Warum Männer Schluss machen: 10 Trennungsgründe für das starke Geschlecht

Warum Männer Schluss machen: 10 Trennungsgründe für das starke Geschlecht

Von unserem Mann verlassen zu werden, ist nicht nur schmerzhaft, sondern hinterlässt auch häufig viele Fragen. Die Fragen, die allen vorangeht, ist häufig: Warum ist er gegangen?

Ich kann dir den Grund für deine persönliche Situation natürlich nicht sagen, aber ich kann dir ein paar Gedankenanstöße geben, sodass du schauen kannst, ob das ein oder andere vielleicht zutrifft.

Fehlende Loyalität

Eines der wichtigsten Eigenschaften, die eine Traumfrau mitbringen muss, ist Loyalität. Das habe ich nicht nur bei meinen Interviews für mein eBook häufig gehört, sondern auch von Freunden und Klientinnen, deren Mann genau diesen Grund für die Trennung angegeben hat.

Was heißt loyal sein für einen Mann?

Männer brauchen genauso Sicherheit wie wir Frauen auch. Sie wollen eine Frau an ihrer Seite wissen, die zu ihm steht und ihn unterstützt – und zwar in allem, was er in seinem Leben als wichtig erachtet. Wenn du anfängst, ihn für etwas zu kritisieren, das ihm viel bedeutet (z.B. wenn er für ein Projekt, das seine Karriere fördert, zeitweise weniger Zeit für dich hat), dann tust du dir keinen Gefallen.

Männer brauchen Zuspruch, Bestätigung und wollen, dass ihre Partnerin stolz auf sie ist und auf das, was sie tun. Und sie wollen genauso an erster Stelle stehen, wie wir.

Er findet, dass ihr zu unterschiedliche Lebensvorstellungen habt

Zu Beginn einer Beziehung werden wir oft geblendet. Sexuelle Anziehung, die Verliebtheit und die rosarote Brille verschleiern gerne, was häufig ein Trennungsgrund ist  – unterschiedliche Lebensvorstellungen. Das trifft natürlich nicht nur auf Männer zu.

Nehmen wir an, du bist 30+ und hast das Gefühl, dass du eine Familie mit ihm gründen möchtest. Geht ihm das zu schnell, ist es ihm zu früh oder möchte er sogar gar keine Kinder, kann das das Aus für die Beziehung bedeuten. Gleiches gilt für die Themen Karriere, den Wohnort, der Lebensmittelpunkt sein soll, der Umgang mit Geld und die generelle Einstellung gegenüber Finanzen usw.

Wenn sich deine Vorstellungen in für ihn bedeutenden Bereichen maßgeblich unterscheiden, wirst du ihn nicht halten können (und vielleicht auch nicht wollen).



Er kann sich dich nicht als Mutter seiner Kinder vorstellen

Nach der Verliebtheitsphase stellen wir fest, wie ernst wir uns die Beziehung mit unserem Partner vorstellen können. Es ist nicht nur so – wie häufig diskutiert – dass wir nach dem perfekten Mann, der der Vater unser Kinder und der ‘Ernährer der Familie’ sein soll, suchen. Es ist sehr wohl auch umgekehrt der Fall, dass ein Mann sich sicher sein Muss, seine Partnerin als Mutter seiner Kinder zu wollen.

Dazu gehört nicht nur Anziehung und Liebe, sondern tiefes Vertrauen, die Gewissheit, dass du loyal ihm gegenüber bist und auch, dass Treue (zumindest ist das in den meisten Beziehungen der Fall, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen) nicht nur ein Wort für dich ist, sondern eine Bedeutung für dich hat.

Er hat eine Neue

Love is everywhere und niemand von uns ist davor gefeit sich in jemand anders zu verlieben. Die Frage ist immer nur, wie man(n) mit dieser Situation umgeht. Abstand von der Person nehmen, die gerade zu viel Raum in der Beziehung wegnimmt, ist die eine Möglichkeit. Schluss machen ist die andere.

Dieser Trennungsgrund ist aus meiner Sicht einer der schlimmsten, denn du kannst nichts daran ändern. Emotionen sind Emotionen, und die kannst du nicht beeinflussen. Erst recht nicht die Gefühle eines anderen Menschen.

Wenn du gerade in dieser schwierigen und schmerzhaften Situation feststeckst, schreib mir, ich kann dir helfen.

Er hat das Gefühl, dass er etwas verpasst hat

Häufig (nicht immer!), vor allem wenn Männer seit ihrer Teenagerzeit in einer Beziehung stecken, kommen sie an einen Punkt, an dem sie glauben, sie hätten etwas verpasst und sie müssten etwas nachholen.

Oftmals werden hier überstürzte Entscheidung getroffen, Beziehungen mit Zukunft beendet und viel kaputt gemacht. Es ist außerdem nicht selten, dass Männer ihre Ex zurück möchten, wenn sie feststellen, dass das ‘Nachholen’ nicht wirklich spannend ist.

Leider kommt diese Einsicht meistens zu spät, um die Beziehung weiterführen zu können. Sei es, weil zu viel kaputt oder wir Frauen dann bereits darüber hinweg sind.

Er ist nicht bereit für eine neue Beziehung

Du hast einen Mann kennengelernt, der sich gerade erst getrennt hat und es trotzdem mit dir versuchen will? Hier kann ich dir nur raten, es langsam angehen zu lassen. Jeder Mensch sollte nach einer Trennung Zeit für sich haben.

Zwar verarbeiten Männer Liebeskummer anders, und es kann tendenziell sein, dass er bereit ist für eine Beziehung, aber die Gefahr, dass du nur der ‘Lückenbüßer’ bist oder ihm nach geraumer Zeit auffällt, dass er noch nicht bereit ist für eine Beziehung, ist größer als bei einem Mann, der bereits längere Zeit Single und über seine Ex hinweg ist. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt:

Er hängt noch an seiner Ex

Männer versuchen ihren Trennungsschmerz häufig zu verdrängen. Eine beliebte Strategie ist, sich ‘einfach’ eine  neue Frau an deren Seite zu suchen.

Sollte ihm während dieser Beziehung auffallen, dass ihm seine Ex noch mehr bedeutet als er möchte oder sie sogar einen Neuanfang mit ihm möchte, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass er Schluss macht.

Er liebt dich nicht mehr

Gefühle können vergänglich sein. Wir alle können uns entlieben – langsam, unbewusst, schleichend. Zu viel Routine, zu wenig Empathie, zu wenig Interesse an dem anderen und zu wenig Wille in eine Beziehung zu investieren, können Gründe dafür sein.

Auch wenn es hart ist, wenn er dich nicht mehr liebt und keine romantischen Gefühle mehr für dich aufbringen kann, dann lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Das klingt einfacher als es ist, das weiß ich. Aber auf lange Sicht ist es die bessere Option für dich.

Du willst ihn verändern und engst ihn ein

Wenn Männer eine Frau lieben, sind sie eigentlich sehr einfach glücklich zu machen. Sie brauchen Zuwendung, Aufmerksamkeit, Verständnis und Liebe – emotional und physisch.

Aber: Sie brauchen auch ihre Freiheit, ihre Hobbies, ihre Kumpels und ihr eigenes Leben. Wenn du ständig am Nörgeln bist, was dir alles nicht gefällt, womit du unzufrieden bist und was er an sich ändern muss, kann das der Anfang vom Ende sein.

Ich meine hier nicht das Eingehen von Kompromissen, das in jeder Beziehung zum Alltag gehören sollte, sondern das gezielte ‘ihn Umerziehen’.

Du hast sein Vertrauen missbraucht

Hierzu muss ich, denke ich, nicht viel sagen. Unehrlichkeit, Lügen, Geheimnisse und Fremdgehen, sind für Männer genauso schlimm wie für uns Frauen. Wenn du sein Vertrauen missbraucht und ihn hintergangen hast, fällt es den meisten schwer, es wieder aufzubauen. Schluss machen scheint dann die einzige Alternative.

Wenn du gerade verlassen wurdest und eine schwere Zeit durchmachst, dann schreib mir, ich kann dir helfen!

Signatur

Foto: © Antonioguillem

 

 

Unglücklich verliebt: Was tun, wenn er vergeben ist?

Unglücklich verliebt: Was tun, wenn er vergeben ist?

Wir haben Liebeskummer, wenn wir verlassen werden. Immer. Manchmal auch, wenn wir verlassen. Und manchmal auch, wenn wir unglücklich verliebt sind.

In den vergangenen zwei Wochen habe ich einige Emails von Leserinnen bekommen, die mich gefragt haben: „Was soll ich tun? Ich bin verliebt, aber er hat eine Freundin. Mein Herzschmerz bringt mich um.“ In diesem Artikel versuche ich dir verschiedene Lösungsansätze dafür zu geben.

Warum können wir uns in einen Mann verlieben, der emotional nicht verfügbar ist?

‚Wo die Liebe hinfällt, sagt man‘. Leider können wir uns nicht aussuchen in wen wir uns verlieben, denn beim Verlieben an sich, laufen Programme in unserem Kopf ab, die wir umgangssprachlich als ‚die Chemie stimmt‘ beschreiben.

Trotzdem: In wen wir uns verlieben, also in welchen Typ Mann, hängt von unseren Erfahrungen mit Männern ab.

Ein Beispiel: Wenn du von deinem Vater mit Liebe überschüttet wurdest und immer die unbestrittene Nummer 1 warst, wirst du Schwierigkeiten haben, dich auf jemanden einzulassen, der einen großen und für ihn bedeutenden Freundeskreis und nicht permanent Zeit für dich hat. Warum? Mit ihm läufst du eine größere Gefahr ‚nur‘ die Nummer 2 zu sein als bei jemandem, der nur wenige Freunde hat.

Fazit: Ein Mann, der dir nicht unendlich viel Aufmerksamkeit schenkt, fällt dir fast gar nicht auf. Ein Mann, der dir allerdings das Gefühl gibt besonders zu sein und einer, der immer ein offenes Ohr hat, fällt sofort in dein Beuteschema – auch wenn er vergeben ist.



Der einzige Trugschluss daran: Wir können uns auch in Männer verlieben, die eigentlich nicht zu uns passen, die aber die Kriterien unseres Beuteschemas erfüllen. Sprich: Wann immer jemand genau diese von dir unterbewussten Kriterien erfüllt, können wir uns verlieben, und zwar unabhängig davon, ob andere Umstände und die gemeinsamen Lebensvorstellungen passen.

Welche Lösungen gibt es und welche ist die beste für dich?

Kommen wir zu den verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt und die du – auch wenn das nicht die einfachste Übung ist – rational betrachten solltest. Aber bevor du dir die Lösungen anschaust:

Prüfe, ob er überhaupt zu dir passt!

Das mag seltsam klingen, denn du bist ja verliebt, oder? Nun, ja. Allerdings höre ich das nicht nur oft von meinen Klientinnen, sondern weiß das auch aus eigener Erfahrung: Wir haben dieses Bauchgefühl, unsere Intuition. Oft wissen wir, dass er eigentlich nicht zu uns passt, und trotzdem suhlen wir uns in dem wonnigen Gefühl der Verliebtheit – so lange bis wir so tief drinstecken, dass es mehr wehtut als es eigentlich hätte müssen.

Also, beantworte dir die folgenden Fragen ehrlich:

  • Bin ich wirklich verliebt oder schwärme ich nur für ihn?
  • Haben wir die gleiche Lebensvorstellung/Ansichten oder scheiden sich unsere Geister hier schon häufig?
  • Wie sehr will ich ihn und was bin ich bereit dafür zu tun?
  • Könnte ich mit dem Gewissen leben, dass ich mich in eine Beziehung gedrängelt habe?
  • Was sagt mir meine weibliche Intuition?

Ich persönlich würde mich zurückziehen und den Kontakt abbrechen bis es mir besser ginge und ich sicher bin, dass ich das Kapitel geschlossen habe. Mich zwischen zwei Menschen zu stellen, hat für mich mehr Nach- als Vorteile und ich könnte mit dem Gewissen nicht leben. Diese Einstellung mag auch an meinen Erfahrungen liegen.

Aber: Ich weiß auch wie stark Emotionen sein können und dass sie unseren Verstand oft hinters Licht führen. Denn wer möchte schon absichtlich jemandem wehtun? Manchmal können wir einfach nicht anders.

Wenn du unglücklich verliebt bist, gibt es aus meiner Sicht genau drei Lösungen:

1. Ein offenes Gespräch und auf Abstand gehen

Sprich mit ihm, sei ehrlich und sag ihm, dass er dir viel mehr bedeutet, als er eigentlich sollte. Aber dass du dich weder in die Beziehung drängeln noch dir selbst wehtun möchtest, und deshalb auf Abstand gehst.

2. Kontakt abbrechen

Wenn du dich dafür entscheidest zu akzeptieren, dass er in einer Beziehung ist und nichts aus euch wird, dann würde ich dir – zumindest für den Anfang – empfehlen, den Kontakt abzubrechen. Auch dann würde ich ehrlich sein und ihm sagen warum du keinen Kontakt mehr möchtest.

Versuch dir deinen Alltag so gestalten, dass du abgelenkt bist und vermeide ihn zu treffen. Mach vor allem Sport, der dich auspowert (Squash, CrossFit, usw.) und ergänze dieses Training durch Yoga & Meditation, sodass dein Körper und Geist in Einklang kommen. Du wirst sehen wie gut dir das tut!

3. One Night Stand und/oder Affäre: Möchtest du wirklich die Geliebte eines vergebenen Mannes sein? 

Nehmen wir an, du merkst, dass er auch Interesse an dir hat, und nicht abgeneigt ist, sich mit dir zu treffen und/oder etwas mit dir anzufangen: Wie ich bereits erwähnt habe, haben Affären mit vergebenen Männern auf lange Sicht mehr Nach- als Vorteile und aus meiner Erfahrung sind sie oftmals sehr viel schmerzhafter, denn eines muss dir bewusst sein: Männer trennen sich beinahe nie (nur in Ausnahmen!) von ihrer Partnerin für ihre Affäre – auch wenn er dir das immer und immer wieder sagt.

Bevor du dich also darauf einlässt, frag‘ dich:

  • Will ich immer nur Nummer 2 sein?
  • Kann ich mit dem schlechten Gewissen leben?
  • Will ich mit jemandem zusammen sein, der nicht zu mir steht?
  • Will ich meine Beziehung verheimlichen und nie die Freiheit der Liebe entdecken?
  • Habe ich nicht mehr verdient?
  • Wird er mich auch betrügen?
  • Liebe ich mich selbst genug, um diese Lösung überhaupt in Betracht zu ziehen?

Um dein Herz zu schützen und dir selbst die Chance auf eine aufrichtige Liebe und gegenseitigen Respekt zu geben, würde ich dir immer empfehlen auf Abstand zu gehen und den Kontakt sogar (zumindest eine Zeit lang) abzubrechen. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, klingt abgedroschen, ist aber wahr.

Bitte, egal für welche Lösung du dich entscheidest, das Wichtigste ist:

Auch wenn du unglücklich verliebt bist und deine Liebe nicht erwidert wird, zweifle nicht an dir selbst! Streiche Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ und ersetze sie durch

„Ich habe etwas Besseres verdient“.

Denn das hast du! Nur weil ein Mann, ein Mensch von den siebeneinhalb Milliarden auf dieser Erde, deine Liebe nicht erwidert, heißt das nicht, dass du niemals einen passenden Mann finden wirst! Es heißt lediglich, dass dieser Mann nicht der richtige für dich ist. Das ist jetzt im Moment hart und schwer zu akzeptieren, aber es ist auch gut so.

Denn, denk dran:

Everything happens for a reason! Und du weißt nie wovor dich das Leben schützt!

Der Artikel im Überblick 

  • Wir verlieben uns in Männer, die unsere unterbewussten Erwartungen erfüllen – egal ob sie zu uns passen oder nicht.
  • Auch wenn es aussichtslos erscheint, es gibt Lösungen, wenn du unglücklich verliebt bist.
  • Prüfe, ob ihr überhaupt zusammenpassen würdet.
  • Frage dich was du dir selbst wert bist und wie du dir eine glückliche Beziehung vorstellst.
  • Eine Liebe, die nicht erwidert wird, schützt dich vielleicht vor schlimmerem Schmerz.

Signatur

Die 4 Phasen einer Trennung. Und warum du sie durchleben musst.

Die 4 Phasen einer Trennung. Und warum du sie durchleben musst.

Ich stand unter Schock. Nach 10 Jahren aus dem Nichts verlassen zu werden, macht etwas mit dir.

Ich konnte nicht schlafen, nicht essen, habe meine Umwelt und alles was passiert in Zeitlupe wahrgenommen. Zu dem Zeitpunkt habe ich mit drei Mädels in Amsterdam in einem Haus gelebt – zum Glück. Denn ich war alleine in Amsterdam und unser ‚Trennungsgespräch‘ hat sich ungeplant bei Skype entwickelt.

Zwei Tage später saß ich im Flieger nach München und es folgten über zwei Jahre, in denen es auf und ab ging.

Dass es verschiedene Phasen einer Trennung gibt, war mir nicht bekannt, bis ich angefangen habe zu googlen und Bücher darüber zu lesen. Im Nachhinein gesehen, habe ich diese Stadien genauso erlebt, wenngleich sie nicht eindeutig voneinander zu trennen sind.

Sie verwischen, gehen ineinander über und manchmal wirst du auch einen Schritt zurück machen und das Gefühl haben, dass es nie enden wird. Vor allem in den ersten beiden Phasen ist das der Fall.

Mit diesem Artikel möchte ich dir zeigen, dass die Gefühle, die du hast, normal und sehr wichtig sind, um über die Trennung hinwegzukommen. Ich hatte manchmal das Gefühl ich bin verrückt oder etwas gestört, mit dem was in mir vorging. War ich aber nicht, und genau das will ich dir vermitteln. Es ist normal und sogar gut, was du empfindest, denn du verarbeitest was passiert ist.

Jede einzelne Phase hat seine ‚Daseinsberechtigung‘, auch wenn du am liebsten gleich in die vierte Phase springen würdest.

Aber glaub mir, auch wenn es schwer ist, du wirst daran wachsen und als gestärkte und selbstbewusstere Frau hervorgehen.

Lass dich von den vier Phasen und dem was auf dich zukommt, nicht überwältigen. Das Durchlaufen der Trennungsphasen ist wie einen Berg zu besteigen: Du fängst im Tal an und je weiter du dich in Richtung Gipfel bewegst, desto heller wird es und desto mehr siehst du von dem wunderschönen Ausblick, der dich am Gipfel erwartet.

Wir gehen Schritt für Schritt und wenn du nicht weiterkommst oder Hilfe brauchst, dann schreib mir.

Phase 1: Nicht wahrhaben wollen

Wie es der Name der Phase schon sagt: Du willst die Trennung nicht wahrhaben.

„Er ändert seine Meinung schon wieder, das ist nur eine Phase“, denkst du dir. Gleichzeitig flehst du ihn an, dir noch eine Chance zu geben, setzt all deine Energie darauf ihn davon zu überzeugen. Du versprichst ihm alles anders zu machen und ‚dich zu bessern‘.

Wahrscheinlich wirst du nur deiner Familie und deinen engsten Vertrauten von der Trennung erzählen. Bei mir war das so. Zum einen habe ich mich geschämt nach so langer Zeit verlassen worden zu sein und hatte das Gefühl, ich bin nicht gut genug. Und zum anderen war ich mir sicher, dass er es sich anders überlegt. Wozu also an die große Glocke hängen?

Du wirst merken, dass du alles was er sagt und/oder schreibt (wenn du es, so wie ich, nicht von Anfang an mit der Kontaktsperre aushältst), auf die Goldwaage legen wirst. Jedes liebe Wort bedeutet für dich ein Schritt zurück zu einer Beziehung.

Vermutlich wird er derjenige sein, der sich etwas zurückzieht. Und so kommt es, dass du täglich auf eine Nachricht wartest, schaust, ob er bei WhatsApp online ist oder bei Facebook aktiv war.

Ich rate dir, ihn aus allen sozialen Netzwerken zu löschen, seine Nummer zu löschen und dir selbst eine Kontaktsperre aufzuerlegen. Mir ist bewusst wie schwer das ist! Und ich kann mich noch gut erinnern wie lange ich den ‘Unfriend Button’ bei Facebook angestarrt habe, bis ich ihn geklickt habe. Aber glaub mir, es hilft dir zumindest etwas freier zu sein.

Diese Phase besteht aus einem reinen Gefühlschaos: Hoffnung, Verzweiflung, Wut, Trauer, Angst und Selbstzweifel sind deine Begleiter.



Phase 2: Aufbrechende Gefühle

In dieser Phase führen die Gefühle aus Phase 1 vor allem zu Orientierungslosigkeit.

Du stehst vollkommen neben dir, dein Leben zieht wie in Zeitlupe an dir vorbei. Schon mit den kleinsten Alltagsaufgaben fühlst du dich überfordert.

Ich hatte schon Probleme damit aufzustehen und überhaupt etwas zu tun. Als Folge dessen wurde ich von meiner Vorgesetzten zwangsbeurlaubt. Ich soll mich erholen und versuchen mich zu fangen. Dass mein Arbeitsplatz auf dem Spiel stand und wie mich das zusätzlich belastet hat, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen.

Typisch: Ich wollte in Urlaub fahren, um Abstand und einen freien Kopf zu bekommen – mit einem sehr guten Freund, einem Mann. Was habe ich getan? Ich habe meinen Ex um Erlaubnis gefragt! Somit habe ich wieder einen Schritt zurück in Phase 1 gemacht. Heute vollkommen utopisch für mich, aber in den Phasen 1 und 2 das absolut normalste, was in dir vorgeht.

Die zweite Phase ist aber vor allem durch Selbstzweifel, Wut und Angst geprägt. Auf der einen Seite fragst du dich, was falsch ist mit dir: Auf einmal findest du dich zu dick, nicht intelligent genug, schlecht im Bett, zu unaufmerksam usw. Gleichzeitig überfällt dich aber auch die Wut auf deinen Ex:

  • Was denkt der sich eigentlich, wer er ist mich so zu behandeln?
  • Wenn er glaubt, dass er eine bessere findet, dann bitte.
  • Dem zeig ich erstmal, wen er hat gehen lassen.

Aber du wirst dich auch in Gedanken wiederfinden wie:

  • Ich werde ihn nie wieder spüren, nie wieder mit ihm schlafen.
  • Wir werden nie wieder gemeinsam reisen.
  • Wir werden nie wieder xyz zusammen erleben.

Typische Gefühle in dieser Phase: Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Trauer, Wut auf deinen Ex, Wut auf dich selbst, Angst, Rache.

Wie schon gesagt, Phase 1 und 2 verwischen stark, du wirst Schritte nach vorne und Schritte zurück machen. Die beiden Phasen sind außerdem die schmerzvollen, aber dafür sehr essentiell, denn du musst deine Gefühle rauslassen, verstehen und verarbeiten bevor du den nächsten Schritt gehen kannst.

Die kommenden zwei Trennungsphasen sind die schöneren und die, die dir Mut schenken weiter zu kämpfen – für ein freies Herz und eine glückliche Zukunft! 

Phase 3: Neuorientierung

An diesem Punkt bin ich nach etwas mehr als einem Jahr nach der Trennung angekommen. Ich will dir nichts vormachen, du wirst auch in dieser Phase immer wieder kleinere Rückschläge erleiden, aber im Großen und Ganzen schaust du nach vorne und freust dich, auf das was kommt.

Abgesehen von den kleinen Rückschlägen, löst du dich von dem Gedanken, dass ihr jemals wieder ein Paar werdet und du beginnst langsam dich neu zu orientieren.

Deine Wut auf deinen Ex und dich selbst lässt nach und du verstehst, dass es wichtiger ist deine Energie in dein Leben zu investieren.

Ich persönlich bin öfters ausgegangen, habe mich unter Leute begeben. Ich habe angefangen Lovoo und Friendscout zu nutzen, habe neue Männer kennengelernt.

Außerdem habe ich angefangen Sport zu machen und mich beim Bootcamp angemeldet, was mir ein besseres Körpergefühl gegeben und mich selbstbewusster gemacht hat.

In dieser Phase realisierst du warum die Beziehung nicht mehr funktioniert hat, du erkennst Zusammenhänge und du kommst von dem Gedanken ab, dass alles deine Schuld ist.

Gefühle, die dich in dieser Phase begleiten: Zuversicht, Selbstwertgefühl, Hoffnung, Freude auf das Neue.

Phase 4: Neues Lebenskonzept

Meine Lieblingsphase! Insgesamt habe ich mich relativ lange in der dritten Phase bewegt und es hat ein weiteres Jahr gedauert bis ich bereit war, ein neues Lebenskonzept für mich zu entwerfen.

Immerhin werden aus der Hochzeit, den zwei Kindern und dem Reihenhaus erstmal nichts. Also was tun? Zu meiner persönlichen vierten Phase, habe ich einen eigenen Artikel geschrieben: Wie ich aus Liebeskummer mein Lebensglück erschaffen habe.

In dieser Phase spürst du ganz deutlich, dass du über die Trennung hinweg bist. Du wirst den Drang haben dich neu zu erfinden und ein neues Lebenskonzept zu entwerfen.

Das muss nicht so radikal sein wie meines, aber du wirst tief in dir spüren, dass es Zeit ist etwas zu verändern. Und du wirst die Kraft, den Mut und die Ausdauer dafür haben.

Du wirst deine Freiheit genießen und lieben, dich selbst besser kennen und wissen was du brauchst.

Hauptsächlich geprägt ist diese Phase der Trennung durch: Selbstwertgefühl, Liebe zur Freiheit, Freude auf das Neue, Neugier, Mut, Antrieb etwas zu verändern, Ausdauer, Vertrauen in dich selbst. 

Wie lange dauert es bis ich die Trennung überwunden habe?

Nun, die Frage kann ich nicht pauschal beantworten. Das kommt darauf an wie intensiv deine Beziehung war, wie du charakterlich aufgestellt bist, was der Trennungsgrund war usw.

In der Regel sagt man, dass es ein Jahr dauert bis du in Phase 3 bist und dich neu orientieren kannst. Bei mir persönlich kommt das ungefähr hin. Bis du ein neues Lebenskonzept entwickelst (Phase 4), dauert es etwa zwei bis vier Jahre. Bei mir hat es von der Trennung bis zur Phase 4 genau 26 Monate gedauert.

Eine Trennung ist immer sehr emotional und wird natürlich auch von äußeren Umständen beeinflusst. In der Regel sollte es dir aber nach einem Jahr besser gehen und du solltest Licht am Ende des Tunnels sehen.

„Was? Ein, zwei, drei Jahre?“, denkst du jetzt vielleicht. Lass dich davon bitte nicht überwältigen! Die Heilung deines Herzens, deines inneren Kindes, dauert. Leider ist das Leben nicht immer nur von Glückseligkeit begleitet, aber wenn wir lernen die schmerzhaften Phasen im Leben zu akzeptieren und sie anzunehmen, werden wir als ein anderer Mensch daraus hervorgehen.

Ein Regenbogen kann nur nach einem Gewitter entstehen. Gib nicht auf, es lohnt sich zu kämpfen!

So seltsam wie es klingen mag, versuch’ diesen Schmerz als Geschenk zu sehen. Als etwas, das dich verändern und wachsen lassen wird.

„Die hat leicht reden! Bei ihr ist es ja schon vorbei!“ – Wenn du das denkst, hast du recht mit dem zweiten Punkt. Mein Trennungsschmerz ist überstanden.

Aber vergiss eines bitte nicht: Ich weiß wie du dich fühlst. Mit jeder Faser meines Daseins kann ich nachfühlen was in dir vorgeht. Und genau das ist es auch, warum ich dich verstehe und dir helfen kann durch diese anstrengende Zeit zu gehen und sie zu überstehen.

Wenn du Hilfe beim Erklimmen des Berges zu einem freien Herz und einer glücklichen Zukunft brauchst, dann meld‘ dich bei mir.

Signatur

Foto: © Christian Stoll

Sex mit dem Ex? Bitte nicht.  Der erste Sex nach der Trennung

Sex mit dem Ex? Bitte nicht. Der erste Sex nach der Trennung

Das heutige Thema ist so individuell wie fast kein anderes: Der erste Sex nach der Trennung. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wo finde ich den richtigen Partner? Wie schütze ich mein Herz?

Grundlegend gilt: Kein Sex mit dem Ex!

Egal wie sehr du dir deinen Ex zurück wünschst, und ihn nochmal spüren möchtest: Schlaf nicht mit ihm! Abschiedssex ist das schlimmste, das du deinem Herzen antun kannst. Zu wissen, dass das das letzte Mal ist, wird dir nicht nur den Spaß am Sex nehmen, es wird wehtun, weil du die gemeinsamen Jahre Revue passieren lassen wirst – auch wenn du das nicht möchtest und denkst, dass du das kannst. Wir Frauen sind einfach so veranlagt. Emotionen sind in solchen Momenten unser größter Feind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit einem anderen Mann zu schlafen?

Pauschal würde ich sagen: Wenn du 100 Prozent davon überzeugt bist, dass es richtig ist und wenn es sich für dich richtig anfühlt. Wann genau das ist, das hängt ganz von dir selbst ab. Das kann nach wenigen Wochen sein, es kann aber auch mehrere Monate dauern.

Was uns ganz klar von Männern unterscheidet, ist dass wir – egal ob One Night Stand, Affäre oder Beziehung – dem Mann auf eine gewisse Art und Weise vertrauen müssen. Die Art des Vertrauens unterscheidet sich natürlich stark zwischen ONS und Beziehung, das Essenzielle bleibt aber das Gleiche.

Warum? Weil der Mann beim Sex in unseren Körper eindringt. Das mag zunächst apart klingen, aber hast du mal darüber nachgedacht? Wenn wir mit einem Mann schlafen, erlauben wir ihm uns innerlich zu berühren – physisch und geistig. Jemanden so nahe an bzw. in uns zu lassen, erfordert ein hohes Maß an Vertrauen.

Wenn du dich also noch nicht bereit fühlst nach deiner Beziehung mit einem Mann zu schlafen, dann mach es nicht. 

Ich kenne einige Frauen von denen ich dann gehört habe:

  • „Naja, aber irgendwie hat jeder Sex, dann muss ich auch.“
  • „Sex gehört doch dazu, irgendwie fühl ich mich als müsste ich das tun.“
  • „Ich fühl mich unwohl und will das eigentlich nicht, aber wahrscheinlich wird der Sex besser mit der Zeit.“
  • „Aber wenn ich nicht mit ihm geschlafen hätte, dann wäre er nicht mehr mit mir ausgegangen.“

Das ist totaler Quatsch. Sex ist keine Pflichtveranstaltung! Er soll dir Spaß machen und dich erfüllen!

Affären, Lückenbüßer und One Night Stands 

Viele sagen, man sollte sich auf keinen Fall in eine Affäre stürzen, denn dann wird alles noch schlimmer. Ich habe genau das gemacht, und für mich war es das Beste, das mir passieren konnte. Nur sechs Wochen nach unserer Trennung habe ich begonnen regelmäßig mit einem Mann zu schlafen – mit einem Mann, der heute einer meiner besten Freunde ist.

Elementar bei einer Affäre ist, dass du von Anfang an mit offenen Karten spielst!

Du würdest nicht wollen, dass dich jemand ausnutzt, also solltest du es auch nicht mit jemand anderem tun. Sei von Anfang an ehrlich und sag, dass du dich gerade in einer Trennung befindest und nicht mehr geben kannst und willst als ein sexuelles Verhältnis.

Vermeide es falsche Erwartungen bei deinem Gegenüber zu wecken, denn das wird dich in mehr Schwierigkeiten bringen als dir lieb ist. Und dir im Endeffekt wieder wehtun. Wie sagt man so schön: Ehrlichkeit währt am längsten.

Und nur durch Ehrlichkeit ist es möglich, dass ich meine Affäre heute zu einen meiner besten Freunde zählen darf, denn Offenheit und Respekt im gegenseitigen Umgang war uns beiden immer wichtig. Dass das nicht die Regel ist, ist mir bewusst. Aber an diesem Beispiel kannst du sehen, dass es auch gut sein kann eine Affäre zu haben – zumindest, wenn du auf Verständnis seinerseits stößt.

Nur der Vollständigkeit halber: Eine Affäre mit deinem Ex funktioniert nicht! Das fällt – genau wie der Abschiedssex – unter Sex mit dem Ex. Ihr hattet eine emotionale Beziehung! Die auf eine rein physische herunterzufahren, ist (aus meiner Sicht) vor allem als Frau schlicht unmöglich.

Und weil Ehrlichkeit so grundlegend ist, würde ich dir von einem Lückenbüßer abraten! Es ist schlichtweg unfair mit jemandem auszugehen und/oder zu schlafen, um über den Ex hinwegzukommen – und es wird auch nicht funktionieren. Das möchtest du nicht und das möchte auch kein anderer.

One Night Stands sind so eine Sache. Die meisten Frauen können keine ONS haben, dafür sind wir in den meisten Fällen emotional nicht gemacht. In den meisten Fällen wohl bemerkt, denn es gibt durchaus Frauen, die zwischen Sex und Emotionen unterscheiden können. Dann allerdings auch nur, wenn sie frei sind und nicht mitten in einer Trennung stecken.

Denn was suchen wir denn, wenn wir verlassen wurden? Schutz, Sicherheit, Geborgenheit. Wir sind emotionale Krüppel und wollen nichts mehr als einen Mann, der uns das gibt, was uns unser Ex gegeben hat. Und auch wenn wir das nicht fühlen wollen, passiert es doch unterbewusst.

Wir lernen einen Mann kennen, der ist lieb, einfühlsam und hört zu. Und am nächsten Morgen wachst du auf und die Realität holt dich ein.

Er wollte nur Sex? Im Normalfall wäre dir das wahrscheinlich klar gewesen, aber dein Verlangen nach der gewohnten Sicherheit und Geborgenheit fehlt dir (oft) so sehr, dass du alle Anzeichen von ‚er will nur mit mir schlafen‘ missachtest und am nächsten Morgen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wirst.

Ich persönlich glaube, dass ONS – vor allem in der Trennungsphase – sehr schmerzhaft und auch nicht erfüllend sind. Das wonach wir suchen, kann uns keine Nacht mit einem ‚beliebigen‘ Mann geben.

Wenn du aus rein physischer Sicht sexuelle Befriedigung suchst, dann masturbiere. Nicht nur, dass du dich danach ausgeglichener fühlst, du lernst auch deinen Körper besser kennen und das wiederum hilft dir herauszufinden was deine Bedürfnisse sind.

Was will ich dir mit dem Artikel sagen? 

  • Kein Sex mit dem Ex!
  • Vermeide One Night Stands, sie tun deinem Herzen nicht gut.
  • Sei offen und ehrlich, wenn du eine Affäre möchtest.
  • Sex ist wundervoll – solange du bereit dazu bist.
  • Setz dich nicht unter Druck, weil ‚doch jeder Sex hat‘.
  • Schlaf nicht mit ihm, um ihm zu gefallen!
  • Masturbiere und lerne dich selbst kennen bis dazu bereit bist deine Sexualität wieder mit jemandem zu teilen.

Signatur

Foto: © konradbak

 

 

Warum viele Menschen sich nicht mehr verlieben oder dauerhaft lieben können. Und was du dagegen tun kannst.

Warum viele Menschen sich nicht mehr verlieben oder dauerhaft lieben können. Und was du dagegen tun kannst.

Vielleicht hast du schon mal jemanden in deinem Leben kennengelernt, von dem du dachtest oder sogar gespürt hast, dass er überhaupt nicht in der Lage ist zu lieben und/oder eine Beziehung zu führen. Ich habe mir mal Gedanken gemacht woran das liegen könnte – und ich bin gespannt was du dazu sagst! Schreibe einfach unter dem Artikel einen Kommentar, ich freue mich :)

Überzogene und unrealistische Vorstellungen

Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann weißt du, dass ich sicherlich nicht diejenige bin, die dir sagt, dass du „nehmen solltest, was du bekommst“, sogar im Gegenteil: Ich finde du musst dir deiner Bedürfnisse im Klaren werden und für deine fundamentalen Vorstellungen (z.B. Lebensvorstellung, Familienplanung) auch nicht von deinem Standpunkt abweichen, nur damit du einen Partner hast. Aber: Es gibt Menschen, Männer und auch Frauen, die haben Vorstellungen, bei denen ich mich frage wie sie glauben diesen einen Menschen jemals zu finden.

Wenn du dir unsicher bist, ob deine Erwartungen an einen Partner übertrieben sind, dann stell dir eine ganz einfache Frage: Kann ich diese Erwartungen und Wünsche selbst erfüllen?

Wenn du zum Beispiel eher unsportlich und leicht übergewichtig bist, wie kannst du dann von deinem Partner erwarten, dass er ein sexy durchtrainierter Fitnessstudiogänger ist?

Ich erlebe es so oft, dass Menschen eine derart engstirnige Vorstellung von ihrem perfekten Partner haben, dass sie die Chance jemanden kennenzulernen und sich in jemanden zu verlieben, der wirklich zu einem passt, schon im Kern ersticken.

Die Lösung: Schreibe dir auf, was dein Partner unbedingt mitbringen sollte und streiche alle Oberflächlichkeiten, die dir nicht wirklich zu 100% wichtig sind.



Undankbarkeit für das nur scheinbar Selbstverständliche

Wie leben in einer Gesellschaft, in der „höher, schneller, weiter“ zu unserem Alltag gehört – leider auch in der Liebe. Wir sind unterbewusst sehr häufig auf der Suche nach etwas, das noch besser ist und das führt zu Undankbarkeit! Ich habe Paare erlebt, die dermaßen gleichgültig und lieblos miteinander umgegangen sind, dass ich mich gefragt habe, warum sie sich nicht einfach trennen (meine Antwort: Angst vor dem Ungewissen; lieber abwarten bis jemand Besseres kommt und dann wechseln).
Es gibt so viele Paare, die ihren Partner als selbstverständlich ansehen und ihm keine oder nur wenig Wertschätzung entgegenbringen – zumindest so lange bis er dann weg ist.

Die Lösung: Mach deinem Partner mindestens drei Komplimente am Tag und führe dir vor Augen was du an ihm hast und warum du dankbar für ihn bist.

Kompromisslosigkeit durch Selbstverliebtheit & Narzissmus

Willst du mit dem Kopf durch die Wand und immer durchsetzen was du möchtest? Dann wirst du Schwierigkeiten haben eine erfüllende und glückliche Beziehung zu führen, die in Balance ist. Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen. Leider gibt es Menschen, die sich selbst am nächsten stehen, auch in einer Partnerschaft.

Ich spreche nicht davon, dass es gut wäre grundlegende Dinge, die einem persönlich wichtig und elementar sind für eine Beziehung, über Bord zu werfen (denn auch das funktioniert auf Dauer nicht), sondern davon sich in Situationen, in denen es scheinbar keine Lösung gibt, auch einmal nachzugeben, auch wenn es nicht das ist, was du unbedingt willst.

Die Lösung: Überlege dir, ob es wirklich wichtig ist, dass die Situation nach deinem Ermessen gelöst wird oder ob es einfach darum geht, dass du „dein Recht“ bekommst.

…und wenn sich dein Narzissmus in einem ungesunden Rahmen befindet und deinen Beziehungen schon mehrmals geschadet hat, dann überlege dir, ob du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchtest.

Online Dating und der schnelle Sex

Beim kleinsten Streit ins nächste Abenteuer? Auch das ist keine Seltenheit, denn es ist heutzutage so einfach den oder die Nächste zu finden – jeder ist nur einen Swipe entfernt. Manche Menschen brauchen das als Bestätigung, andere sind nicht in der Lage Konflikte zu lösen und lenken sich lieber ab. Anderen wiederum ist es schlicht zu anstrengend Probleme zu diskutieren und sie zu lösen.

Die Lösung: Rede mir deinem Partner und probiere Neues aus. Und wenn ihr euch gerade streitet, dann nutzt die Energie eurer erhitzen Gemüter und nehmt sie mit ins Bett anstatt dich anderweitig zu orientieren – das kann sich lohnen ;)

 

 

 

Foto: © Wavebreakmedia

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

Lebst du in einer unglücklichen Beziehung? Oder hängst du noch an deinem Ex und trauerst eurer Beziehung hinterher? Vielleicht helfen dir die folgenden Ausführungen, um den Mut zur Trennung zu haben, deine Beziehung zu reflektieren oder dir die Augen zu öffnen, dass du deinen Ex glorifizierst und eure Beziehung nicht so wundervoll war, wie du sie in Erinnerung hast (was normal ist, denn wir neigen dazu das Negative zu vergessen und uns nur an das Schöne zu erinnern).

Und auch, wenn du deinen (Ex-)Partner noch liebst, leider ist Liebe manchmal nicht genug, um eine erfüllte Beziehung zu führen. So traurig und schmerzhaft wie es ist.

Wenn du eines oder mehrere dieser Anzeichen in deiner Beziehung wahrnimmst, dann bitte ich dich nur um eines: Reflektiere und beantworte dir ganz ehrlich die Frage:

Was möchte ich vom Leben? Wie soll es aussehen, MEIN Leben?

1. Du fragst dich immer wieder, ob das alles ist

Wenn es in deiner Beziehung häufiger die Momente gibt, in der du alles hinterfragst, solltest du hellhörig werden.

Gibt es Momente, in denen du dich fragst, ob das alles war? Ob das der Inbegriff einer glücklichen Beziehung ist? Ob das das Leben ist, das du dir immer gewünscht hast? Wenn du dich immer wieder dabei ertappst, dass du deine Beziehung und dein persönliches Glück in Frage stellst, dann lege ich dir ans Herz, den Mut zu haben und auf deine Intuition zu hören und genau herauszufinden woher diese Gedanken und Gefühle kommen.

2. Deine Angst lähmt dich

Eigentlich möchtest du dich gerne von deinem Partner trennen, aber es gibt ein klitzekleines Problem: Du hast Angst davor alleine zu sein. Viele Frauen leiden unter dem Irrglauben, dass sie keinen anderen Partner mehr finden würden. Geschweige denn einen Partner, der besser zu ihnen passt.

Dass das absoluter Unsinn ist, ist deinem Verstand vielleicht auch klar, aber deinem Herzen nicht. Aber weißt du was Angst ist? Angst wird verursacht durch Unsicherheit und Ungewissheit – und zwar vor dem Neuen.

Du hast in der Situation allerdings trotzdem die Wahl, denn du kannst dich dafür entscheiden, dass deine Angst dich lähmt und du weiterhin in einer unerfüllten Beziehung lebst. Oder du kannst die Entscheidung treffen, dass dein Leben so nicht aussehen soll und dass du das Recht darauf hast glücklich zu sein (und das hat jeder Mensch, auch du!).

Ich sage nicht, dass es einfach ist sich seiner Angst zu stellen. Mit Sicherheit nicht, denn sonst würden es viel mehr Menschen tun. Aber ich kann dir aus Erfahrung sagen (und ja, auch ich habe natürlich meine Ängste, die ich immer und immer wieder überwinden muss), dass dein Leben erst hinter der Angst anfängt. Wenn du Hilfe dabei brauchst, einen klaren Blick auf deine Situation zu bekommen, um eine Entscheidung treffen zu können, dann melde dich bei mir.



3. Du bist meistens alleine

Gab oder gibt es Momente in deiner Beziehung, in denen du deinen Partner einfach nur gebraucht hättest? Er hätte nicht mehr machen müssen, außer für dich da zu sein und trotzdem hat er sich dazu entschieden sich mit seinen Kumpels zu treffen, um die Häuser zu ziehen oder Playstation zu spielen?

Nun, wenn das die Vorstellung einer erfüllten Beziehung für deinen Partner ist, dann solltest du dich fragen, ob du damit dein ganzes Leben leben kannst. Denn eines kann ich dir sagen: Du kannst und wirst ihn nicht verändern.

Wir können niemanden verändern – außer uns selbst. Und daher ist die einzige Lösung in dieser Situation, deine Perspektive zu verändern, denn das kannst du, ihn leider nicht. Auch wenn wir das so gerne wollen und die Hoffnung bei jedem kleinen „guten Moment deines Partners“ immer wieder aufflammt, es gibt nur einen Menschen, der ihn verändern kann und das ist er selbst.

Dazu muss er sich allerdings entschließen und auch dazu bereit sein, an sich zu arbeiten und in die Beziehung genauso viel zu investieren wie du.

4. Anderes ist wichtiger als du 

Ich bin absolut kein Fan von Partnerschaften, in denen Paare eigentlich fast 24 Stunden am Tag zusammen sind, beinahe keine Freunde mehr haben und es sie eigentlich nur im Doppelpack gibt. Gleiches gilt allerdings für die umgekehrte Situation!

Wenn deinem Partner immer alles andere wichtiger ist als du (Kumpels, der Job, sein Hobby, usw.), dann solltest du dich fragen, warum ihr eigentlich eine Beziehung führt. Am besten du fängst damit an, dass du dir mal die Situationen anschaust, in denen er Zeit für dich hat bzw. wann er Zeit mit die verbringen möchte.

Im schlimmsten Fall (und das muss natürlich nicht immer so sein) sind es nur die Momente, in denen er nichts Besseres zu tun hat. Und weil es ja schöner ist mit jemandem zusammen zu sein, als – ich übertreibe mal – alleine auf der Couch vor der Glotze zu hängen, nimmt er sich die Zeit für dich. Oder besser gesagt: Für ihn sich selbst, denn er ist dann nur mit dir zusammen, wenn es angenehm und passend für ihn ist.

Zum Abschluss

Ich möchte dir nicht einreden, dass du dich trennen solltest, aber ich möchte dich dazu ermutigen genau hinzuschauen, ob die Beziehung, in der du lebst, das ist was dich glücklich macht und das ist was du verdienst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden als mit dem, was dich glücklich macht. Unsere Zeit auf dieser wunderschönen Welt ist begrenzt und es liegt an dir, das Beste daraus zu machen. Und ja, das erfordert manchmal auch Mut und das Verlassen deiner Komfortzone.

Signatur

 

 

 

©Foto: Wavebreakmedia