Warum eine Kontaktsperre nach der Trennung so wichtig ist und wie du sie durchhältst

Warum eine Kontaktsperre nach der Trennung so wichtig ist und wie du sie durchhältst

Wenn wir verlassen wurden, hören wir immer wieder von unseren Mitmenschen, dass wir doch endlich den Kontakt abbrechen sollen, uns rarmachen sollen. Und ja, das stimmt, auch ich rate meinen Klientinnen dazu. Leider gibt es da nur einen Haken: Es fällt uns unglaublich schwer uns nicht mehr bei unserem Ex zu melden. Weil aber genau das essentiell ist für so vieles, möchte ich dir mit diesem Artikel zeigen, warum du die Kraft dazu aufbringen solltest.

Was ist eine Kontaktsperre?

Die Frage erscheint dir vielleicht etwas seltsam, aber ich habe oftmals die Erfahrung gemacht (nicht nur bei meinen Klientinnen, auch bei mir selbst), dass wir sehr kreativ werden, wenn es darum geht, Neues über unseren Ex herauszufinden. Selbstverständlich solltest du keine WhatsApp, SMS und Emails schreiben, ihn nicht anrufen oder einen Brief schicken. Auch dass du ihn nicht treffen solltest, muss ich nicht wirklich erwähnen.

Aber: Eine Kontaktsperre heißt auch, dass du sein Facebook Profil nicht besuchst, ihn nicht googlest, nicht „zufällig“ dorthin gehst, wo er viel Zeit verbringt oder Freunde danach fragst, wie es ihm geht. Du musst während der Zeit jeden Kontakt mit ihm vermeiden!

Warum fällt uns die Kontaktsperre so schwer?

Je intensiver ihr eure Beziehung gelebt habt, desto schwerer fällt dir die Kontaktsperre, denn seine Präsenz ist für dich wie eine Droge. Auf der einen Seite fehlt dir das Gewohnte, auf der anderen Seite vermisst du seine Zuneigung, seine Berührung, seine Stimme. Aber es fällt uns vor allem schwer unseren Ex nicht zu kontaktieren, weil es eine Veränderung in unserem Leben ist. Und Menschen mögen keine Veränderungen, denn es bedeutet immer Unsicherheit.

Es ist auch ganz normal, dass wir Angst haben, wenn wir uns für eine Kontaktsperre entscheiden. Wir haben Angst davor, dass unser Ex uns vergisst oder dass er gekränkt ist. Vergessen wird er dich nicht, auch wenn er sich von dir getrennt hat. Im Gegenteil, er denkt sogar sehr häufig an dich und ist in den meisten Fällen besorgt, wie es dir geht und hofft, dass du bald wieder auf die Beine kommst.



Dass wir unseren Ex nicht kränken wollen, klingt im ersten Moment etwas seltsam, denn immerhin hat er sich ja von dir getrennt. Warum hast du trotzdem Angst, dass du ihn verletzt? Nun, weil es ja sein könnte, dass er dich dann nicht mehr zurück will bzw. nicht mehr Teil deines Lebens sein will. Und genau das ist ein Trugschluss:

Wozu ist die Kontaktsperre gut?

Die Kontaktsperre hat unterschiedliche Funktionen. Zum einen musst du sie auf jeden Fall einhalten, wenn du die Chance haben willst deinen Ex zurückzugewinnen. Wenn du schon weißt, dass du ihn auf keinen Fall mehr zurück willst, dann ist sie noch wichtiger, denn dann brauchst du Zeit und Ruhe zu verarbeiten was passiert ist und um eure Trennung zu akzeptieren und dir ein neues Lebenskonzept zu erschaffen. Wie sollst du denn die Trennungsschmerzen verarbeiten, wenn du sie jeden Tag auf einem Silbertablett serviert bekommst? Um dein Herz zu heilen und an dir zu arbeiten, darf er keinen Platz mehr in deinem Leben haben – nicht für immer, aber für eine Zeit lang.

Gründe für die Wichtigkeit der Kontaktsperre:

  1. Du zeigst deinem Ex, dass du ohne ihn leben kannst. Das vermittelt Selbstbewusstsein und Stärke, und das wiederum macht dich attraktiv.
  2. Du brauchst Zeit, um dich von deinem Ex zu lösen und um die Beziehung zu trauern.
  3. Du brauchst Zeit für dich selbst und musst lernen dich selbst am meisten zu lieben.
  4. Du brauchst Zeit, um dir unabhängig von ihm ein neues Lebenskonzept zu entwerfen.
  5. Du solltest reflektieren woran die Beziehung gescheitert ist, um nicht die gleichen Fehler wieder zu machen bzw. dich nicht wieder auf den gleichen Typ Mann einzulassen. Und das gelingt dir nur ohne den Einfluss seiner permanenten Präsenz.

Wie lange sollte ich den Kontakt zu meinem Ex vermeiden?

Es fällt uns in der Regel schwer schon einen Tag die Füße still zu halten und unseren Ex nicht zu kontaktieren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn ich dir jetzt sage, dass du auf jeden Fall 30 Tage nichts von dir hören lassen solltest, dann klingt das erstmal sehr lange. Ein ganzer Monat ohne ein Lebenzeichen von ihm, kannst du dir im Moment nicht vorstellen. Aber, keine Panik! Du schaffst das! Ja, es ist kein Spaziergang und du wirst den einen oder anderen Moment haben, in dem du gerne schwach werden würdest, aber du musst dir immer vor Augen halten, dass es deine Situation nicht verbessert.

Wenn du deinen Ex zurück möchtest, dann musst du ihm die Chance geben dich zu vermissen und dich neu zu entdecken. Und das braucht Zeit! Um es bildlich zu machen: Stell dir vor, dass er keinen Hunger hat, du ihn aber permanent mit Essen vollstopfst. Was passiert dann? Er läuft weg, weil es ihm irgendwann zu viel wird. Ihm wird schlecht und er verbindet die Situation mit einem negativen Gefühl. Wenn du ihm allerdings Zeit gibst hungrig zu werden, dann sieht er das Essen – in dem Fall dich – in einem ganz anderen Licht. Seine Aufmerksamkeit zu bekommen, passiert nicht von heute auf morgen.

Wenn du schon sicher weißt, dass du ihn nicht mehr zurück möchtest, kann es trotzdem sein, dass du das Bedürfnis hast mit ihm zu schreiben oder zu reden. Aber auch hier musst du dir ganz deutlich vor Augen halten, dass es dir nur schadet, wenn du von ihm hörst bzw. liest. Denn um deinem Herzen eine Verschnaufpause zu geben, um sich zu regenerieren, musst du dich voll und ganz auf dich konzentrieren. Wie sollst du ernsthaft über eure Trennung hinwegkommen, wenn deine Wunden immer wieder aufgerissen werden?

Wie schaffe ich es die Kontaktsperre durchzuhalten?

Versuche nicht die ganzen 30 Tage als einen riesigen Berg vor dir zu sehen. Unterteile diese Zeit in kleine Schritte: Nimm dir erst einen Tag vor, dann drei Tage, dann eine Woche – du wirst sehen, es fällt dir leichter so. Und du gibst dir selbst auch die Chance, dich für dein Durchhaltevermögen zu belohnen.

Auch wenn es etwas seltsam klingt, aber richte deine Gedanken auf ein Leben ohne deinen Ex aus, unabhängig davon, ob du ihn zurückwillst oder nicht. Nimm dir die Zeit für dich!

Lass ihn wissen, dass du keinen Kontakt möchtest und wenn er sich meldet, dann versuche stark zu sein und antworte nicht.   

Was soll ich tun, wenn er sich bei mir meldet?

Das kommt auf deine persönliche Situation an: Warum habt ihr euch getrennt? Wie ist die aktuelle Situation? Was möchtest du? Wie soll es weitergehen? Was hat er geschrieben /gesagt? Was ist seine Intention?

Wenn du über deine persönliche Situation sprechen und mehr herausfinden möchtest, dann schau dich doch mal bei meinem Coaching-Angebot um. Wenn du lieber ohne individuelle Begleitung, aber trotzdem auf eine sehr persönliche Weise lernen möchtest, wie du über deinen Ex hinwegkommst, dann ist mein Online Coaching Programm “Heile dein gebrochenes Herz. Schritt für Schritt vom Herzschmerz zum Lebensglück” die beste Lösung für dich und dein Herz!

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Foto: © inesbazdar

Liebeskummer überwinden: Dein Weg vom Herzschmerz zum Lebensglück

Liebeskummer überwinden: Dein Weg vom Herzschmerz zum Lebensglück

Eine der am häufigsten gestellten Fragen, die ich bekomme, ist: Wie hast du es geschafft deinen Liebeskummer zu überwinden? Nun, rückblickend hatte ich unbewusst eine gewisse Vorgehensweise, die mir erst nach meinem Liebeskummer und im Laufe der vergangenen Jahre durch meine Coachingerfahrung richtig bewusst geworden ist. Und zwar habe ich, und genau das tue ich mit all meinen Klientinnen, ein dreistufiges Konzept.

Das klingt theoretisch, ich weiß. Aber ich möchte es dir erklären, und vor allem warum es sich so bewährt: 

(1) Liebeskummer verstehen, verarbeiten, überwinden und den Ex-Partner loslassen

Der erste Schritt nach einer Trennung, aber auch wenn du unglücklich verliebt bist, ist immer zu verstehen und zu verarbeiten was passiert ist. Dazu musst du lernen deine Perspektive zu wechseln und dich aus deiner Situation herauszubegeben, denn genau unsere eindimensionale Sichtweise hindert uns oft daran nach vorne schauen zu können. Nur so kann es dir gelingen vollends zu erfassen was gerade vor sich geht und zu erkennen, dass du in deinen Gedanken und Gefühlen feststeckst.

Zu verstehen, dass vieles was in dir vorgeht in deinem Kopf passiert und der Schmerz sich lindern lässt, wenn du deine Sichtweise änderst, ist elementar. Wenn dir das gelingt, dann schaffst du es auch, deinen Ex-Partner leichter loszulassen und dein eigenes Leben weiterzuleben.

(2) Selbstliebe lernen und Selbstbewusstsein aufbauen

Jeder Liebeskummer bringt ein sehr schmerzhaftes Phänomen mit sich, nämlich den Verlust unseres Selbstbewusstseins! Egal ob du verlassen wurdest, unglücklich verliebt oder die Affäre von jemandem bist, wenn wir nicht (mehr) geliebt werden, wirft uns das in ein tiefes Loch, aus dem wir lernen müssen wieder herauszukommen.

Doch wie gelingt dir das? Indem du lernst dich selbst zu lieben! Ja, Selbstliebe kannst du lernen, und wenn du dich selbst liebst, baust du Selbstbewusstsein auf. Selbstbewusst zu sein, heißt nämlich nichts anderes als “sich selbst bewusst zu sein”, und das bist du, wenn du dich selbst liebst, denn du kennst und akzeptierst all deine Stärken und Schwächen und liebst dich genauso wie du bist.

Aber weißt du was das Allerbeste daran ist, wenn du dich selbst liebst? Du kannst nicht mehr so tief verletzt werden wie du es jetzt bist. Und du kennst deine Grenzen, kannst sie aufzeigen und überschreitest sie nicht mehr! Wenn du dich aufrichtig liebst, dann kommst du nicht nur schneller über deine Trennung hinweg, sondern du schaffst eine Basis für deine nächste Beziehung. Und mit dieser Basis kannst du dich auch nicht (mehr) emotional von deinem Partner abhängig machen, denn du weißt genau was du wert bist und bist nicht von der Liebe eines anderen Menschen abhängig!

(3) Dein neues Lebenskonzept entwickeln

Dieser Schritt wird umso wichtiger je länger du in einer Beziehung warst. Wenn wir sehr lange in einer Beziehung gelebt haben, dann ist es in den meisten Fällen so, dass wir unser Leben natürlich mit unserem Partner geplant haben. Alles war so schön voraussehbar, oftmals sind Pläne für mehrere Jahre im voraus geschmiedet. Und wenn wir dann eine Trennung durchleben, verlieren wir nicht nur unseren Partner, sondern unser ganzes Lebenskonzept. Unsere Aufgabe besteht dann darin, uns im Klaren darüber zu werden was wir mit unserem Leben wollen und was unsere Ziele sind. Das ist in den allermeisten Fällen aber nur dann möglich, wenn wir vorher unseren Ex-Partner losgelassen haben und gelernt haben, dass wir selbst genug sind, auch ohne Partner.

Und wenn wir diesen Weg beschritten haben, dann sind wir bereit uns wieder auf eine Beziehung einzulassen und haben auch die Chance, dass sie glücklich, harmonisch und beständig ist.

Wie schaffst du es nun diesen Weg zu beschreiten?

Ich habe mir damals bei meiner Trennung sehr schwer getan, und sie hat mich über zwei Jahre wertvolle Lebenszeit gekostet. Ich habe From Pain To Power mit einem Ziel gegründet: Ich möchte Frauen dabei helfen ihren Liebeskummer in kraftvolle Energie zu transformieren und schneller wieder glücklich werden als ich es damals konnte.

Bisher habe ich das überwiegend in privaten Coachings getan, aber das hat sich seit dem vergangenen Sonntag geändert! :)

Mit meinem Online Video Mentoring Programm Heile dein gebrochenes Herz. Schritt für Schritt vom Herzschmerz zum Lebensglück habe ich dir ein Programm zusammengestellt, in dem ich dir mein ganzes Wissen, sowie meine persönliche Erfahrung als auch meine Coachingerfahrung an die Hand gebe!

Du durchläufst die drei von mir beschriebenen Phasen und gelangst so zu deinem persönlichen Lebensglück!

 

In 4,5 Stunden Videomaterial und mit 40 Arbeitsblättern mit wertvollen Informationen und Übungen rund um Liebeskummer, Selbstliebe und dein persönliches Lebenskonzept lernst du alles, was du wissen musst, um schneller wieder glücklich zu sein. Außerdem sprechen wir auch über deine Beziehungsmuster, wie du sie durchbrichst und herausfindest welcher Partner zu dir passt. Aber das ist noch nicht alles: Eines der schmerzhaftesten Momente sind die der Einsamkeit und wenn wir das Gefühl haben, dass uns keiner versteht. Auch dafür habe ich eine Lösung, denn mit dem Programm bekommst du Zugang zu einer exklusiven Community von Frauen, die in der gleichen Situation sind wie du und die dich verstehen. Und außerdem finden regelmäßige Facebook LIVE Calls statt, in denen du mir deine Fragen stellen kannst und wir über aktuelle Themen, die die Community (dich!) interessieren, sprechen!

 

 

 

Wenn du deinen Liebeskummer überwinden und endlich wieder glücklich werden möchtest, dann ist dieses einzigartige Programm für dich! Du kannst es sogar absolut ohne Risiko testen, denn ich bin so überzeugt davon, dass ich dir eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie gebe! Das heißt du kannst dich zwei Wochen lange in Ruhe umsehen und schauen, ob dir mein Programm hilft. Wenn du zu dem Entschluss kommst, dass es nichts für dich ist, schreibst du mir einfach eine Email und ich erstatte dir 100% deines Geldes zurück – ohne wenn und aber. >>> ZUM PROGRAMM <<<

Bist du bereit dazu deinen Liebeskummer zu überwinden und ihn in kraftvolle Energie zu transformieren? Dann sehe ich dich gleich in unserer Facebook-Gruppe! Ich freue mich auf dich! ♥

 

 

 

(c) Foto: Anna_Om

Angst vor dem Alleinsein – was genau steckt dahinter?

Angst vor dem Alleinsein – was genau steckt dahinter?

Jeder von uns hat Ängste. Manche davon sind offensichtlich, andere wiederum nicht. Und gerade diese Ängste, die uns gar nicht so richtig bewusst sind, sind die trickreichsten. Sie haben einen erheblichen Einfluss. Sie leiten unsere Entscheidungen, unser Handeln –

ohne dass wir es bemerken. Und erst wenn wir genauer hinschauen, fällt es uns wie Schuppen von den Augen. So war es auf jeden Fall bei mir, als ich vor einiger Zeit eine meiner größten Ängste entdeckte: Die Angst vor dem Alleinsein. Eine Angst, die mich über Jahre begleitete – vor allem in meinen Beziehungen und meinen Liebeskummerphasen. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Alleinsein-Angst? Dieser Frage will ich heute mit dir auf den Grund gehen. Fangen wir gleich an – mit einem kleinen Test:

Alleinsein.

Ein Wort, das bei vielen Menschen ganz unterschiedliche Reaktionen und Emotionen auslöst. Probier`s mal selber aus: Was fühlst du, wenn du dieses Wort immer und immer wieder in deinem Kopf sagst? Alleinsein. Ich muss ganz ehrlich gestehen, selbst heute noch fühle ich einen kleinen Funken Widerstand in mir, wenn ich dieses Wort wahrnehme. Aber Gott sei Dank ist er nicht mehr so stark wie früher. Alleinsein war ein Wort, bei dem sich damals mein Magen zusammenkrampfte. Gleichzeitig fühlte ich wie in mir eine Beklommenheit hochstieg, die ich ganz und gar nicht gut fand. Alleinsein, das wollte ich auf keinen Fall! Wie sieht es bei dir aus? Fühle und höre genau in dich hinein. Spürst du einen Widerstand in deinem Körper? Verbindest du dieses Wort mit negativen Gefühlen?

Ein Leben ohne Beziehung – undenkbar!

So dachte ich vor einigen Jahren. Eine Beziehung gehörte für mich dazu. Es fiel mir so schwer, Zeit nur mit mir zu verbringen. Singlephasen – wie habe ich die gehasst. Da war immer ein Gefühl von ICH-BIN-EINFACH-NICHT-VOLLSTÄNDIG. Na klar, hab ich nach dem Motto gelebt: ICH-GENIESSE-JETZT-MEIN-SINGLEDASEIN. Aber aus dem tiefsten Herzen kamen diese Worte nie. Und die Nichts-los-Wochenenden, wie schrecklich waren die denn bitte! Keine Verabredung, keine Party, Freunde alle ausgebucht – an diesen Tagen bin ich gar nicht klargekommen. Ich bin fast verrückt geworden. Diese Gefühle, die immer wieder aufploppten, die wollte ich nicht. Zum Singledasein war ich einfach nicht gemacht. Das stand fest. Ich hatte Angst – das wollte ich mir damals nicht eingestehen. Ich hatte Angst für immer alleine zu sein. Man möge meinen diese Angst wurde urplötzlich verschwinden, wenn man in einer festen Beziehung ist. Doch Pustekuchen, heute weiß ich:

Wenn du dich nicht intensiv mit deinen Ängsten auseinandersetzt, gewinnen sie mehr und mehr die Oberhand über dich – ohne dass du es merkst! Und sie lassen dich wahnwitzige Dinge tun, über die du später nur den Kopf schütteln kannst.



6 Dinge, die du in einer Beziehung tust, wenn die Alleinsein-Angst in dir steckt

  1. Dir fällt es schwer, wenn dein Partner mit Freunden alleine etwas unternimmt.
  2. Kleine Dinge reichen aus – wie ein kurzes Gespräch mit einer anderen Frau – und die Eifersucht kommt in dir hoch.
  3. Du erwischst dich immer wieder dabei, dass du deinen Partner kontrollierst – in sein Handy guckst, Nachrichten bei Facebook anschaust, etc.
  4. Du gibst dich selber auf – deine Freunde, deine Hobbies, deine Interessen, deine Leidenschaften. Du richtest dein ganzes Leben nach deinem Partner aus.
  5. Du verzeihst ihm immer wieder, obwohl er dich überhaupt nicht mehr mit Respekt und Liebe behandelt.
  6. Du fühlst, dass du ihn nicht mehr liebst, es fällt dir aber unwahrscheinlich schwer dich zu trennen. Und du schiebst die Trennung Jahr für Jahr vor dir her.

Du fühlst, dass irgendwas nicht stimmt. Aber du weißt nicht genau was. Du willst etwas ändern – das nimmst du dir immer wieder fest vor. Aber du weißt einfach nicht wie. Die alten Verhaltensmuster sind einfach zu stark, sie ploppen immer wieder auf. Und das kann Folgen haben: Du hälst zum Beispiel an einer Beziehung fest, die einfach nicht gesund für dich ist. Oder du verbringst dein Leben mit einem Partner, den du eigentlich nicht mehr liebst. Oder es passiert genau das, was du nie wolltest: Deine unbewussten Verhaltensmuster belasten die Beziehung so sehr, dass sie zerbricht. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Dem Liebeskummer.

Liebeskummer: Wenn die Angst plötzlich zur Realität wird 

Für Menschen, in denen die Angst vor dem Alleinsein schlummert, gibt es nichts Schlimmeres als Liebeskummer. Was ja eigentlich ganz logisch ist. Denn Liebeskummer ist der Moment, in der die Angst wahr geworden ist. Doch in den meisten Fällen ist einem das gar nicht so richtig bewusst. So wie bei mir. Ich habe insgesamt drei lange und schmerzhafte Liebeskummerepisoden gebraucht, um zu verstehen, warum ich diese Zeit so viel intensiver erlebte als meine Freunde. Warum es mir damals so schwer fiel die Trennung zu akzeptieren. Ich immer wieder den Kontakt zu meinem Ex suchte – mit Briefen, Anrufen oder spontanen Besuchen. Ich mehrmals unter Tränen aufgelöst bettelte mir noch eine Chance zu geben. Mich erniedrigte, mich betrank, mich in Hoffnungen verlor. Ich mich bei all meinen Handlungen irgendwie ferngesteuert fühlte. Dinge tat ohne nachzudenken. Mich krampfhaft an etwas festhielt, was es längst nicht mehr gab, was ich auch längst nicht mehr liebte.

Ich wollte einfach nicht alleine sein. Alle Dinge, die ich tat und dachte, hatten nur einen Ursprung: Meine Angst vor dem Alleinsein. Und weil ich mir dieser nicht bewusst war, übernahm sie die Kontrolle über mein Handeln, meine Gedanken, meine Gefühle. Wie sieht es bei dir aus? Lass deinen Liebeskummer doch mal revue passieren. Oder vielleicht steckst du ja gerade mittendrin. Welche Dinge hast du getan oder planst zu tun, einzig und allein, weil du Angst vor dem Alleinsein hattest oder gerade hast?

Du bist dir nicht sicher, ob die Allsein-Angst in dir schlummert? 

Dann beobachte und hinterfrage deine Handlungen. Immer wenn du das Gefühl hast, dass irgendetwas nicht stimmt. Du spürst, dass du in alte Verhaltensmuster verfällst – sei es nun in einer Beziehung oder während einer Liebeskummerphase. Versuche den Ursprung zu finden. Und der liegt meistens bei dir. Frage dich:

  • Warum reagiere ich gerade in diesem Moment so?
  • Was genau steckt dahinter? Was verspreche ich mir davon?
  • Was versuche ich durch mein Verhalten zu verhindern oder zu erreichen?
  • Könnte eine Angst hinter meinem Verhalten stecken? Und wenn ja, welche genau?

Oder mach es so wie ich: Ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, dass all meine Beziehungen und Liebeskummerphasen nach dem selben bescheidenen Muster verliefen. Ich fühlte, dass irgendwas nicht stimmte. Ich ärgerte mich jedesmal über mich selber. Warum war ich so oft eifersüchtig? Warum klammerte ich mich immer so an meine Partner? Warum fühlte sich jeder Liebeskummer wie ein Weltuntergang an? Ich wollte das nicht mehr. Ich wollte etwas ändern. Für die nächsten Beziehung, den nächsten Liebeskummer gewappnet sein.

Und so begann ich alles Alte revue passieren zu lassen. Ich schrieb alles auf. Dinge, die mir in meinen Beziehungen und Liebeskummerphasen nicht gefielen. Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, dass ich mich da irgendwie nicht richtig verhalten hatte. Handlungen, bei denen ich einfach nicht mehr weiß, warum ich sie tat und die mir heute so unheimlich peinlich sind. Und ich versuchte mich auch eine meine Gefühle von damals zu erinnern. Was löste welches Gefühl in mir aus? Wie ging ich mit diesen Gefühlen um? Ich hielt alles fest. Und dann ging ich der Sache auf den Grund. Ich hinterfragte alles. Dabei stand eins für mich fest. Der Ursprung des Ganzen musste tief in mir sein. Und so entdeckte ich sie: Meine Angst vor dem Alleinsein.

Verdränge deine Ängste nicht – arbeite mit ihnen 

Egal welche Angst du in dir entdeckst. Verdränge sie nicht. Kämpfe nicht gegen sie an. Je mehr du gegen etwas ankämpfst, desto stärker wird es. Deine Beobachtungen, die deine Angst enthüllt haben, beweisen es dir. Schon seit langem kämpfst du gegen deine Angst an – auch wenn es dir nie so richtig bewusst wahr. Ist sie dadurch weniger geworden?

Bei mir auf jeden Fall nicht. Und deshalb habe ich mich für einen anderen Weg entschieden. Ein Weg, der sanfter und auch intensiver ist. Ein Weg, mit dem ich meine Angst Stück für Stück die Kraft nahm. Wenn du Lust hast, probiere ihn doch einmal aus. Er besteht aus 2 einfachen Punkten:

Punkt 1: Nimm deine Angst bewusst wahr – that`s it

Hört sich einfach an. Ist es in der Regel auch. Je öfter du es trainierst, desto einfacher wird es. Es funktioniert folgendermaßen: Jedesmal wenn du das Gefühl hast, dass hinter dem was du gerade tust, denkst oder fühlst, deine Alleinsein-Angst stecken könnte, halte inne und hinterfrage es. Reagiere nicht direkt darauf, halte einfach nur inne und frage dich: Kann es sein, dass hinter allem dem gerade meine Alleinsein-Angst steckt? Und wenn dem so ist, dann verurteile deine Angst nicht. Schmunzel darüber oder sage zu dir selbst: Aha, da ist sie wieder meine Angst. Was fange ich jetzt mit ihr an? Lass ich mich von ihr leiten oder nicht?

Punkt 2: Stell dich deiner Angst – und schau was passiert

In den meisten Fällen stellen wir uns unsere Ängste schrecklicher vor als sie in Realität wirklich sind. Ich habe mich vor einigen Jahren bewusst dafür entschieden eine Weile ohne Partner zu leben. Nicht von einer Beziehung in die nächste zu springen. Ich wollte spüren wie sich meine Angst anfühlt, wenn sie zur Wahrheit wird. Und ich muss sagen: Ich bin überrascht. Heute genieße ich das Alleinsein sogar richtig – und das aus tiefstem Herzen. Natürlich entdecke ich hin wieder wie die Angst mich packt und ich denke: “Weißt du eigentlich wie alt du jetzt bist? Du solltest dich ranhalten!” Aber dann wende ich die Schmunzel-Stratgie an und lasse den Gedanken ganz einfach los.

Überleg doch mal, ob du nicht einige Dates nur mit dir alleine in deinen Alltag einbauen kannst. Oder ein ganzes Wochenende nur mit dir verbringst. Spüre wie sich die Angst anfühlt. Na klar wird es am Anfang schwer sein, doch wenn du dich auf dieses Experiment einlässt, wird sich deine Angst vielleicht eines Tages in Luft auslösen.

So jetzt ist es aber auch genug mit der Theorie und meinen ausgiebigen Selbsterfahrungsberichterzählungen. Ich hoffe, sie bringen dich weiter. Jetzt ist es an der Zeit dich selber auszuprobieren, dein Innerstes zu entdecken, deine Ängste zu entlarven. Trau dich!

Dies ist ein Gastbeitrag von:

Stephanie Wittenberg sagt JA zum Liebeskummer. Hört sich komisch an, ist aber so. Auf ihrem Blog LIEBESKUMMER AND SO WHAT?! dreht sich alles um das Phänomen Herzschmerz.Gerne plaudert sie dabei auch über ihre eigenen OH-MEIN-GOTT-WAS-TUE-ICH-DA-EIGENTLICH-GERADE-SPÄTER-WERDE-ICH-NUR-DEN-KOPF-DARÜBER-SCHÜTTELN-ODER-MICH-DRÜBER-TOT-LACHEN-LIEBESKUMMER-ERFAHRUNGEN. Dabei hat sie den ein oder anderen Liebeskummer-Rauslass-Tipp parat, wie z.B. den kostenlosen 10 Tage-Liebeskummer-Meditationskurs. Und wenn sich bei der Bloggerin mal nichts ums Herz dreht, dann finden wir sie auf Abenteurreisen oder ganz einfach im Bett – denn ohne Ausschlafen läuft nichts bei ihr.

Foto: © dedivan1923

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Hältst du Händchen mit deiner Sehnsucht?

Ja, Sehnsucht. Ein Gefühl, das dich an einen emotionalen Ort transportieren kann, an dem du dich jenseits der Realität fühlst. Aber leider auch ein Gefühl, das dich dazu bringen kann, dich aufzugeben und dir selbst nicht mehr treu zu sein.

Ich möchte dir heute ein bisschen davon erzählen, was gerade in mir vorgeht. Wenn du die Vorgeschichte dazu wissen möchtest, dann lies erst meinen Artikel der vergangenen Woche.

Wie ich durch meine Sehnsucht meinen eigenen Liebeskummer erzeugt habe 

Ich werde jeden Tag mit dem Thema Liebeskummer konfrontiert. Normalerweise durch meine Klientinnen, aber derzeit bin ich selbst so nahe am Thema wie ich es lieber nicht wäre. Aber weil ich genau weiß wie ich mit Liebeskummer umgehen muss, und was gut tut, kann ich anders über meine persönliche Situation reflektieren.

Als ich den Mann, zu dem ich keinen Kontakt mehr habe, kennengelernt habe, hätte ich besser auf meine Intuition hören sollen. Und in den letzten Tagen haben sich meine Gedanken hauptsächlich um die Frage gedreht:

Warum habe ich nicht auf meine Intuition gehört und mich selbst in eine Situation manövriert, von der ich wusste, dass sie mir wehtun würde?

Und ich habe eine Antwort gefunden.

Ich habe Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten.

Ich kann gut alleine sein, sogar sehr gut. Derzeit verbringe ich zwei Monate alleine in Zell am See und schreibe mein Buch. Es gibt hier keine Community oder Meetups, sodass ich eigentlich isoliert bin und den ganzen Tag mit mir alleine bin (abgesehen von Skype-Gesprächen mit meiner Familie und Freunden). Und es macht mir nichts aus, denn ich bin glücklich und zufrieden mit mir selbst.

Und trotzdem trage auch ich in mir die Sehnsucht nach einem Partner, mit dem ich auf einer sehr tiefen Ebene verbunden bin. Am Ende ist es doch das, wonach wir uns alle sehnen. Und genau diese Sehnsucht hat mich dazu gebracht, mein Bauchgefühl zu ignorieren und einen Mann kennenzulernen, von dem ich von Anfang an wusste, dass er mir wehtun kann – zumindest dachte ich das.



Meine Erkenntnis ist aber eine andere

Durch viele Übungen und viel schreiben habe ich den wahren Grund herausgefunden, warum ich so verletzt bin und an Liebeskummer leide. Und es ist ein rein selbst kreierter Schmerz, denn das was mir wehtut, ist nicht, dass es nicht funktioniert hat mit uns beiden oder die Auseinandersetzungen, die wir hatten oder die Ablehnung, die ich von ihm erfahren habe.

Es ist die Erkenntnis, dass ich mich selbst betrogen habe.

Ja, ich habe mich und meine eigenen Werte selbst betrogen. Ich habe meine eigenen Grenzen so weit nach unten gesetzt, damit dieser Mann in meine Vorstellungen passt.

Wie konnte das passieren?

Auch auf diese Frage habe ich eine ganz klare Antwort:

  • Ich habe nicht auf meine Intuition gehört und mich auf ihn eingelassen.
  • Ich habe angefangen mit ihm zu schlafen, was bei den meisten Frauen zur Folge hat, dass sie Oxytocin (ein Bindungshormon) produzieren, das dich – wenn du dich emotional nicht distanzieren kannst – früher oder später verliebt macht.
  • Wir haben den gleichen Humor, unfassbar viel zusammen gelacht und sind gemeinsam verreist und haben dadurch gemeinsame Erinnerungen (die immer verbinden) erschaffen.
  • Ich habe meine Grenzen so weit nach unten gesetzt, dass ich (für eine Zeit) den Mann in ihm sehen konnte, den ich mir an meiner Seite wünsche.

Das hat solange funktioniert bis wir an einem Punkt angekommen sind, an dem ich morgens im Bad vor dem Spiegel stand und mich gefragt habe:

Was machst du hier überhaupt? Wer bist du, Simone?!

Dieser Schlüsselmoment hat so sehr geschmerzt, denn es war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich mich selbst betrogen habe. Ich war mir nicht treu, nicht die Frau, die ich eigentlich bin.

Und der einzige Grund dafür war, dass ich Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten habe.

Ich bin befinde mich im Prozess des Verzeihens

Muss ich ihm verzeihen? Nein, denn er hat mich nicht verletzt. Ja, wir hatten Auseinandersetzungen, aber er hat mich immer mit Respekt behandelt und niemals die Intention gehabt mich zu verletzten. Selbst als ihm gesagt habe, dass ich keinen Kontakt mehr möchte (ja, er hat sich nach seinem Verschwinden nochmal per WhatsApp gemeldet) hat er zwar gesagt, dass er traurig darüber ist, meine Entscheidung aber akzeptiert und sich seitdem auch daran gehalten.

Er ist ein guter Mensch, aber kein Mann, der zu mir passt.

Dem Menschen, dem ich verzeihen muss, bin ich selbst. Die Tatsache, dass ich mich selbst betrogen habe, schmerzt. Aber ich bin auf einem guten Weg mir dafür zu vergeben.

Verzeihen ist nicht mehr als die Akzeptanz, dass du die Vergangenheit nicht verändern kannst.  

Das Wichtigste an dieser Erfahrung ist, dass ich daraus lerne, denn sie birgt, wie alle unsere Lebenserfahrungen, eine wichtige Lernaufgabe in sich.

Was möchte ich dir also aus meiner Erfahrung mitgeben?  

  • Höre auf deine Intuition. Sie ist ein Geschenk und dient als Schutzmechanismus vor Verletzungen.
  • Sei dir treu! Setze deine Grenzen niemals für jemanden herab, nur um den einen Menschen in deine Vorstellung deines perfekten Partners zu drücken.
  • Löse dich von deiner Sehnsucht und lass dich nicht von ihr steuern. Wenn du dich in so einer Situation befindest, dann frage dich (früher als ich!) warum du überhaupt mit diesem Menschen zusammen sein möchtest. Und sei ehrlich zu dir selbst, auch wenn es schwer ist.
  • Übe dich in Selbstliebe. Mein Verhalten der vergangenen Monate und die „Beziehung“, die wir gelebt haben, war weit entfernt von Selbstliebe, denn ich habe Dinge akzeptiert, die einfach nicht gut für mich waren.
  • Sei dankbar für alles was dir im Leben passiert.

Zu dir selbst zu stehen, ist nicht immer einfach, vor allem wenn so viele Emotionen involviert sind. Trotzdem bin ich unglaublich dankbar, dass mir genau das passiert ist, denn diese Erfahrung hat mir den Spiegel vorgehalten und mir gezeigt wie wichtig es ist, mir selbst treu zu sein. Und so etwas wird mir nicht mehr passieren!

Ich sehe diese Erfahrung als Chance, um zu wachsen und mich weiterzuentwickeln und damit meinem tatsächlich passenden Partner einen Schritt näher zu kommen.

Also, sei mutig! Sei wer du bist! Liebe dich selbst und lass niemals jemanden deine Grenzen überschreiten, nur weil du Sehnsucht nach etwas hast, das bereits auf dem Weg zu dir ist. Wenn du meine Unterstützung brauchst, lass es mich wissen.

Sei geduldig, alles im Leben hat einen Sinn <3

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Foto: © piotr_marcinski

Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Wie eine gesunde Sexualität dir hilft dein Selbstbewusstsein zu stärken

Ich habe mich ganz bewusst für das Wort Sexualität und nicht Sexleben entschieden, denn eine gesunde Sexualität kannst du auch dann leben, wenn du (gerade) kein Sexleben hast, sprich: Wenn du keine sexuellen Aktivitäten mit einem anderen Menschen teilst. Und das ist eine gute Nachricht, denn du kannst ganz alleine an deinem Selbstbewusstsein arbeiten!

Was heißt Selbstbewusstsein eigentlich?

Wenn wir uns das Wort genauer anschauen, heißt Selbstbewusstsein nichts anderes als sich selbst bewusst zu sein. Durch bewusstes Hinterfragen deiner Gedanken und Zuhören, was in dir vorgeht und was deine Bedürfnisse sind, erlangst du genau das. Und durch mehr Selbstbewusstsein erlangst du automatisch mehr Selbstvertrauen, denn du weißt ganz genau was du möchtest und was nicht.

Selbstbewusstsein kannst du auf verschiedenen Ebenen haben oder eben nicht. Heute möchte ich mit dir über dein Selbstvertrauen, das du durch deine gelebte Sexualität erlangen kannst. 

Wie kann dir also eine gesunde Sexualität helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken?

Eine gesunde Sexualität ist nicht nur wichtig und gut für deinen Körper und Geist, sondern auch für dein Selbstbewusstsein gut!



Lass mich folgendes Bild zeichnen: Du gehst aus und wirst von dem Mann/ der Frau angesprochen, der/die genau dein Typ ist. Er/sie flirtet mit dir, alles läuft wie geplant und eigentlich würdest du dich gerne auf mehr einlassen.

Szenario #1

Du hast dich nie wirklich aktiv um deine Sexualität gekümmert, ab und an mal einen One Night Stand, eine Affäre oder eine Beziehung gehabt. Du masturbierst zwar manchmal, aber dein Ziel besteht ausschließlich darin zum Orgasmus zu kommen und nicht deinen Körper zu erkunden.

Szenario #2

Du beschäftigst dich mit deiner Sexualität, setzt dich damit auseinander was deine Bedürfnisse sind, kennst deinen Körper sehr genau, weißt genau was dir gefällt, was du brauchst und was dich erregt.

Was glaubst du, in welcher Situation wird es dir leichter fallen dich auf dein Gegenüber einzulassen und in welcher du dich eher fallen lassen kannst?

Wenn du deine sexuellen Bedürfnisse kennst, kannst du nicht nur mir mehr Selbstvertrauen in Situationen wie diese gehen, sondern du kannst sie bedeutend mehr genießen und außerdem klar kommunizieren was dir gefällt und was nicht – und das finden übrigens vor allem die meisten Männer sehr attraktiv!

Es gibt diverse Studien darüber, dass deine Libido (also dein sexuelles Verlangen) nachlässt, je weniger du dich darum kümmerst. Darum können manche auch abstinent leben – nach einer gewissen Zeit verspüren sie einfach kein Verlangen mehr nach Sex. Soweit solltest du es gar nicht kommen lassen, denn wir Menschen (zumindest ist das meine persönliche Überzeugung) sind nicht dafür gemacht ohne Sex zu leben.

Wie kannst du nun eine gesunde Sexualität leben?

Das kommt auf deinen Typ an und das kannst nur du ganz alleine entscheiden, was dir gut tut und was nicht.

Du kannst dir zum einen eine Affäre oder einen Freund „mit Benefits“ suchen, mit dem du deine Sexualität erkundest und auslebst. Wenn du gerade in einer Trennung steckst oder sehr genau von dir selbst weißt, dass du sehr anhänglich bist und relativ schnell eine emotionale Bindung aufbaust, dann würde ich dir davon abraten. Ich würde dir auch davon abraten, wenn du eine Frau bist, die sich nicht nur mit dem sexuellen Akt „zufrieden geben“ kann, sondern eine tiefe emotionale Bindung braucht, um den Sex auch genießen zu können.

Was ich dir auf jeden Fall ans Herz legen würde und wodurch du dich so gut kennenlernest wie mit niemand anders, ist Masturbation. Befriedige dich regelmäßig selbst, probiere unterschiedliche Positionen und Orte aus und nimm dir auf jeden Fall auch das ein oder andere Spielzeug zur Hand :)

Die Sache mit dem Orgasmus…

Ich spreche mit vielen Frauen – nicht nur aufgrund meines Berufs, auch privat – über das Thema Sex und ich bin immer wieder erstaunt wie viele Frauen ihrem Partner einen Orgasmus vorspielen und nicht mal mit Selbstbefriedigung in den Genuss dieses Hochgefühls kommen. Dabei ist ein Orgasmus nicht nur ein wundervolles Gefühl, sondern erfüllt auch andere Funktionen, die bedeutsam sind für unsere Gesundheit und er hilft dir dein Selbstbewusstsein zu stärken!

Wenn du Schwierigkeiten hast zum Orgasmus zu kommen, egal ob „nur“ beim Sex oder auch wenn du dich selbst befriedigst, dann kann ich dir das Programm von meiner lieben Kollegin Claudia Huber ans Herz legen. Sie ist Sex Coach und hat dir ihr ganzes Wissen sowie wirkungsvolle Übungen zusammengestellt, sodass du Schritt für Schritt verstehen kannst was in deinem Körper vorgeht und wie du zu diesem Gefühl kommst.

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Foto: © ligorosi

Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Es gibt genau zwei unfassbar mächtige Emotionen, die dein Leben massiv beeinflussen können: Liebe und Angst. Aber was, wenn du Angst vor der Liebe hast? Gerade wenn du in einer schmerzhaften Trennung steckst oder vielleicht schon über sie hinweg, aber trotzdem Single bist, ist die Angst vor der Liebe kein seltenes Phänomen, die wir oft mit den Worten „Ich bin beziehungsunfähig“ verschleiern.

Dabei geht es hauptsächlich um die Angst davor zu lieben, verlassen zu werden und vor allem verletzt zu werden. Die zentrale Frage, die wir uns zunächst stellen müssen, lautet: Warum haben wir eigentlich Angst? 

Angst hat eine Aufgabe

Stell dir einfach mal vor du läufst nachts alleine durch eine dunkle Gasse und merkst plötzlich, dass dir jemand folgt. Das erste was du empfindest, ist Angst – Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik – und genau die brauchst du, denn sie ist ein Urinstinkt, der dir hilft dich zu schützen. Dein Gehirn empfängt Informationen, die dich zu einer lebensrettenden oder zumindest für die Situation notwendigen Aktion animieren. Angst ist also nichts anderes als ein Schutzmechanismus.

Wenn es um Beziehungen geht, spürst du die Angst meist nicht körperlich, sondern subtiler, aber auch hier möchte sie dich schützen: Und zwar davor, verletzt zu werden. Das wiederum ist allerdings sehr hinderlich und nimmt dir gleichzeitig die Chance auf Liebe und eine wundervolle Beziehung.

Generell gibt es zwei grundlegende Ängste, die dich dazu bringen zu glauben, dass du beziehungsunfähig bist und die dich von einer glücklichen Beziehung abhalten, wenn du nicht daran arbeitest.



#1 Die Angst davor verlassen zu werden

Dass die Beziehung auf längere Sicht nicht funktioniert und du vielleicht verlassen wirst, kannst du nicht ausschließen. Niemand kann das, und selbst Ehen nach über 30 Jahren und länger werden häufig noch geschieden.

Ganz besonders schlimm kommt diese Angst zum Vorschein, wenn du verlassen wurdest und/oder wenn du schon scheinbar ewig eine/n Partner/in suchst und dann endlich jemanden kennengelernt hast, den/die du gerne „halten möchtest“. Schon alleine bei dem Gedanken daran, dass ihr ein Paar werden könntet und was das für Folgen haben könnte, wenn es nicht funktioniert, lässt die Angst in dir aufsteigen.

Wenn ich niemanden nahe an mich heranlasse, gebe ich niemandem die Chance mir weh zu tun.

Doch was passiert denn, wenn du es nicht probierst? Ja, du läufst zwar keine Gefahr, dass dir jemand weh tut. Aber du nimmst dir selbst und auch Menschen, die sich für dich interessieren, die Chance dich aufrichtig zu lieben.

So blöd und simpel wie es klingt: No risk, no fun! Dein Herz für jemanden zu öffnen wird niemals risikofrei sein, das weiß ich, und ich selbst musste lange daran arbeiten. Aber am Ende des Tages hast du mehr zu gewinnen als zu verlieren! Und wenn du tatsächlich wieder verletzt wirst, macht es dich wieder ein Stück weit stärker. Versuche die Situation immer von der positiven Perspektive zu betrachten, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist.

#2 Die Angst davor deine Freiheit und Individualität zu verlieren

Auf der anderen Seite, vor allem wenn du lange Single warst, hast du vielleicht Angst davor eingeengt zu werden. Davor, dass dir ein Partner dein Leben auf den Kopf stellt und du nicht mehr all das tun kannst, was du jetzt tust.

Ja, eine Partnerschaft bedeutet immer Kompromisse einzugehen, sie besteht immer aus Geben und Nehmen. Und wenn du dich an deine letzte (glückliche) Beziehung erinnerst, dann weißt du auch was dir wichtig ist und wo du dich einschränken kannst und möchtest, immerhin erwartest du das auch von deinem/r Partner/in.

Das heißt aber nicht, dass du dich für den anderen verbiegen solltest! Eine Beziehung bedeutet zwar immer Arbeit, allerdings nicht in einer Art und Weise, dass es dich anstrengten sollte, sondern so dass du gerne tust was du tust. Eine Partnerschaft sollte ‚leicht von der Hand gehen‘ und dich in keinem zu einem anderen Menschen machen als der, der du bist.

Wenn du nun schon bei den ersten Dates merkst, dass es nicht passt, dann kann ich dir nur raten, dass du dich auf deine Intuition verlässt und ehrlich genug bist, um es zu beenden bevor dein Herz (und das des/der anderen) noch mehr drinsteckt.

Solltest du allerdings merken, dass eigentlich alles passt, du aber innerlich einen Schritt zurückgehst, weil du Angst hast, dann solltest du versuchen sie zu überwinden.

Was kannst du tun, um diese Ängste in den Griff zu bekommen?

Zunächst musst du die bewusste Entscheidung treffen, dass du eine glückliche Beziehung möchtest und auch dass du dazu bereit bist dich zu öffnen. Du solltest dich auf dein Herz verlassen (wie eigentlich immer!) und in dich hineinhören, ob du bereit dazu bist. Und wenn ja, ob dich noch etwas anderes als deine Angst davon abhält.

Im zweiten Schritt rate ich dir dazu deine Angst zu hinterfragen, wann immer sie auftaucht und sie „unter Kontrolle zu bringen“. Setz dich dazu am besten mit einem Zettel und Stift und stelle dir folgende Fragen:

  • Vor was genau habe ich Angst?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Angst wahr wird?
  • In welcher Relation stehen das, was ich bekommen könnte (z.B. bedingungslose Liebe eines wertvollen Menschen) und das passieren könnte?

Sei ehrlich mit dir selbst! Wenn du wegschaust und nicht bereit dazu bist dich deinen Ängsten zu stellen, wirst du immer und immer wieder in die gleichen Situationen geraten, denn die gleichen Handlungen werden immer die gleichen Ergebnisse nach sich ziehen – so wie in allen Lebenssituationen. Nur wenn du herausfindest, was du möchtest und dazu bereit bist, dich deinen Ängsten zu stellen und das Risiko verletzt zu werden einzugehen, kannst du wieder eine glückliche Beziehung führen. Wenn du Bindungsangst verstehen und auflösen möchtest, dann kann ich dir diesen Artikel ans Herz legen.

Vergiss nicht: Auf der anderen Seite der Angst erwartet dich das, was du dir immer gewünscht hast! Das gilt nicht nur für die Liebe.

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Foto: © alphaspirit