Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Beziehungsunfähig: Hast du Angst vor der Liebe?

Es gibt genau zwei unfassbar mächtige Emotionen, die dein Leben massiv beeinflussen können: Liebe und Angst. Aber was, wenn du Angst vor der Liebe hast? Gerade wenn du in einer schmerzhaften Trennung steckst oder vielleicht schon über sie hinweg, aber trotzdem Single bist, ist die Angst vor der Liebe kein seltenes Phänomen, die wir oft mit den Worten „Ich bin beziehungsunfähig“ verschleiern.

Dabei geht es hauptsächlich um die Angst davor zu lieben, verlassen zu werden und vor allem verletzt zu werden. Die zentrale Frage, die wir uns zunächst stellen müssen, lautet: Warum haben wir eigentlich Angst? 

Angst hat eine Aufgabe

Stell dir einfach mal vor du läufst nachts alleine durch eine dunkle Gasse und merkst plötzlich, dass dir jemand folgt. Das erste was du empfindest, ist Angst – Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik – und genau die brauchst du, denn sie ist ein Urinstinkt, der dir hilft dich zu schützen. Dein Gehirn empfängt Informationen, die dich zu einer lebensrettenden oder zumindest für die Situation notwendigen Aktion animieren. Angst ist also nichts anderes als ein Schutzmechanismus.

Wenn es um Beziehungen geht, spürst du die Angst meist nicht körperlich, sondern subtiler, aber auch hier möchte sie dich schützen: Und zwar davor, verletzt zu werden. Das wiederum ist allerdings sehr hinderlich und nimmt dir gleichzeitig die Chance auf Liebe und eine wundervolle Beziehung.

Generell gibt es zwei grundlegende Ängste, die dich dazu bringen zu glauben, dass du beziehungsunfähig bist und die dich von einer glücklichen Beziehung abhalten, wenn du nicht daran arbeitest.



#1 Die Angst davor verlassen zu werden

Dass die Beziehung auf längere Sicht nicht funktioniert und du vielleicht verlassen wirst, kannst du nicht ausschließen. Niemand kann das, und selbst Ehen nach über 30 Jahren und länger werden häufig noch geschieden.

Ganz besonders schlimm kommt diese Angst zum Vorschein, wenn du verlassen wurdest und/oder wenn du schon scheinbar ewig eine/n Partner/in suchst und dann endlich jemanden kennengelernt hast, den/die du gerne „halten möchtest“. Schon alleine bei dem Gedanken daran, dass ihr ein Paar werden könntet und was das für Folgen haben könnte, wenn es nicht funktioniert, lässt die Angst in dir aufsteigen.

Wenn ich niemanden nahe an mich heranlasse, gebe ich niemandem die Chance mir weh zu tun.

Doch was passiert denn, wenn du es nicht probierst? Ja, du läufst zwar keine Gefahr, dass dir jemand weh tut. Aber du nimmst dir selbst und auch Menschen, die sich für dich interessieren, die Chance dich aufrichtig zu lieben.

So blöd und simpel wie es klingt: No risk, no fun! Dein Herz für jemanden zu öffnen wird niemals risikofrei sein, das weiß ich, und ich selbst musste lange daran arbeiten. Aber am Ende des Tages hast du mehr zu gewinnen als zu verlieren! Und wenn du tatsächlich wieder verletzt wirst, macht es dich wieder ein Stück weit stärker. Versuche die Situation immer von der positiven Perspektive zu betrachten, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist.

#2 Die Angst davor deine Freiheit und Individualität zu verlieren

Auf der anderen Seite, vor allem wenn du lange Single warst, hast du vielleicht Angst davor eingeengt zu werden. Davor, dass dir ein Partner dein Leben auf den Kopf stellt und du nicht mehr all das tun kannst, was du jetzt tust.

Ja, eine Partnerschaft bedeutet immer Kompromisse einzugehen, sie besteht immer aus Geben und Nehmen. Und wenn du dich an deine letzte (glückliche) Beziehung erinnerst, dann weißt du auch was dir wichtig ist und wo du dich einschränken kannst und möchtest, immerhin erwartest du das auch von deinem/r Partner/in.

Das heißt aber nicht, dass du dich für den anderen verbiegen solltest! Eine Beziehung bedeutet zwar immer Arbeit, allerdings nicht in einer Art und Weise, dass es dich anstrengten sollte, sondern so dass du gerne tust was du tust. Eine Partnerschaft sollte ‚leicht von der Hand gehen‘ und dich in keinem zu einem anderen Menschen machen als der, der du bist.

Wenn du nun schon bei den ersten Dates merkst, dass es nicht passt, dann kann ich dir nur raten, dass du dich auf deine Intuition verlässt und ehrlich genug bist, um es zu beenden bevor dein Herz (und das des/der anderen) noch mehr drinsteckt.

Solltest du allerdings merken, dass eigentlich alles passt, du aber innerlich einen Schritt zurückgehst, weil du Angst hast, dann solltest du versuchen sie zu überwinden.

Was kannst du tun, um diese Ängste in den Griff zu bekommen?

Zunächst musst du die bewusste Entscheidung treffen, dass du eine glückliche Beziehung möchtest und auch dass du dazu bereit bist dich zu öffnen. Du solltest dich auf dein Herz verlassen (wie eigentlich immer!) und in dich hineinhören, ob du bereit dazu bist. Und wenn ja, ob dich noch etwas anderes als deine Angst davon abhält.

Im zweiten Schritt rate ich dir dazu deine Angst zu hinterfragen, wann immer sie auftaucht und sie „unter Kontrolle zu bringen“. Setz dich dazu am besten mit einem Zettel und Stift und stelle dir folgende Fragen:

  • Vor was genau habe ich Angst?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Angst wahr wird?
  • In welcher Relation stehen das, was ich bekommen könnte (z.B. bedingungslose Liebe eines wertvollen Menschen) und das passieren könnte?

Sei ehrlich mit dir selbst! Wenn du wegschaust und nicht bereit dazu bist dich deinen Ängsten zu stellen, wirst du immer und immer wieder in die gleichen Situationen geraten, denn die gleichen Handlungen werden immer die gleichen Ergebnisse nach sich ziehen – so wie in allen Lebenssituationen. Nur wenn du herausfindest, was du möchtest und dazu bereit bist, dich deinen Ängsten zu stellen und das Risiko verletzt zu werden einzugehen, kannst du wieder eine glückliche Beziehung führen. Wenn du Bindungsangst verstehen und auflösen möchtest, dann kann ich dir dieses Programm ans Herz legen. Außerdem kannst du in diesem Artikel noch mehr dazu lesen.

Vergiss nicht: Auf der anderen Seite der Angst erwartet dich das, was du dir immer gewünscht hast! Das gilt nicht nur für die Liebe.

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Ist dein Ex ein Narzisst? So kommst du von ihm los!

Ist dein Ex ein Narzisst? So kommst du von ihm los!

Wer sich von einem Narzissten trennen muss, hat keine leichte Aufgabe vor sich, vor allem, weil er es zu verhindern versuchen wird, wenn die Intention nicht von ihm ausgeht und kein neues Opfer in Sicht ist. Der Liebeskummer, der dich ereilt, dauert in der Regel länger als „herkömmlicher“ Liebeskummer (obwohl es den nicht gibt, aber du weißt was ich meine), denn ein Narzisst wird dich nicht einfach gehen lassen.

Im Folgenden möchte ich darauf eingehen, was ein Narzisst eigentlich ist, welche Anzeichen darauf hindeuten, dass du an einen geraten bist und Wege zeigen wie du von ihm loskommst (es handelt sich um ein sehr komplexes Thema, das ich nicht in einem Artikel abhandeln kann, aber am Ende findest du ein paar Links zu weiterführenden lesenswerten Beiträgen).

Was ist ein Narzisst?

Ein Narzisst ist ein überaus ich-bezogener Mensch ohne Empathie, der stets auf sein eigenes Wohl bedacht ist und nach Bewunderung strebt, die er u.a. von seiner/m Partner/in abverlangt. In vielen Fällen ist dieses Verlangen so groß, dass der Partner eines Narzissten an einen Punkt gerät, an dem er ausgelaugt und teils depressiv ist, sich bewusst wird, dass ihm die Beziehung nicht gut tut, allerdings aufgrund des manipulativen Wesens des Narzissten einfach nicht von ihm loskommt. Narzissten lieben, um geliebt zu werden und nicht, um eine tiefen und liebevolle Beziehung zu leben.



Woran erkennst du einen Narzisst?

Er ist überaus charmant und charismatisch

Eigenschaften, die eigentlich als sehr positiv gelten, werden vom Narzisst instrumentalisiert und so manipulativ eingesetzt, sodass das Gegenüber es oftmals nicht merkt. Er kann Aussagen machen, die äußerst wohlwollend klingen, aber nicht so gemeint sind, sondern nur gemacht werden, um genau diesen charmanten Eindruck zu vermitteln.

Er hat kein Empathievermögen

Ein Narzisst kann sich überhaupt nicht in andere hineinversetzen. Das Einzige was zählt sind seine Befindlichkeiten. Daher bereuen sie auch niemals, wenn sie fremdgegangen sind und würden es jederzeit wieder tun.

Er wertet andere Menschen ab, um sein eigenes Ego aufzuwerten

Narzissten haben ein extrem geringes bis überhaupt kein Selbstwertgefühl. Sie lehnen sich selbst innerlich ab, während sie sich nach außen übertrieben selbstverliebt darstellen. Daher ist es eine besonders markante Eigenschaft, dass er seine Mitmenschen abwertet, um seinen Selbstwert zu steigern und das seines Gegenübers zu schwächen. Das wiederum gibt ihm Macht und Kontrolle über die Situation, und die braucht er zum Leben.

Er kontrolliert dich

Wenig oder gar keine Kontrolle zu besitzen, gibt es für einen Narzissten nicht. Er braucht die Kontrolle, um seine eigenen Unsicherheiten zu vertuschen und die Risiken für jegliche Gefahr zu minimieren.

Er nimmt und erwartet, dass du gibst

Durch seine Ich-Bezogenheit ist es ihm am wichtigsten, was er aus einer Situation das Beste bekommen kann. Sein mangelndes Empathievermögen lässt nicht einmal den Gedanken aufblitzen, ob sein Partner ebenfalls Bedürfnisse hat.

Er ist eifersüchtig und neidisch

Ein Narzisst muss im Mittelpunkt stehen! Jeder, der ihn in irgendeiner Art und Weise kritisiert, überschattet oder seiner Beliebtheit zu nahe tritt, ist ihm ein Dorn im Auge. Er wird permanent versuchen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und sich erneut in den Mittelpunkt zu rücken.

Er braucht permanente Bestätigung von anderen

Sein extremer Mangel an Selbstwert und Selbstliebe versucht er durch seine Umwelt zu kompensieren. Menschen, die ihm zugewandt sind, spielen eine große Rolle in seinem Leben. Je mehr er von einem Menschen bewundert wird, desto bedeutsamer wird seine Rolle im Leben des Narzissten. Von seinem Partner erwartet er bedingungslose Bewunderung!

Erhöhte und leichte Kränkbarkeit

Einen narzisstischen Menschen kannst du sehr einfach kränken, da sein Selbstbild absolut deplatziert ist. Sein eigenes Bild ist meist übersteigert positiv, er findet sich selbst überaus hervorragend und besonders. Dieses aufgrund von Unsicherheit erbaute Selbstbild gerät leicht ins Wanken, wenn du Dinge sagst oder tust, die diesem Bild nicht entsprechen. Eine typische Reaktion ist die verbale Offensive seitens des Narzissten.

Er nutzt Schwächen anderer für seinen eigenen Vorteil

Narzissten sind Meister darin andere Menschen zu instrumentalisieren, um das zu bekommen, was sie möchten. Sie kennen keine Grenzen und machen auch keinen Halt davor die Schwächen ihres Partners auszunutzen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Er ist der wichtigste Hauptdarsteller in seinem Leben

Natürlich sollte jeder von uns der wichtigste Mensch in seinem eigenen Leben sein, allerdings nicht ungeachtet anderer Menschen. Für einen Narzissten gibt es nur einen wichtigen Menschen in seinem Leben: ihn selbst.

Was kannst du tun, wenn dein Partner bzw. Ex Narzisst ist und du einfach nicht von ihm/ihr loskommst? 

Sei ehrlich zu dir selbst und erkenne die Situation! 

Wenn wir einen Menschen lieben, neigen wir häufig dazu die Beziehung und die Situation nicht als das zu erkennen was sie ist – nämlich destruktiv und auslaugend. Wir sehen über Vieles hinweg und wollen es nicht wahrhaben. Aber genau das kann dir mit einem Narzissten zum Verhängnis werden. Nimm die Warnsignale wahr und schau ganz genau hin – und: Sei ehrlich zu dir selbst und überlege dir, ob du tatsächlich so eine Beziehung führen möchtest! Dein Herz wird es dir danken! 

Lerne und praktiziere Selbstliebe! 

Eine typische Eigenschaft eines Narzissten ist es, seine/n Partner/in immer wieder nieder zu machen, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken und sich gut zu fühlen. Wie es dir dabei geht, spielt keine Rolle. Wenn du Selbstliebe lernst und praktizierst, kann du dem weitgehend vorbeugen und deine Anfälligkeit vermindern bzw. wenn du schon in der Trennung steckst, deinen Selbstwert steigern und dich somit selbst am besten in dieser Situation unterstützen. 

Gib dein eigenes Leben nicht auf! 

Wenn du an einen Narzissten geraten bist und dich (noch) nicht trennen und von ihm lösen kannst, dann beginne jetzt damit dein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Baue deinen Freundeskreis wieder auf, suche regelmäßigen Kontakt zu deiner Familie. Mach etwas für dich selbst, um eine Trennung „einfacher“ zu überstehen. 

Zieh die Reißleine und hol dir Hilfe dazu! 

Sich von einem Narzissten trennen zu wollen, ist eine sehr schwierige Herausforderung, denn er wird es nicht akzeptieren, dass jemand anders eine Entscheidung trifft und er nicht recht hat. Mit manipulativen Taktiken wird er versuchen dich so lange zu halten bis er ein neues Opfer gefunden hat. Und dann lässt er dich fallen und links liegen als hättest du niemals existiert.

Wenn du gerade in einer Trennung mit einem Narzissten steckst oder vor hast diese Entscheidung zu treffen und dein eigenes Leben zu leben und endlich wieder glücklich zu werden, dann rate ich dir von Herzen dazu, dir Hilfe zu holen!

Es ist nicht deine Schuld, du musst dich für nichts schämen! Das Einzige was du tun solltest, ist dir selbst gut zu tun, dich selbst zu lieben und dir Unterstützung von außen zu holen!

Wenn du meine persönliche Unterstützung möchtest, dann schau dich bei meinen Coaching Paketen um! Ich habe ein offenes Ohr, einen objektiven Blickwinkel und helfe dir dabei deine Selbstliebe zu leben, deinen Selbstwert aufzubauen und ein neues Lebenskonzept zu entwickeln! Zusammen schaffen wir das! <3 

Sehr gute, lesenswerte und detaillierte Artikel zu diesem sehr komplexen Thema findest du hier, hier und hier. 

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Plötzlich wieder alleine: Was tun, wenn dein Partner einfach verschwindet?

Plötzlich wieder alleine: Was tun, wenn dein Partner einfach verschwindet?

Es scheint ein Phänomen unserer modernen Zeit zu sein: Immer öfter höre ich, dass nicht nur Tinder Dates über Nacht einfach verschwinden, sondern auch der eigene Partner.

„Ich geh nur schnell tanken und bei meinem Kumpel vorbei, bin gleich wieder da!“ – und das war das letzte Lebenszeichen. Anrufe, WhatsApps, SMS, Emails und alle andere Kontaktversuche bleiben unbeantwortet.

Ghosting nennt man dieses Phänomen, bei dem der Verlassene von heute auf morgen plötzlich wieder alleine ist und dessen Kontaktversuche so lange ignoriert werden, bis er schließlich aufgibt. Das Schlimmste daran sind die Ungewissheit, die Unsicherheit, die Fragen nach dem Warum und die unaufgelöste Situation, die Betroffene schier in den Wahnsinn treibt.

In diesem Artikel möchte ich versuchen, dir näherzubringen warum Menschen so handeln, was du tun kannst, wenn dir das passiert ist und wie du nicht derjenige wirst, der einfach verschwindet.

Warum verschwinden Menschen ohne Vorwarnung?

Eines möchte ich dir vorab sagen: Wenn dein Partner ohne Ankündigung gegangen ist und sich nicht mehr meldet, dann liegt das Problem bei ihm, nicht bei dir. Ja, du bist diejenige, die sich mit der Situation auseinandersetzen und mit ihr abfinden muss, und dass das nicht leicht ist, weiß ich. Aber es ist nicht deine Schuld.

Was treibt Menschen, sogenannte Ghosts, also nun dazu einfach abzuhauen? Die Antwort ist einfach: Feigheit, Schwäche, Überforderung und emotionale Taubheit.  

Jemandem zu sagen, dass wir die Beziehung, die Affäre, die Liaison oder was auch immer, nicht mehr möchten, erfordert Rückgrat und einen starken Charakter. Wir müssen uns bewusst in eine unangenehme Situation begeben und zu dem stehen, was wir fühlen.



Ghosts sind zu feige, sie fühlen sich überfordert und hoffen, dass ihr für sie einfacher Weg die Botschaft vermittelt, die so dringend ausgesprochen werden müsste:

  • Ich liebe dich nicht mehr.
  • Ich möchte die Trennung.
  • Ich habe eine Neue.
  • Wir haben uns auseinander gelebt.

Und ja, der Anblick eines Menschen, den wir verletzen, tut weh. So ist das, wenn wir uns dafür entscheiden einen Teil unseres Leben mit einem Menschen gemeinsam zu verbringen. Doch anstatt auch die schlechten Zeiten gemeinsam zu überstehen und ehrlich zu sein, nehmen sich Ghosts das Recht heraus, nur die schönen zu genießen.

Nochmals: Es ist nicht deine Schuld.

Du kannst nichts für den schwachen Charakter dieses Menschen. Du kannst nichts dafür, dass er zu feige ist ehrlich zu sein. Und du kannst auch nichts dafür, dass er ein emotionaler Krüppel ist, der nicht in der Lage ist, seine Emotionen in irgendeiner Art zu kommunizieren.

Was kannst du tun, wenn dein Partner einfach gegangen ist?

Die Situation ist beinahe unerträglich: Die allgegenwärtige Frage nach dem Warum, die Hoffnung, dass er zurückkommt und das schmerzhafte Gefühl, dass er dich einfach hat sitzen lassen nagen solange an deinem Nervenkostüm bis du beinahe verrückt wirst.

Glaube mir, wenn ich könnte, dann würde ich dir hier sofort ein Patentrezept geben wie du ganz locker aus der Situation wieder rauskommst. Das kann ich aber leider nicht. Aber was ich dir sagen kann:

Alles was uns in unserem Leben passiert, und ganz besonders das Schmerzhafte, birgt eine Lernaufgabe. Es gibt etwas in deinem Leben, um das du dich kümmern musst. Eine emotionale Wunde, etwas aus deiner Vergangenheit, das weitaus tiefgreifender ist. Deine Aufgabe besteht darin, herauszufinden was das ist und dieses Gefühl aufzulösen.

Um ruhiger zu werden und das Gedankenkarussell abzustellen, bleibt dir letztlich nur eines: Akzeptanz.

Wenn du es schaffst zu akzeptieren was passiert ist und die Situation so anzunehmen wie sie ist, wird es dir weitaus leichter fallen damit umzugehen. Du kannst sie nicht verändern, du kannst die Zeit nicht zurückdrehen und du kannst ihn auch nicht „zurückzaubern“. Das Einzige, das du tun kannst, ist dich zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu entscheiden:

  1. Du verschwendest deine Zeit mit dem permanenten Analysieren der Situation und der Suche nach der Antwort auf das Warum (die du leider nie bekommen wirst).
  2. Du kontrollierst deine Gedanken und findest einen Weg, die Situation als das anzunehmen was sie ist: Eine schmerzhafte Lernaufgabe des Leben, die dich wachsen lässt und dich voranbringt (hier musst du mir vertrauen, denn das erkennst du leider immer erst Monate oder Jahre später).

Ist das einfach? Überhaupt nicht, denn es erfordert Disziplin und den Willen etwas verändern zu wollen und das weiß ich. Ist es machbar? Ja, definitiv.

 

Wie kannst du vermeiden, dass du selbst einfach verschwindest?

Die Überschrift klingt im ersten Moment etwas seltsam, als wäre sich einfach nicht mehr melden etwas, das wir nicht kontrollieren können. So meine ich es nicht:

Überleg dir mal wie oft du beim Online Dating mit jemandem geschrieben hast und dich einfach (warum auch immer) nicht mehr gemeldet hast. Ich rede hier nicht von ein, zwei Sätzen, sondern davon, dass du über mehrere Tage mit jemandem schreibst und dann abrupt aufhörst zu antworten.

Auch das ist Ghosting! Am einfachsten vermeidest du das, wenn du mit deinem Gegenüber genauso respektvoll umgehst, wie du es von anderen erwartest. Klar ist es einfacher nicht mehr zu antworten, so nach dem Motto „Wen kümmert’s, ist ja nur online“, du solltest aber nicht vergessen, dass du mit echten Menschen kommunizierst und nur der Weg virtuell ist.

Versetze dich dazu einfach mal in die Lage des Anderen und frage dich, ob er sich besser fühlt, wenn du sowas schreibst wie: „Hey, tut mir leid, ich denke nicht, dass das passt mit uns. Ich wollte dir nur Bescheid sagen und mich nicht einfach aus dem Staub machen. Ich wünsche dir alles Gute!“ oder wenn du einfach verschwindest und so tust als hättet ihr nie geschrieben. Dein Verhalten hat etwas mit dem Wertschätzen deines Gegenübers zu tun. Was wäre dir persönlich lieber?

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Bist du verliebt oder einfach einsam? Und warum du dir darüber im Klaren sein musst.

Bist du verliebt oder einfach einsam? Und warum du dir darüber im Klaren sein musst.

Bist du der Typ, der von Beziehung zu Beziehung springt? War das schon in deinen Teenagerzeiten so, dass du eigentlich nie alleine warst und immer binnen kürzester Zeit einen neuen Partner hattest?

Nun, vor meiner 10-jährigen Beziehung war ich das – ich konnte einfach nicht alleine sein und war eigentlich seit meinem 14. Lebensjahr (!) immer mit irgendeinem Typen am Anbändeln und natürlich: immer verliebt!

Heute ist es genau umgekehrt: Ich kann mir nicht mehr vorstellen keine Zeit für mich selbst zu haben und es schnürt mir ein wenig die Luft ab, wenn ich daran denke wie ich gelebt habe und wie ich mit mir selbst umgegangen bin! Würde ich heute in einer Partnerschaft leben, die mich einengen würde, wäre ich schneller wieder Single als du mit dem Finger schnipsen kannst.

Und trotzdem gibt es diese Menschen auch mit 30+ noch. Wahrscheinlich hat jeder von uns so jemanden in seinem Freundeskreis. Kaum geht die eine Beziehung in die Brüche, ist auch schon der nächste Partner am Start. Und darum stelle ich mir heute die Frage, die du dir selbst und/oder deinen besagten Freunden stellen kannst:

Bist du wirklich verliebt?

Nun, verliebt sein können wir nicht tatsächlich messen, daher liegt mir auch fern darüber zu urteilen, ob jemand tatsächlich verliebt ist oder nicht. Aber du kannst es für dich fühlen, und dazu musst du ehrlich sein!

Es gibt (abgesehen von deinem Gefühl) ein paar zentrale Punkte, mit denen du unterscheiden kannst, ob du verliebt bist oder ob du nur nicht alleine sein kannst und dich deshalb mit jemandem verbunden fühlen möchtest. Wo liegt also der Unterschied?

  1. Verliebtsein ist leidenschaftlich. Verbundenheit ist eher, naja okay. 

Wenn du verliebt bist, spürst du die Leidenschaft und gefühlte eine Million Funken schon dann, wenn ihr gemeinsam in einem Raum seid. Alleine wenn eure Blicke sich treffen… Herzrasen, feuchte Hände und tausend Explosionen in deinem Kopf gepaart mit dem nicht zu zähmenden Willen dieser einen einzigen Person nahe zu sein. Euer Sex ist sensationell, jenseits von Raum und Zeit und übertrifft all deine Vorstellungen, alleine weil das Teilen dieses intimen Moments so intensiv ist und auf viel mehr Ebenen als auf der physischen stattfindet.

Wenn du dich mit jemandem verbunden fühlst, nun ja: Klar findest du den Menschen attraktiv und tauschst deine Gedanken mit ihm aus. Aber du spürst das Feuer nicht. Und euer Sex kann natürlich geil sein, aber auf einer anderen Ebene als wenn du verliebt bist und meist auch eher eindimensional. Verstehst du was ich meine?



  1. Verliebtsein heißt selbstlos zu agieren. Verbundenheit ist ichbezogen. 

Wenn du schon mal richtig verliebt warst oder gar aus vollem Herzen geliebt hast, dann weißt du was ich meine: Wenn du ehrliche und tiefe Gefühle für einen anderen Menschen hast, dann steht sein Wohl und sein Glück im Mittelpunkt. Und zwar nicht aus dem Grund, weil du dich selbst aufgibst, sondern aus dem einfachen Grund, weil dich sein Glück noch viel glücklicher macht als du ohnehin schon bist. Und weil es dich mehr erfüllt, zu geben anstatt zu nehmen (was nicht heißt, dass du das nicht tun solltest, aber das ist ein anderes Thema).

Wenn du dich mit jemandem verbunden fühlst, dann stehst du dir selbst trotzdem immer noch am nächsten. Natürlich ist der andere dir wichtig und du übergehst ihn nicht vollkommen, aber wenn du tief in dich hineinhörst und ehrlich bist, dann geht es dir in erster Linie doch zuerst um dich selbst. Nicht weil du es böse meinst, sondern einfach weil du es nicht fühlst. Du fühlst nur bedingt Erfüllung und Glück in dem Glück und der Lebensfreude deines Partners.

  1. Verliebthsein bedeutet Freiheit. Verbundenheit bedeutet Besitz.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich ein paar Kommentare von Leserinnen bekomme, die darüber echauffiert sind, aber ja: Wenn du wirklich verliebt bist oder jemanden gar liebst, dann kannst du ihm Freiheit geben sich selbst zu sein. Und das bedeutet auch, dass dein Partner auch sein eigenes Leben führen und mit anderen Menschen weggehen und sich treffen kann, ohne dass du unsicher wirst und dich und die Beziehung hinterfragst.

Wenn du dich verbunden fühlst mit einem Menschen, dann leidest du oftmals unter Verlustängsten (sonst wärst du nicht in einer Beziehung mit jemandem, in den du nicht verliebt bist) und das wiederum veranlasst dich dazu, deinen Partner besitzen zu wollen. Wenn du ihn nicht besitzt, dann kann er ja auch einfach jemand anders suchen. Das macht für dich wenig Sinn, wenn du so nicht denkst, und doch gibt es viel zu viele Beziehungen, die genauso ticken.

  1. Verliebtsein gibt dir Kraft. Verbundenheit nimmt dir Kraft.

Was meine ich damit? Wenn du verliebt bist, dann bekommst du extrem viel Kraft durch deine Beziehung und deinen Partner, denn ihr gebt sie euch gegenseitig. Ihr seid füreinander da, baut euch gegenseitig auf und geht zusammen durch dick und dünn.

Bei einer Verbundenheit mit einem anderen Menschen, sieht das etwas anders aus: Eigentlich ist es ein ständiger Kampf (egal ob verbal oder in dir und deinem Geist), denn eigentlich ist nur das wichtig, was du denkst und du investierst und verlierst deine Kraft darin, deine Meinung und/oder Entscheidung durchzuboxen.

  1. Verliebtsein bringt dich weiter. Verbundenheit hält dich auf.

Wenn du wirklich verliebt bist oder in diesem speziellen Punkt, liebst, dann wird deine Seele daran wachsen. Denn wenn du dieses tiefe und innige Gefühl für jemanden hast, dann wirst du dich verändern. Egal ob du in manchen Punkten über dich selbst reflektierst und die Sichtweise deines Partners doch besser nachvollziehen kannst als gedacht. Oder ob du eines Tages für dich selbst feststellst, dass du nicht dein bestes Selbst bist, das aber für deinen geliebten Partner sein möchtest. Liebe (und ich wähle das Wort hier bewusst über Verliebtheit) wird dir immer zu Wachstum verhelfen, und diese Veränderungen machen dich glücklich (und dir keine Angst)!

Wenn du jemandem verbunden bist, dann stehst du Veränderungen nicht so offen gegenüber, denn du bist eher damit beschäftigt deine Meinung zu behalten und deine Ansichten durchzuboxen. Veränderung macht keinen Sinn für dich, denn du bist einfach nicht offen dafür.

Jeder von uns hat eine Aufgabe

Ich glaube ganz fest daran, dass jeder von uns, jede Seele auf diesem Planeten eine Aufgabe hat und diese nur durch Wachstum erfüllen kann! Stagnation ist das Schlimmste, das du dir und deiner Seele antun kannst. Beziehungen weisen uns unseren Weg, also finde die Beziehung, die dich wachsen lässt. Ja, das sage ich so einfach, das stimmt. Aber: Wenn du nicht in einer erfüllenden Beziehung lebst, in der du ein besserer Mensch wirst und daran wächst, dann sei mutig, bleibe alleine und habe die Geduld zu warten bis es soweit ist.

Verliebtheit und Liebe fühlen sich immer leicht an!

Wenn du diese natürliche Leichtigkeit nicht von Anfang spürst, dann solltest du für dich, dein Herz und deine Seele reflektieren, ob du nicht besser dran bist, wenn du alleine bist und geduldig bleibst bis dein Seelenpartner auftaucht.

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Foto: ©elfrock 

Wie du ohne einen Partner glücklich sein kannst. Eine Anleitung.

Wie du ohne einen Partner glücklich sein kannst. Eine Anleitung.

Die meisten von uns tendieren dazu, anzunehmen, dass wir niemals glücklich sein können, wenn wir nicht in einer Beziehung leben. Viele von uns machen ihr Glück sogar einzig und allein vom Partner abhängig. Doch wenn du das tust, dann nimmst du dir unfassbar viele Möglichkeiten, um ein erfülltes Leben zu leben und glücklich zu sein.

In diesem Artikel möchte ich mir dir besprechen, was Glück eigentlich ist, warum du ohne einen Partner glücklich sein solltest und natürlich zeige ich dir Möglichkeiten auf, wie du glücklich werden kannst, wenn du willst.

Was heißt glücklich sein überhaupt?

Die Glücksforschung (ja, die gibt es tatsächlich!) hat in einer Vielzahl Untersuchungen, Befragungen und Erhebungen interessante Erkenntnisse gewonnen:

Danach bedeutet glücklich sein für jeden Menschen etwas anderes. Das ist selbstverständlich keine Überraschung, heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es keinen Königsweg gibt, um glücklich zu sein. Das Sprichwort Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied hat also Durchaus seine Berechtigung.

Doch was ist bedeutsam für unser persönliches Empfinden von Glück? Unsere Lebensbedingungen. Unser Grad an glücklich sein, hängt maßgeblich davon ab wie wir leben. Denkst du jetzt: ‚Super, und was soll ich damit?‘ Ganz einfach: Das ist eine super Nachricht, aus zwei Gründen:

  1. Wir können unsere Lebensbedingungen verändern. Jeder einzelne von uns kann Dinge verändern. Natürlich passiert das nicht von alleine, aber du hast die Zügel in der Hand!
  1. Entscheidend ist vor allem wie gut oder schlecht wir uns an unsere Lebenssituation anpassen können, denn jede Situation hat zwei Seiten. Es kommt auf die Perspektive an. Und diese zu wechseln, liegt an dir!

Dale Carnegie bringt es mit diesem Zitat auf den Punkt:

„Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab was du denkst.“

Auf die extrem wichtige Bedeutung unserer Gedanken, unserer Geisteshaltung und unserer Glaubenssätze, gerade bei einer Trennung, und vor allem wie du sie verändern kannst, gehe ich in meinem Selbsthilfekurs ein. 



Warum du auch ohne eine Beziehung glücklich sein solltest

Wenn du dein Glück einzig und allein von dem Faktor abhängig machst, ob du in einer Beziehung lebst oder nicht, dann passieren drei negative Dinge:

  1. Du bist in der Zeit, in der du Single bist unglücklich und nimmst dir selbst einen wahnsinnig großen Teil deiner Lebensqualität.
  1. Du setzt dich unter Druck einen neuen Partner zu finden und kommst dadurch sehr bedürftig und verzweifelt rüber, und das macht dich zweifellos nicht attraktiv.
  1. Du bist immer von deinem Partner abhängig und erzeugst dadurch Verlustängste. Durch diese Ängste, neigst du dazu, dich an deinen Partner zu klammern, was dem wiederum die Freiheit und vielleicht sogar die Luft zum Atmen nimmt und dich als unselbstständig und wenig selbstbewusst wahrnimmt. Und das macht dich unattraktiv und kann letztlich zu einer erneuten Trennung führen.

Wenn du also lernst, alleine glücklich zu sein, wirst du nicht nur dein Leben mehr genießen, deine Lebensqualität steigern, sondern du wirst automatisch attraktiver und begehrenswerter! 

Glücklich sein wird niemals durch nur eine Sache bedingt 

Unabhängig von einer Partnerschaft ist es so, dass dein persönliches Glück niemals nur von einer Sache abhängen sollte. Glücksgefühle kreieren wir auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel:

  • Durch die Liebe zu uns selbst
  • Durch unsere Familie
  • Durch Freundschaften
  • Durch Anerkennung (z.B. im Beruf oder ehrenamtlichen Tätigkeiten)
  • Durch Erfolg
  • Durch persönlichkeitsweiternde Erfahrungen (z.B. Spiritualität)
  • Durch Besitz (interessant ist hier: Menschen, die weniger besitzen, sind häufig glücklicher als Menschen, die im Überfluss leben, denn sie schätzen Kleinigkeiten)
  • Und letztlich durch eine Partnerschaft (die allerdings nur einen Teil ausmacht!)

Wenn wir uns also anschauen, was glücklich machen kann und soll, dann wird uns bewusst, dass unser Partner natürlich seinen Beitrag für unser persönliches Glück leistet, aber er ist und darf nicht dafür verantwortlich sein. Nur du alleine, die Beschaffenheit deiner Gedanken und deine Perspektive auf Situationen, sind für das Ausmaß deiner Glücksgefühle verantwortlich.

Was kannst du also tun, um glücklich(er) zu sein?

Hier ein paar Tipps, die dich dazu anregen sollen, darüber nachzudenken wie du auch als Single glücklich sein kannst:

  • Achte auf deine Gedanken: Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive und sieh das, was du hast und nicht das, was du glaubst, dass dir fehlt.
  • Arbeite an deiner Selbstliebe und entwickle Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl.
  • Dankbarkeit: Sieh die kleinen Dinge im Leben und lerne sie zu schätzen – es gibt Menschen, die weitaus weniger haben als du!
    Achtsamkeit:
  • Pflege deine sozialen Kontakte. Sei proaktiv und unternimm etwas mit deinen Freunden.
  • Geben ist seliger als nehmen: Mach jemandem anders eine Freude. Indem du andere Menschen glücklich machst, machst du dich selbst glücklich.
  • Achte auf deine Ernährung und mache Sport: Die richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung setzen Endorphine, so genannte Glückshormone, frei.
  • Setze dir ein erreichbares Ziel, kämpfe dafür, erreiche es und du wirst sehen was der Erfolg mit dir macht.
  • Schmiede Pläne für etwas, das du schon lange tun wolltest und schaffe dir Vorfreude.
  • Streiche „muss“ aus deinem Wortschatz! Du musst überhaupt nichts, nur das was du dir selbst auferlegst. Verwende es lieber mit sollen oder können, das verschafft dir automatisch eine Leichtigkeit, du setzt dich selber nicht unter Druck und bewahrst dich vor selbst kreierten Enttäuschungen, wenn du es nicht tust.
  • Meditiere.
  • Love it. Change it. Leave it. – Wenn du mit etwas unzufrieden bist, lerne es zu lieben, verändere es oder lass es hinter dir.

In dem Sinne: Glücklich sein ist kein Zufall, sondern hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab!

Buchtipps:

Murphy, Carnegie, Hill, Louise L. Hay, Peale (u.a.): Glück ist kein Zufall: Das große Lesebuch des positiven Denkens.

Dalai Lama: Glücksregeln für den Alltag: Happiness at work

Pierre Franck: Einfach glücklich sei: 7 Schlüssel zur Leichtigkeit des Seins

Robert Betz: Willst du normal sein oder glücklich?

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Foto. © fcscafeine

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Unglücklich verliebt: Warum du dich immer wieder in einen Mann verliebst, der dir nicht gut tut – und wie du da rauskommst

Kennst du das: Du bist verliebt, alles ist wundervoll und  du denkst, dass ER endlich der Mann deines Lebens ist – und nur kurze Zeit später serviert er sich ab, verletzt dich und weist dich zurück? Vielen Frauen passiert das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder.

Woran liegt das? Warum sind wir immer wieder in den gleichen Typ Mann unglücklich verliebt? Diese Frage bekomme ich oft, und vor allem die, was wir dagegen tun können. Im Folgenden versuche ich dir eine Antwort darauf zu geben.

Everything happens for a reason!

Nichts in unserem Leben passiert einfach so. Alles was uns widerfährt hat einen Grund – egal ob das Erlebte gut oder schlecht ist. Hätte sich mein Ex-Freund nicht nach zehn Jahren von mir getrennt…

  • …würde es From Pain to Power nicht geben
  • …hätte ich mich nicht so intensiv selbst kennengelernt
  • …würde ich nicht durch die Welt reisen und ortsunabhängig arbeiten
  • …wäre ich nicht vollkommen flexibel
  • …wäre ich nicht mit dem wundervollen Mann zusammen, mit dem ich jetzt mein Leben teile.

Habe ich das damals kommen sehen? Natürlich nicht. Ich habe mich gefragt warum das Leben so grausam ist und womit ich diesen Schmerz verdient habe, was ich falsch gemacht habe und warum nicht einfach wieder alles beim Alten sein kann.



Veränderungen machen uns Angst, denn sie bergen Unsicherheiten in sich. Und sich über etwas nicht sicher zu sein, heißt dass unsere Zukunft ungewiss ist. Wird sie besser oder wird sie schlechter? Und anstatt uns auf das Leben einzulassen, wünschen wir uns das was sich über Jahre bewährt hat zurück. Aber in den meisten Fällen trifft es am besten:

Wenn etwas Gutes vorbei ist, macht es Platz für etwas Besseres!

Immer der gleiche Typ (der mir Sorgen und Kummer bereitet)

Ich selbst war fast vier Jahre Single bevor ich mich wieder auf eine ernsthafte Partnerschaft eingelassen habe. Nicht selten habe ich mir Sprüche anhören müssen wie „Du bist schon über 30 und immer noch alleine? Ach, das tut mir leid für dich!“

Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass es meine Absicht war und dass es einen Grund hatte, warum ich mich bewusst dafür entschieden habe. Und nur deshalb bin ich heute auch in einer glücklichen Beziehung.

Warum aber geraten viele von uns (nicht nur Frauen, auch Männer) immer wieder an den gleichen Typ Partner?

Ganz einfach: Alles was in unserem Leben passiert, hat einen Grund. Nur müssen wir den Grund erforschen und das uns gestellte Problem lösen.

Viele Beziehungen funktionieren nicht bzw. scheitern an den gleichen Herausforderungen wie die vorhergehenden. Wer nicht aus den Fehlern seiner Ex-Beziehung lernt, wird vom Leben immer und immer wieder den gleichen Partner vorgesetzt bekommen, bis wir verstehen was das Leben und mitteilen möchte und verstehen woran wir arbeiten sollten.

Wie kommst du aus diesem ‚Und täglich grüßt das Murmeltier Erlebnis‘ wieder raus?

Wenn du immer wieder an den gleichen Typen gerätst, dann schlage ich dir Folgendes vor:

  1. Reflektiere über deine Ex-Beziehung

Setz‘ dich hin und mach dir Gedanken über deine ehemalige Beziehung und was du daraus lernen sollst. Was könnte dir das Leben lehren wollen? Mehr Geduld? Mehr Selbstständigkeit? Mehr Selbstbewusstsein? Nur wenn du auch aus dem Schlechten, das wir passiert ist, lernst, kannst du einen Schritt weitergehen. Das Ziel des Lebens besteht darin, zu wachsen und zu lernen. Und das kannst du nur, wenn du genau hinschaust. Woran ist deine Beziehung gescheitert?

  1. Übernimm Verantwortung

Nichts im Leben ist einfacher als die Schuld anderen Menschen in die Schuhe zu schieben und von sich selbst abzulenken. Doch wenn du etwas ändern und deinen passenden Partner finden willst, dann musst du Verantwortung übernehmen – für dich, dein Leben, deine Entscheidungen. Nur wenn du dir selbst Fehler eingestehst und reflektierst welchen Teil du zur Trennung beigefügt hast, kannst du lernen und wachsen.

Hat er dich betrogen und du schiebst ihm die alleinige Schuld in die Schuhe, obwohl du dich seit Monaten sexuell verschlossen hast und auch nicht bereit warst über das Warum zu reden? Hast du (so wie ich) eine wichtige Entscheidung über den Kopf deines Ex hinweg getroffen und ihn zutiefst verletzt und wunderst dich warum er gegangen ist und/oder sich eine neue Frau gesucht hat?

Sich Fehler einzugestehen und die Verantwortung für falsche Entscheidungen zu übernehmen, ist eine der schwersten Aufgaben, die ich lernen musste. Es ist nicht einfach, aber nochmals: Nur wenn du dich selbst aufrichtig reflektierst, siehst du woran deine Beziehung gescheitert ist und erkennst was du, ja DU, in deiner nächsten Beziehung anders machen möchtest und solltest.

Was ist schief gelaufen? Wo sind Parallelen zwischen deinen gescheiterten Beziehungen? Lag das Problem vielleicht bei dir und nicht an deinen Ex-Partnern? Sei ehrlich mit dir selbst – du musst es niemand anders verraten :)

  1. Nimm dir konkrete Veränderungen vor

Wenn du dich, deine Trennung und die Gesamtsituation ehrlich betrachtest, dann wirst du feststellen, dass du dich nicht immer so verhalten hast wie du es dir selbst von deinem Partner wünschen würdest. Nimm dir konkrete Ziele vor für deinen nächsten Partner. Lege für dich fest, was unabdingbar ist in einer intakten Beziehung. Wie sieht eine glückliche Beziehung für dich aus? Was kannst du konkret daran verändern? Was kannst du einbringen und was nicht?

Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung

Kritisch mit sich selbst zu sein und Fehler, die man bisher bequem und konsequent dem Ex zugeschoben hat, als mögliche eigene zu erkennen und sich einzugestehen, ist unfassbar schwer. Aber es ist der einzige Weg aus dem Dilemma, immer wieder einem unpassenden Partner zu begegnen. Nur wenn du an dir arbeitest und dich weiterentwickelst, wird dich das Leben mit deiner großen Liebe belohnen.

Es klingt blöd (vor allem in dem Zusammenhang), ist aber so:

Von nichts kommt nichts.

Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich nicht nur lohnt, sondern sogar Spaß macht, denn du lernst dich selbst besser kennen und findest interessante Aspekte über deine eigene Persönlichkeit heraus – und du kommst deinem passenden oder gar perfekten Partner ein Stückchen näher…

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Foto: © sunemotion