Ich schlage meine Augen auf, schaue zur Seite und da liegt er: Die Liebe meines Lebens, mein Mann. Mit einem erfüllten Lächeln im Gesicht, streichle ich liebevoll über seine Wange, während mein Herz vor Freude und Glück Limbo tanzt… 

Ein Moment, den ich persönlich sehr vermisse, aber auch einer, der mir Kraft gibt. Diese Sehnsucht hat aber nichts mit Einsamkeit zu tun, sondern mit dem Wunsch einen Partner an meiner Seite zu haben!

Und einen Partner an meiner Seite zu haben, würde auch nicht zwangsläufig heißen, dass ich nicht einsam sein kann.

Wenn dich das gerade ein bisschen verwirrt, und du keine Ahnung hast, was ich damit meine, dann lies weiter – Erläuterungen folgen.

Einsamkeit ist (k)ein Arschloch!

Ja, auch ich bin natürlich ab und zu einsam, und das ist auch normal. Aber, wie mit anderen Emotionen, die dich während einer Trennung begleiten, habe ich auch gelernt mit der Einsamkeit umzugehen.

Wie ich das gemacht habe und welche konkreten Tipps ich für dich habe, um in diesen einsamen Momenten trotzdem das Positive zu sehen und das Beste daraus zu machen, darum geht es in diesem Artikel.

Was ist Einsamkeit eigentlich? 

Zunächst müssen wir zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein unterscheiden:

Alleinsein ist ein Zustand, Einsamkeit ein Gefühl. Alleinsein kann zu Einsamkeit führen – muss es aber nicht. 

Einsamkeit hat nichts mit der An- und Abwesenheit von Menschen zu tun, es beschreibt das Gefühl nicht anerkannt, beachtet und gebraucht zu werden. Das heißt, Einsamkeit beschreibt auch die Unzufriedenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir schon haben.

Sprich: Wir fühlen uns einsam, wenn wir nach sozialem Anschluss und emotionaler Bindung suchen – das Gute daran: Dieser Zustand ist nicht zwangsläufig von einem Partner abhängig und kann deshalb auch gelöst werden, wenn wir Single sind – so wie ich.

Wer sich einsam fühlt, muss seinem Leben einen Sinn geben!

Das klingt so salopp daher gesagt, das mag sein, aber es stimmt. Wenn du in deinem Leben keinen Sinn siehst, erfüllt es dich natürlich nicht, denn du hast keine Aufgabe.

Mein Beispiel: Ich war zehn Jahre in einer Beziehung, war glücklich und ich hatte eine gemeinsame Lebensplanung mit meinem Ex. Neben meiner Familie, meinen Freunden und meinem Alltag, hatten wir eine gemeinsame Lebensaufgabe – heiraten, Familie gründen, ein angenehmes und glückliches Leben zu führen.

Als er mich verlassen hat, bestand meine Lebensaufgabe darin, ihn zurückzugewinnen. Über zwei Jahre habe ich alles daran gesetzt, all meine Energie darin investiert.

Und als ich dann festgestellt habe, dass mein Liebeskummer vorbei ist, stand ich vor einem Leben ohne Aufgabe – und ich habe mich einsam gefühlt!

Alleinsein ist der Schlüssel heraus aus der Einsamkeit!

Was will ich damit sagen?

Alleine zu sein ist ein Zustand, für den du dich selbst frei entscheidest, denn auch wenn du Single bist, du musst nicht alleine sein. Du könntest dir zum Beispiel irgendeinen Mann als Partner suchen, nur damit du einen hast. Du kannst dich mit Freunden, deiner Familie oder Kollegen umgeben, du kannst dich in ein Café setzen oder dich überwiegend an öffentlichen Orten aufhalten.

Wer sagt, dass man als Single alleine ist und ohne Partner nichts dagegen tun kann, hat schlichtweg Unrecht. Ja, wir haben keinen Partner, aber wir sind nicht alleine und müssen es auch nicht sein – wenn wir nicht wollen.

Viele Frauen machen ihr Leben zu sehr von ihrem Partner abhängig! 

Und ja, dazu zähle ich mich auch – oder besser in der Vergangenheit: Dazu habe ich damals auch gehört. Ich war eine von den Frauen, die ihr Glück, ihre Erfüllung und Lebensaufgabe von ihrem Partner abhängig gemacht hat.

Heute ist das anders, denn ich habe meinem Leben einen Sinn gegeben.

Dazu kommt, dass wir nicht zwingend nicht einsam sind, wenn wir in einer Beziehung sind. Denn wenn wir nicht mit unserem Partner auf einer Wellenlänge sind, er uns nicht versteht oder wir unterschiedliche Lebenseinstellungen haben und wir uns nur aus Bequemlichkeit nicht trennen, fühlen wir uns auch einsam. Das ist traurig, aber wahr.

Ein Beispiel: Ich war in Chiang Mai und hatte ein Coaching mit einer Frau, die ich zufällig in einem Café getroffen habe. Sie ist 57 Jahre alt, hat drei Kinder. Ihr Mann hat sie, nach über 30 Jahren Ehe, von heute auf morgen verlassen. Physisch, denn einsam war sie die vergangenen zehn Jahre schon. Die Ehe haben sie solange geführt bis alle drei Kinder aus dem Haus waren.

Warum fällt es uns schwer alleine zu sein?

  • Wir haben Angst.
  • Wir sind uns selbst nicht genug.
  • Wir kennen uns nicht.
  • Wir wissen nicht was wir mit uns anfangen sollen.

Und meiner Meinung nach, sind vor allem die letzten beiden Gründe warum wir uns einsam fühlen. Wir kennen uns nicht, da wir uns – und so war das auch bei mir – nicht mit uns selbst als Mensch und Persönlichkeit auseinandersetzen.

Werde eins mit dir und deine Einsamkeit wird besser, denn du hast den wichtigsten Menschen in deinem Leben immer an deiner Seite – dich.

Das Gute ist: Du kannst selbst etwas gegen deine Einsamkeit tun

Ich sage nicht, dass du dich nie wieder einsam fühlen wirst, wenn du meine Tipps beherzigst. Wie eingangs gesagt, fühle auch ich mich ab und an einsam – aber: Sehr viel seltener als nach meiner Trennung und vor der Zeit als ich noch keine eigene Lebensaufgabe hatte!

Hier also 10 Tipps und Strategien, die ich entwickelt habe, um einsame Momente zu gestalten, sie aber auch auf lange Sicht aus meinem Leben zu schaffen.

Tipps, um Einsamkeit auf lange Sicht zu verringern 

 1. Lerne alleine zu sein

Das ist der essentiellste Tipp von allen, den ich dir geben kann: Ich konnte es nicht. Ich war es nicht gewöhnt, und ich habe mir verdammt schwer getan damit. Aber als ich mich bewusst dafür entschieden habe nur mit mir zu sein, habe ich angefangen es zu genießen.

Heute brauche ich meine Zeit alleine, sonst werde ich unausstehlich. Nimm dir bewusst Zeit für dich! Du wirst erstaunt sein, wie schön und beruhigend es ist, alleine zu sein. Und du wirst lernen, dass du selbst genug bist! Nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit.

Du solltest dich natürlich nicht vom TV (was sowieso die größte Zeitverschwendung ist) berieseln lassen, sondern am besten alleine mit deinen Gedanken sein.

Analysiere deine Gedanken, Gefühle, Wünsche und lerne dich selbst kennen. Wer bist du? Was willst du?

 2. Meditiere regelmäßig

Der zweite Schritt des Alleinseins, ist Meditation. Sprich alleine zu sein, aber ohne äußere Einflüsse – ohne TV, ohne Internet, ohne Buch und auch ohne deine Gedanken. Nur du, dein Bewusstsein und das Hier und Jetzt.

Wenn du nicht weißt wie du anfangen sollst, dann lies den Artikel von Fuck Lucky Go Happy! Kann ich sehr empfehlen, denn ich hatte auch keinen Plan wie ich überhaupt damit anfangen soll. Und wenn du einen Schritt weiter bist, dann kann ich dir Headspace ans Herz legen, eine super App!

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 3. Gib deinem Leben einen Sinn

Wie schon mehrfach erwähnt, ist es grundlegend, dass du deinem Leben einen Sinn gibst! Stell dir dazu folgende Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was erwarte ich von meinem Leben?
  • Wie soll mein Alltag (ohne Partner) aussehen?
  • Was macht mich glücklich?
  • Was will ich erreichen?
  • Was sollen Menschen über mich sagen, wenn ich eines Tages nicht mehr bin?
  • Was will ich meinen Kindern weitergeben?

Ich habe mir, als ich festgestellt habe, dass mein Sinn (nämlich meinen Ex zurückzugewinnen) passé war, die gleichen Fragen gestellt und zeige dir, was am Ende meiner Überlegungen auf meiner Liste stand:

  • Ich will unabhängig und nicht angestellt sein.
  • Ich will die Freiheit haben, zu tun, was ich will und wann ich es will.
  • Ich will mehr Eigenverantwortung.
  • Ich brauche Herausforderungen & Risiko.
  • Ich will reisen.
  • Ich will mehr internationale Freundschaften.
  • Ich will andere Kulturen kennenlernen und sie erleben.
  • Ich will noch mehr Sprachen lernen und in meinem Alltag mehrere Fremdsprachen sprechen.

Und am wichtigsten: 

  • Ich will Mehrwert bieten. Ich will, dass das was ich tue, das Menschen hilft. Ich will Menschen motivieren, sie unterstützen und für sie da sein.

Und was hat sich daraus ergeben?

Ich lebe und arbeite ortsunabhängig, auf der ganzen Welt. Ich helfe Frauen, die die gleiche schlimme Zeit durchleben müssen, wie ich musste. Ich mache ihnen Mut nach vorne zu schauen und das Positive im Leben zu sehen – auch wenn das nicht immer einfach ist.

Mein Ziel ist es, dir zeigen, dass du nicht alleine bist und dich dabei zu unterstützen wieder glücklich zu werden.

Das ist derzeit der Sinn meines Lebens und die Emails und Kommentare, die ich fast täglich von euch bekomme, machen mich glücklich und sind mein Ansporn, um weiterzumachen.

Finde deinen Sinn und du weißt warum du jeden Morgen aufstehst. Es wird dir nicht nur helfen dich weniger einsam zu fühlen, es wird dich erfüllen!

 4. Schließ dich einer Gruppe an, die das gleiche Ziel hat wie du

Wenn wir uns einsam fühlen, heißt das auch, dass wir uns sozial nicht zugehörig fühlen. Wenn das bei dir der Fall ist, dann musst du dafür sorgen, dass sich das Gefühl ändert:

  • Melde dich bei einem Sportverein an, so dass du regelmäßig die gleichen Menschen triffst, mit denen du ein gemeinsames Ziel hast.
  • Geh einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Das bringt auch einen Rhythmus in dein Leben und es wird dir ein positives Gefühl geben, denn du tust etwas Gutes.
  • Durchforste die Angebote an der Volkshochschule und lerne eine neue Sprache, oder nähen, töpfern, mach einen Photoshop Kurs oder was auch immer du schon ewig lernen wolltest.

 5. Mach regelmäßig Pläne und genieß die Vorfreude

Mir persönlich hilft es sehr etwas Schönes für mich zu planen, und mich dann darauf zu freuen. Die Vorfreude hebt deine Laune und mindert das Gefühl einsam zu sein.

Und wenn du nur etwas für dich machst und denkst „Ach man, das wäre zu zweit viel schöner“, dann versuch die Chance in der Situation zu sehen!

Ein Beispiel: Im Kino läuft ein Film, den ich unbedingt sehen will. So richtig unbedingt, so dass ich es kaum abwarten kann und direkt zur Premiere gehe. Meine Freunde können sich leider nicht so sehr für den Film begeistern oder haben an dem Abend schon was anderes vor.

Was mach ich? Ja, ich gehe alleine.

Klar ist Kino zu zweit schöner, romantischer oder whatever. Aber: jedes Mal, wenn ich alleine ins Kino gehe, lerne ich neue Leute kennen. Beim Popcorn kaufen, Leute die neben mir sitzen oder Leute mit denen ich nach dem Film zufällig ins Gespräch komme.

Ja, ich finde Kino zu zweit auch schöner. Nein, es hält mich nicht davon ab alleine zu gehen und mich die ganze Woche auf die Preview zu freuen.

Die Vorfreude kannst du vom Kinobesuch, über einen Shoppingausflug bis hin zum Mädelsurlaub für dich ausbauen – manchmal klappt es besser, manchmal schlechter, aber es gilt immer:

Vorfreude ist die schönste Freude!

 6. Mach Sport

Sport ist Mord. Das war meine Lebenseinstellung für circa 30 Jahre! Wie falsch ich doch lag.

Versteh mich nicht falsch, ich bin bei weitem keine Sportskanone oder jemand, der täglich ins Fitnessstudio rennen muss. Aber ich mache regelmäßig Sport, denn es macht nicht nur meinen Kopf frei, es bringt mich auch in Form!

Und wenn du einmal die Ergebnisse siehst, kann das schnell süchtig machen!

Ich geh zum Beispiel laufen, mach CrossFit und Yoga. Für mich die perfekte Kombi – und auch ‚me time‘. Sport tut deinem Körper und deinem Geist gut, denn du schüttest Endorphine aus.

Also, inneren Schweinhund überwinden, und wenigstens probieren! Selbst ich hab das geschafft und mein Schweinehund war fett und faul ;-)

Tipps bei einsamen Momenten

Was aber tun, wenn du trotzdem Momente hast, in denen du dich einsam fühlst? Die Momente kommen natürlich, da brauchen wir uns nichts vorzumachen.

 7. Träume und erlebe, was du dir wünschst

Achtung: Wenn du noch nicht über deinen Ex hinweg bist, dann stell diese Strategie hinten an, sie wird dir nicht gut tun, weil du dann in den Gedanken deiner Ex-Beziehung versinken wirst!

In den Momenten, in denen ich mir einen Partner an meiner Seite wünsche, und das Gefühl der Geborgenheit und Liebe vermisse, versuche ich das Gefühl zu erzeugen, das ich hätte, wenn er, also mein Mann, schon da wäre.

Wie mache ich das? Ich träume. Bewusst.

Ich schalte romantische Musik an, lege mich auf die Couch oder ins Bett und schließe meine Augen. Ich träume davon wie schön es sein wird, wenn er da ist. Ich versetze mich in die emotionale Lage ihn an meiner Seite zu haben und stelle mir vor, was wir alles unternehmen werden und was für ein Gefühl er mir gibt.

Das Gute daran: Es erzeugt nicht nur ein positives Gefühl, sondern auch Energie, die vom Universum als dein Wunsch wahrgenommen wird.

 8. Masturbiere

Ja, das steht da. Masturbiere.

Entspanne deinen Körper und genieße die Endorphine. Du bist diejenige, die deinen Körper am besten kennt. Also nutze das und mach dir ein paar schöne Minuten. Die Endorphine, die beim Orgasmus ausgeschüttet werden, erzeugen ein Glücksgefühl und sorgen dafür, dass du dich besser und entspannter fühlst. Außerdem macht es den Kopf frei und bringt dich auf andere Gedanken.

 9. Ruf jemanden an, von dem du lange nichts mehr gehört hast

Weiter oben habe ich geschrieben, dass Einsamkeit auch durch die Unzufriedenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir schon haben, hervorgerufen werden kann. Das heißt, wir müssen uns auch fragen, was mit diesen Beziehungen nicht stimmt und/oder wir sie positiv verändern und gestalten können.

Ruf jemanden an, der dir sehr am Herzen liegt und von dem du lange nichts mehr gehört hast.

Der überraschende Anruf wird den Anderen freuen, und du wirst das Gefühl haben, dass es jemanden gibt, dem auch du wichtig bist. Sprich über positive Dinge, frag‘ nach was dein Gegenüber beschäftigt und freu dich mit (auch wenn du dich eigentlich nicht danach fühlst)!

Sprich auf keinen Fall davon, dass du dich einsam fühlst, sonst begibst du dich wieder in den Teufelskreis deiner negativen Gedanken. Und wenn du aufgelegt hast, bist du genau da wo du vorher warst.

Konzentriere dich nicht auf dich, sondern auf die Person, mit der du sprichst. Du wirst sehen, es wird dir gut tun. Nicht nur, dass du einen ‚alten Kontakt‘ wieder aufgefrischt hast, du hast auch jemandem eine Freunde gemacht – und das fühlt sich gut an.

 10. Leg‘ 90er Musik auf und tanze!

Ja, das kostet Überwindung, ich weiß! Wenn man sich einsam fühlt, ist einem nicht nach tanzen, aber wenn du dich überwinden kannst, hilft es.

Es bringt deinen Kreislauf in Schwung, außerdem machen tanzen und 90er Musik  gute Laune. Das klingt vielleicht etwas apart, aber du glaubst gar nicht wie oft ich das mache! Sieht ja keiner ;-) Es lohnt sich deinen inneren Schweinhund zu überwinden.

Was will ich dir mit diesem Artikel vermitteln? 

  • Alleinsein und Einsamkeit sind zwei Paar Schuhe.
  • Lerne alleine zu sein!
  • Wer alleine sein kann, ist seltener einsam.
  • Gib deinem Leben einen Sinn (mehr hier und hier)!
  • Du kannst selbst, ohne Partner, etwas gegen deine Einsamkeit tun.
  • Paare sind nicht zwingend nicht einsam und Singles sind nicht zwingend einsam.
  • Den inneren Schweinehund überwinden lohnt sich!

Signatur

Foto: © Tamas Zsebok

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