Schluss machen: 12 Dinge, die du beachten solltest

Schluss machen: 12 Dinge, die du beachten solltest

Schluss machen ist immer unangenehm. Du weißt, dass du deinen Partner verletzt und in den meisten Fällen wird es dir selbst ebenfalls wehtun. Immerhin habt ihr euch mal geliebt, und genau deshalb solltest du auch den Mut haben deine Beziehung anständig und respektvoll zu beenden. Hier ein paar Umstände, die du auf jeden Fall beachten solltest, wenn du nicht gerade plötzlich vor dem Beziehungsaus stehst und das Beziehungsende aktiv mitgestalten kannst:

 

1. Gib deinem Partner eine Chance

Wenn du noch nicht an dem Punkt bist, wo du dir zu hundert Prozent sicher bist, dass du die Beziehung beenden möchtest, empfehle ich dir mit deinem Partner zu sprechen. Überleg dir, warum genau du mit dem Gedanken spielst, Schluss zu machen. Fühlst du dich eingeengt? Ist euer Sexleben eingeschlafen? Würdest du gerne mehr oder weniger Zeit mit deinem Partner verbringen? Manchmal ist eine Trennung nicht der erste logische Schritt. Eine Beziehung heißt immer auch Arbeit und wenn du zurzeit nur unzufrieden bist und glaubst, dass sich daran etwas ändern könnte, dann such‘ das Gespräch und beziehe deinen Partner in ‚den Entscheidungsprozess‘ mit ein – so blöd wie es klingt. Das kann dir aber unter Umständen mehr bringen, als dich Hals über Kopf zu trennen.

 

2. Empathie sollte kein Fremdwort sein

Wenn du dich schon für eine Trennung entschieden hast, dann sei empathisch. Versetze dich in die Lage des anderen und überlege dir, wie du dir von deinem Partner „wünschen würdest“, dass er die Beziehung beendet. Ich bin mir sicher, du wärst auch verletzt, wenn er dir nur eine SMS schreibt und sich dann aus dem Staub macht. Mach dir vorher ein paar Gedanken wie du deine Entscheidung einfühlsam (so gut das geht!) rüberbringst.

 

3. Beende die Beziehung persönlich

Erschreckend, dass ich den Tipp hier noch aufführen muss, aber persönlich Schluss zu machen scheint nicht mehr als selbstverständlich erachtet zu werden. Am Telefon, per SMS, per Skype, Whatsapp oder noch schlimmer: Mit dem Ändern des Facebookstatus‘ eine Beziehung zu beenden, ist ein absolutes No-Go. Klar ist der Moment schwer, in dem du dem anderen in Augen schauen und sagen musst, dass du die Beziehung nicht mehr möchtest. Trotzdem bist du es deinem Partner schuldig. Alles andere ist feige. Gut, mutig sein ist nicht immer leicht. Aber das kann man lernen und hier wäre ein guter Start dafür!

 

4. Sag es deinem Partner als erstes

Natürlich kannst du deiner besten Freundin, deinem Bruder, oder wer auch immer deine wichtigste Vertrauensperson ist, erzählen, dass du mit dem Gedanken spielst, Schluss zu machen. Du solltest dir aber sicher sein, dass er bzw. sie auch dicht hält. Oder würdest du über drei Ecken erfahren wollen, dass du vielleicht bald wieder Single bist? …siehst du.

 

5. Gar nicht Schluss machen, geht gar nicht

Vielleicht hast du bei der Überschrift gerade drei Fragezeichen über deinem Kopf schweben, aber ja, das gibt es! Es gibt Menschen, die einfach gar nicht Schluss machen. Sprich, sie packen ihre Sachen, melden sich einfach nicht mehr und sind über alle Berge. Es gibt ein Sprichwort, von dem ich persönlich überzeugt bin: What goes around, comes around. Sprich: Alles was du in deinem Leben austeilst, kommt irgendwann zu dir zurück – Gutes und Schlechtes.

 

6. Wähle den richtigen Zeitpunkt

Um eine Beziehung zu beenden gibt es niemals den richtigen Zeitpunkt. Aber: Es gibt den besten der schlechten. Überleg dir, ob die Trennung genau einen Tag vor dem Geburtstag des anderen, an Heiligabend oder am Tag der Verteidigung des Masterabschlusses sein muss. Auch wenn es komisch klingt, aber manchmal ist es besser den Partner noch „etwas zu schützen“, um nicht andere Lebensumstände noch schlimmer zu machen. Du verstehst, was ich meine.

 

7. Sei ehrlich und aufrichtig

Nenne Gründe und zwar echte. Deine Gefühle haben sich verändert, du fühlst dich nicht mehr wohl in der Beziehung, du hast das Gefühl, ihr habt euch auseinander gelebt, du kannst den Kinderwunsch nicht erwidern, du bist nicht mehr glücklich – alles logische Gründe für eine Trennung. Floskeln wie „Es liegt nicht an dir“ (an wem oder woran dann?!) oder „Du findest schon jemand anders, lass uns doch Freunde bleiben“, solltest du gar nicht erst aussprechen. Damit kann dein Gegenüber nämlich nichts anfangen. Oder könntest du das?

 

8. Wähle einen vertrauten Ort

Ein schwieriges Thema: Letztlich würde ich für die Frage nach dem Wo immer empfehlen, einen vertrauten Ort zu wählen. Nicht nach dem Kino zwischen Tür und Angel, nicht in einem total überfüllten Café oder Restaurant (denk dran, eine Trennung kann tränenreich sein!). Am besten an einem Ort, an dem ihr nicht ganz alleine seid und es trotzdem nicht die ganze Welt mitbekommt – bei einem Spaziergang zum Beispiel, oder im Park.

 

9. Keine Schuldzuweisungen

Du hast dich dazu entschieden, Schluss zu machen, daran kann dein Partner offensichtlich nichts mehr ändern. Wie ich schon erwähnt habe, ist es wichtig, dass du deinem Partner den Trennungsgrund nennst, so dass er vielleicht auch etwas für seine nächste Beziehung mitnehmen kann. Wovon du aber unbedingt absehen solltest sind Schuldzuweisungen. „Du hast das falsch gemacht.“ „Ich hab dir tausend mal gesagt, dass mich das nervt, aber…“ – bleib sachlich, verständnisvoll und schätze dein Gegenüber – ihr habt euch mal geliebt, das solltest du nicht vergessen.

 

10. Finger weg von Trennungsagenturen

Klingt skurril? Finde ich auch, gibt es aber – und die Agenturen werden genutzt. Stell dir vor es klingelt an deiner Tür und ein wildfremder Mensch steht vor dir und sagt:

„Also, hör mal, dein(e) Freund(in) hat mich angerufen und ich überbringe quasi nur die Botschaft. Es ist vorbei, er/sie will die Beziehung nicht mehr.Ich würde dann auch gleich alle Sachen, die noch bei dir rumliegen, mitnehmen, wenn das okay ist für dich.“

– Du weißt was ich damit sagen möchte.

 

11. ‚Lass uns Freunde bleiben‘

Nach einer Beziehung befreundet zu bleiben, ist durchaus möglich. Sogar, wenn sie sehr lange und sehr schmerzhaft war, so wie bei mir. In jedem Fall empfehle ich dir aber – so schwer es auch ist – direkt nach der Trennung Abstand zu halten. Keine Nachrichten, keine Anrufe, und (wenn es eure Wohnsituation zulässt) auch keine Begegnungen. Ihr braucht beide Zeit, um die Beziehung und die Trennung zu verarbeiten. Mit Abstand ist eine freundschaftliche Annäherung auch deutlich einfacher als der direkte Übergang von einer Beziehung zur Freundschaft.

 

12. Fühl dich nicht schuldig

Das ist ein meines Erachtens sehr wichtiger Punkt: Wenn du deine Beziehung respektvoll beendet hast und deinen Partner nicht absichtlich verletzt oder vor den Kopf gestoßen hast, solltest du dich nicht schuldig fühlen. Manchmal ändern sich Gefühle, Lebenseinstellungen, Pläne – das hat schöne Seiten, aber eben auch schmerzhafte, wie eine unvermeidbare Trennung. Versuch‘ das Beste aus dem Schlimmsten zu machen, dein Partner wird dir (wenn er darüber hinweg ist, natürlich nicht direkt) dankbar sein, und du wirst dich besser fühlen und hast keinen Grund dich mit Schuldgefühlen zu plagen.

 

Fühl’ dich gedrückt,
Deine Simone

 

Foto: ©Jcomp

Sich lieben, wie man ist oder sich ändern?

Sich lieben, wie man ist oder sich ändern?

Mit der Selbstliebe ist es nicht einfach, denn einerseits wollen wir uns nehmen, wie wir sind, andererseits gibt es vieles, was uns an uns selbst nicht gefällt. Dieses Paradoxon findet sich in jeder Frauenzeitschrift. Auf Seite 3: Liebe dich selbst! Auf Seite 5: Die neue Diät. Es lässt sich auflösen – wenn wir den alten Philosophen Aristoteles zurate ziehen.

Der Weg zur Selbstzufriedenheit ist eigentlich ganz einfach, und er lautet: Finde den Mittelweg!

Vielleicht wirst du dich wundern, warum ich heute den guten, alten Aristoteles zitiere, doch jede von uns versteht zu verschiedenen Zeitpunkten eine andere Sprache am besten, und vielleicht kann dir der kluge Kopf dabei helfen, dich selbst mehr zu nehmen, wie du bist. Er plädierte dafür, in allen Dingen den goldenen Mittelweg zu gehen und sagte etwa:

So meidet denn jeder Kundige das Übermaß und den Mangel und sucht und wählt die Mitte. 

Damit ist natürlich auch die Mitte zwischen Völlerei und Hungern, zwischen Selbstaufgabe und sich selbst Kasteien gemeint.

Ich kenne viele Frauen, die zwischen den Extremen hin- und herschwanken: Einerseits erlegen sie sich selbst eine absolute Disziplin auf, rennen fünfmal pro Woche zum Sport und streichen das Thema Genuss aus ihrem Speiseplan, was sie natürlich nicht lange durchhalten. Dann fallen sie in das andere Extrem und lassen sich gehen, weil es ja „ohnehin egal ist“, sie übertreiben es mit der Schlemmerei und alle Erfolge, die sie in der disziplinierten Zeit erzielen konnten, sind schnell wieder zunichtegemacht.

Der Weg zur Selbstliebe, zur Selbstakzeptanz führt aus diesen Extremen heraus und zu einer gesunden Einstellung zu sich selbst und den eigenen Handlungen.

 

Was heißt das nun: Soll ich mich ändern oder lieben wie ich bin?

 

Der Fehler bei diesem Satz, den beinahe alle Menschen machen, bevor sie sich darüber bewusst werden, ist das „oder“. Denn du kannst dich selbst akzeptieren, ja sogar lieben und dennoch immer weiter an deinen Skills und Eigenschaften arbeiten! Im Grunde kannst du jeden Tag dazu nutzen, eine bessere Version deiner Selbst zu werden. Den wer sich nicht regt, nicht an sich arbeitet, der wird nicht nur Muskeln, sondern auch gute Eigenschaften abbauen. Das bedeutet, ohne die Arbeit an dir wirst du zu einer Version von dir selbst, die du nicht magst. Doch nur eine moderate Modifikation ist auch auf Dauer durchzuhalten, sodass du von allen Vorteilen profitieren kannst.

Nehmen wir einmal das Thema Sport: Deinen Körper regelmäßig zu bewegen sorgt nicht nur dafür, dass du eine bessere Figur bekommst und deine Haut straffer ist, es dient auch deiner Gesundheit. Kräftige Muskeln stützen deinen Körper und schützen ihn zum Beispiel vor Verletzungen. Du wirst mit der Volkskrankheit Rückenschmerzen weniger zu kämpfen haben, wenn du starke Bauchmuskeln hast, die deinen Rücken stützen.

Und wie ist es mit den „guten“ Eigenschaften und Gewohnheiten, der Tatkraft und dem Durchhaltevermögen und der Selbstdisziplin? Diese Skills sorgen einfach dafür, dass du einmal gesetzte Ziele auch erreichen kannst und dich nicht immer wieder selbst enttäuschst. Natürlich muss es sich um realistische Ziele handeln, wie ich dir schon öfter gesagt habe.

Achtung: Solltest du bei dir selbst bemerken, dass du dir immer wieder unrealistische Ziele setzt, an denen du scheiterst, dann boykottierst du dich eventuell selbst! Das kann an Erfahrungen in der Kindheit liegen, die du immer wieder wiederholst, u, sie endlich auflösen zu können. Begib dich auf Spurensuche!

Ja, du kannst erreichen, was du dir vornimmst! Und Du wirst ein unglaubliches Glück spüren, wenn du diesen Weg einmal zu Ende gegangen bist.

 

So bringst du die Weisheit des Aristoteles in deinen Alltag

 

Ich will dir jetzt an einigen Beispielen zeigen, wie du die Sache mit dem goldenen Mittelweg in deinem Alltag umsetzen kannst – das hilft dir, bei deinen Vorsätzen am Ball zu bleiben, es aber nicht so zu übertreiben, dass du gar nicht anders kannst, als wieder aufzugeben.

Thema Sport:

Wenn du bei einem Fitnessstudio angemeldet bist, das ohnehin auf deinem Weg von der Arbeit liegt oder in deiner Nähe ist: coole Sache. Wenn die Anfahrt allerdings umständlich ist und du jedes Mal kompliziert eine Kinderbetreuung organisieren musst, dann hast du vielleicht noch nicht das Richtige für dich gefunden. Vielleicht solltest du beginnen, daheim zu trainieren? Dafür kannst du Bodyweight Übungen verwenden oder ein Gerät wie ein Laufband einsetzen, mit dem du jederzeit unkompliziert in die Bewegung kommst. Nimm dir aber für die Anfang nicht zu viel vor, sondern setze dir realistische Ziele, zum Beispiel zweimal pro Woche zu trainieren. Gib dir auch selbst die Zeit, die neue Gewohnheit fest in deinem Leben zu verankern und verzeih dir bei Rückschlägen. Entscheidend ist nur, das du einmal öfter beginnst, als du aufgegeben hast!

Thema Abnahme:

Auch bei diesem viel beschworenen Thema geht es um die gesunde Balance zwischen Wollen und Können. Es hilft dir nicht weiter, durch eine Gewaltdiät schnell zig Kilos zu verlieren, die danach umso schneller wieder auf deinen Hüften setzen. Ein Kilo pro Woche oder mehr muss nicht sein – eine langsame Abnahme durch eine Änderung der Lebensweise ist viel gesünder. Ein bis zwei Kilo im Monat zu verlieren genügt vollkommen und tut auch deinem Körper gut.

Thema Essen:

Gerade bei diesem Thema erlebe ich viele Frauen oft in den Extremen. Entweder darben oder schlemmen – das kann nicht gut gehen. Stelle deine Ernährung so um, dass du selbst gut damit leben kannst, und folge deinen eigenen Regeln. Gönne dir zum Beispiel einmal pro Woche einen Cheat Day, damit du nicht das Gefühl hast, alles sei verboten!

Ich bin überzeugt, wenn du in deinem Leben öfter den Mittelweg gehst, dann wirst du dich selbst viel leichter lieben können. Denn eines der wichtigsten Ergebnisse wird sein, dass du das Gefühl hast, dein Leben in der Hand zu haben. Nicht: die Umstände werfen dich hin und her, sondern: du hast dein Leben im Griff.

 

Fotoquelle: Pixabay