Was hast du aus deiner letzten Trennung gelernt? Eine Frage, 15 Beziehungsexperten antworten.

Was hast du aus deiner letzten Trennung gelernt? Eine Frage, 15 Beziehungsexperten antworten.

Eine Frage, die wir am liebsten sofort beantworten möchten, wenn wir Liebeskummer haben. „Wozu das alles? Wann hört das auf? Everything happens for a reason, so ein Quatsch!” – kennst du die Gedanken?

Der Schmerz, den wir verarbeiten müssen, trügt unsere Wahrnehmung, dass alles wieder gut wird, und auch, dass wir aus dieser Trennung stärker hervorgehen werden – und mit mehr Wissen, denn sie lehrt uns etwas.

Ich habe 15 Beziehungsexperten gefragt, was sie aus ihrer letzten Trennung gelernt haben und war selbst überrascht wie vielfältig die Antworten und Learnings waren.

Aber lies selbst.

Simone 400Mein persönliches Key Learning: Wenn Paare aufhören zu kommunizieren, laufen sie Gefahr sich in zwei unterschiedliche Richtungen zu entwickeln, ohne es zu merken. Was das für Folgen hat, habe ich am eigenen Leib gespürt. Meine Trennung hat mir gezeigt wie wichtig Kommunikation ist, und wie sehr viel mehr Wert ich in meiner nächsten Beziehung darauf legen möchte. Nicht, dass ich vorher keinen Wert darauf gelegt habe, aber es hat funktioniert, daher habe ich mich nicht bewusst damit beschäftigt – solange bis eben nicht mehr funktioniert hat. Kommunikation ist das A&O in einer Beziehung – verbal und physisch.

rp_Nils-Terborg-perfekte-Beziehung-Profil-rund-150x150.pngNils Terborg von Deine perfekte Beziehung

Ich würde Trennungen nicht mehr aufschieben. Mittlerweile habe ich aber auch die emotionale Stärke, um das ganz anders zu gestalten und mehr Klartext zu reden. Was aber auch nicht jedermanns und -fraus Sache ist. Gut war auf jeden Fall die Strategie, den Kontakt zum Ex-Partner für mindestens ein halbes Jahr komplett einzustellen. Ich kenne wirklich wenige Fälle, in denen das nach einer hochemotionalen Trennung anders funktioniert.

Anchu_rundAnchu Kögl von www.anchukoegl.com

Was ich durch meine letzte Trennung gelernt habe, ist mein Glück und meine Zufriedenheit nicht von jemand anderem abhängig zu machen. Während der Beziehung glaubte ich, dass meine Partnerin mich glücklich machen muss. Jedoch kann man meiner Meinung nach eine dauerhaft glückliche Beziehung nur dann führen, wenn man mit sich selbst und seinem Leben zufrieden ist und nicht erwartet, dass der Partner einen glücklich macht. Andere Menschen sind nicht dazu da, uns glücklich zu machen. Solange wir das jedoch erwarten, werden wir auch immer wieder enttäuscht werden.

Melanie MittermeierMelanie Mittermeier von Liebe leben

Sobald ich die Person bin, mit der ich gerne zusammen sein möchte (lebensfroh, witzig, positiv, aktiv, entspannt, mit mir selbst glücklich, selbstbewusst), dann ziehe ich die Menschen in mein Leben, die dazu passen. Bin ich einsam, frustriert, unglücklich und von Selbstzweifeln zerfressen, gehe ich keine Beziehung mehr ein. Das hab ich einmal gemacht und es war nicht witzig.




Kendra GettelKendra Gettel von Wieder glücklich

Meine wesentliche Erkenntnis war, dass ich meinem Partner Unrecht getan habe. Ich hatte entschieden zu gehen, und mit reiner Feindseligkeit seinerseits gerechnet. Deshalb traf ich meine Entscheidung – aus vermeintlichem Selbstschutz – alleine und “zog sie durch” ohne ihn darin einzubeziehen, wie es weitergehen soll (immerhin haben wir ein kleines Kind zusammen). Ich übersah, dass er sehr wohl gewillt war, mit mir gemeinsam zu überlegen, was für uns alle das Beste ist.

MichaelaForstikMichaela Forstik von Realtionship With Me

Mein Hauptlearning war und ist es, mich auf die Gefühle, die kurz vor und nach einer Trennung hochkommen (zB. Trauer, Frust, Wut) einzulassen. Denn sie sind natürlich und der Motivator dafür, erneut einem Menschen Vertrauen zu schenken und mich auf ihn einlassen zu können.

 

Sabine-WeissSabine Weiss von Herzbruch

Im Großen und Ganzen habe ich vieles richtig gemacht – und das was ich nicht richtig gemacht habe, vermittle ich heute meinen KlientInnen als Lerneffekt. Was aber sicher ein Fehler war, ist dass ich versucht habe, zumindest eine Freundschaft aufrecht zu erhalten – der Klassiker! Es war viel zu früh dafür, hat mich nur jedes Mal aufs Neue verletzt und letztlich nicht funktioniert. Heute empfehle ich als Maßstab: bist du soweit, dass dein Ex dir von seiner neuen Flamme erzählen kann, ohne dass es dich stört? Gut – ihr seid bereit für Freundschaft! Solange dir das aber Kummer bereitet, lass es bleiben.

Eva Winkler_CarrieCarrie von Is it love

Früher habe ich hauptsächlich auf andere Menschen gehört, die mir Tipps gegeben haben, was ich alles machen könnte, dass es mir besser geht. Das ist ok, das machen wir so – wir hören auf Menschen, die uns lieben, denn sie wollen, dass es uns besser geht. Ich sage nicht, dass das falsch ist, denn oft haben wir in unserer Trauer selbst nicht den Ansporn, unser mühsam mit verrotzten Tempotaschentüchern ausgestattetes Schneckenhaus zu verlassen. Nur habe ich damals nie auf mein eigenes Bedürfnis gehört, und das gehört (wie ich jetzt weiß) dazu. Ich habe gelernt, dass ich mir viele monatelange Selbstmitleidsphasen gut hätte sparen können, wenn ich mir selbst wichtiger gewesen wäre.

Jan-SteinJan Stein von Farlove

Ich habe gelernt, dass der Partner nicht zum Lebensmittelpunkt werden sollte. Wenn man seine ganze Energie und Zeit in die Beziehung steckt und andere Dinge vernachlässigt, ist das nicht gesund für die Beziehung und einen selber. Wichtig ist es, eine gute Balance zu finden, mit der man selber und auch der Partner glücklich ist.

 

Robert-Heeß

Robert Heeß von Liebeskummer24

Die wichtigste Lektion für mich war, so banal das klingen mag: Auch DAS geht vorbei – und genau darauf kann ich bauen! Voraussetzung ist allerdings, dass ich offen und mutig betrachte, was da alles in mir am Rasen und Ausrasten ist. Dass ich dafür die Verantwortung übernehme, mich meinen Gefühlen und Emotionen widme, sie erkunde und durchfühle. Stück für Stück, langsam und behutsam. Dann verlieren sie die Macht über mich. Was ich anders machen würde? Genau das, was ich eben beschrieben habe. Jedoch entschlossener und konsequenter und ausdauernder. Vor allem würde ich SOFORT damit beginnen, anstatt meine Energie und Kraft zu verschleudern mit Versuchen, die Ex zurückzugewinnen.

Olaf-SchwantesOlaf Schwantes

Das ich bewusster auf mein Herz und meinen Körper höre. Beide wussten nämlich schon längst, dass die Beziehung beendet war. So habe ich die Frau verletzt. Denn beim Sex spürte sie, dass ich nicht mehr mit dem Herzen dabei war. Was ich daraus mitnehme: Immer ehrlich zu mir zu sein, mir meiner eigenen Gefühle klar zu werden und danach dann auch zu handeln. Das ist das, was ich mir und auch meiner Partnerin wert bin.

Claudia_E_Huber_rund KopieClaudia Huber

Ein ganz wichtiger Lerneffekt meiner letzten Trennung war, dass eine Trennung sehr zivilisiert, undramatisch und schön ablaufen kann. Ich habe sehr darauf geachtet, wie es mir geht und war mir bewusst, wieso wir den Schritt gehen wollen. Mein Ex-Partner und ich haben viel miteinander gesprochen. Das empfand ich als sehr schön. Ich meine, dass wir deshalb heute noch so gut befreundet sind. Allerdings würde ich mich heute schneller für eine räumliche Trennung kümmern und die Kuscheleinheiten, die wir immer wieder austauschten, früher beenden. Während der Trennungsphase war das ein zweischneidiges Schwert: Trost und Salz in die Wunde.

sergej ryan fischerSergej Ryan Fisch von Mr. Right finden

Meine letzte Trennung war überraschend angenehm. Um damit klar zu kommen, habe ich viel unternommen, neue Menschen kennengelernt und bin meinen Hobbys nachgegangen. So hatte ich kaum Möglichkeit, meiner Ex-Partnerin nachzutrauern.

 

Veronika-KrytznerVeronika Krytzner

Aus meiner letzten Trennung habe ich gelernt, mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und den Impulsen nachzugehen. Schneller den Mund aufzumachen, wenn mir etwas nicht gefällt und deutlicher meine Grenzen zu ziehen.

 

Peter-MichalikPeter Michalik von Beziehungs-ABC

Meine eigenen Bedenken, dass etwas in der Beziehung schief läuft, dass es mir selber nicht gut geht, dass wir uns auseinanderleben,… viel früher ernst nehmen. Heute bin ich überzeugt, dass ich sehr viel aktiv für mich und meine Beziehung tun kann und tun muss und so lässt sich (hoffentlich!) eine Trennung vermeiden. Wenn man aber spürt, dass es gar nicht mehr geht und auch schon Einiges (gemeinsam oder alleine) versucht hat, dann sollte man eine Beziehung lieber loslassen. Jeder Mensch hat es verdient, dass er so geliebt wird wie er ist und sich frei fühlen kann in einer Beziehung – wenn es sich nicht so anfühlt, dann ist das „Loslassen“ eines Partners der notwendige Weg.

Signatur

Foto: (c) wavebreakmedia

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

4 Anzeichen dafür, dass du in einer unerfüllten Beziehung lebst

Lebst du in einer unglücklichen Beziehung? Oder hängst du noch an deinem Ex und trauerst eurer Beziehung hinterher? Vielleicht helfen dir die folgenden Ausführungen, um den Mut zur Trennung zu haben, deine Beziehung zu reflektieren oder dir die Augen zu öffnen, dass du deinen Ex glorifizierst und eure Beziehung nicht so wundervoll war, wie du sie in Erinnerung hast (was normal ist, denn wir neigen dazu das Negative zu vergessen und uns nur an das Schöne zu erinnern).

Und auch, wenn du deinen (Ex-)Partner noch liebst, leider ist Liebe manchmal nicht genug, um eine erfüllte Beziehung zu führen. So traurig und schmerzhaft wie es ist.

Wenn du eines oder mehrere dieser Anzeichen in deiner Beziehung wahrnimmst, dann bitte ich dich nur um eines: Reflektiere und beantworte dir ganz ehrlich die Frage:

Was möchte ich vom Leben? Wie soll es aussehen, MEIN Leben?

1. Du fragst dich immer wieder, ob das alles ist

Wenn es in deiner Beziehung häufiger die Momente gibt, in der du alles hinterfragst, solltest du hellhörig werden.

Gibt es Momente, in denen du dich fragst, ob das alles war? Ob das der Inbegriff einer glücklichen Beziehung ist? Ob das das Leben ist, das du dir immer gewünscht hast? Wenn du dich immer wieder dabei ertappst, dass du deine Beziehung und dein persönliches Glück in Frage stellst, dann lege ich dir ans Herz, den Mut zu haben und auf deine Intuition zu hören und genau herauszufinden woher diese Gedanken und Gefühle kommen.

2. Deine Angst lähmt dich

Eigentlich möchtest du dich gerne von deinem Partner trennen, aber es gibt ein klitzekleines Problem: Du hast Angst davor alleine zu sein. Viele Frauen leiden unter dem Irrglauben, dass sie keinen anderen Partner mehr finden würden. Geschweige denn einen Partner, der besser zu ihnen passt.

Dass das absoluter Unsinn ist, ist deinem Verstand vielleicht auch klar, aber deinem Herzen nicht. Aber weißt du was Angst ist? Angst wird verursacht durch Unsicherheit und Ungewissheit – und zwar vor dem Neuen.

Du hast in der Situation allerdings trotzdem die Wahl, denn du kannst dich dafür entscheiden, dass deine Angst dich lähmt und du weiterhin in einer unerfüllten Beziehung lebst. Oder du kannst die Entscheidung treffen, dass dein Leben so nicht aussehen soll und dass du das Recht darauf hast glücklich zu sein (und das hat jeder Mensch, auch du!).

Ich sage nicht, dass es einfach ist sich seiner Angst zu stellen. Mit Sicherheit nicht, denn sonst würden es viel mehr Menschen tun. Aber ich kann dir aus Erfahrung sagen (und ja, auch ich habe natürlich meine Ängste, die ich immer und immer wieder überwinden muss), dass dein Leben erst hinter der Angst anfängt. Wenn du Hilfe dabei brauchst, einen klaren Blick auf deine Situation zu bekommen, um eine Entscheidung treffen zu können, dann melde dich bei mir.



3. Du bist meistens alleine

Gab oder gibt es Momente in deiner Beziehung, in denen du deinen Partner einfach nur gebraucht hättest? Er hätte nicht mehr machen müssen, außer für dich da zu sein und trotzdem hat er sich dazu entschieden sich mit seinen Kumpels zu treffen, um die Häuser zu ziehen oder Playstation zu spielen?

Nun, wenn das die Vorstellung einer erfüllten Beziehung für deinen Partner ist, dann solltest du dich fragen, ob du damit dein ganzes Leben leben kannst. Denn eines kann ich dir sagen: Du kannst und wirst ihn nicht verändern.

Wir können niemanden verändern – außer uns selbst. Und daher ist die einzige Lösung in dieser Situation, deine Perspektive zu verändern, denn das kannst du, ihn leider nicht. Auch wenn wir das so gerne wollen und die Hoffnung bei jedem kleinen „guten Moment deines Partners“ immer wieder aufflammt, es gibt nur einen Menschen, der ihn verändern kann und das ist er selbst.

Dazu muss er sich allerdings entschließen und auch dazu bereit sein, an sich zu arbeiten und in die Beziehung genauso viel zu investieren wie du.

4. Anderes ist wichtiger als du 

Ich bin absolut kein Fan von Partnerschaften, in denen Paare eigentlich fast 24 Stunden am Tag zusammen sind, beinahe keine Freunde mehr haben und es sie eigentlich nur im Doppelpack gibt. Gleiches gilt allerdings für die umgekehrte Situation!

Wenn deinem Partner immer alles andere wichtiger ist als du (Kumpels, der Job, sein Hobby, usw.), dann solltest du dich fragen, warum ihr eigentlich eine Beziehung führt. Am besten du fängst damit an, dass du dir mal die Situationen anschaust, in denen er Zeit für dich hat bzw. wann er Zeit mit die verbringen möchte.

Im schlimmsten Fall (und das muss natürlich nicht immer so sein) sind es nur die Momente, in denen er nichts Besseres zu tun hat. Und weil es ja schöner ist mit jemandem zusammen zu sein, als – ich übertreibe mal – alleine auf der Couch vor der Glotze zu hängen, nimmt er sich die Zeit für dich. Oder besser gesagt: Für ihn sich selbst, denn er ist dann nur mit dir zusammen, wenn es angenehm und passend für ihn ist.

Zum Abschluss

Ich möchte dir nicht einreden, dass du dich trennen solltest, aber ich möchte dich dazu ermutigen genau hinzuschauen, ob die Beziehung, in der du lebst, das ist was dich glücklich macht und das ist was du verdienst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden als mit dem, was dich glücklich macht. Unsere Zeit auf dieser wunderschönen Welt ist begrenzt und es liegt an dir, das Beste daraus zu machen. Und ja, das erfordert manchmal auch Mut und das Verlassen deiner Komfortzone.

Signatur

 

 

 

©Foto: Wavebreakmedia

7 Anzeichen, dass es an der Zeit ist, deine Beziehung zu beenden

7 Anzeichen, dass es an der Zeit ist, deine Beziehung zu beenden

Viele von uns leben in Beziehungen, die nicht gesund sind. In Beziehungen, die sie nicht zu einem besseren Menschen machen. In Beziehungen, die aus einem einzigen Grund bestehen: Angst.

Diese Angst kann verschiedene Ursprünge haben: Die Angst vor der Begegnung mit dir selbst, die Angst vor dem Alleinsein, finanzielle Ängste, Verlustängste, Zukunftsangst und so weiter.

Grundlegend treibt uns, und vielleicht auch dich, Angst dazu an, etwas zu tun, das du eigentlich nicht zu 100 Prozent möchtest. In diesem Artikel möchte ich mit dir besprechen, wann es an der Zeit ist diese Ängste zu überwinden, deine Komfortzone zu verlassen und deine Beziehung zu beenden oder zumindest zu reflektieren und zu überdenken – auch wenn es schwer und schmerzhaft ist.

#1 Du weißt, dass ihr beide unglücklich seid, aber dass er/sie dich nicht verlassen wird

Lebt ihr nur noch nebeneinander her? Wenn ihr immer und immer wieder denselben Tagesablauf habt, kaum redet, jeder sein eigenes Ding macht und eigentlich keine gemeinsame Basis besteht, könnt ihr nicht glücklich sein- zumindest nicht als Paar. Wenn das bei dir der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

#2 Du erwischst dich bei den Gedanken an ein Leben als Single

Er/sie ist eigentlich ein/e Liebe/r und so wirklich gibt es keinen Grund, dass du dich trennst, aber trotzdem erwischst du dich dabei, dass du dir immer und immer wieder vorstellst wie es wäre Single zu sein: Du könntest tun und lassen was du möchtest, müsstest niemandem Rechenschaft ablegen und wärst einfach nur frei. Wenn das der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

  • Warum genau möchte ich aus der Beziehung ausbrechen?
  • Könnte ich meine bestehende Beziehung verbessern?
  • Wäre mein Singleleben wirklich so toll wie ich es mir vorstelle?



#3 Eure Beziehung ist oberflächlich              

Ihr versteht euch gut, unternehmt ab und an was zusammen, habt den gleichen Freundeskreis und vielleicht habt ihr ab und zu Sex, aber irgendwie kommt danach nicht sehr viel mehr? Wenn eure Beziehung hier aufhört und ihr keinerlei (tiefgründige) Gedanken austauscht (und dich das stört!), dann solltest du dich fragen:

  • Warum tauschen wir uns nicht über Tiefgründiges aus?
  • Wie kann ich das in meiner bestehenden Beziehung ändern?
  • Und wenn du es nicht verändern kannst: Was muss dein/e Partner/in mitbringen, damit du dich ihm/ihr öffnen kannst?

# 4 Ihr habt keine gemeinsamen Ziele 

Jeder einzelne von uns hat Ziele, die wir erreichen wollen. Aber nicht nur das Verfolgen deiner eigenen, sondern auch die, die ihr als Paar habt, sollten dir Lebensfreunde bereiten. Wollt ihr eine gemeinsame Familie? Ein Haus? Eine Weltreise? Wenn du das Gefühl hast, dass dir etwas Gemeinsames fehlt in deiner Beziehung, dann solltest du dich fragen:

  • Was sind meine Ziele?
  • Was sind unsere Ziele?
  • Wenn ihr keine gemeinsamen Ziele habt: Warum ist das so und wie kann ich das verändern?
  • Wenn ihr unterschiedliche Ziele habt: Lässt sich unsere Beziehung wirklich darauf aufbauen bzw. aufrechterhalten? 

#5 Ihr habt kontinuierlich Streit   

Steckst du in einer Beziehung, in der du mehr Energie an Streitigkeiten verschwendest als du durch Zärtlichkeiten und ein harmonisches Miteinander auftankst? Wenn deine Beziehung von permanenten Meinungsverschiedenheiten geprägt ist und dich die ständigen Auseinandersetzungen beinahe schon krank machen, dann solltest du dich fragen:

  • Möchte ich eine solche Beziehung führen?
  • Warum sind wir noch ein Paar?
  • Wo liegen die Freuden in unserer Beziehung?
  • Kann es uns gelingen diese Freuden gemeinsam zu entdecken? Wenn ja, wie?

#6 Du möchtest eine Familie, er/sie möchte sich nicht festlegen 

Eine Situation, die sich schlecht gemeinsam verarbeiten oder für die sich einfach eine Lösung finden lässt, ist wenn du oder dein/e Partner/in eine Familie möchte und der andere nicht. Eine überaus schwierige Situation, vor allem wenn ihr euch aufrichtig liebt und es sonst eigentlich keine anderen Schwierigkeiten gibt. Wenn das bei dir der Fall ist, dann solltest du dich fragen:

  • Wenn du Familie möchtest:
    • Kann ich wirklich auf eine eigene Familien verzichten?
    • Welche Langzeitfolgen hätte das für mein Leben?
    • Könnte ich auch mit meiner Entscheidung leben, wenn diese Beziehung später (z.B. nach dem Überschreiten der biologischen Uhr) auseinandergeht?
  • Wenn du keine Familie möchtest:
    • Könnte ich lernen Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen?
    • Kann ich mir vorstellen in die Situation einer Mutter hineinzuwachsen?
    • Wie würde es mein Leben beeinflussen, wenn diese Beziehung nicht ein Leben lang halten würde? Und könnte ich damit umgehen? 

#7 Ihr habt (so gut wie) keinen Sex mehr

Sex ist nicht das Wichtigste in einer Beziehung – das höre ich oft. Und ja, es ist nicht das Wichtigste, aber Sex ist wichtig. Er sorgt für den Ausgleich unseres Hormonhaushalts, er macht glücklich, gleicht uns aus und überaus wichtig: Es ist (im besten Fall) das Einzige, das du ausschließlich mit deinem/r Partner/in teilst! Kein anderer Mensch erlebt dich auf dieser Ebene und kein anderen deine/n Partner/in – und das verbindet! Wenn ihr keinen oder sehr wenig Sex miteinander habt, dann solltest du dich fragen:

  • Wie können wir das verändern?
  • Wer kann uns dabei helfen? – Ja, dazu kann man sich professionelle Hilfe suchen und ihr seid damit nicht alleine, ganz im Gegenteil, denn es ist nicht unnormal, dass das Sexleben in langen Beziehungen auf der Strecke bleibt!

Zum Abschluss…

Wenn du in einer unglücklichen Beziehung lebst, dann solltest du dir auf jeden Fall die Fragen beantworten, die ich oben genannt habe. In manchen Fällen lohnt es sich zu kämpfen, ich bin die Letzte, die sagt, dass du die Flinte ins Korn werfen sollst. Aber wenn deine innere Stimme dir schon länger dazu rät etwas zu unternehmen, dann solltest du besser hören.

Wir Frauen haben unsere Intuition nicht umsonst bekommen. Sie ist ein Geschenk und du solltest lernen sie zu nutzen und auf sie zu hören. Und auch wenn es schwer und schmerzhaft ist, aber manchmal ist es besser eine Beziehung zu beenden als sie unnötig in die Länge zu ziehen. Du kannst den Trennungsschmerz nicht verhindern, sondern nur hinauszögern, so traurig wie das auch ist.

Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht so richtig weiterkommst und du meine persönliche Unterstützung brauchst, dann schau dich doch gerne bei meinen Coaching Paketen um.

Signatur

Foto: © CITAlliance

7 Gründe, warum du nicht loslassen kannst und dich mit einer ungesunden Beziehung quälst

7 Gründe, warum du nicht loslassen kannst und dich mit einer ungesunden Beziehung quälst

Eines der größten Probleme meiner Klienten ist die Herausforderung endlich zu loszulassen, und ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn ich war genau an diesem Punkt – und ich habe zwei Jahre meines Lebens damit verschwendet!

Darum möchte ich dir hier einmal ein paar Denkanstöße geben, sodass du in dich hineinhören kannst. Wichtig dabei ist natürlich, dass du ehrlich zu dir bist und die ganzen Geschichten, die du dir unterbewusst erzählst, beiseiteschiebst

Angst vor dem Alleinsein

Eine sehr häufige Antwort, die ich bekomme, wenn Klientinnen vor der Frage stehen, ob sie sich trennen sollen oder nicht, beziehungsweise wenn sie in Trennung leben und einfach nicht loslassen können, ist die Angst davor alleine zu sein, sich nicht ganz zu fühlen. Das Problem mit dieser und allen Ängsten ist, dass sie nicht von alleine weggehen, und sicher nicht, wenn wir nicht bewusst etwas unternehmen.

Was du hier tun kannst? Zum einen: Lasse deine Gefühle zu, akzeptiere, dass sie da sind und unterdrücke sie nicht (denn sie sind ja schon da!). Und du musst lernen dich selbst zu lieben, nur dann bist du dir selbst genug und hast nicht das Bedürfnis mit jemandem zu sein, weil du es musst, sondern weil du es willst. Das ist ein großer Unterschied.

Du willst deine Komfortzone nicht verlassen

Schön reden, eine schlechte Idee, und dennoch eine weit verbreitete Strategie, um nicht loslassen zu müssen. Es ist so einfach, weil wir dann unsere Komfortzone nicht verlassen müssen. Die meisten von uns wollen das nicht, denn es macht uns Angst!

Wir haben Angst vor der Unsicherheit, vor dem was kommt. Angst davor, dass wir es alleine nicht schaffen, keine Kontrolle mehr über unser Leben haben (haben wir die überhaupt irgendwann?), Angst davor keinen Partner mehr zu finden.

Also was tun wir? Wir erzählen uns selbst, dass alles eigentlich nicht so schlimm ist… Wenn du nicht aufhörst dir diese Geschichten zu erzählen und dich selbst zu verar***en, dann wirst du nicht loslassen können.



Du denkst, es gibt keinen anderen Menschen, der dich will!

Vor allem wir Frauen neigen gerne dazu uns auf einem Menschen einzulassen, der uns zwar nicht wertschätzt, aber immer noch besser ist als niemanden an unserer Seite zu haben. Anstatt klare Grenzen aufzuziehen, reden wir uns alles schön, denn wir leiden an dem Glaubenssatz:

Ich finde bestimmt keinen neuen Partner mehr! Niemand will mich.

Kennst du das? Dann frage dich mal, warum du das glaubst? Schreib es auf.

Er oder ich? Du fühlst dich für deinen Partner verantwortlich!

Oftmals haben wir Angst davor, dass wir einen anderen Menschen verletzten, der uns viel bedeutet, und trauen uns deshalb nicht auszusprechen, was wir fühlen und für uns selbst zu sorgen.

Die Frage ist aber: Wie lange willst du dich selbst noch mit dieser Situation verletzen? Und was denkst du wie lange du noch deine kostbare Lebenszeit investieren möchtest, um dein Leben für einen anderen Menschen und nicht für dich zu leben?

Bald wird alles anders…Du glaubst ernsthaft, dass dein Partner sich verändert!

Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder? Viele von uns glauben, dass sich unser Partner mit Sicherheit bald ändert, nur ein paar Wochen, Monate oder Jahre, alles eine Frage der Zeit. Die Wahrheit ist, dass sich Menschen nur dann wahrhaftig ändern, wenn sie es selbst wollen.

Wenn du also darauf wartest, dass irgendwann alles besser wird und du von deinem Partner das bekommst, was du dir wünschst, dann ist es einfacher (auch wenn das gerade nicht so erscheint) loszulassen und von vorne anzufangen.

Im Teufelskreis: Du bist emotional abhängig!

Hiervon kann ich ein Lied singen, denn ich war emotional abhängig, nur habe ich es viel zu spät erkannt!

Wenn du emotional abhängig bist von deinem Ex, bist du süchtig nach seiner Aufmerksamkeit und Zuwendung und brauchst permanent die Bestätigung, dass er dich liebt. Du erkennst deinen eigenen Wert nicht und hältst deshalb (krampfhaft) an deinem Ex und der Vergangenheit fest. Dafür gibt es zwei Ursachen:

Du hast emotionale Wunden aus deiner Kindheit, die du nicht verarbeitet und damit nicht überwunden hast. Aus diesen Wunden ist eine emotionale Bedürftigkeit entstanden, die du durch die Liebe von außen versuchst, zu kompensieren anstatt sie zu heilen.

Du liebst dich selbst nicht. Und daher bist du auf die Liebe von außen angewiesen, die Liebe von anderen Menschen.

„Aber, was wenn…?“ Deine Angst davor deine Entscheidung zu bereuen…

Wovor hast du Angst, wenn du loslässt? Hast du Angst davor, dass du deine Entscheidung bereuen könntest?

Wenn ja, warum? Wie kannst du etwas bereuen, das gut für dich ist? Wieso glaubst du, dass es besser ist an jemandem festzuhalten, der dir nicht gut tut?

Aus meinem tiefsten Herzen möchte ich dir sagen: Wenn du leidest, ist jede Veränderung, die du in deinem Sinne ist, eine positive Veränderung. Wenn du so weiterlebst, wirst du in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren feststellen, dass du nichts getan hast, außer wertvolle Lebenszeit zu verschwenden.

Willst du endlich loslassen?

Dann habe ich zwei Angebote für dich: Zum einen mein 1:1 Coaching, in dem wir zwei daran arbeiten, dass du deinen Selbstwert erkennst und die Stärke entwickelst, um endlich loslassen zu können ♡

 

 

 

Wie deine Beziehung eine Affäre übersteht

Wie deine Beziehung eine Affäre übersteht

Schwindelig taumelnd muss sie sich hinsetzen. Ellas Magen dreht sich einmal um, sie ist kurz davor, sich zu übergeben. Sie kann nicht glauben, was er ihr gerade gestanden hat. Er hat eine Affäre! Eine Affäre mit seiner Kollegin, der sie noch nie über den Weg getraut hat.

„Wie lange geht das schon? Wie oft hattet ihr Sex? Wann habt ihr euch getroffen? Und was war an dem Wochenende, wo du angeblich bei deiner Schwester warst? Wie kannst du mir sowas antun?“

Die Fragen schießen wie Munition aus einem Maschinengewehr. Wie ein Krimineller im Verhör sitzt er vor ihr.

Einmal Betrüger – immer Betrüger

  • „Trenn dich! Das tut der immer wieder!“
  • „Lass dir das nicht gefallen.“
  • „Männer sind Schweine, das sag ich doch schon immer.“
  • „Wie? Du willst mit ihm zusammen bleiben? Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

All diese „Rat-Schläge“ hat Ella zu hören bekommen und oft hat sie sich gewünscht, sie hätte einfach die Klappe gehalten. Sie musste mit ihrer emotionalen Achterbahn klar kommen und ein Gespräch mit ihren Mädels hat doch sonst immer geholfen.

Doch beim Fremdgehen hört der Spaß auf. Dass er eine Affäre hatte, ist für ihre Freundinnen ein absolutes NoGo. Die Lügen, das Betrügen und Fremdsex sind Vergehen, für die es keine Entschuldigung gibt.

Wird ihre Beziehung diese Affäre überstehen?

Nach dem Auffliegen einer Affäre ist die sofortige Beendigung der Außenbeziehung ein wichtiger Baustein, um der Beziehung eine Chance zu geben. Hannes ist bereit, alles zu tun, um seinen Fehler wieder gut zu machen.

Sie haben beschlossen, für ihre kleine Familie zu kämpfen und diese Krise zu überstehen. Hannes ist ein guter Mensch und Ella liebt ihn. Auch wenn Ella noch keine Ahnung hat, wie sie mit der Eifersucht und den Bildern in ihrem Kopf klar kommen soll, will sie es versuchen.

Die 10 Phasen nach einer Untreue

Sobald die Affäre aufgedeckt wird, durchlaufen die meisten Betrogenen in etwa dieselben Phasen. Um die Beziehung zu retten, dürfen BEIDE(!) achtsam, wertschätzend und mir sehr viel Liebe und Güte durch diese Phasen gehen. Das ist im Auge des Taifuns nicht ganz so leicht.

Phase 1 + 2: Schock – Wut/Rache

Es kann Tage und Wochen dauern, bis etwas Ruhe in die Gefühle einkehrt und das logische, klare Denken wieder möglich wird. Eifersucht und Hass wirken wie düstere Dämonen, die sich ins Herz fressen.

Ella hat es gut gemacht. Nach dem ersten Schock hat sie sich zurückgezogen und sich Zeit gegeben, mit der Situation halbwegs klar zu kommen. Sie hat ihren Rachephantasien keinen Raum gelassen und sich selbst beruhigt. Rache schadet der Beziehung sehr, eine Versöhnung wird noch schwerer, als eh schon.

Phase 3: Enttäuschung

Die Phase der Ent-Täuschung ist wichtig, denn jetzt wird klar, welchen Täuschungen das Paar aufgesessen ist. Wir alle sind Hollywood- und Disney-verseucht, so dass wir felsenfest an einem Happy End festhalten wollen und eine Liebe auf Dauer konservieren wollen.

Wir glauben, dass wir alles für unseren Partner sein können und ihm für immer alle Bedürfnisse erfüllen können. Dass das nicht möglich ist, wird erst nach einer Affäre schmerzlich bewusst.

„Am Schlimmsten sind die Lügen“, berichten mir Betrogene immer wieder. Doch wenn wir mal genauer hinschauen, wird klar, dass der Betrüger nicht aus Bosheit lügt, sondern weil er die Beziehung schützen und behalten will.



Phase 4: Entscheidung

In den ersten drei Phasen ist es keine gute Idee, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Im ersten Sturm der Gefühle scheint eine Trennung die beste Lösung zu sein. Wie schade, dass viele Paare dem Konzept der Treue mehr die Treue halten, als ihrer Beziehung.

Monogam zu leben ist leicht, solange niemand fremdgeht. Die wahre Herausforderung der Monogamie zeigt sich erst, wenn einer sie missachtet. Viele sind stolz darauf, immer treu zu sein, halten diese „Treue“ jedoch immer nur wenige Jahre durch. Serielle Monogamie hat mit Treue nichts zu tun.

Phase 5: Hoffnung

Hat sich das Paar nun entschieden, den Weg gemeinsam weiter zu gehen, braucht es ein Licht am Ende des Tunnels. Hoffnung entsteht durch die richtigen Fragen, durch Zuhören und nicht Verhören.

  • Was war es, was dich gereizt hat?
  • Was hast du vermisst? Kann ich dir das geben?
  • Wie hast du dich gefühlt, wenn du nach Hause gekommen bist?
  • Wie wollen wir leben, wenn das hier durchgestanden ist?

An dieser Stelle ist es wichtig, sich über Träume und Ziele zu unterhalten und die Vorwürfe und Schuldzuweisungen einzustellen. Es hatte einen Grund, warum der Partner fremdgegangen ist. Und dieser Grund hat immer mit BEIDEN Partnern zu tun. Eine Affäre ist eine Botschaft, ein Warnhinweis und eine Chance, die Beziehung weiter zu entwickeln.

Phase 6: Alltag

Nach dem Tornado, der durch die Beziehung gefegt ist, geht es ans Aufräumen und zurück in einen liebevollen Alltag. Ella und Hannes dürfen sich die Fragen stellen:

  • Gibt es Rituale, die wir vernachlässigt haben?
  • Haben wir Quality-Time als Paar? Ohne Kinder? Ohne TV und Handy?
  • Geben wir uns genügend Raum, auch mal alleine zu sein?
  • Machen wir uns gegenseitig gute Gefühle? Oder die Hölle heiß?

Lieben ist ein TUN-Wort. Die beiden dürfen mehr tun, was zeigt, dass sie sich wichtig sind und sich lieben. Für jeden ist das etwas anderes. Mehr Mithilfe im Haushalt, Geschenke , Zärtlichkeit oder was auch immer.

Phase 7: Verzweiflung/Leichen im Keller

Eine Affäre zu überstehen bedeutet, die Beziehung auf ein neues Level zu heben, bzw. eine völlig neue Beziehung zu erschaffen. Es ist nichts mehr, wie es vorher war, und das ist gut so. Manchmal scheint ein Verzeihen unmöglich, die Wut kommt wieder hoch und Sex ist undenkbar.

Es ist völlig normal, in frühere Phasen zurück zu fallen. Die Verzweiflung, es nicht zu schaffen, taucht immer wieder auf. Hier wird es schmerzhaft, weil die alten Denkstrukturen und Verhaltensmuster in Frage gestellt werden. Die ein oder andere Betrogene stellt sich die Frage: „Warum soll ich mich verändern? ER ist doch fremdgegangen!“

Es dürfen sich BEIDE verändern und das ist ein lebenslanger Prozess. Eine Beziehung ist immer im Wandel und nur wenn wir lernen, diese Wellen zu surfen, leben wir erfüllt und glücklich zusammen.

Phase 8: Verzeihen

Niemals werden Ella und Hannes vergessen, was passiert ist. Hannes muss sich selbst verzeihen und Ella ihm. Gelingt es den Beiden, das Konzept der Treue in Frage zu stellen, anstatt sich selbst oder die Beziehung, sind sie einen großen Schritt weiter.

Monogamie ist kein Gesetz wie die Schwerkraft. Monogamie ist ein Konzept, welches von Männern eingeführt wurde, um die Sexualität der Frau zu kontrollieren und sich sicher zu sein, wer wessen Kind aufzieht. Monogamie ist ein Kind der Angst und kein Kind der Liebe.

Monogam zu leben ist nicht die menschliche Natur, es ist eine Entscheidung. Wie vegetarisch oder vegan zu leben. So wie manchem Veganer beim Anblick eines Schnitzels das Wasser im Munde zusammen läuft, so ist es völlig normal, dass wir trotz Beziehung auch andere Menschen anziehend finden.

Phase 9: Vertrauen

Wenn Ella und Hannes es schaffen, die Krise zu überstehen, gibt es keine Garantie, dass das nicht wieder passieren wird. Wir wissen, dass Autofahren gefährlich sein kann, und doch fahren wir, selbst nach einem Unfall. Wir vertrauen einfach darauf, dass schon alles gut gehen wird.

Die beiden können darauf vertrauen, dass ihre Ehe allen Herausforderungen gewachsen ist. Sie können vertrauen, dass sie immer einen Weg finden, glücklich zu sein. Ob miteinander oder ohne einander. Vertrauen ist nichts, was wir verdienen. Vertrauen ist etwas, was wir verschenken.

Das bedeutet nicht, dass nur Ella Hannes wieder vertrauen muss, sondern dass beide ihr Vertrauen stärken müssen.

  • Das Vertrauen in sich selbst – Selbstvertrauen (besonders für Hannes wichtig!)
  • Das Vertrauen in die Beziehung
  • Das Vertrauen in den Partner
  • Das Vertrauen ins Leben

Phase 10: Next Level

Ella und Hannes haben es geschafft. Sie sind heute glücklicher, als sie es vor der Affäre waren. Ihr Sexleben ist leidenschaftlicher und sie gehen sehr viel achtsamer miteinander um. Die Gespräche sind tiefer und sie sind stolz darauf, die Krise gemeistert zu haben. Sie leben weiterhin monogam, sind jedoch deutlich offener geworden.

  • Offen für Fehler
  • Offen für Träume und Ziele
  • Offen für Veränderungen
  • Offen für die Bedürfnisse des Anderen
  • Offen für neue Ideen und Impulse

Auch wenn sie sich nie wieder so eine heftige Krise wünschen, sind sie rückblickend dankbar dafür.

Jede Beziehung kann eine Affäre überstehen.

Dafür braucht es Mut, Hingabe und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Und im Idealfall die Unterstützung von jemandem, der sich damit auskennt. ;-)

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst
Melanie

Dies ist ein Gastartikel von: Melanie Mittermaier: Bloggerin, Speakerin, Liebes-Coach

Spezialisierung auf langjährige Liebesbeziehung + Fremdgehen. Mit ihren ungewöhmelanie-mittermaiernlichen und teilweise polarisierenden Ansichten ermöglicht Melanie Mittermaier den Menschen eine völlig neue Sicht auf Treue und die Liebe. Ihre ehrliche, offene und etwas freche, bayerische Art begeistert die einen und verärgert die anderen. Jeder, der seine Beziehung über Jahre hinweg unkonventionell, lustig und erfüllend leben möchte, ist bei ihr gut aufgehoben. Online und im echten Leben.

 

Foto: © stokkete

Wie du viel leichter loslassen kannst  …und was Selbstliebe und deine Intuition damit zu tun haben

Wie du viel leichter loslassen kannst …und was Selbstliebe und deine Intuition damit zu tun haben

Wenn du meinen Blog schon eine Weile liest, dann weißt du zum einen, dass ich sehr transparent bin und zum anderen auch, dass ich mich im vergangenen Jahr meinen Liebeskummer selbst kreiert habe, weil ich nicht auf meine Intuition gehört habe.

Passieren konnte das überhaupt, weil ich Händchen mit meiner Sehnsucht gehalten habe und es hat einige Zeit gedauert bis ich diesen Mann wieder loslassen und mir selbst verzeihen konnte.

Letztlich, und das liest du oft von mir, hat alles was in unserem Leben passiert einen Grund. Dass ich mich auf diesen Mann eingelassen habe, hat mir zum einen gezeigt wie wichtig es ist, dass ich auf meine Intuition höre, zum anderen hat mir mein Liebeskummer aber auch geholfen mich nochmals zu 100 Prozent in meine Leser hineinzuversetzen und somit mein Buch „Heile dein gebrochenes Herz. Schritt für Schritt vom Herzschmerz zum Lebensglück.“ zu schreiben, das bereits unglaublich vielen Lesern geholfen hat.

…aber das Leben hat noch eine weitere Erfahrung für mich bereitgehalten

Von Ende Januar bis Ende April 2017 habe ich in Medellín, Kolumbien gelebt. Bereits in der ersten Woche habe ich einen Mann über Tinder kennengelernt, den ich sehr interessant fand, und daher haben wir uns relativ schnell dazu entschieden, dass wir uns treffen. Am besagten Tag war ich irgendwie nicht in der Stimmung zu einem Date, aber ich bin trotzdem hingegangen, man sagt ja, wenn man keine Lust hat, wird es am schönsten. Nun, was soll ich sagen?

Es war das intensivste erste Date, das ich jemals hatte. Dieser Mann hatte so eine intensive Energie, eine Ausstrahlung und Art und Weise mit mir zu sprechen, das es mich vom Hocker gehauen hat. So sehr, dass ich überhaupt nicht wusste, was mit mir los ist. Es war ein Gefühl zwischen „Wow, das könnte mein Mann sein“ und „Das ist alles zu gut, um wahr zu sein“.

Rückblickend hat meine innere Stimme laut rebelliert und förmlich geschrien: „Simone, irgendwas stimmt nicht, lass die Finger davon.“

Aufgrund meiner Erfahrung im vergangenen Jahr habe ich dieser inneren Stimme meine Aufmerksamkeit gewidmet und ihn an dem Abend mit den Worten stehen lassen: „Du löst etwas in mir aus, das ich nicht einordnen kann. Ich weiß nicht, ob ich dich wiedersehen möchte.“ Dann bin ich ins Taxi gestiegen und dachte mir: Was war das denn?!

Meine innere Stimme, der kleine Rebell

In dieser Nacht habe ich so gut wie nicht geschlafen. Dieser Mann hat etwas in mir ausgelöst, das ich vorher noch nicht gespürt habe. Und obwohl ich wieder wusste, dass es weiser wäre ihn nicht wiederzusehen, habe ich mich gegen meine Intuition aufgelehnt und mich ein zweites Mal mit ihm verabredet. Nach sechs gemeinsamen Wochen und dem recht häufigen Erklingen meiner inneren Stimme, musste er zurück nach Europa. Aber: Wir haben uns dazu verabredet uns Ende April in London wiederzusehen. Und das haben wir auch getan.

Wir haben beide an Tony Robbins‘ Event Unleash The Power Within teilgenommen und bei diesem transformativen Event ist mir SO VIEL klar geworden. Nicht nur über mich, meine Ängste und das was mich von meinen Lebensträumen zurückhält, sondern vor allem darüber wie sehr er mich manipuliert hat.

Ich gehe an dieser Stelle nicht tiefer auf Details ein, aber eines kann ich dir sagen:

Was ich herausgefunden habe, hat mir wieder gezeigt wie unfassbar wichtig und wertvoll unsere Intuition ist!

Unsere Intuition ist unser innerer Kompass, der darauf ausgerichtet ist uns zu schützen!



Und auch wenn es wehgetan hat, mir sind zwei Dinge sehr klar geworden, die ich mit dir teilen möchte:

(1) Jede Erfahrung im Leben ist wertvoll, denn jede bringt uns voran, öffnet uns die Augen und gibt uns eine neue Perspektive auf uns, unser Leben und unsere Umwelt.

(2) Wenn du dich selbst liebst, dann kannst du so viel einfacher loslassen! Bei meiner Erfahrung letztes Jahr, ist es mir schon bedeutend leichter gefallen loszulassen als bei meiner schweren Trennung damals, weil ich gelernt habe mich selbst zu lieben. Aber diesmal ist es mir noch viel leichter gefallen. Ich konnte mir selbst viel einfacher und schneller verzeihen dafür, dass ich wieder nicht auf meine Intuition gehört habe. Und ich konnte ihn loslassen, einfach weil ich meinen Selbstwert noch besser kenne und keine Menschen in meinem Leben akzeptiere, die mich nicht wertschätzen können und es nötig haben andere zu manipulieren, um sich selbst besser zu fühlen. Selbstliebe ist ein fortwährender, lebenslanger Prozess, der dich dir selbst und deinem tiefsten Inneren immer ein Stückchen näher bringt. 

Auf dem Weg zu meinem passenden Partner

Und soll ich dir etwas sagen? Das Leben bereitet mich auf meinen Mann vor!

In den vergangenen Jahren habe ich mich nicht wirklich bereit gefühlt für eine tiefe, innige und dauerhafte Beziehung – und genau das spiegelt sich in meiner Erfahrung wider.

Aber 2017 ist mein Jahr! Ja, ich weiß es nicht nur, sondern ich fühle es aus tiefstem Herzen, dass ich in diesem Jahr meinen Mann finden werde. Doch ich hoffe nicht nur darauf, dass es so kommt, sondern ich gehe einen ganz bestimmten Weg, um uns beiden den Weg zu ebnen, dass unsere Herzen sich treffen können.

Und wenn es soweit ist, dann zeige ich dir genau wie ich ihn gefunden habe! Und ich kann dir sagen, es wird dir genauso helfen wie mir, davon bin ich überzeugt.

Doch weil ich von Coaches, die etwas lehren, das sie selbst nicht leben oder erfahren haben, nichts halte, werde ich dir bis dahin helfen deinen Ex-Partner loszulassen und dich auf deinen passenden Partner vorzubereiten, sodass du ihn dann auch in dein Leben ziehen kannst und in der Lage bist eine glückliche Beziehung zu führen, ohne dich von deinem Partner (emotional) abhängig zu machen. Ich helfe dir dabei dich selbst zu lieben und dir ein Leben zu erschaffen, das dich aus tiefstem Herzen erfüllt.

Abschließend möchte ich dir ans Herz legen… 

Glaub mir, ich weiß sehr gut wie es sich anfühlt, wenn du gerade in einer schmerzhaften Situation bist und dich fragst was das alles für einen Sinn haben soll. Ich möchte dich aber dazu ermuntern ein offenes Herz und einen offenen Geist zu haben, um zu sehen, was deine Lernaufgabe ist.

Das Leben gibt uns immer Aufgaben, die wir meistern müssen, um daran zu wachsen und dann neue Erfahrungen machen zu können. Aber nur wenn wir auch daraus lernen, gibt uns das Leben neue Aufgaben. Wenn wir immer und immer das Gleiche tun und nichts lernen (möchten), dann werden wir immer und immer wieder die gleichen Erfahrungen machen.

Mein Tipp: Setz dich hin und schreib dir deine Erfahrungen und deine Learnings auf. Was will das Leben dir zeigen? Was sollst du aus deiner Situation lernen? Was kannst du aus deinem Schmerz mitnehmen und wie kannst du ihn transformieren?

Schmerz ist unser Antrieb für Wachstum. Lerne ihn zu transformieren und ihn für dich zu nutzen.

 

 

 

Foto: © Subbotina