst.

#12 Du kannst dich beim Sex fallen lassen

Und last but not least: Wenn du dich bei dem Mann deiner Begierde fallen lassen kannst, sich nicht nur eure Körper, sondern vor allem eure Herzen berühren beim Sex, dann kannst du das auch als Zeichen nehmen, dass du über deinen Ex hinweg und bereit für etwas Neues bist. Wenn du aber noch in der Phase (die sehr häufig nach der Trennung auftritt) bist, in der du dir Vorwürfe machst, dass du mit einem anderen Mann geschlafen hast oder gar vorwurfsvoll an deinen Ex denkst, während du mit einem anderen Mann im Bett bist, dann bist du noch nicht soweit.

Ganz sicher, dass du bereit für (d)einen neuen Mann bist, ist wenn sich schon so viel Intensives und Verbindendes zwischen euch entwickelt hat, dass du am liebsten die ganze Zeit sagen würdest: Ich liebe dich <3

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Foto: © Ruslan117

Beziehungskiller Internet: Wie dir Facebook, WhatsApp, Tinder & Co. weder in Beziehungen noch bei Trennungen etwas anhaben können

Beziehungskiller Internet: Wie dir Facebook, WhatsApp, Tinder & Co. weder in Beziehungen noch bei Trennungen etwas anhaben können

Wow. Wo fange ich bei diesem Thema an?

Das Internet: Soziale Netzwerke, Messaging Dienste, Dating Apps und der ganze ‚neumodische Kommunikationskrempel‘, den wir als Segen empfinden, der sich aber vor allem in Beziehungen und bei Trennungen oftmals als Fluch herausstellt, ist Gegenstand dieses Artikels.

Ich möchte an der Stelle die sehr häufig durchgekaute Diskussion über ‚Wir müssen wieder mehr miteinander reden‘ und ‚Wo soll das alles hinführen?‘, überspringen und gehe davon aus, dass dir bereits aufgefallen ist, dass sich durch soziale Medien etwas in unserer Kommunikation verändert hat.

Versteh mich nicht falsch: Ich liebe das Internet, soziale Netzwerke und auch Dating Apps, aber ich bin auch für mehr Aufklärung, mehr Klarheit und mehr Transparenz in einer Beziehung. Und: Für ganz viel Abstand davon, wenn du in einer Trennung steckst. Aber von vorne:

Soziale Netzwerke und Dating Apps als Beziehungskiller

Wer seinem Partner in sozialen Netzwerken nachschnüffelt oder sogar das Handy seiner besseren Hälfte checkt, ist am Anfang vom Ende – oder: Muss dringend das Gespräch suchen! Meines Erachtens zumindest. Wie komme ich zu dieser radikalen Ansicht?

Schauen wir uns ein paar Szenarien an:

  1. Du bist frisch verliebt, hast endlich den Partner an deiner Seite, den du dir schon lange gewünscht hast. Alles ist super und trotzdem: Nach und nach schaust du öfter auf sein Facebook-Profil und wann er online ist bei WhatsApp. Einfach nur mal so, …solange bis dir dann der ein oder andere Kommentar auffällt, du hübsche Frauen in seiner Freundesliste entdeckst, bei denen du dich fragst: Ging da was oder gar: Geht da was?
  1. Du bist in einer Beziehung und Vertrauen war niemals ein Problem für euch – bis dir jemand sagt: Hast du gesehen was dein Freund da kommentiert hat? Oder: Ich habe gehört er schreibt öfters mit dieser einen, die er in dem Club xyz getroffen hat. Diese Aussagen geben dir Anlass ihm nachzuspionieren und der Sache virtuell auf den Grund zu gehen.
  1. Du gehst mit deinem Freund aus und ihr trefft eine Bekannte. Auf die Nachfrage, woher sie sich kennen, bekommst du die Antwort: „Wir haben uns bei Tinder kennengelernt.“ Und dein Kopfkino beginnt: War das vor meiner Zeit? Hatten die was miteinander? Ist er immer noch bei Tinder angemeldet? Wenn ja, warum? Trifft er sich heimlich mit anderen Frauen? Und so weiter. Beim nächsten Mal, wenn dein Partner beim Duschen ist, nutzt du die Gelegenheit, um zu schauen welche Apps er so auf seinem Handy hat…

Das sind nur einige Szenarien, in denen eine intakte und glückliche Beziehung durch Facebook, WhatsApp, Tinder & Co. ins Wanken geraten kann.



Die virtuellen Aktivitäten deines Partners sind nur der Auslöser deiner Unsicherheiten

Zunächst möchte ich sagen, dass eine erwachsene und intakte Beziehung durch Aktivitäten im Netz nicht auseinandergehen wird. Wenn sie scheitert, dann an Eifersucht und vor allem an der Unzufriedenheit des Partners, der schnüffelt – oder dem Fakt, dass der andere tatsächlich fremdgeht, was ja nicht auszuschließen ist.

Was liegt allen Szenarien zugrunde?

  • Eifersucht
  • Unsicherheit
  • Misstrauen
  • Verlustangst

Diese Eigenschaften liegen aber nicht an deinem Partner, sondern an dir!

Wenn du diese vier Eigenschaften in dir wiedererkennst, solltest du dem nachgehen und schauen woher das kommt und woran es liegt, denn nur DU kannst sie ändern, nicht dein Partner! Aber sicherlich nicht mit Kontrolle, sondern indem du dich damit auseinandersetzt was in dir vorgeht, woher es kommt und wie du es lösen kannst.

  • Wenn bisher alles super gelaufen ist, wieso wirst du jetzt misstrauisch?
  • Wenn du anderen mehr glaubst als deinem Partner, wie kannst du ihm vertrauen?
  • Wenn dein Partner dich betrügen möchte, warum würde er seine Zuneigung zu einer anderen Frau öffentlich bei Facebook kundtun?
  • Überlegst du dir immer genau was du wie bei wem kommentierst?
  • Und wie würdest du dich fühlen, wenn dein Partner dich deshalb nicht nur an den Pranger stellen, sondern anfangen würde, dir nachzuspionieren?

Mögliche Lösungsansätze

Social Media & Co. sollte nicht unterschätzt werden. Es kann unbegründet Eifersucht schüren, dein Kopfkino anwerfen und dafür sorgen, dass deine Gefühlswelt und deine Beziehung grundlos aus den Fugen geraten.

Was passiert, wenn du einmal damit angefangen hast? Du kommst in einen Teufelskreis und Dinge, die dich vorher überhaupt nicht interessiert haben, werden plötzlich interessant. Du fängst an, dir Szenarien auszumalen (die meist nur in deinem Kopf sind) und findest in allem, was du siehst und liest, Bestätigung dafür. Denn: Wer suchet, der findet! Nur leider schwindet damit dein Vertrauen und deine Unsicherheit wird immer größer.

Wie oft missverstehen wir uns schon, wenn wir mit jemandem schreiben, den wir kennen? „Och, du hast ja gar keinen Smiley geschickt, bist du böse auf mich?“ Sätze, die nicht selten in Partnerschaften ausgetauscht werden. Was glaubst du wie hoch das Missverständnispotenzial dann ist, wenn du einen nicht überlegten und spontan geposteten Kommentar liest?

Meine Tipps:

  • Legt klare Social Media Regeln fest! Das klingt komisch, aber es hilft, denn es nimmt dir und deinem Partner viele Unsicherheiten.
    • Sprecht darüber, wenn euch etwas übel aufstößt oder du dich fragst, was er wohl mit dem und dem Kommentar gemeint haben könnte. Aber bitte: Nur wenn dir etwas auffällt! Du sollst ihm nicht hinterherspionieren!
    • Je nachdem wie wichtig euch es ist, vereinbart was nicht erlaubt ist (z.B. alle Smilies, die ein Herz enthalten).
  • Hör auf bei WhatsApp zu checken, wann er das letzte Mal online war oder gar ihn zu stalken, ob er gerade online ist! Im besten Fall hat er Freunde, Kollegen und Familie, die ihm schreiben. Du bist nicht die Einzige! Oder hast du nur ihn in deinem Chatverlauf?
  • Legt genau fest wie ihr Dating Apps handhabt! Wenn dein Partner bei Friendscout oder Parship angemeldet ist, würde ich darauf bestehen, dass er seinen Account löscht, denn diese Plattformen sind zur gezielten Partnersuche da. Aber wie sieht es zum Beispiel mit Tinder & Lovoo aus? Diese Apps haben einen hohen Gamification-Faktor und werden oft auch dazu verwendet einfach nur neue, nette Leute kennenzulernen. Sprecht darüber, was erlaubt ist und was nicht! Ich persönlich würde diese Apps weder auf meinem noch auf dem Handy meines Partners sehen wollen. Aber das ist Ansichtssache, und bedarf sehr klarer Regeln!
  • Hör auf zu viel hineinzuinterpretieren! Wenn du ständig alles auf die Goldwaage legst, was du liest oder was andere über deinen Partner zu wissen glauben, dann machst du dich nicht nur verrückt, sondern auch unglücklich. Denn du bist den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt als damit dein Kopfkino zu füttern und von deinem Alltag und den schönen Dingen des Lebens nur die Hälfte mitzubekommen.

Nicht neu, aber immer erwähnenswert: Wenn die Kommunikation zwischen euch stimmt und klare Regeln vereinbart wurden (am besten verbal, so dass es nicht zu Missverständnissen á la ‚Aber ich dachte, dass…‘ kommt), wird das Internet sicher nicht zum Beziehungskiller!

Soziale Netzwerke und WhatsApp während einer Trennung 

Wenn ich von Trennung spreche, meine ich in dem Fall, wenn wir verlassen wurden. Denn dann sitzen wir da, alleine gelassen mit unserem Schmerz, unseren Emotionen und unserer Unsicherheit.

Und genau dann beginnt unser Kopfkino: Was macht er? Hat er eine Neue? Denkt er an mich?

Und was machen wir dann? Richtig, wir verbringen mehr Zeit auf seiner Facebook-Seite als wir eigentlich zur Verfügung haben! Jedes kleineste Detail wird zur Kenntnis genommen: Was hat er gelikt? Wer ist die Frau, die er als Freund hinzugefügt hat?

Wenn er auf ein Bild verlinkt wurde: Warum geht er auf einmal weg? Und genau in den Club, in den ich immer wollte! Das hat er sonst nie gemacht! Wer ist die Frau im Hintergrund? Waren sie zusammen da? Geht da was? Und so weiter…

Die Liste möglicher Szenarien ist endlos, unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Plötzlich ist alles möglich und wir trauen unserem Ex Dinge zu, von denen wir sonst überzeugt waren, dass er sie nie tun würde.

Social Media verlängert deinen Liebeskummer!

Sehr häufig (um nicht zu sagen, fast immer) bleiben Paare auch nach der Trennung bei Facebook & Co. befreundet. Selbst derjenige, der sich getrennt hat, neigt häufig dazu, den Ex-Partner nicht zu löschen. Warum?

Entweder weil die Neugier dessen, was die Ex macht, doch zu groß ist oder aus Angst den anderen noch mehr zu verletzten – oder beides. Folglich wird es uns erschwert abzuschließen, denn wir haben Zugang zu dem Leben des anderen – jederzeit!

Was zu den Zeiten unserer Großeltern und Eltern nur möglich war, wenn man sich persönlich gesehen, zufällig getroffen oder Geschichten von Freunden gehört hat, ist heute im Netz verfügbar, wann immer wir wollen. Es heißt aber nicht umsonst:

Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!

Wie können wir abschließen, wenn unser Ex täglich da ist? Auf deinem PC, deinem Smartphone, in alten Nachrichten, den Fotos, die wir überall hochgeladen, gespeichert oder verlinkt haben?

Mein Tipp (der dich nicht überraschen wird):

  • Lösche deinen Ex aus allen Netzwerken!
  • Lege Fotos auf deiner Festplatte an einem Ort ab, an dem du nicht täglich bist!
  • Lösche am besten auch seine Nummer, um nicht in Versuchung zu kommen, ihm zu schreiben (z.B. wenn du betrunken bist)!

Das sind alles tolle Tipps, in der Praxis aber nicht einfach umzusetzen sind. Das weiß ich aus eigener schmerzhafter Erfahrung. Daher, fang langsam an und geh dann Schritt für Schritt:

  • Speichere alle gemeinsamen Bilder auf deiner Festplatte, so dass du sie nicht ständig griffbereit am Smartphone hast.
  • Lösche die gemeinsamen Fotos und alle Verlinkungen bei Facebook (du kannst dir die Bilder, die dir wichtig sind, runterladen und mit den anderen ablegen).
  • Lösche euren Gesprächsverlauf bei WhatsApp & Co.
  • Lösche ihn aus deinen sozialen Netzwerken. Das wird der schwerste Schritt sein, aber er ist nötig, wenn du deinen Liebeskummer nicht unnötig in die Länge ziehen und verschlimmern willst.
  • Lösche seine Nummer.
  • Hör auf Freunde nach ihm zu fragen!

Es ist verdammt hart nach einer gemeinsamen Zeit, in der es unfassbar glückliche Momente und Tage gab, alles zu löschen oder es aus unserem Alltag zu verbannen. Du wirst dich auch dabei erwischen wie du dir ganz fest vornimmst, den nächsten Schritt in Angriff zu nehmen, und es dann doch nicht tust. Es tagelang vor dir herschiebst und immer eine andere Ausrede suchst, um ihn hier nicht zu löschen und das Foto dort doch noch aufzuheben.

Das ist auch in Ordnung! Geh dein eigenes Tempo und lass dir von niemandem reinreden. Halte dir nur vor Augen: Je länger du es vor dir herschiebst, desto länger wird dein Liebeskummer dauern und desto weniger Energie hast du für dich, die Partnersuche oder gar eine neue Beziehung.

Wenn du Hilfe brauchst und mit jemandem reden willst, der dich versteht, dann schreib mir einfach und wir vereinbaren ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Fazit:

  • Das Internet hat nicht nur unsere Kommunikation, sondern auch unsere Beziehungen verändert.
  • Vereinbare klare Social Media und Dating App Regeln, wenn du einen Partner hast.
  • Spioniere deinem Partner nicht hinterher, sondern suche immer das Gespräch!
  • Wenn du verlassen wurdest, freunde dich mit dem Gedanken an, deinen Ex nicht nur im realen Leben zu verabschieden, sondern auch im virtuellen.
  • Gehe Babysteps und lösche bzw. verbanne alles, das dich an deinen Ex erinnert.
  • Interpretiere nicht so viel in Bilder und Kommentare (wir Frauen neigen häufig dazu!), sonder versuche deine Energie in etwas Sinnvolles zu investieren.
  • Last but not least: Mach dich nicht verrückt und hör auf nach Fehlern und Hinweisen für etwas zu suchen, das wahrscheinlich nur in deinem Kopf existiert!

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Warum Männer Schluss machen: 10 Trennungsgründe für das starke Geschlecht

Warum Männer Schluss machen: 10 Trennungsgründe für das starke Geschlecht

Von unserem Mann verlassen zu werden, ist nicht nur schmerzhaft, sondern hinterlässt auch häufig viele Fragen. Die Fragen, die allen vorangeht, ist häufig: Warum ist er gegangen?

Ich kann dir den Grund für deine persönliche Situation natürlich nicht sagen, aber ich kann dir ein paar Gedankenanstöße geben, sodass du schauen kannst, ob das ein oder andere vielleicht zutrifft.

Fehlende Loyalität

Eines der wichtigsten Eigenschaften, die eine Traumfrau mitbringen muss, ist Loyalität. Das habe ich nicht nur bei meinen Interviews für mein eBook häufig gehört, sondern auch von Freunden und Klientinnen, deren Mann genau diesen Grund für die Trennung angegeben hat.

Was heißt loyal sein für einen Mann?

Männer brauchen genauso Sicherheit wie wir Frauen auch. Sie wollen eine Frau an ihrer Seite wissen, die zu ihm steht und ihn unterstützt – und zwar in allem, was er in seinem Leben als wichtig erachtet. Wenn du anfängst, ihn für etwas zu kritisieren, das ihm viel bedeutet (z.B. wenn er für ein Projekt, das seine Karriere fördert, zeitweise weniger Zeit für dich hat), dann tust du dir keinen Gefallen.

Männer brauchen Zuspruch, Bestätigung und wollen, dass ihre Partnerin stolz auf sie ist und auf das, was sie tun. Und sie wollen genauso an erster Stelle stehen, wie wir.

Er findet, dass ihr zu unterschiedliche Lebensvorstellungen habt

Zu Beginn einer Beziehung werden wir oft geblendet. Sexuelle Anziehung, die Verliebtheit und die rosarote Brille verschleiern gerne, was häufig ein Trennungsgrund ist  – unterschiedliche Lebensvorstellungen. Das trifft natürlich nicht nur auf Männer zu.

Nehmen wir an, du bist 30+ und hast das Gefühl, dass du eine Familie mit ihm gründen möchtest. Geht ihm das zu schnell, ist es ihm zu früh oder möchte er sogar gar keine Kinder, kann das das Aus für die Beziehung bedeuten. Gleiches gilt für die Themen Karriere, den Wohnort, der Lebensmittelpunkt sein soll, der Umgang mit Geld und die generelle Einstellung gegenüber Finanzen usw.

Wenn sich deine Vorstellungen in für ihn bedeutenden Bereichen maßgeblich unterscheiden, wirst du ihn nicht halten können (und vielleicht auch nicht wollen).



Er kann sich dich nicht als Mutter seiner Kinder vorstellen

Nach der Verliebtheitsphase stellen wir fest, wie ernst wir uns die Beziehung mit unserem Partner vorstellen können. Es ist nicht nur so – wie häufig diskutiert – dass wir nach dem perfekten Mann, der der Vater unser Kinder und der ‚Ernährer der Familie‘ sein soll, suchen. Es ist sehr wohl auch umgekehrt der Fall, dass ein Mann sich sicher sein Muss, seine Partnerin als Mutter seiner Kinder zu wollen.

Dazu gehört nicht nur Anziehung und Liebe, sondern tiefes Vertrauen, die Gewissheit, dass du loyal ihm gegenüber bist und auch, dass Treue (zumindest ist das in den meisten Beziehungen der Fall, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen) nicht nur ein Wort für dich ist, sondern eine Bedeutung für dich hat.

Er hat eine Neue

Love is everywhere und niemand von uns ist davor gefeit sich in jemand anders zu verlieben. Die Frage ist immer nur, wie man(n) mit dieser Situation umgeht. Abstand von der Person nehmen, die gerade zu viel Raum in der Beziehung wegnimmt, ist die eine Möglichkeit. Schluss machen ist die andere.

Dieser Trennungsgrund ist aus meiner Sicht einer der schlimmsten, denn du kannst nichts daran ändern. Emotionen sind Emotionen, und die kannst du nicht beeinflussen. Erst recht nicht die Gefühle eines anderen Menschen.

Wenn du gerade in dieser schwierigen und schmerzhaften Situation feststeckst, schreib mir, ich kann dir helfen.

Er hat das Gefühl, dass er etwas verpasst hat

Häufig (nicht immer!), vor allem wenn Männer seit ihrer Teenagerzeit in einer Beziehung stecken, kommen sie an einen Punkt, an dem sie glauben, sie hätten etwas verpasst und sie müssten etwas nachholen.

Oftmals werden hier überstürzte Entscheidung getroffen, Beziehungen mit Zukunft beendet und viel kaputt gemacht. Es ist außerdem nicht selten, dass Männer ihre Ex zurück möchten, wenn sie feststellen, dass das ‚Nachholen‘ nicht wirklich spannend ist.

Leider kommt diese Einsicht meistens zu spät, um die Beziehung weiterführen zu können. Sei es, weil zu viel kaputt oder wir Frauen dann bereits darüber hinweg sind.

Er ist nicht bereit für eine neue Beziehung

Du hast einen Mann kennengelernt, der sich gerade erst getrennt hat und es trotzdem mit dir versuchen will? Hier kann ich dir nur raten, es langsam angehen zu lassen. Jeder Mensch sollte nach einer Trennung Zeit für sich haben.

Zwar verarbeiten Männer Liebeskummer anders, und es kann tendenziell sein, dass er bereit ist für eine Beziehung, aber die Gefahr, dass du nur der ‚Lückenbüßer‘ bist oder ihm nach geraumer Zeit auffällt, dass er noch nicht bereit ist für eine Beziehung, ist größer als bei einem Mann, der bereits längere Zeit Single und über seine Ex hinweg ist. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt:

Er hängt noch an seiner Ex

Männer versuchen ihren Trennungsschmerz häufig zu verdrängen. Eine beliebte Strategie ist, sich ‚einfach‘ eine  neue Frau an deren Seite zu suchen.

Sollte ihm während dieser Beziehung auffallen, dass ihm seine Ex noch mehr bedeutet als er möchte oder sie sogar einen Neuanfang mit ihm möchte, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass er Schluss macht.

Er liebt dich nicht mehr

Gefühle können vergänglich sein. Wir alle können uns entlieben – langsam, unbewusst, schleichend. Zu viel Routine, zu wenig Empathie, zu wenig Interesse an dem anderen und zu wenig Wille in eine Beziehung zu investieren, können Gründe dafür sein.

Auch wenn es hart ist, wenn er dich nicht mehr liebt und keine romantischen Gefühle mehr für dich aufbringen kann, dann lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Das klingt einfacher als es ist, das weiß ich. Aber auf lange Sicht ist es die bessere Option für dich.

Du willst ihn verändern und engst ihn ein

Wenn Männer eine Frau lieben, sind sie eigentlich sehr einfach glücklich zu machen. Sie brauchen Zuwendung, Aufmerksamkeit, Verständnis und Liebe – emotional und physisch.

Aber: Sie brauchen auch ihre Freiheit, ihre Hobbies, ihre Kumpels und ihr eigenes Leben. Wenn du ständig am Nörgeln bist, was dir alles nicht gefällt, womit du unzufrieden bist und was er an sich ändern muss, kann das der Anfang vom Ende sein.

Ich meine hier nicht das Eingehen von Kompromissen, das in jeder Beziehung zum Alltag gehören sollte, sondern das gezielte ‚ihn Umerziehen‘.

Du hast sein Vertrauen missbraucht

Hierzu muss ich, denke ich, nicht viel sagen. Unehrlichkeit, Lügen, Geheimnisse und Fremdgehen, sind für Männer genauso schlimm wie für uns Frauen. Wenn du sein Vertrauen missbraucht und ihn hintergangen hast, fällt es den meisten schwer, es wieder aufzubauen. Schluss machen scheint dann die einzige Alternative.

Wenn du gerade verlassen wurdest und eine schwere Zeit durchmachst, dann schreib mir, ich kann dir helfen!

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Foto: © Antonioguillem

 

 

Verliebtheitsphase: Wann aus Schwärmen Liebe wird. Und warum seine Neue einen langen Weg vor sich hat.

Verliebtheitsphase: Wann aus Schwärmen Liebe wird. Und warum seine Neue einen langen Weg vor sich hat.

Wir alle kennen das Gefühl verliebt zu sein. Die Schmetterlinge in unserem Bauch, unseren konstant hohen Herzschlag, das Dauergrinsen und die Omnipräsenz desjenigen, in den wir uns verknallt haben. Eine schöne Phase, die zu Beginn jeder Beziehung steht.

Nach meiner schweren Trennung war ich Ende 2013 fünf Monate mit einem Mann zusammen, der mir nach zwei Wochen gesagt hat, dass er mich liebt. Ich war so geschockt, dass ich ihm einfach nichts entgegnet habe – weil ich nicht konnte.

Das ist ein Grund warum ich über dieses Thema schreiben möchte, denn das ist anscheinend keine Ausnahme. Ein anderer ist, dass sich meine Klientinnen häufig sorgen, dass ihr Ex die Neue schon kurz nach der Trennung so sehr liebt, wie er sie geliebt hat.

Kurzum: Liebe ist nichts was von Anfang an da ist, denn sie muss aus dem Verliebtsein wachsen.

Wie lange dauert die Verliebtheitsphase und was passiert da im Körper?

Die Verliebtheitsphase ist die erste von fünf Phasen einer Beziehung. Sie ist eine außerordentlich intensive Phase, die wir am liebsten für immer aufrechterhalten wollen – nur ist das leider nicht möglich.

Wenn wir verliebt sind, sind wir nicht wir selbst, denn unser Körper wird von sämtlichen Glückshormonen durchströmt: Oxytocin, Serotonin, Noradrenalin, Dopamin, Östrogen und Testosteron. All diese Botenstoffe sorgen dafür, dass wir nicht klar denken können. Wir haben Schmetterlinge im Bauch, ein Dauergrinsen auf dem Gesicht, ein geringeres Schlafbedürfnis und wir sehen die ganze Welt rosarot.

Dass diese Phase enden wird, verdrängen wir, denn wir wollen es natürlich nicht wahrhaben. Lässt sich die Verliebtheitsphase verlängern oder beeinflussen? Nein, denn es sind Emotionen, und diese sind bekanntlich nicht steuerbar.



Wie lange dauert die Verliebtheitsphase?

Diese kann zwischen drei und 18 Monaten dauern, in den seltensten Fällen länger. Im Normalfall dauert sie ein paar Monate, manchmal sogar nur ein paar Wochen. Danach entscheidet sich dann, ob Liebe daraus erwachsen kann oder eine Art Gleichgültigkeit und Enttäuschung entstehen, die letztlich zur Trennung führen.

Was genau in unserem Gehirn passiert, wenn wir verliebt sind, beschreibt dieser lesenswerte Artikel außerordentlich gut.

Die fünf Phasen der Liebe 

Der Paartherapeut Roland Weberhat hat die verschiedenen Veränderungsprozesse einer Beziehung in fünf Phasen unterteilt, die ich dir erläutern möchte, um dich (auch wenn du es intuitiv schon weißt) schwarz auf weiß zu beruhigen, dass die Neue noch einen weiten Weg vor sich hat, wenn sie „an deine Position rücken will“.

Bis wir also tatsächlich behaupten können, dass wir jemanden lieben, müssen wir fünf Phasen durchlaufen (klingt unromantisch, ich weiß!). Und nein, wir können keine überspringen, wir alle durchlaufen alle Phasen.

  1. Die Verliebtheitsphase

In dieser Phase ist unser logisches Denkvermögen quasi nicht existent und unser Körper wird überflutet von einem Hormon-Cocktail, der uns die Welt rosarot erscheinen lässt. Wenn die Verliebtheitsphase nachlässt, sollte man sich nicht beirren lassen, denn das ist normal.

Oftmals enden Beziehungen nach dieser Phase, weil irrtümlich davon ausgegangen wird, dass die Liebe nicht ausreicht. Nach dieser Phase beginnt die Liebe allerdings erst einmal zu wachsen, denn wir fangen an, unseren Partner genauer zu betrachten und ihn so kennenzulernen wie er ist.

  1. Die Verliebtheit verschwindet

In dieser Phase lernen wir unseren Partner kennen wie er ist. Wir nehmen seine Macken und Fehler wahr und setzen uns mit ihm auseinander. Das irritiert uns oft, denn das makellose Bild aus der Verliebtheitsphase verblasst.

Oftmals kommen dann Zweifel auf und der Trennungsgrund lautet in etwa: Es passt einfach nicht mehr. Eine Beziehung kann nur dann weitergeführt werden, wenn beide Partner dazu bereit sind, sich so zu akzeptieren wie sie sind, Kompromisse einzugehen und sich auch eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft geben wollen.

  1. Die ‚Erziehungsphase‘

Wenn beide Partner in der zweiten Phase beschlossen haben, dass sie den anderen so annehmen wie er ist, werden sie in der dritten Phase ‚kleine Machtkämpfe‘ ausführen, um ihre Grenzen abzustecken und auszutesten. Das kann zu Reiberein und Auseinandersetzungen führen, die bewältigt werden müssen, um an der Beziehung festhalten zu können.

Am Ende dieser Phase kennen wir unseren Partner sehr gut und sind uns dessen bewusst, was ihm wichtig ist und auch was ihn verletzt, was sehr wichtig für eine intensive, tiefgründige und vertrauensvolle Beziehung ist.

  1. So bist du also!

In dieser Phase kennen wir unseren Partner, wir akzeptieren seine Stärken und Schwächen und die kleinen Machtkämpfe sind vorüber. Beide Partner sehen sich als Paar, allerdings auch mit eigenem Leben und Freiräumen, die beide brauchen und sich gegenseitig geben. Aus du und ich wird wir.

  1. Du bist mein Zuhause!

Wenn wir es in diese Phase geschafft haben, können wir von Liebe sprechen. Wir gehen mit unserem Partner durch dick und dünn, die Beziehung hat Höhen und Tiefen. Wenn es Auseinandersetzungen gibt, wird nicht sofort über Trennung nachgedacht, sondern ein konstruktiver Weg gefunden, um damit umzugehen und eine Lösung zu finden. Es werden gemeinsame Ziele gesetzt, die Zukunft geplant und die Partnerschaft hat einen tieferen, innigen Sinn.

Er hat dich von heute auf morgen für eine andere Frau verlassen?

Eines der häufigsten Trennungsgründe meiner Klientinnen ist, dass ihr Ex sie für eine andere Frau verlassen hat. Oftmals von heute auf morgen, und das nach über zehn Jahren Beziehung.

  • „Sie ist einfach die Richtige.“
  • „Mit ihr ist alles anders.“
  • „Danach habe ich mein ganzes Leben gesucht.“
  • „Sie ist so anders als du, und mit ihr ist einfach alles wundervoll.“

Diese und ähnlich verletzende Worte finden Männer, wenn sie sich Hals über Kopf verliebt haben. Versteh mich nicht falsch, das kann uns allen passieren, niemand ist davor gefeit. Nur gibt es bei diesen Beziehungen einen großen Haken, denn es kommt darauf wie wir mit dieser Situation umgehen:

Er hatte keine Zeit mit seiner Ex und den vielen gemeinsamen Jahren abzuschließen, zu trauern und sich selbst die Chance auf eine neue Liebe zu geben.

Die Krux daran ist: In der Verliebtheitsphase denkt er, dass es genau so bleiben wird. Dass sich nichts verändern wird, und dass ganz sicher Liebe daraus erwachsen wird. Unmöglich ist das nicht. Die Chance dafür sehe ich aber als minimal, denn wer eine Beziehung oder sogar Ehe von heute auf morgen verlässt, weil er von dem Hormon-Cocktail überrascht wurde, wird früher oder später auf den Boden der Tatsachen zurückkehren – und das wird schmerzhaft. Vor allem, wenn sich die Neue dazu entscheidet die Beziehung nach der Verliebtheitsphase zu beenden.

Das größte Problem in diesem Fall: Die Männer sind alleine, von heute auf morgen. Oftmals (ich sage nicht immer!) haben Familie und Freunde kein Verständnis für sein Verhalten und wenden sich ab und eher seiner langjährigen Ex-Partnerin zu. Und wenn die Neue dann das Weite sucht, ist es an ihm seinen Liebeskummer aufzuarbeiten und den Scherbenhaufen, den er verursacht hat (die meisten – nicht alle! – verlassen sehr plötzlich und ohne Rücksicht auf Verluste), aufzuarbeiten und sein Leben zu sortieren.

Mein Tipp (auch wenn dir das passiert): Diese Situation ist extrem schwierig und keine, die wir uns herbeiwünschen. Du kannst deinem Ex deshalb auch keinen Vorwurf machen, dass es passiert ist, aber wie er damit umgegangen ist. Wenn du in so einer Situation bist, dann trenne dich respektvoll und anständig von deinem Partner, denn ihr hattet eine gemeinsame schöne Zeit und er hat eine respektvolle Trennung und klare Aussagen verdient.

Der Artikel im Überblick:

  • Verliebt zu sein ist nicht Liebe.
  • Liebe beginnt nach der Verliebtheitsphase.
  • Die Verliebtheitsphase ist ein Ausnahmezustand, in dem wir nicht wir selbst sind.
  • Wir unterscheiden fünf Phase der Beziehung, die wir durchlaufen müssen, bis wir tatsächlich von Liebe sprechen können. Die meisten Beziehungen enden allerdings nach Phase eins oder zwei.
  • Männer (und natürlich auch Frauen), die ihren Partner von heute auf morgen verlassen, weil sie sich verliebt haben, kehren oftmals schmerzhaft in die Realität zurück, wenn ihr Hormonspiegel abflacht. 
  • Wenn du dich fremdverliebst, sei offen, ehrlich und respektvoll deinem Partner gegenüber.

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Foto: © Andrey Kiselev

 

Ich muss schwanger werden – jetzt oder nie! Der unnötige Druck der biologischen Uhr.

Ich muss schwanger werden – jetzt oder nie! Der unnötige Druck der biologischen Uhr.

Ich bin jetzt 34. Hättest du mich vor zehn Jahren gefragt wo ich mit 34 stehe, hätte ich gesagt: „Ich bin verheiratet, habe zwei oder drei Kinder, einen Hund, einen guten Job, ein Reihenhaus…“.

Tatsächlich bin ich Single, habe keine Kinder, keinen Hund und nicht mal einen festen Wohnsitz.

Und weißt du was? Es stresst mich nicht mehr. Und nein, der Grund ist nicht, dass ich keine Familie mehr möchte! Ich wünsche mir sogar drei Kinder. 

Du musst mit 30 keine Kinder haben! 30 ist das neue 20.

Als ich nach zehn Jahren verlassen wurde, war ich knapp 29 Jahre alt. Ein Alter, in dem alle in meinem näheren Umfeld geheiratet und eine Familie gegründet haben. Zumindest habe ich geglaubt es seien alle. Alle außer mir.

Ich werde die Schockstarre nie vergessen, und noch weniger die Panikattacken als ich von Gedanken wie diesen heimgesucht wurde:

  • „Du bist es nicht wert.“
  • „Du wirst niemals eine eigene Familie haben.“
  • „Du wirst nie fühlen wie es ist schwanger zu sein.“
  • „Du wirst niemals einen Mann finden, der sich dich als Mutter seiner Kinder wünscht.“
  • „Du bist viel zu alt. Bis du wieder jemanden gefunden hast, ist deine Zeit, um schwanger werden zu können, sowieso abgelaufen.“
  • „Du hast versagt. Für deinen Ex warst du nach zehn Jahren nicht genug, um die Mutter seiner Kinder zu werden, also wer will dich dann schon?“

Schmerzhafte Gedanken, die tief saßen und unüberwindbar schienen.



Wenn der Schmerz und der Neid dich fast umbringen

Als mein Bruder und seine Freundin meine Schwester und mich zum Essen eingeladen und verkündet haben, dass sie Eltern werden, bin ich in Tränen ausgebrochen.

Zum einen und hauptsächlich, weil ich mich wahnsinnig für beide gefreut habe, denn es war ihr größter Wunsch.

Zum anderen, weil es mir gezeigt hat, wie sehr ich mir das wünsche. Und doch, ich bin alleine.

Ich hatte einen Kloß im Hals, mir hat es die Luft abgeschnürt und ein Ohnmachtsgefühl hat mich überfallen. Ich habe mich vor mir selbst geschämt, dass ich genau so empfunden habe. Das heißt nicht, dass ich mich nicht für meinen Bruder und seine Freundin gefreut habe, im Gegenteil. Und doch hat es mir gezeigt wie tief dieser Schmerz und die Angst niemals eine Familie zu haben, in mir verankert waren.

Seitdem habe ich viel an mir gearbeitet, und auch wenn ich manchmal noch ‚Rückschläge‘ erleide, ich weiß, er ist ‚auf dem Weg‘. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wird mein Mann, der Vater meiner Kinder, vor mir stehen. Und weißt du was? Ich freu mich drauf!

Das mag dir vielleicht seltsam vorkommen, aber Vieles, wenn nicht alles, in unserem Leben ist Kopfsache. Mit unseren Gedanken können wir so viel verändern, du musst es ‚nur‘ wollen und daran glauben.

Schau dir mal meine Bücherliste an! Hier habe ich dir eine Liste sehr lesenswerter Bücher zusammengestellt, die ich dir empfehlen kann. Außerdem habe ich eine wundervolle Heilerin auf Bali kennengelernt mit der ich Theta Healing Sessions habe. Für mich persönlich ein Durchbruch!

Ab wann ist es biologisch vorbei, schwanger zu werden?

Um die 20 sind wir am fruchtbarsten und haben meistens keine Probleme schwanger zu werden. Mit 30 nimmt die Chance auf eine Schwangerschaft Schritt für Schritt ab und mit 35 geht es rapide bergab. Über die 40 wollen wir gar nicht reden. Ich persönlich kann und will das nicht mehr hören.

Sicher mag es biologisch sein, dass es schwieriger ist schwanger zu werden, aber doch nicht unmöglich. Unsere Gesellschaft drückt uns förmlich auf, dass wir den Versuch schwanger zu werden mit 30+ am besten gleich bleiben lassen sollten. Umso höher in den 30ern, desto größer der Druck.

Aber mal ganz ehrlich: Ja, es mag sein, dass es nicht mehr so einfach ist schwanger zu werden, aber hat jemand gesagt, dass es unmöglich ist? Es gibt Frauen Mitte 50, die (ungewollt) schwanger werden. Und ich kenne allein in meinem Freundeskreis so viele Frauen, die mit 33/34 oder älter ihr erstes Kind bekommen haben.

Natürlich habe ich mit meinem Ex über Kinder gesprochen, und wir beide hatten damals gesagt, dass wir bis Mitte 30 kinderlos bleiben möchten. Ganz freiwillig. Weil wir erst andere Pläne hatten bevor wir eine Familie gründen wollten.

Sicher, als 34jährige macht man sich schon ab und an Gedanken, die vergehen aber ganz schnell, wenn ich mir meine Situation bewusst mache.

Und das solltest du auch. Lass dich nicht von der Gesellschaft irritieren. Sei du selbst und lebe so wie du möchtest und es als richtig empfindest. Es ist dein Leben!

Falsche Glaubenssätze: Achte auf deine Gedanken, denn sie beeinflussen dein Leben massiv

Ich bin der Überzeugung, dass auch hier der Kopf, deine Denkweise und deine Glaubenssätze eine große Rolle spielen.

Zur Erinnerung: Ich sitze im gleichen Boot. Wenn du also denkst ‚die hat gut reden‘ – habe ich nicht, denn ich weiß es nicht. Ich bin aber ein starker Verfechter des positiven Denkens. Außerdem kannst du deinen Körper unterstützen, indem du auf ihn achtest. Sprich: ausgewogene Ernährung, Sport, Meditation, wenig Alkohol und kein Nikotin.

Exkurs:

Ein befreundetes Paar hat mit Anfang 30 versucht schwanger zu werden – vier Jahre lang. Ihr gesamtes Leben war von diesem einen Gedanken regelrecht besessen. Da es einfach nicht klappen wollte, haben sie sich für eine künstliche Befruchtung entschieden.

Beim zweiten Anlauf hat es geklappt, aber schon in den ersten Wochen haben sie das Kind verloren. Ein harter Schlag und eine einschneidende, schmerzhafte Erfahrung.

Mit 36 haben sie sich ‚damit abgefunden‘, dass sie wohl keine Kinder haben werden. Sie haben sich völlig von dem Gedanken gelöst und ihr Leben neu ausgerichtet. Heute sind sie Eltern von zwei gesunden Kindern.

Wie? Sie waren nicht mehr darauf fixiert. Sie sind das negative Gefühl und den Gedanken ‚das hat doch bestimmt eh wieder nicht geklappt‘ losgeworden und haben entspannten Sex gehabt. Und dann ist es passiert.

Alles ist möglich

Ich selbst habe mich dazu entschieden an das Gute und mein persönliches Happy End zu glauben. Warum auch nicht?

Alles ist möglich. Es gibt auch Frauen, die mit 40 (ohne künstliche Befruchtung) schwanger werden und gesunde Kinder zur Welt bringen.

Ich bin Optimist und ich glaube an das Gute.

Ja, das ist manchmal leichter gesagt als getan, aber wenn es einfach wäre, dann wäre es auch langweilig. Das Leben besteht aus Herausforderungen, die wir meistern müssen und die uns wachsen lassen.

Und ja, ich kenne die Sehnsucht. Das Gefühl und die Gedanken, wenn du glückliche Paare siehst, die ein Kind erwarten. ‚Warum die und nicht ich?‘. Nun, ich kann es dir sagen:

Es ist noch nicht deine Zeit. Du musst anscheinend noch an dir arbeiten und andere Erfahrungen sammeln. Aber eines darfst du nicht: Den Glauben verlieren und die Hoffnung aufgeben! Auch wenn es schmerzhaft ist und dein Herz manchmal blutet, wenn deine Freundinnen schon Mama sind, deine Zeit kommt.

Denk positiv! Glaub daran! Ich tue es auch. 

Vorteile, wenn du später Kinder bekommst als der Durchschnitt 

  • Du kannst deine Träume ausleben bevor du Verpflichtungen eingehst.
  • Du bist eine Persönlichkeit und weißt genau wer du bist!
  • Wenn du reist: Du hast die Welt gesehen und deinen Horizont erweitert. Das wird deine Erziehung stark beeinflussen.
  • Wenn du reist: Du kannst deine Kinder zweisprachig erziehen und ihnen die Möglichkeit geben eine weitere Sprache zu lernen, während die anderen Schulkinder noch mit Englisch beschäftigt sind.
  • Wenn du reist: Du wirst keine Angst haben, wenn deine Kinder mal in die weite Welt wollen, denn du weißt, dass sie nicht gefährlicher ist als Deutschland.
  • Du sammelst wertvolle Lebenserfahrung, die du deinem Kind weitergeben kannst.
  • Du kannst Karriere machen und eine sichere finanzielle Grundlage schaffen – so dass du dich auch nicht von einem Mann abhängig machen musst.
  • Du hast die finanziellen Mittel, um deinen Kindern ‚etwas zu bieten‘.
  • Du kannst dir anschauen wie deine Freunde ihre Kinder erziehen und was du auf jeden Fall mal nicht so machen willst. 

Der Artikel im Überblick:

  • Fuck biologische Uhr! Du hast Zeit!
  • 30 ist das neue 20.
  • Gedulde dich, anstatt aus Panik mit irgendjemandem eine Familie zu gründen.
  • Löse deine falschen Glaubenssätze auf.
  • Denke positiv! Everything happens for a reason!
  • Glaube daran, dass du den Richtigen findest, denn DU bist wundervoll!
  • Fühle dich in die Situation schwanger zu sein und Mutter zu werden – Emotionen sind der stärkste Antrieb! Positive, aber auch negative! Also achte auf deine Gedanken!
  • Sieh nicht nur die Nachteile, sondern vor allem die Vorteile darin, mit 30+ Mutter zu werden!

Signatur

Foto: © fasphotographic